Fragen Ablauf lockerungen

  • Hallo ihr Lieben, ich weiß nicht genau ob es hier hin gehört aber ich brauche mal eure Hilfe.

    Ich fasse noch mal kurz zusammen. Gesamtstrafe 13jahre. Abgesessen bis März 18 8,5jahre. Dann offener vollzug 1 Jahr. Dann Diebstahl(Lebensmittel wert 50€)zurück in Gv.

    Antrag auf Reststrafe mit Gutachten lief zu dem Zeitpunkt schon.

    Mittlerweile Gutachten in der Jva gewesen mit dem Ergebnis das er psychotherapie braucht und zurück in den offenen soll.

    Letzte Woche war nun die Verhandlung in der jva.

    Nix mit Reststrafe und im Beschluss steht noch nicht mal eine Empfehlung für den offenen obwohl der Richter es erwähnt hatte.

    Ich hatte sogar schon einen Therapeuten draußen der ihn übernehmen würde bzw sofort beginnen kann.

    Das alles interessiert die jva nicht.

    Er soll dort drinnen Therapie machen (Sozialarbeiterin meinte die die er braucht ist dort drinnen gar nicht möglich - engmaschig und so nicht umsetzbar außerdem braucht er hilfe draußen und nicht dort drinnen) für lzb haben wir angeblich ne sperre bis 1.9. Und sein Abteilungsleiter will ihn frühstens im Oktober für begleiteten vorschlagen? Das kann doch alles nicht sein. Wisst ihr noch eine andere Möglichkeit? ||

  • Welche Möglichkeiten sollten wir denn haben?

    Fakt ist in dem Fall leider, dass die JVA nach Abwägen aller Möglichkeiten entschieden hat er bleibt im GV , da kann ein Richter den OV erwähnen , noch so viele Empfehlungen abgeben, die Entscheidungskraft in welcher Form des Vollzuges er die Zeit noch verbringt liegt in den Händen der JVA. Es gibt kein gesetzliches Anrecht auf den offenen Vollzug.

    Er muss und sollte sich nun mit seiner zuständigen Sozialarbeiterin zusammen setzen welche Therapiemöglichkeiten sie ihm anbieten können.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Der Antrag auf offener vollzug ist zwar noch nicht abgelehnt worden aber ich sehe da schwarz. Der Anwalt erzählte irgendwas von Strafvollstreckungskammer? Hat er da recht und es kann dann nicht mehr abgelehnt werden?Bei uns läuft das mit der Therapie und Anträgen alles nicht über die Sozialarbeiterin sondern über den Abteilungsleiter und der ist nie da und wenn er mal da ist hat er keine Zeit.

  • Die Strafvollstreckungskammer ist aber für ihn im Moment nicht zuständig, das ist die JVA.

    Dann warte doch mal ab, wenn über den Antrag auf den OV noch nicht mal entschieden worden ist.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Sein Abteilungsleiter hat mich ausgelacht als ich ihm sagte das er nen Antrag gestellt hat. Was denkst du wie darüber entschieden wird? :heul2:

    Es ist gerade so als ob alles schief läuft.

    Kann mir jemand sagen warum wir die sperrfrist für lzb haben? Der ov zwischen durch zählt ja nur als Lockerung und der Anwalt sagt dazu gibt es keine Gesetze. So langsam Dreh ich mich nur noch im Kreis :grazy:

    Und warum muss er dann wieder bei der ersten Lockerung beim begleiteten anfangen? Möchte es einfach verstehen. Justizlogik finde ich kompliziert

  • Honeymaus, der Anwalt hat Recht, es gibt kein gesetzliches Anrecht auf den OV, das ist eine Kann-Entscheidung.

    Er hat leider durch den Diebstahl gezeigt, dass er nicht gefestigt genug war um im OV und die Ausgänge ohne Missbrauch zu bestehen, daher werden sie genau hinschauen sollte er wieder in den Genuss kommen und darum dann die begleitenden Ausgänge. Seid doch froh, auch wenn sie begleitend sind , dass er wieder in den Genuss kommt. Denn auch Lockerungen sind eine Kann-Regel.

    Warum ihr eine Sperrfirst beim LZB habt, kann ich Dir leider auch nicht sagen. Aber er müsste es wissen.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Das entscheidende Kriterium ist aber für vorzeitige Entlassung der ov. Und wenn ich den Abteilungsleiter richtig verstanden habe ist vor in 2 Jahren nichts mehr mit ov. Reststrafe sind ja "nur" noch 3 Jahre und 2 Monate. Nix mehr mit Entlassung vor TE. Das nächste Gutachten ist aber schon Ende des Jahres. Also auch wieder fürn arsch.

  • hallo Honeymaus


    Nun ja was erwartet ihr den wenn er klaut, das es ungestraft bleibt?


    So leid es mir tut aber ich denke auch nicht das er wieder in den Ov kommt.


    Er hat sich nicht bewährt sondern ganz im Gegenteil sogar noch eine neue Straftat begangen aus welchen Gründen auch immer.


    Ich würde sagen das frühestens 1 Jahr vor Te der Ov wieder in Frage kommen .


    Aber wie maxi schon sagt mach dich jetzt nicht so verrückt und warte es erstmal ab.

    Übrigens einen Antrag auf Reststrafe kann man alle 3 Monate stellen soweit ich weiss. Ob es nur bewilligt wird steht wieder auf einem anderen Blatt.



    Grüße

    Mei

  • Honey, sorry der Ov ist ein ein kleiner Baustein für eine vorzeitige Entlassung, nicht das entscheidende Kriterium. Es kommt noch auf den Vollzugsverlauf an , die Mitarbeit am Vollzugsziel , sein Verhalten in der Haft, die Einschätzung der JVA. Gute Sozialprognose.Keine Rückfallgefahr.

    Die Gesamtwürdigung von Tat, Persönlichkeit der verurteilten Person und ihrer Entwicklung während des Strafvollzugs ergibt, daß besondere Umstände vorliegen.

    Sind nach der Entlassung Wohnung, Arbeit da?

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Also er hat nicht geklaut weil er den Diebstahl gesehen hatte.

    Es waren nach 8,5 Jahren einfach zuviele Einflüsse. Er hat den Diebstahl als einzige Möglichkeit gesehen wieder Stabilität in sein Leben zu bringen und zur Ruhe zu kommen. Probleme die dazu geführt haben waren 6 Wochen lang 60stunden Wochen und Ausbeutung von "knastis", Probleme mit der Familie und zusätzlich holte ihn die Vergangenheit wieder ein.

    Da drin hat er keine Probleme.deswegen meinte ich ja offener und gleichzeitig Therapie würde ihm viel mehr bringen als dort drinnen mal wenn überhaupt alle 2 Wochen mal ein Gespräch zu führen was ja nichts mit der Realität draußen zu tun hat. Und auf einer Warteliste ist er auch noch dort drin. Wer weiß wann wie und überhaupt was passiert.

    Bin so enttäuscht das dem Staat das weg sperren wichtiger ist als die Menschen zu Therapieren und zu helfen ein normales Leben zu führen.

    Sorry das es jetzt so ausführlich war. :rolleyes:

  • Hallo Honey Maus,


    13 Jahre sind ja schon eine Hausnummer auch das viele Einflüsse nach so langer Zeit nicht einfach zu verarbeiten sind ist verständlich. Doch auch das rechtfertigt keinen Diebstahl er hat dadurch gezeigt daß er für den OV noch nicht geeignet ist.

    Ich war selbst ein Jahr im OV und es wurde genau beobachtet wenn es Anzeichen für Instabilität gab wurden Gespräche geführt wenn man sich nicht sicher war ging es zurück in GV.


    Bei allem Verständnis innerhalb des Vollzugs eine Straftat zu begehen ist ein no Go.


    Dann ist der GV sicher besser geeignet und die Therapie muss er dann nach der Haft machen.


    Alles gute für euch.

  • Liebe Egypt ich verstehe dich aber ich sehe das unter anderen Voraussetzungen. Im offenen wurde null kontrolliert wie es ihm geht. Wurde nur kontrolliert ob er auf Arbeit ist. Alle halbe Jahre mal ein mini Gespräch aber nur wenn man es selbst verlangt hat. Mal abgesehen davon das der sozialfutzi dauerhaft krank war.

    Dann ist für das nächste Gutachten bzw nennen wir es mal für ein positives Ergebnis ist eine abgeschlossene Therapie. Wie soll das ohne Therapie aussehen. Da läuft man voll gegen die Wand. Könnt ihr mich wenigstens ein wenig verstehen? :heul1:

  • Ich verstehe das Du die ganze Sache aus einem anderen Blickwinkel siehst. Mit den Augen und eben dem Herzen der Frau die ihn liebt, die ihn gerne wieder öfter und zwangloser bei sich hätte und die ihm immer wieder eine neue Chance gibt wenn er eine versemmelt hat. Die sogar Rechtfertigungen für ihn findet.

    Nachvollziehbar das man als Partnerin, die an ihren Mann glaubt, so denkt.


    Die Justiz sieht das Ganze aber neutral, ohne den verklärten Blick.

    Da zählen nur harte Fakten. Er hat versagt (ein schreckliches Wort), der Versuch ist gescheitert.

    Ihn unter den selben Voraussetzungen wieder dort hin zu lassen, ich glaub das kann gar keiner befürworten. Wie auch, es wäre die selbe Ausgangssituation.

    Demzufolge muss er erst was verändern und dann gibt's, vielleicht, die neue Chance.


    Stichwort Chance, ... versuch es doch mal von der Seite aus anzugucken.

    Nicht nur "was ist negativ daran" sondern auch das positive, für ihn.

    Du hattest geschrieben das er im OV überfordert war und der Diebstahl sein Weg war wieder zu Struktur (im GV?) zu finden.

    Selbst als Partnerin die ihm alles Verständnis der Welt entgegen bringt muss Dir aber doch auffallen das sein Muster, seine "Lösung" für diese Überforderung keine gesunde, "normale" war.


    Er hätte reden können. Sich Hilfe suchen.

    Und selbst wenn kein Ansprechpartner im OV greifbar gewesen ist, es gab ja auch noch Dich.

    Er konnte diese Möglichkeiten aber entweder nicht sehen oder aber nicht umsetzen. Was konsequent weitergedacht ja bedeutet das er noch nicht soweit ist im OV / selbstverantwortlichen Leben zurecht zu kommen.

    Und bevor die "Lösung" noch heftiger ausfällt als ein 50€ Diebstahl und was passiert was noch nen fetten Nachschlag einbringt ist es vielleicht ja auch sowas wie ne Sicherheit für ihn selbst nun wieder im OV zu sein.


    Das es keine Möglichkeiten gibt es drinnen zu üben ist natürlich blöd. Das man ihn aber nicht direkt nochmal draußen "üben lässt" eben auch nachvollziehbar.


    Das mit dem LZB ist vielleicht einfach eine Disziplinarmaßnahme vielleicht?



    I am with you, til the end oft the line. - Captain America -

  • Liebe Egypt ich verstehe dich aber ich sehe das unter anderen Voraussetzungen. Im offenen wurde null kontrolliert wie es ihm geht. Wurde nur kontrolliert ob er auf Arbeit ist. Alle halbe Jahre mal ein mini Gespräch aber nur wenn man es selbst verlangt hat. Mal abgesehen davon das der sozialfutzi dauerhaft krank war.

    Dann ist für das nächste Gutachten bzw nennen wir es mal für ein positives Ergebnis ist eine abgeschlossene Therapie. Wie soll das ohne Therapie aussehen. Da läuft man voll gegen die Wand. Könnt ihr mich wenigstens ein wenig verstehen? :heul1:

    Ich kann dich durchaus verstehen im Vollzug ist vieles schwierig und auch oft nicht logisch das weiss ich aus eigener Erfahrung da ich ein Wackelkandidat für den OV war habe ich penibelst darauf geachtet keine Fehler zu machen. Dafür war mir die Freiheit zu wichtig.


    Alles Gute

  • Danke fraggle für deine klaren Worte. Ja ich sehe das alles und kann auch jeden verstehen der neutral auf die Sache blickt. Hab das Gefühl das alle weiteren Schritte wie das geplante Gutachten Ende des Jahres sowie Therapie dort drinnen eigentlich fürn arsch sind.

    Ohne ov ist ein Gutachten für Antrag auf reststrafe Quatsch denn ohne ov fester Arbeit und stabilem Umfeld lässt ihn der Richter nicht raus. Is hier irgendwie so.

    Er hatte sich vor dem Diebstahl von allen zurück gezogen, niemandem was erzählt und da wir uns nur einmal die Woche gesehen hatten war der Einfluß und das Vertrauen zu gering. So lange waren wir ja auch noch nicht zusammen.

    Ich kann verstehen das man ihn nicht sofort wieder in den offenen lässt aber alle Schritte vorher mit den ganzen Anträge, das kann in Burg mindestens 2 Jahre dauern bis er überhaupt mal wieder beim ov ist. Ich weiß das er Therapie braucht aber was soll sie dort bringen wenn selbst die Sozialarbeiterin sagt das es drinnen sinnlos ist. Darum mach ich mir sorgen.