Heimatnahe Verlegung

  • Hallo,


    ich habe das zwar alles nochmal gelesen, stelle aber trotzdem nochmal eine Frage zur Verlegung.


    Folgender Sachverhalt: Mein Sohn ist in Flensburg in U-Haft. Das Urteil lautet 5,9 Jahre.

    Er sollte nach Lübeck in die Strafhaft verlegt werden. Anscheinend gibt es in Lübeck aber z.Z. keine freien Plätze.

    Dann hat eine Beamtin ihm etwas von Justitzvollzugsgesetz erzählt, in dem eine etwas von "familienfreundlicher" Unterbringung stehen soll.

    In eine Computer hat Sie dann auch nach freine Haftplätzen in Berlin und Brandenburg geschaut und ist fündig geworden.

    Daraufhin habe ich seine Strafverteidiger angerufen und gebeten da mal was in die Wege zu leiten.

    Der ist aber leider keine große Hilfe fürchte ich.

    Nun zu meiner Fragen: Wie und wo kann man den Antrag auf Verlegung stellen?

    Gibt es Formulare, wenn ja wo?

    Fakt ist wohl, des er nicht in Flensburg bleiben soll.


    LG der Bikerboy

  • Dein Sohn muss den Antrag stellen, er kann sich an seinen zuständigen Sozialarbeiter wenden. Da es hier ja um eine bundesländerübergreifende Verlegung geht es ja dann über die Strafvollstreckungskammern der beteiligten Landesministerien.

    Formulare, ich denk mal es reicht ein Schreiben mit Hiermit beantrage ich die Verlegung in die JVA (Name) und dann die Begründungen warum man verlegt werden will.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Bikerboy, er kann sich ein Formular geben lassen. Einmal die Woche, in der Kammer, gibt es Antragsvordrucke, für alle Anträge.


    Entschuldige meinen Sarkasmus, aber es ist seine Sache den Antrag zu stellen.

    Von draußen geht da nichts.

    Bei der Begründung könnt ihr ihm sicher helfen, aber alles andere muss und kann er allein machen.


    Bei euch macht heimatnah sicher Sinn. Es muss aber auch okay für ihn sein.


    Er möchte eine Ausbildung machen, schreibst du. Entsprechend muss die JVA gewählt werden. Das geht nicht überall.


    Ich weiß das gerade nach dem Urteil viel erwartet wird, aber ihr solltet es langsam, im Trott der Justiz, angehen und vorallem solltet ihr ihn agieren lassen. Er wird die nächsten Jahre mit dem System leben müssen.


    LG Kaja

  • Spezielle Anträge für eine Verlegung die auf der Kammer liegen, gab es in RLP nicht, dazu reicht ein formloses Anscheiben (auf einfachen Antrag geht das auch) an die Anstaltsleitung bzw. an die Geschäftsstelle der JVA.


    Wir hatten einen Inhaftierten der sein Lebensbereich in Bayern hatte und er hat sich mit seinem Abteilungsdienstleiter zusammen um seine Verlegung nach Bayern gekümmert.

    Das wäre auch ziemlich fix gegangen, wenn er nicht auf einen freien Haftplatz in der bayrischen JVA hätte warten müssen.


    Eine Ausbildung kann er auch in Berlin oder Brandenburg machen.

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • hallo bikerboy,


    mein Mann hat sich nach seinem Urteil auch verlegen lassen von NRW nach Bayern....er hat den Antrag selbst gestellt...man hat ihm geholfen, da sein deutsch nicht perfekt ist...

    und es hat auch sehr schnell geklappt...innerhalb eines Monats war er verlegt...

    Drück euch die Daumen..


    lg

  • So, hier der Stand der Dinge:


    Unser Sohn ist nun also in Lübeck und erkundet gerade den "Käfig".

    Wurde von der Abteilungsleitung korrekt empfangen.

    Es gab also so ein Eingangsgespräch, wo er seine Pläne nennen durfte.

    Dabei ging es auch um den Antrag der Verlegung nach Berlin.

    Die Abteilungsleitung hat ihm dabei geholfen den Antrag zu stellen.

    Das hat er also schonmal selber in die Wege geleitet.

    Es wurde ihm aber nahegelegt, auch nochmal über seinen Anwalt diesen Antrag zu stellen, da der genau wüsste, an welche Stelle man sich da wenden muss.

    Der Anwalt (Pflichtverteidiger) war aber bisher ein FLOP, viel versprochen nichts erreicht und das Urteil, schwiegen wir mal lieber.

    Der sitzt ja nun auch in Flensburg und nicht in Lübeck, hat gleich mal mit "umsonst macht er das nicht" unsere Sympathie weiter gewonnen:boese:

    Was also tun? Wir würden das sogar zahlen, haben aber echt keine Lust für lau an die Kasse zu gehen.

    Gibt es so etwas wie ein "erfolgsabhängiges" Honorar?


    LG der Bikerboy

  • Hallo Bikerboy,


    Zum Erfolgshonorar hier ein Link. https://www.liebert-roeth.de/d…waltliches-erfolgshonorar


    "Wir würden das sogar zahlen, haben aber echt keine Lust für lau an die Kasse zu gehen."


    Ihr müsst das, sofern ihr einen Anwalt beauftragt, auch zahlen. Mit Ende des Verfahrens, endet auch die Arbeit des Pflichtverteidiger. Alles was danach kommt, muss sofort aus eigener Tasche gezahlt werden und macht nicht erst den Umweg über die Staatskasse.