Therapie Frage ?

  • Ich hätte mal eine Frage mein Freund möchte eine Therapie machen ( Spielsucht) die Sozialarbeiterin in der JVA meinte es dauert 3 Monate bis etwas genehmigt wird . Ein anderer Insasse meinte er soll das über die AOK beantragen , wenn diese es ablehnt dann über die Rentenversicherung beantragen . Ich blicke da echt nicht durch , jeder sagt was anderes .Hat hier jemand Erfahrungen und kann mir sagen , wie der richtige Werdegang nun ist ? Danke

  • Hi, denke da sollte er sich an die Sozialarbeiter wenden, denn die wissen ja, was bei ihm im Urteil festgeschrieben ist und was da sonst noch möglich ist.


    Die Krankenkasse muss nicht unbedingt zuständig sein, denn seine Mitgliedschaft dort ruht während der Haftzeit. Nachfragen kann er aber trotzdem, ob sie die Kosten für eine Therapie tragen. Gibt auch Fälle, da tun die das. Ansonsten bleibt noch die Rentenversicherung als Kostenträger.

    Auf der Website der RV, kann man nachlesen, was die alles an Therapien finanzieren und was man tun muss, um diesen Antrag zu stellen. Auch telefonisch geben die Auskunft.


    Letztenendes sollte das aber in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst der JVA ins Rollen gebracht werden. Die kennen sich damit aus und wissen, was möglich ist, wohin man sich wenden muss und welche Formulare und Auskünfte die RV verlangt. Die suchen dann auch gemeinsam mit deinem Freund eine passende Therapie Einrichtung und machen den Aufnahmetermin.


    Das ist so das normale Prozedere, um von der JVA aus in eine Therapie zu kommen.


    Was jetzt speziell bei deinem Freund möglich ist oder nicht, ist so pauschal schlecht zu sagen. Jedenfalls brauchst du eine Menge. Geduld, bis das greift und kannst nicht wirklich was tun. Das muss schon hauptsächlich von deinem Freund angeleihert werden.


    LG

    Saladan

  • Welche Therapieform will er denn beantragen?

    Es ist wie Fraggle schon anmerkte, Therapie statt Haft gibt es nur bei Btmg.

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    Einmal editiert, zuletzt von maximus ()

  • Danke für eure Antworten. Er ist spielsüchtig , daher auch seine Straftaten. Krankenkasse das die damit nichts zutun hat , habe ich auch gelesen , aber er hört leider auf einige Insassen die ihm was andere erzählen. Ich habe ihm auch gesagt Faß er das alles über die Sozialarbeiter klären soll

  • Hallo Lilly, eine Therapie wegen Spielsucht in Haft wird nicht einfach zu realisieren sein. Vermutlich geht es eher so aus, dass die Therapie nach der Haft gemacht werden kann. Es gibt ihm Knast leider nicht soviele Möglichkeiten. Er kann Kontakt zur Suchtberatung aufnehmen, ob die wirklich helfen können muss er abwarten. Kontakt zum Psychologen sollte er auch suchen.


    Ist Spielsucht denn bei ihm diagnostiziert? Da scheitert es nämlich meist schon.

    Klar ist aber, dass er auf Grund seiner Sucht nicht von der Strafe verschont wird.

    LG Kaja

  • Hallo kaja,

    Nein, es ist noch nicht diagnostiziert worden , ich habe erst von seiner Schwester nach seiner Festnahme erfahren . Obwohl ich diesen Verdacht schon eine Weile hatte. Habe ihm damit konfrontiert und er möchte eine Therapie machen , ich denke das er so halbwegs wach geworden ist und gemerkt hat , das er es ohne professionelle Hilfe nicht mehr schafft. Das er von der Strafe nicht verschohnt bleibt , das möchte ich auch garnicht , denn er hat sich sein Leben lang als Überlebenskünstler durchs Leben geschummelt( hört sich jetzt gemein an , aber ich denke er brauchte das einfach mal ) das in den jva's mehr Hilfe für Alkohol/ Drogensucht angeboten wird habe ich gelesen , aber die Spielsüchtigen müssen ja auch irgendwo Hilfe her bekommen.

    Ich habe ihm gesagt er soll sich an die Sozialarbeiter wenden , nur meint er haben die kaum oder nie zeit😕

  • Lilly solange es keine Diagnose gibt, ist die Möglichkeit einer Therapie gleich Null. Spielsucht wird nicht wirklich ernst genommen im Knast. Damit kann er weder sich, noch anderen schaden da drin. Deshalb ist diese Form der Sucht im Knast nicht relevant.


    Neben dem Sozialarbeiter, sollte er unbedingt den Psychologen kontaktieren. Ihm sollte er sein Problem schildern. Wenn er sich wirklich helfen lassen will, geht's nicht ohne psychologische Hilfe.


    LG Kaja

  • hi kaja, das habe ich mir schon gedacht so in die Richtung. Danke dir . Ich werde es an ihn weiter geben und hoffe das er , das da irgendwie regeln kann .Er hat zu seiner Sucht nie gestanden , sei es vor Gericht oder dem Anwalt gegenüber . Ich denke hätte er es sich vorher eingestanden ,hätte er sich hier draussen eher Hilfe holen können 😕 nun ist zuspät ....