Therapieplatz gesucht

  • Hallo ihr mein Menne sitzt jetzt seit dem 22.11. in Bochum und das nur so lange bis sie einen Therapieplatz für ihn gefunden haben (Alkoholentzung) aber ich habe leider von vielen gehört das sich da nicht richtig drum gekümmert wird...


    kann ich da irgendetwas für ihn tun...


    Denn wenn die Therapie schnell anschlägt und das wird sie da sind wir uns ganz sicher, kann er auf Bewährung raus



    :FGFG

  • Hallo Sabrina,


    da dein Mann 16 Monate bekommen hat und im Gerichtssaal verhaftet wurde, gehe ich davon aus, dass nach § 64 StGB die Unterbringung in einer Ehtziehungsanstalt angeordnet wurde.


    Mit einiger Sicherheit lässt sich diese Znterbringung im Maßregelvollzug nicht von dir beschleunigen.


    Anders sieht es bei den Drogenabhängigen aus, denen die Chance der Zurückstellung der Strafe nach § 35 BtmG gegeben ist. Da kann man zur Psychosozialen Beratungsstelle gehen und mit den Drogenberatern reden und notfalls sogar selbst zu Fachkliniken Kontakt aufnehmen.


    DU musst also warten, bis ein Plätzchen im Bezirkskrankenhaus oder dergleichen frei wird. Die Watrezeiten sind zwar übel, aber noch ist die bisherige Zeitspanne akzeptabel, auch wenn das Gesetz von einem Vorwegvollzug der Maßregel ausgeht.


    Lieben Gruß


    hardy

    Je mehr man verurteilt, desto weniger liebt man.
    Honore´de Balzac

  • Schade dann kann ich wirklich nichts machen :-(


    ich hab halt nur von vielen gehört das sie die komplette Haftstrafe absitzen mussten und danach noch zur Therapie... dann ist er ja noch länger weg 'heul'

  • Im Normalfall kommt der Verurteilte schnellstens in den Maßregelvollzug und erhält bei Erfolg der Therapie eine Anrechnung der Theraoiezeit auf die Strafe sowie die Reststrafe auf Bewährung.


    Der Vorwegvollzug der Strafe wird ausnahmsweise dann angeordnet, wenn.."dadurch der Zweck der Maßregel leichter erreicht wird". Das ist also die Ausnahme !Bei längeren Strafen kommt es öfter vor, dass der Verurteilte zunächst einen Teil der Strafe absitzen muss, der zusammen mit der voraussichtlichen Therapiezeit 2/3 ausmacht; dadurch hat der Verurteilte den Vorteil, dass er überhaupt da Drittel bekommen kann, und er für die Therapie noch ausreichend motiviert bleibt.


    Also noch hast du keinen Grund zum Heulen :-).


    hardy

    Je mehr man verurteilt, desto weniger liebt man.
    Honore´de Balzac

  • Hallo
    Wenn es sich um § 64 handelt muss man Deinen Mann innerhalb von drei Monaten in eine entsprechende Einrichtung bringen ansonsten ist er zu entlassen. Es sei denn das Gericht hat festgelegt das die 16 Monate oder wie von Hardy bereits beschrieben ein teil davon ,vor der Therapie zu verbüßen sind.
    Da du aber schreibst das man bereits nach einer Einrichtung für ihn sucht scheint das nicht der Fall zu sein und er wird innerhalb der nächsten drei Monaten in eine Einrichtung gebracht
    Natürlich nur unter der Vorrausetzung das es sich tatsächlich um §64 handelt.


    gruß
    Lagos

  • Zitat

    Original von Sabrina
    ich weiß leider nicht um welchen Paragraphen es sich handelt, wie kann ich das denn herausfinden? steht das im Urteil?


    Ja, und zwar gleich nach dem Schuldspruch in einer mehr oder weniger langen Paragraphenkette.

    Unter den Einäugigen ist der Dreibeinige König. Reiner Calmund

  • hab gerade nachgesehen es handelt sich um §64 dann bin ich ja beruhigt...


    das heisst ja dann für uns das er in spätestens drei Monaten die Therapie antreten kann ich freue mich so für ihn, er weiß genau wie sehr er sie braucht und Einsicht ist ja der erste Weg zu Besserung sds