Heute 22.45 ARD Maischberger: Talk aus der JVA Werl

  • Die heutige Ausgabe kommt aus der JVA Werl.


    Thema: Hinter Gittern; Strafe,Sühne,Reue



    Michael Skirl
    "Wir haben überwiegend die harten Jungs. Wer da Angst bekommt, kann
    hier nicht arbeiten," sagt der Jurist, der die JVA Werl seit zwölf
    Jahren leitet und seit 30 Jahren im Strafvollzug arbeitet. Die
    Haftanstalt gilt als eine der härtesten Gefängnisse Deutschlands.
    Über 800 Mörder, Räuber, Drogenhändler und Sexualverbrecher sitzen hier ein


    Joe Bausch
    Für die Taten seiner Patienten interessiert er sich als Arzt nicht.
    Seit 24 Jahren behandelt Joe Bausch die Häftlinge in der JVA Werl. An
    das Gefängnis als Ort der Läuterung und Sühne glaubt er nur bedingt.
    "Es gibt ein paar wenige Straftäter, die ihre Tat bereuen", sagt der
    Mediziner, der als Schauspieler im Kölner "Tatort" bundesweit bekannt wurde.


    Jörg Adolphs
    Drei Villenbesitzer überfiel der frühere Zeitsoldat, bis er wegen der
    Aussage eines Komplizen aufflog. Das Urteil: Neuneinhalb Jahre, die
    erste Haftstrafe für Jörg Adolphs. Fünf Jahre davon hat das frühere
    Mitglied der "Hells Angels" in der JVA Werl abgesessen, wo er eine
    Kochlehre macht.


    Andreas Schmidt
    Mit 18 Jahren saß der heute 40-Jährige erstmals im Jugendgefängnis.
    Immer wieder beging der gelernte Hufschmied schwere Raubüberfälle, um
    seine Drogensucht zu finanzieren. Immer wieder landete er hinter
    Gittern. Zuletzt wurde Andreas Schmidt zu drei Jahren Haft wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.


    Ralf Ludwig
    "Der Angeklagte wird wegen Mordes zu lebenslanger Haftstrafe
    verurteilt", entschieden die Richter im April 2001. Der 47-Jährige
    hatte seine Ex-Freundin vor den Augen ihrer Familie mit einem Messer
    getötet. Es ist die zweite Haftstrafe für Ralf Ludwig wegen eines
    Tötungsdeliktes: 1990 hatte er seine Frau erstochen und wurde wegen
    Totschlags zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Ludwig ist
    Insassen-Sprecher der JVA Werl.


    Joachim Bartsch
    Fast die Hälfte seines Lebens saß der heute 65-Jährige wegen
    zahlreicher Banküberfälle im Gefängnis, vier Jahre davon in
    Sicherungsverwahrung: "Die können dich lebenslänglich einmotten, das ist
    wie eine kalte Todesstrafe," sagt Joachim Bartsch. Er unternahm einen
    missglückten Ausbruchsversuch, galt als extrem gefährlich. In seiner neu
    erlangten Freiheit ist für ihn klar: "In den Knast will ich nie mehr."


    Anita Kämmerer
    Vom Leben im Knast hatte sie keine Ahnung, bis sie über eine Kontaktanzeige Joachim Bartsch kennen lernte. Zwei Jahre lang
    besuchte die Witwe ihn regelmäßig in der JVA Werl. Nach seiner
    Entlassung zog Bartsch zu ihr. Dass er wieder kriminell wird, glaubt
    Anita Kämmerer nicht: "Er hat sich ein neues Leben aufgebaut. Ich habe großes Vertrauen."


    Jenny Hölscher
    Als Frau unter männlichen Schwerverbrechern: Seit 2002 arbeitet die
    Vollzugsbeamtin in der JVA Werl. Zu Anfang gehörte Angst zu ihrem
    Berufsalltag. Mittlerweile fühlt sich Jenny Hölscher sicher, auch wenn
    in manchen Alltagssituationen noch immer ein mulmiges Gefühl aufkommt.


    Gäste: Michael Skirl (Gefängnisleiter), Joe Bausch
    (Gefängnisarzt), Jörg Adolphs (Häftling), Andreas Schmidt (Häftling),
    Ralf Ludwig (Häftling), Joachim Bartsch (Ex-Häftling), Anita Kämmerer
    (Freundin von Joachim Bartsch), Jenny Hölscher (Vollzugsbeamtin)


    Aus der JVA Werl



    Quelle: TV-Today


    Jeder Anfang hat ein Ende wobei dieses Ende ein neuer Anfang sein wird


    18.03.2009 - 05.10.2011

  • Mich würde interessieren, wer es denn geschaut hat?


    Habe es im Internet geschaut, dank des Links :-)


    Fand den einen Häftling krass; Ex Frau Totschlag, andere Frau auch ermordet, vor den Augen des Kindes und dem Rest der Familie....und er saß da, als sei er stolz, ich habe keine Reue gespürt....hat mich bisschen geschockt :nono:

  • Eve, ich habe das auch angeschaut und war mindestens genauso schockiert wie Du. Als ich das hörte, dass er das vor den Augen des Kindes und irgendwie auch der Schwiegermutter oder so (??) gemacht hat und auch nicht nur einmal...da ist mir echt die Kinnlade runtergefallen. Ich weiss nicht, ob ich mich an seiner Stelle da hin setzen würde und das erzählen würde, als wäre es ein normales Abenteuer gewesen...


    *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*


    Menschen, die mit dem Finger auf andere zeigen, sollten niemals vergessen,
    dass sie dabei stets drei Finger auf sich selbst richten sds


    *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*


  • Mich würde interessieren, wer es denn geschaut hat?

    Ich :duck1:


    Ja, der seine 2 Exen umgebracht hat, war schon krass. Dabei sah der so "harmlos" aus fand ich, aber daran sieht man mal wieder, man kann den Leuten wirklich nur vor dem Kopf gucken. Die haben dann anscheinend solche Verlustängste, das sie vollkommen durchdrehen und blind vor Wut sind. Verstehe aber auch nicht, warum der bei seiner ersten Ex "nur" knapp 4 Jahre bekommen hat.
    So nun hat er LL ohne SV - auch bei einer Schwere der Schuld- wird er irgendwann entlassen. Ich will ich gar nicht wissen, was mit der nächsten Frau, die ihn dann vielleicht irgendwann verlassen wird, passiert.


    Der "Villenausräuber" war die Krönung, der machte auf mich wirklich den Eindruck als sei er Stolz drauf und verniedlichte seine ganzen Taten. :noo: :noo: :noo:


    Ich fand die Sendung recht interessant und schade das die Beamtin kaum was gesagt hat.


    Lg.Fee


    Jeder Anfang hat ein Ende wobei dieses Ende ein neuer Anfang sein wird


    18.03.2009 - 05.10.2011

  • Ich hab die Sendung auch angeschaut und fand sie interessant. Das Thema "Reue" fand ich, kam viel zu kurz.


    Der Joachim Bartsch (der 29 Jahre inhaftiert war) hat für meine Begriffe viel zu viel Redeanteil bekommen.


    Verstehe aber auch nicht, warum der bei seiner ersten Ex "nur" knapp 4 Jahre bekommen hat.

    Weil ihm die verminderte Schuldfähigkeit attestiert wurde und es ihm zu gute kam, dass es eine Beziehungstat war. So hat der Anstaltsleiter die kurze Strafhöhe erklärt.