Die Wahrheit über die JVA BAYREUTH

  • Vielen Dank Semper für deine lieben Wünsche.

    Du hast Recht,als Mutter leidet man sehr.

    Ich kann mich noch gut erinnern als ich Anfang September das erste Mal vor der JVA stand und fast nicht rein konnte, so haben mir die Beine gezittert.

    Ich dachte jeden Moment kipp ich um.

    Hätte ich damals nicht so einen netten Beamten gehabt der mich da etwas an die Hand genommen hat, weiss ich nicht wie alles gekommen wäre.

    Mittlerweile ist alles Routine geworden und das ist ja auch gut so.

    Einfach ist die Situation natürlich trotzdem nicht.

    Cordula natürlich gebe ich dir Recht das es furchtbar ist seinem Partner die Hand zu geben statt ihn in den Arm zu nehmen, das ist es für mich als Mutter genauso.

    Ich freue mich sehr auf den Moment wo ich ihn endlich Mal wieder in den Arm schließen kann.

    Bei uns fand der erste Besuch auch ohne Trennscheibe statt das lag aber einfach daran das er da noch auf Krankenstation war.

  • Nun, Du hast die Überschrift "Die Wahrheit über die JVA BAYREUTH" gewählt, die sehr subjektiv ist. Denn Du als Ex - Inhaftierter bist befangen und nicht neutral, kannst dadurch nur einseitig von den Vorgängen innerhalb der JVA berichten. Ein Teil Deiner "Wahrheit" ist unsachlich, verzerrt und voreingenommen und ist nicht Beispielhaft für den allgemeinen Vollzug in der JVA Bayreuth.

    Wenn Du schon solch eine Überschrift wählst, solltest Du unparteiisch berichten und das kannst und hast Du nicht.

    Also bei allem Verständnis was ich dafür habe. Für was ist dann dieses Forum da?

    Auf keinen Fall für persönliche Feldzüge gegen eine JVA.

    Keine JVA ist perfekt und es gibt auch nicht die Vorzeigeanstalt in Deutschland, denn in jeder JVA gibt es einen positiven und negativen Vollzugsalltag, genauso wie in der Welt außerhalb der Mauern.

    Dieser Thread ist für eine sachliche Bewertung und konstruktive Kritik gedacht und nicht als "Abrechnung" mit seiner JVA.

    Du bist nicht bei den Entscheidungen der Anstalt dabei, kennst die Hintergründe zum Teil nur vom hören sagen, was für mich nichts mit Wahrheit und sachlicher Bewertung zu tun hat.


    Mit Deiner (Un)Wahrheit hast Du bei vielen anderen Mitgliedern nicht nur ein Kopfkino in Kraft gesetzt, sondern sie noch zusätzlich verängstig und dazu ist mein Forum nicht da. Das kannst Du gerne auf anderen Plattformen machen, hier nicht.

    Hättest Du vielleicht eine ander Überschrift gewählt, würde ich hierzu vielleicht keine Antwort verfasst haben, aber das als Wahrheit zu bezeichnen ist völliger Blödsinn und Quatsch.

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Hallo Semper, hallo Leute


    laut Statista (Anzahl der Gefangenen und Verwahrten) befinden sich zirka 60 000 Personen in Haft.
    Aus meiner Sicht ist es notwendig die Vorgehensweisen des Strafvollzugs zu hinterfragen und das nicht nur in Bayreuth. Neben den gesetzlichen Regelungen hat jede JVA in jedem Bundesland zusätzlich ihren eigenen Regelkatalog und ihre Vorschriften, die HAUSREGELN! … Ein Dschungel in dem jeder Inhaftierte sich zurecht finden muss und in dem individuell und auch willkürlich Maßnahmen angewandt werden, für die teilweise keine Rechtsgrundlage existiert.

    Uns Angehörige interessiert am meisten, dass unsere geliebten Männer, Söhne, Brüder und Schwestern möglichst bald und ohne Schaden entlassen werden. Dennoch sollten wir uns vor Augen halten, dass Inhaftierte keine Lobby haben. Allein die Tatsache, dass trotz jahrelanger Arbeit die von Gefangenen geleistet wird, für sie keine Renten-und Sozialversicherungbeträge gezahlt werden. Niemanden in der Justiz und der Politik interessiert das. Bemühungen von Seiten der Gefangenengewerkschaft, Ehemaligen und einzelnen Interessierten versanden.

    Eine der wenigen Gruppen, die sich um die Rechtswirklichkeit in den Vollzugsanstalten kümmert ist eine kleine Gruppe von Sozialwissenschaftlern und Juristen, die im Strafvollzugsarchiv zusammen gefunden hat. Bei wiederholten und extremen Übergriffen kann man sich dort hinwenden.


    FH - Dortmund

    Wie weitreichend deren Einfluss ist entzieht sich meiner Kenntnis. Zumindest ist es mal eine Adresse.


    LG

    "Es gibt keine guten - und keine schlechten Menschen. Es gibt gute - und schlechte Taten." (unbekannt)

  • Hallo Chris,


    ich weiß nicht ob du meine Beiträge komplett gelesen hast. Es ging für mich nicht darum, mich über die JVA Bayreuth auszukotzen.

    Die Meisten Vorfälle von denen ich berichtet habe, sind von einer Angestellten der JVA Bayreuth bestätigt worden.

    Es kam die Kripo und hat diesbezüglich Zeugen vernommen. Deshalb kann ich es nicht verstehen, wie du meinen Beitrag als (Un)wahr bezeichnen kannst.

    Überlege mal was das für einen Arbeitnehmer bedeutet, gegen den eigenen Arbeitgeber auszupacken.

    Für mich hat diese Person den allerhöchsten Respekt verdient, damit gewissen Geschehnisse ans Licht gebracht werden.

    Es gibt auch gute Beamte dort. Wie von mir bereits geschrieben, die JVA ist groß und ich war einer von Vielen.

    Trotzdem sind die Ding die ich erlebt habe ein Armutszeugnis für die Justiz. Wegschauen ist genauso schlimm wie sich daran zu beteiligen.

    Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen, ob du mich eventuell missverstanden hast oder deine Meinung dabei bleibt.


    MfG

  • Joa...... die Überschrift mag etwas reißerisch klingen..... vielleicht wäre zb "Meine Erfahrungen mit der JVA B." angebrachter.

    Ändert es doch einfach und gut is.


    Natürlich schildert Semper seine SUBJEKTIVEN Eindrücke und Erfahrungen - es liegt in der Natur der Sache, dass Erfahrungsberichte selten objektiv sind......


    Und die Kategorie, unter der er es geschrieben hat, heißt "Knast-BEWERTUNGEN" - die JVA Bayreuth ist ein Knast und Semper hat eine auf langjähriger Erfahrung beruhende Bewertung geschrieben.

    Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.

    [Abraham Lincoln]

  • Du schreibst von 1 Beamtin, das ist das was Chris sicher meinte, es ist nicht beispielhaft für den allgemeinen Vollzug in der ganzen JVA.

    Wie überall in jedem Bereich gibt es auch (leider) im Vollzug schwarze Schafe, das soll keine Entschuldigung sein, es ist einfach so. Das können wir auch nicht verhindern und auch leider nicht mal einfach so ändern.

    Es ist einfach als Inhaftierter alles immer den Beamten zuzuschustern, wenn Entscheidungen getroffen werden, die einen betreffen und nicht gefallen, anstatt mal an seinem eigenen Tun und Handeln zu arbeiten.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Zitat

    schreibst von 1 Beamtin, das ist das was Chris sicher meinte, es ist nicht beispielhaft für den allgemeinen Vollzug in der ganzen JVA.

    Wie überall in jedem Bereich gibt es auch (leider) im Vollzug schwarze Schafe, das soll keine Entschuldigung sein, es ist einfach so. Das können wir auch nicht verhindern und auch leider nicht mal einfach so ändern.

    Es ist einfach als Inhaftierter alles immer den Beamten zuzuschustern, wenn Entscheidungen getroffen werden, die einen betreffen und nicht gefallen, anstatt mal an seinem eigenen Tun und Handeln zu arbeiten.

    Ja das sehe ich im übrigen auch so. Es gibt dort auch gute Beamte. Ich habe dort meinen Schulabschluss nachgeholt, ein AGT absolviert, eine Therapie abgeschlossen, eine Ausbildung gemacht. Ich habe an mir gearbeitet. Das wollte ich einfach loswerden. Die von mir geschilderten Probleme sind halt einfach von den Verantwortlichen toleriert worden. Ich kann zb davon berichten, dass ich eine absolut professionellen Therapeuten und Therapeutin hatte.

    Die Frage die ich mir stelle ist, was darf ein Beamter alles tun bevor er versetzt wird? Anscheinend ziemlich viel.


    Lg

  • Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen, ob du mich eventuell missverstanden hast oder deine Meinung dabei bleibt.

    Ich habe Dich sehr wohl verstanden und auch all Deine Beiträge gelesen und bleibe bei meiner Meinung. Ich schreibe nicht einfach blindlinks drauf los, sondern nehme mir für jeden Beitrag Zeit.

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Ich denke nicht, dass irgend jemand der hier schreibt, beabsichtigt andere Mitglieder zu ängstigen oder Kopfkino zu bereiten. Fakt ist, längere Haftstrafen bringen mehr Auseinandersetzung mit dem Systhem Knast und der Rechtswirklichkeit hinter den Mauern mit sich als Kurze. …

    Ich stelle auch fest, dass die Notwendigkeit das Erlebte nach der Entlassung zu reflektieren besteht. … Ob und wieviel Raum es dafür hier im Forum gibt, ist eine andere Sache.

    "Es gibt keine guten - und keine schlechten Menschen. Es gibt gute - und schlechte Taten." (unbekannt)

  • Gaby, das was Du beschreibst ist völlig okay, ist aber nicht Bestandteil meiner Kritik an das Eingangsthema.
    Mit dem was Du hier angesprochen hast, habe ich mich schon auseinandergesetzt. Leider waren Deine weiterführenden Links fehlerhaft und ich habe sie korrigiert, ohne Dich extra dafür anzuschreiben (mache ich nie bei einer Korrektur)


    Die Vorgehensweisen des Strafvollzugs zu hinterfragen ist ein so komplexes Thema, das ich hier auch nicht weiterführen möchte, weil einfach die Kapazität weit über das hinaus geht, was wir bzw. ich leisten kann und will. Es gibt soviele andere Plattformen, die sich viel professioneller mit dieser Thematik befassen, als wir hier.
    Ich bin auch nicht bereit das zu Moderieren, weil mir das ganze Hintergrundwissen fehlt und ich denen nicht gerecht werde, die sich bis hin zur Politik des Themas annehmen.

    Ich stelle auch fest, dass die Notwendigkeit das Erlebte nach der Entlassung zu reflektieren besteht. … Ob und wieviel Raum es dafür hier im Forum gibt, ist eine andere Sache.

    Wenn ich hier anfange, jedem Entlassenen seine Hafterlebnisse zu sinnieren, zu spiegeln, widerspiegeln und bis ins kleinste zu projizieren, würde es ins Uferlose laufen. Dafür sind wir nicht das richtige Forum. Das ist auch nicht das Ziel des Knastforums, selbst wenn Du und ich die Notwendigkeit dazu finden. Wir haben mit der eigentlichen Arbeit des Forums schon genug zu tun und ein Platz zu schaffen, hinter dem ich nicht zu 100 % stehe will ich nicht.

    Damit das Thema nicht noch mehr zerrissen wird, schließe ich es,

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.