Frage zwecks Bunker/Arrest

  • hallo :winken:


    Wie oben schon steht hätte ich mal allgemein fragen :planlos: zum Bunker sprich Arrest. Gibt's da Unterschiede?:duck2:


    Darf man Post Empfangen oder schreiben?

    Wie schaut es mit Besuch aus?


    Wenn so was ansteht kann der Inhaftierte davor per Brief noch bescheid geben den Angehörigen?


    Vielen lieben dank schon mal für eure Antworten :blumen:

  • Also ich weiß nicht wie es woanders ist aber Bunker ist scheinbar eine Sofortmaßnahme.


    Wie es mit Arrest ist weiß ich nicht.

    Ich weiß auch nicht wie es in anderen JVAs ist aber in Moabit ist es so dass Bunker eben wirklich Bunker ist, im Keller und für den Arrest gibt es auch separat Zellen in denen aber außer einem Bett und einer Bibel nichts drin ist.

  • Also ich weiß von meinem, das er im Bunker weder Briefe schreiben noch empfangen durfte. Er hat nach 10 Tagen dann meine Briefe erhalten. Ich habe auch nicht Bescheid bekommen das er da drin sitzt. Allerdings ist er auch sofort nach seiner Verhaftung da rein gekommen.

    Ob es im Arrest anders ist, kann ich dir leider nicht sagen.


    Lg Mei

  • Also, im Arrest ist der Briefverkehr nicht eingeschränkt.

    Für eine solche Einschränkung bedürfte es einen richterlichen Beschluss und auch einen gravierenden Grund für solch eine Maßnahme.

    Ich weiß das man Anfang der 2000 erfolglos versucht hat bei Terroristen den Briefverkehr zu unterbinden.

    Man hat es nur einmal für einen kürzeren Zeitraum bei der Baader - Meinhof Bande geschafft den Briefverkehr einzuschränken.

    Das hat auch nur geklappt, weil sie alle auf einer Abteilung gelegen haben, was heutzutage unvorstellbar wäre.


    Im Bunker (der Besonders gesichteter Haftraum ) verhält sich das etwas anders. Da ist man fixiert und unter Beobachtung , kann dadurch keine Post erhalten. Für die ersten 24 Std. ist kein richterlichen Beschluss nötig. Alles was über diesen Zeitraum hinaus geht, bedarf es eine ärztliche Untersuchung und auch hier ist die Zeit für die Unterbringung im BGH beschränkt, habe mal etwas von maximal 48 Std. gelesen.


    Einen Haftraum der dunkel ist, keinen Tisch und Stuhl hat und in dem kein Bett steht, wie in den amerikanischen Gangsterfilmen gibt es in den deutschen Justizvollzugsanstalten nicht.

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Im BGH ist das nicht möglich, im Arrest sind Besuche möglich.

    Der Arrest ist ja eine Interne Bestrafung der Anstaltsleitung bzw. Anstalten.

    Besuche können eingeschränkt werden, aber dazu benötig es auch einen richterlichen Beschluss und gravierende Gründe, wie z. B. versuchter Schmuggel oder ähnliches.

    Im Arrest hast der Gefangene auch Hofgang, jedoch völlig alleine. Das sieht für die Anderen vom Zellenfenster immer lustig aus, wenn jemand einzeln seine Runden zieht und man weiß sofort das er im Arrest sitzt.

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Im Bunker (der Besonders gesichteter Haftraum ) verhält sich das etwas anders. Da ist man fixiert und unter Beobachtung , kann dadurch keine Post erhalten. Für die ersten 24 Std. ist kein richterlichen Beschluss nötig. Alles was über diesen Zeitraum hinaus geht, bedarf es eine ärztliche Untersuchung und auch hier ist die Zeit für die Unterbringung im BGH beschränkt, habe mal etwas von maximal 48 Std. gelesen.

    Bedarf es also auch einen richterlichen Beschluss wenn der Bunkeraufenthalt über 24 Stunden geht?? Oder muss dann nur die ärztliche Versorgung gesichert sein?


    Man ist übrigens nicht immer fixiert, die Möglichkeit besteht zwar aber ist kein Muss.

  • Man ist übrigens nicht immer fixiert, die Möglichkeit besteht zwar aber ist kein Muss.

    Dann kommt man auch nicht in den BGH, sondern einfach in die Arrestzelle.

    Der BGH ist für die Fixierung von Inhaftierte gedacht wenn sie randalieren oder gewalttätig werden. Da gibt es keine Sitzgelegenheit, sondern nur eine spezielle Matratze und die Fixierungen. Die werden auch nicht zum Toilettengang geöffnet. Du bleibst da liegen wie Gott dich erschaffen hat und läßt allem seinen freien Lauf.

    Jeder Hausarbeiter kann ein Lied davon singen, wenn er zum ersten Mal so einen BGH reinigen darf.

    Bedarf es also auch einen richterlichen Beschluss wenn der Bunkeraufenthalt über 24 Stunden geht?? Oder muss dann nur die ärztliche Versorgung gesichert .

    Die ärztliche Versorgung besteht von der ersten Stunde an und ob nun nach 24 oder 48 Std. ein richtlerlicher Beschluss vorliegen muss, weiß ich nicht genau, dazu müsste man mal nachlesen.

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.