Verzahnungskonferenz

  • Hallo ihr Lieben,

    mein Freund hat mir erzählt, dass demnächst eine Verzahnungskonferenz stattfindet zwischen der JVA, in der er aus dem OV entwichen ist und der jetzigen JVA in Rheinbach. Was bedeutet das konkret, kennt sich damit jemand aus und kann es mir erklären? Ist das eher gut oder eher nicht so gut für ihn?

  • Also, von einer Verzahnungskonferenz habe ich noch nie etwas gehört, vielleicht ist das jetzt auch etwas völlig Neues!


    Ich kenne nur die alt bewährten Wege in dem sich eine Akte im Umlauf befindet.

    So eine Akte wird "losgeschickt" wenn eine neue Vollzugkonferenz ansteht. In dieser Akte beurteilt jeder Vollzugsbeamter den Inhaftierten, wie z.B. der Abteilungsleiter, Sportbeamter oder Arbeitsbeamter. Dann wir die Akte weitergereicht an die Staatsanwaltschaft, lasker mag mich hier verbessern, wenn ich falsch liege, es kann auch die Strafvollstreckungskammer sein.

    Unteranderem werden natürlich auch Infomartiionen von ehemaligen Anstalten angefordert, in denen sich Dein Freund während seiner Haftzeit befunden hat.

    Hat dann jeder seinen Senf dazu gegeben und die Akte liegt wieder vor, findet die Vollzugskonfernz statt.

    Ob man die nun Verzahnungskonferenz nennt, kann ich mir nicht vorstellen.:planlos:


    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Danke Chris.
    hm... Ich weiss auch nicht, wie das sonst heissen könnte, und habe gestern vergessen, danach zu fragen. Offenbar wird Euskirchen mit Rheinbach Rücksprache halten, zumindest hat er auch gesagt, dass danach die Vollzugskonferenz stattfindet. Wie läuft das denn dann ab?

  • Wie ich oben schon beschrieben habe, hat jeder Beamter mit dem Dein Freund während seiner Haft zutun gehabt hat seinen Senf schriftlich dazu gegeben, findent die Vollzugskonfernez statt. Das alles kann aber dauern, ich habe zwischen 4 und 6 Wochen gewartet


    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Ja, Eilan, Du hast es uns nicht leicht gemacht zu verstehen, was Du meinst. In der Vollzugskonferenz wird der Vollzugsplan fortgeschrieben. Da wird festgestellt, ob er Fortschritte gemacht hat, was noch zu tun ist, ob er lockerungsgeeignet ist und wenn ja, wie weit und wann er voraussichtlich entlassen wird. Teilnehmen an der Konferenz werden üblicherweise jemand aus der Anstaltsleitung, ein Psychologe, der Sozialarbeiter für den Wohnbereich und ein Verantwortlicher aus dem Arbeitsbereich. Manchmal nehmen weniger teil, manchmal auch mehr teil. Das hängt von der Urlaubszeit und der Wichtigkeit der anstehenden Entscheidungen ab. Er selbst soll auch gehört werden. Steht in absehbarer Zeit die Entlassung an, können auch Personen von außerhalb z. B der künftige Bewährungshelfer, dabei sein. Vollzugskonferenzen werden in regelmäßigen Abständen, die das Gesetz vorschreibt, durchgeführt, um auf Veränderungen ( Verbesserungen oder Verschlechterungen) gegenüber der bisherigen Planung schnell reagieren zu können.

  • Nicht anderes habe ich doch oben geschrieben, Lasker. Zwar nicht so im Detail wie Du das immer machst, jedoch verständlich und nun komm mir schon ziemlich dumm vor.
    Ich habe Eilan schon recht gut verstanden, wahrscheinlich nur sie mich nicht.


    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Moinsen, ich klinke mich mal ein : Wann fängt "man" denn an einen Vollzugsplan zu erstellen ? Sicher nicht in der U-Haft ? Läuft das automatisch ohne Antrag ? Wer kann mir da ein wenig Licht in den Vollzugsplantunnel anmachen ?


    Vielen Dank, schon mal vorab.

  • Hallo Shawn,


    wann genau "man" anfängt kann ich Dir leider nicht beantworten. Mein Freund kam nach Lübeck, einige Wochen später gab es den "ersten" Vollzugsplan. Alle 6 Monate wird er fortgeschrieben. Bei akuten Entscheidungen manchmal auch früher.


    LG Darky

  • Hallo Shawn,

    für NRW ist das in § 10 StVollzG NRW geregelt ( findest Du im Netz auf der Seite recht.nrw.de, die vom Innenministerium betrieben wird)

    In Abs. 1 findest Du gleich 20 Punkte, die in einem Vollzugsplan behandelt werden müssen. In Abs. 2 stehen die Fristen drin ( mindestens alle 12 Monate) in Abs. 3 wird auf die mögliche Beteiligung Außenstehender in der Entlassungsvorbereitung eingegangen und Abs. 4 befasst sich mit den Beteiligungsrechten des Gefangenen LG Lasker

  • Hallo Chris, ich habe dich tatsächlich nicht richtig verstanden. Bitte, das ist doch kein Grund, sich hier dumm vorzukommen! Der einzige, der Grund dafür hätte, bin ich.... :dong:

    Manchmal ist mir das alles noch etwas viel und manchmal bin ich auch einfach etwas "knastmüde" , will von dem ganzen Kram nichts hören und bin dann einfach im normalen Leben.:planlos: Bitte nicht böse sein, ich freue mich doch, wenn es jemand erklärt.:knuddel: