diese Warterei macht einen Kaputt

  • Wie habt ihr die Zeit hinter euch gebracht um diese lange Wartezeit hinter euch zu bringen. Es geht nicht vorwärts bei meinem Mann (bitte aussagen wie da mussten wir alle durch oder so ist die Justiz kenne ich schon) !

    Selbst das Psychologen Gespräch dauert jetzt wieder! Gibt es da nicht auch vorgaben in welcher Zeit sowas passieren soll?:planlos:

  • Briefe schreiben, telefonieren, besuchen... so bringt man die Zeit rum.. und vor allem sein eigenes Leben weiterleben! Das ist wichtig!

    Ist leichter gesagt als getan, aber was anderes bleibt dir/uns nicht übrig.

  • Hmmm... In Hamburg soll der Vollzugsplan '' regelmäßig '' innerhalb der ersten sechs Wochen nach Zugang erstellt werden. Dadurch kann es sein, dass es länger dauert. Hat dein Mann mal gefragt, wann er in die Konferenz kommen soll. Für wann haben sie das Gespräch beim Psychologen angesetzt?

    Wir hatten ja das Glück, dass es bei uns alles anders war, aber das ist normalerweise nicht so.

    Lass die Zeit draußen nicht zu lang werden, außer der regelmäßigen Routine wie Schreiben, Telefonieren und Besuchen kann man nichts machen.

    Ich drück euch die Daumen, dass ihr bald wisst, wie es bei ihm weitergeht.

  • Er ist ja jetzt grad mal die 6 Wochen weg, ganz ehrlich was hast Du erwartet?

    Dein Mann sitzt doch an der Quelle, er kann doch nachhaken, woran es liegt. Und wenn er einfach noch durch einen Antrag für ein Gespräch mit dem Pyschologen auf sich aufmerksam macht. Der VPK sollte in 6 Wochen geschrieben werden, es kann aber auch durchaus länger gehen.

    Geduld sollte Dein bester Freund werden, die Situation annehmen wie sie nun mal ist das haste nun( nicht nur von mir) schon so einige mal gehört.

    Und wenn dann vor Dir die Aussage kommt:

    juhu dann mache ich ja schon alles richtig !

    Dann verstehe ich grad irgendwie die Aussage deiner Überschrift nicht, denn auch diese Ratschläge Briefe , Besuche und Telefonate bekommste auch nicht das erste mal zu hören. Und auch dass dein eigenes Leben draussen weiter geht auch.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Also, bei allem Verständnis und aller Toleranz - aber mir geht diese Jammerei mancher Damen hier echt auf den Keks!


    Unsere Männer sind selber schuld, dass sie im Knast sitzen. Hätten sie keine Scheiße gebaut, wären sie nicht dort (ergo: Nicht die Justiz ist die Wurzel des Übels....).


    Natürlich ist es eine belastende und schwere Situation, aber es wird durch das Genörgel und Gejammer doch nicht leichter! Bei Kindern hab ich ja Verständnis dafür, wenn sie etwas nicht abwarten können und deshalb quengelig und unleidlich werden. Aber wenn erwachsene Frauen dauerhaft so ein Verhalten an den Tag legen, wirds etwas schräg....


    Es geht hier schließlich nicht um eine dauerhafte Trennung oder gar den Tod!


    Ja, ich hätte meinen Mann auch am allerliebsten hier bei mir und ja, mich nervt die Justiz mit ihren Eigenheiten auch häufig! Aber welche Vorteile hätte es, wenn ich mich darüber tagtäglich aufregen würde und aus dem Lamentieren nicht mehr rauskäme? Mir fallen keine ein. Im Gegenteil: Ich würde mir meine Nerven kaputt machen, die Besuche wären vermutlich kein Energiebooster für uns beide mehr, sondern ein gegenseitiges negatives Hochschaukeln.

    Früher rauskommen würde er trotzdem nicht.


    Das Leben geht doch nicht erst nach der Entlassung weiter! Natürlich fiebere ich diesem Tag freudig entgegen, aber trotzdem lebe ich JETZT!


    Kadima hat neulich ein Zitat von Karl Valentin gepostet, das gut hier hin passt:


    "Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch."


    In diesem Sinne: Carpe diem - denn das Leben ist kostbar!

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    [Abraham Lincoln]

  • Ich würde noch hinzufügen,


    selbst wenn das alles stattgefunden hat auf das Du, nicky, jetzt so verzweifelt wartest - es ändert nix daran das er weg ist und auch erstmal dort bleiben wird.


    Auch ein Psychologe kann den Ist-Zustand nicht ändern. Dieses Gespräch verändert nix großartig.


    Ich kann verstehen das passiv sein schwer fällt, das geht mir auch so. Aber auf da drinnen haben wir eben keinen Einfluss. Alles hadern, grübeln, jammern, meckern ändert nichts.

    Sie sitzen und werden das auch weiterhin tun.


    Akzeptanz ist das einzige das hilft durch die Zeit zu kommen. Je früher Du das schaffst um so leichter ist es.

    Wenn es echt ist, dann kann Entfernung nicht trennen,

    Zeit kann nicht schwächen

    und niemand ersetzt den anderen.

    Eigentlich ganz einfach.


  • Hallo Nicky2018, ich denke jeder hat so sein eigenes ding wie er mit der situation um geht, ich zb. Habe 3 Monate ca. Gebraucht um raus zu finden wie ich damit um gehn kann. Denke du musst es auch selber raus finden.



    Briefe schreiben hilft mir persönliche sehr gut und das telefonieren ist mir sehr wischtig. Ich hoffe du findest was dir hilft in dieser zeit.


    Lg Schnecki

  • Liebe Nicky ich verstehe das du ungeduldig bist und ich kann dir gut nachfühlen. Ich denke am Anfang und da stehst du ja noch, ist es einfach schwer,das alles zu akzeptieren und man würde sich einfach wünschen das sich irgendwas bewegt in welche Richtung auch immer. Leider kannst du daran gar nichts ändern aber ich wünsche dir die nötige Kraft und Energie das weiter auszuhalten.

  • Hallo Nicky,


    auch bei meinem Freund - der wahrscheinlich der Nachbar deines Mannes ist- hat es länger gedauert, bis der Vollzugsplan erstellt worden ist. Einige Anträge stehen noch aus und man wartet auf eine Rückmeldung.
    Beschleunigen kann man es wohl kaum. Irgendwie liegt es ja auch in der menschlichen Natur, dass das eigene Leid immer das größte ist und die eigenen Angelegenheiten, die wichtigsten sind.

    Es ändert nichts daran, dass wahrscheinlich auch noch andere Häftlinge, die vor deinem Freund drin waren, auf ihre Pläne und Anträge warten. Diese Tatsache macht das Warten zwar nicht einfacher, aber vielleicht muss man es sich vor Augen halten, um zu wissen, dass sowas nicht von heute auf morgen kommt.

    Ich war zu Beginn auch so. "Hast du Post bekommen?", "Gab es eine Rückmeldung" - Nein.

    Ich glaube, man muss sich damit abfinden, dass es eben dauern kann und auch wird. Es wird auch eine Zeit geben in der einfach gar nichts passiert..


    Wie schon so oft gesagt, lenk dich ab. Klingt einfach - kann es auch werden, wenn man seine persönliche Ablenkung gefunden hat. Briefe, Telefonieren, Besuche, Tagebuch schreiben - wurde alles schon genannt. Was bringt dir Spaß?

    Was kannst du DIR Gutes tun? .. Finde es heraus.


    Zieh dich nicht selbst runter, sondern hoch!

  • Hey Nicky :)

    Warten ist immer doof. Und mich nervt es auch nach über einem Jahr noch sooo sehr an manchen Tagen. Ich jammer dann auch viel aber es ist, auch wenn es schwer ist, wirklich wichtig dass du auch nach dir schaust. Du kannst es sowieso nicht ändern, leider



    Kopf hoch :)

  • Hallo Nicky,


    da kann ich mich den Vorschreibern nur anschließen, es ändert nichts wenn wir herumjammern und uns selbst das Leben schwer machen.

    Mein Sohn sitzt auch seit 5 Wochen in U-Haft, er hat mit Drogen gehandelt, nimmt selbst aber keine. Ich vermisse ihn sehr, zumal wir uns immer

    gut verstanden haben. Nachdem ich die Nachricht erhalten habe, riss es mir erstmal den Boden unter den Füßen weg, ich wollte und konnte es

    nicht glauben. Mittlerweile haben wir (mein Ex-Mann und ich) unseren Sohn das zweite Mal besucht, es ging ihm soweit gut, er wäre am liebsten

    mit uns nach Hause gefahren, aber das geht ja (noch) nicht. Wir dürfen unseren Sohn nur 2 Stunden im Monat besuchen, das ist nicht viel.

    Wir hoffen dass wir ihn nach seiner Verurteilung öfters besuchen können. Ansonsten schreibe ich ihm Briefe, warte aber noch auf Post von ihm.

    Das wichtigste ist, dass man sein eigenes Leben weiterlebt und nicht in Trübsal verfällt, auch wenn es schwer fällt. Aber es geht mit der Zeit,

    dass hätte ich vor 5 Wochen auch nicht gedacht. Die Arbeit lenkt mich unheimlich ab, daneben mein Sport und ehrenamtliche Arbeit.

    Wenn Du Redebedarf hast, kannst Du mir gern schreiben. :winken:


    Viele Grüße

    Claudia

  • Hallo Nicky... ich denke auch so wie die Lieben die vor mir schon geschrieben haben... ich hoffe sehr das Deine Kids nicht mitbekommen wie es in Dir aussieht... das wäre sehr Sünde, Denn ich denke das unsere Kinder es sofort merken wenn es uns Müttern nicht gut geht... besonders Psychisch.. Denn wenn wir den Kopf hängen lassen und ihn in den Sand stecken, dann leiden unsere Kinder doppelt so doll... das muss nicht sein, und ich finde auch Stark für unserer Kinder zu sein und uns um die zu kümmern ist doch schon Abwechslung genug. ..ich wünsche euch das Du bald besser mit eurer Situation umgehen kannst... LG Nadine

  • das der vollzugsplan nicht nach drei Wochen steht ist klar! Nur es gab weder das psychologische Gespräch oder irgendwas anderes was für den vollzugsplan benötigt wird! Auch das nachfragen von meinem mann bliebt ohne Antwort.

    Ich denke mal nach sechs Wochen sollte doch mal so langsam irgendwas passieren.

    Es ist klar das da nicht alles glatt laufen kann bei der Menge der leute aber solangsam sollte doch mal irgendwas passieren!

  • Nicky, ... ich hab ne Frage.


    Was ändert es für euch wenn der Plan steht?

    Wenn es echt ist, dann kann Entfernung nicht trennen,

    Zeit kann nicht schwächen

    und niemand ersetzt den anderen.

    Eigentlich ganz einfach.


  • das der vollzugsplan nicht nach drei Wochen steht ist klar! Nur es gab weder das psychologische Gespräch oder irgendwas anderes was für den vollzugsplan benötigt wird! Auch das nachfragen von meinem mann bliebt ohne Antwort.

    Ich denke mal nach sechs Wochen sollte doch mal so langsam irgendwas passieren.

    Es ist klar das da nicht alles glatt laufen kann bei der Menge der leute aber solangsam sollte doch mal irgendwas passieren!

    Nicky, mein Freund hat seinen Plan auch erst in der 7. Woche bekommen. Für den ersten Vollzugsplan bekommen die -soweit ich weiß- kein ausführliches psychologisches Gespräch. Als Grundlage dient das AufnahmeGespräch mit der Abteilungsleitung etc