JVA Billwerder

  • also irgendwas ist da nicht richtig denn mein mann hat die ersten beiden jahre seiner haftzeit in Rohrbach verbracht(zwecks Tätertrennung) und er konnte immer über sein Hausgeld frei verfügen.Ausserdem gibt es im [lexicon]Strafvollzugsgesetz[/lexicon] dazu einen Absatz das es eine mindest Einkaufsgrenze von 205 euro monatlich gibt.Das die wenigsten soviel verdienen und wir ja leider als angehöhrige keine chance haben einem strafgefangenem geld zu Überweisen haben sie es natürlich auch nicht.

    Was mich interessieren würde, wann Dein Mann in Rohrbach war und warum er ausgerechnet nach RLP verlegt wurde. Das liegt doch sehr weit entfernt. Tätertrennung hätte man doch auch in Berlin/Brandenburg machen können in einer anderen Haftanstalt.


    Im Übrigen dürfen Angehörige in U-Haft und auch in Strafhaft Geld überweisen.


    VG

    Angelika

  • er konnte immer über sein Hausgeld frei verfügen.Ausserdem gibt es im [lexicon]Strafvollzugsgesetz[/lexicon] dazu einen Absatz das es eine mindest Einkaufsgrenze von 205 euro monatlich gibt.


    1. Über das Hausgeld, also das Geld, das durch Arbeit in der Anstalt oder Taschengeld gebildet wird, kann jeder Gefangene frei verfügen.


    2. Im [lexicon]Strafvollzugsgesetz[/lexicon] gibt es nirgends eine Regelung mit 205 Euro.

    Unter den Einäugigen ist der Dreibeinige König. Reiner Calmund

  • natürlich kann jeder geld überweisen in beliebiger höhe aber es wird nicht dem hausgeld gutgeschrieben und ist damit nicht zum einkauf freigegeben . mein mann sitzt seit 8 jahen


    lg silke

  • mein mann sitzt seit 8 jahen


    lg silke

    Aber du musst doch wissen wann er in RLP war? So was vergisst man doch nicht.



    Zitat

    Was mich interessieren würde, wann Dein Mann in Rohrbach war und warum
    er ausgerechnet nach RLP verlegt wurde. Das liegt doch sehr weit
    entfernt. Tätertrennung hätte man doch auch in Berlin/Brandenburg
    machen können in einer anderen Haftanstalt.


    Ist das gängige Praxis, dass bei einer Tätertrennung die Inhaftierten fast 700 km weiter verlegt werden?

    Angelika

  • Der Lieferant im Knast hat einen höheren Aufwand als Aldi, deshalb muss er auch höhere Preise veranschlagen.

    • braucht er ein Fahrzeug, in dem er die Waren dort hin bringt und kann dieses Fahrzeug und das benötigte Peronal während dieser Zeit für nichts anderes einsetzen.
    • braucht er jemanden, der dieses Fahrzeug bestückt, also die Waren vom Lager in den Transporter oder LKW bringt und eine exakte Liste anlegt.
    • braucht er jemand, der dieses Fahrzeug fährt und den Verkaufs im Knast abwickelt. Es versteht sich von selbst, dass der Fahrer kein Ex-Knakki sein darf. ;)
    • ist mit der Lieferung ein erhöhter Zeitaufwand verbunden, weil der LKW erstmal in der Schleuse warten muss, Fahrer u. Fahrzeug gefilzt werden, von der Ware Stichproben genommen werden müssen. Und das dauuuuert, geht eben nicht mal in nur 5 Minuten.
    • muss die Ware aus dem LKW geladen u. in den Verkaufsraum getragen werden, bevor der Verkauf überhaupt stattfinden kann.
    • muss für jeden einzelnen Einkauf dokumentiert werden, was genau gekauft wurde u. wieviel Geld das kostete, damit es vom vom jeweiligen EK-Geld abgezogen werden kann. Man kann dort ja nicht mal schnell (wie bei Aldi) mit der Karte bezahlen.
    • muss die Restware wieder vom Verkaufsraum zurück in den LKW transportiert werden.
    • geht es dann wieder durch die Schleuse, also nochmal Kontrolle, ob man nichts oder niemanden rausschmuggeln will. Dort wird auch nochmal der Papierkram abgewickelt.
    • kann der Fahrer/Verkäufer u. der LKW erst jetzt wieder zurück zum Geschäft fahren und ist erst nach dem Ausladen u. Abrechnen wieder für andere Arbeiten bereit.

    Sollte ich einen Arbeitsschritt vergessen haben, welcher die Waren real verteuert, lasse ich mich gerne belehren.


    Einzahlungen von Angehörigen können tatäschlich in unbegrenzter Höhe erfolgen. Leider hat der Gefangene davon aber nichts, weil es Grenzen für Hausgeld usw. gibt. Zudem sind solche Guthaben pfändbar (jedenfalls der über der Pfändungsfreigrenze liegende Teil.) Natürlich kann man so auch dazu beitragen, dass die Schulden eines Häftlings getilgt werden. :zwink: So viel ich weiß, darf aus solchen Guthaben auch kein Entlassungsgeld gebildet werden, weil der Gefangene soll das aus eigenem Verdienst ansparen.


    Ansprüche der Anstalt gegen einen Gefangenen können mit dem Hausgeld verrechnet werden, z.B. wenn er aus Wut einen Schrank oder eine Matraze beschädigt oder zerstört hat. Bei höheren Beträgen geschieht dies in Raten, wodurch sich aber auf jeden Fall der Betrag verringert, der ihm beim Einkauf zur Verfügung steht.


    Lieben Gruß, ceruda

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