2/3 auch auf einen Bewährungswiderruf .

  • Entschuldigt bitte, aber ich habe auch eine kurze Frage zu dem Thema. Ist es bei einem Bewährungswiderruf auch so, dass man von der ursprünglichen Gesamtstraflänge ausgeht? Der Anwalt meines Freundes hat eine Entlassung u.a. beruhend auf StGB 57 ABS. 1 beantragt. Betrachtet man die Gesamtstraflänge hat er ja 2/3 schon längst abgesessen und er sitzt nun gerade die Reststrafe ab. Wenn dies von der JVA aufgrund Ihrer Stellungnahme befürwortet wird und der Haftrichter sowie die StA zustimmen, könnte er dann rein theoretisch sofort wieder auf Bewährung entlassen werden? Verstehe ich das richtig?

  • Du musst einfach zu Deiner Frage ein eigenständiges Thema erstellen, sonst geht es in einem anderen Thema, wie jetzt geschehen unter. Daher habe ich aus Deinem Beitrag ein eigenständiges Thema gemacht, damit es auch beantwortet werden kann.


    Mal zum besseren Verständnis:

    Bei einer 2/3 Entlassung wird immer von der Gesamtstrafe ausgegangen und 1/3 wird dann zur Bewährung ausgesetzt.

    Baue ich dann wieder Mist und erhalte eine neue Strafe z.B. von 3 Jahren kommt der Bewährungswiderruf oben drauf.

    Der 1/3 Bewährungswiderruf wird immer in voller Länge abgessen, ohne eine Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung.

    Liegt der Bewährungswiderruf die neue Verurteilung nicht länger wie 2 Jahre auseinander, besteht die Möglichkeit eines Strafzusammenzugs.

    D.h. beider Einzelstrafen können zu einer Gesamtstrafe zusammen gefasst werden, meist gibt es da noch ein bis zwei Monate "Rabatt".

    Auf dieser neuen Gesamtstrafe kann dann auch 2/3 genehmigt werden.


    Sind die Voraussetzungen für einen Strafzusammenzug nicht gegeben, wird zuerst die neue Strafe abgesessen, bei der von 2/3 ausgegangen werden kann. Auf diesen 2/3 Entlassungstermin kommt dann der noch zu verbüßenden Bewährungswiderruf.

    (in voller Länge)


    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Danke für die Erstellung des neuen Themas..und Deine Antwort Chris 🙂


    Mein Freund sitzt gerade die Reststrafe ab. Eine neue Strafe dazu gibt es nicht.


    Sein Anwalt hat wie gesagt einen Antrag gestellt die verhängte Freiheitsstrafe u.a. gemäß Paragraph 57 StGB Abs. 1 erneut auf Bewährung auszusetzen, da

    die Bedingungen wohl erfüllt sind.


    Wenn man die 1/3 Reststrafe, aber immer komplett absitzen muss ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung, war der Antrag somit nicht korrekt?


    Mein Freund hat man Donnerstag eine Einwilligung in der JVA unterschrieben, dass er mit einer Entlassung einverstanden wäre und die JVA hat ihm auch schon eine Durchschrift der Stellungnahme ausgehändigt. Diese besagt, dass die JVA der Entlassung nicht entgegen treten würde.


    Kann man nun davon ausgehen, dass der Antrag eh‘ abgelehnt wird????

  • Soul, komme gerade mal in den Chat. Wir klären das dort einfacher. LG Lasker

  • Soul, komme gerade mal in den Chat. Wir klären das dort einfacher. LG Lasker

    Das finde ich aber schade, denn es hilft denen nicht, die heute nicht im Chat sind, Lasker

    Das war und ist auch nicht der Sinn dieses Thema.


    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Ja schade hätte mich auch interessiert.


    Meiner sitzt gerade aktuell seine neue Strafe ab , da ist 2/3 im Juni 19

    Dann hat er 2 Bw. Einmal noch 52 Tage und dann noch eine von 275 Tagen.


    Habe ich das richtig verstanden die Bw müssen komplett abgesessen werden oder gibt es da auch 2/3?


    Lg Mei

  • Kann es sein, dass es nen Unterschied macht woher die Bewährung kommt? Ergeht die Bewährung aus einem die aus einem Urteil stammt oder ist es eine Bewährung die aus einer vorzeitigen Entlassung aus einer Haftstrafe beruht.

    Laut Aussage des Richters damals von meinem bekam er die 2/3 auf die Widerrufe nur, da sie aus einem Urteil stammten, die aber bis dahin nicht zur Vollstreckung kamen. Es hätte anders ausgesehen, wenn er für die Widerrufe schon mal drin gewesen wär und die Bewährung auf dessen vorzeitigen Entlassung bestehen würde. Wenn es so gewesen wär, hätte er da auch keine 2/3 bekommen.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

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  • Ich muss nochmal nachfragen, finde das sehr verwirrend 🙃 ...


    Wurde er direkt auf Bewährung verurteilt ist der Wiederruf 2/3 fähig.


    Ist die Bewährung der Rest einer Strafe von der er bereits 2/3 verbüßt hat irgendwann, dann ist sie nicht 2/3 fähig.


    Hab ich das so richtig verstanden?

    Wenn es echt ist, dann kann Entfernung nicht trennen, Zeit kann nicht schwächen und niemand ersetzt den anderen.

    Eigentlich ganz einfach.


  • Aber ich hab auch schon Mal wegen dem gleichen Grund gefragt, da hieß es dass es net unmöglich ist, nur muss man sich noch mehr beweisen..oder hab ich des falsch verstanden? :planlos: