Beiträge von Chris

    Eigentlich dürfte das mir der Nummer kein Problem sein. Ob es sich nun um eine Nummer mit nrmaler Vorwahl handelt oder mit einer 0800 Nummer, er muss im Antrag ja ehr eine Nummer vorher angeben die er anrufen möchte. Um Rückfragen gleich zu verhindern, kann er ja im Antrag darauf eingehen das es hier um eine Alternative handelt.

    Nein, Du hast nicht meine religiöse Gefühle verletzt, bin ein Atheist.

    Du kannst also getrost bei Deiner Wortwahl bleiben.

    Es gibt im Knast für die Pfarrer keine Unterschiede wer welcher Kirche angehört. Wer an solchen Seminaren teilnehmen will und die Voraussetzungen erfüllt, ist immer willkommen.


    Als ich von so einem Eheseminar im Knast gehört habe, war ich auch gleich Feuer und Flamme. Gerade als Neuling mit gerade 7 Wochen Haft, käme so eine Abwechselung sehr gelegen.

    Erzählt wurde, das dieses Seminar 5 Tage geht und in einem nahe gelegenen Kloster statt findet.

    Es gab einen Hausarbeiter der auch an so einem Eheseminar teilgenommen hat, der das alles auch so bestätigt hat.

    Ich als Frischling, bewegte Himmel und Hölle an so einem Eheseminar teilnehmen zu können. Ich habe mich dabei so zum Affen gemacht, weil ich nicht nur dem Pfarrer einen Antrag geschrieben habe, sondern auch meinem Abteilungsdienstleiter und der Anstaltsleitung.

    Ich wusste ja nicht genau, wie das alles funktioniert. Der Hausarbeiter hat zu allem immer JA gesagt.

    Das er sich auf meine Kosten lustig gemacht hat, ist mir bei meinem Tatendrang gar nicht aufgefallen.

    Nach ca. 4 Wochen und 10 Anträgen an den Pfarrer später, kam er endlich zu mir auf den Haftraum und klärte mich auf.


    Um an diesem Eheseminar teilnehmen zu dürfen, benötigt man gewisse Vollzugsslockerungen, die ich noch gar nicht habe und frühstens in einem Jahr haben würde.

    Bei 580 Häftplätzen, erhält er täglich ca. 20 Anträge nur zum Eheseminar und 30 weitere zu einem Gespräch.

    Von den 20 Seminar Anträgen ist vielleicht einer dabei, der Lockerungen hat. Um den Andrang nachzukommen, prüft er zuerst die notwendingen Lockerungen. Hast Du die nicht, reagiert er aus den oben genannten Gründen nicht sofort auf jeden Antrag.

    Wenn es ein Eheseminar stattfindet, steht auf jedem Aushang das dazu Vollzuglockerungen notwendig sind und das in fetter roter Schrift.

    Dann muss die Anstalt dem Gefangenen das Eheseminar noch genehmigen, also jede Menge an Voraussetzungen sind nötig.


    Ich habe nie wieder so blauäugig auf etwas reagiert und bemerkt, das im Hintergrund noch 580 Gefangene darauf warten, Sonderurlaub, Lockerungen, Sonderbesuch, Haftraumwechsel, Verlegung, offenen Vollzug, privat Wäsche, Sonderpaket und jede Menge mehr Dinge zu erhalten.

    Ich habe auch keinem Gefangenen mehr so einfach etwas geglaubt, bevor ich mich nicht selbst darüber informiert habe.

    Es wird soviel Scheiße erzählt und Schuld sind immer die Anderen.

    Ich weiß genau wie Du bzw. Ihr Euch jetzt fühlt. Mir ist es genauso ergangen, als wir Samstags den Stellungsbefehl auf dem Tisch liegen hatten. Wie ein langer schwarzer Schatten liegt diese Ladung zum Strafantritt über alles was man im Moment macht.

    Das fängt beim Einkaufen an und hört auch nocht beim kochen auf. Der bleibt bis zum Tag des Haftantrittes, mit dem Gang durch die Tür der JVA.


    Wichtig ist, das Euch dieser Schatten nicht einholt und daran hindert die verbleibenden Wochen sinnvoll zu nutzen.

    Mir fiel die Fahrt zu JVA mega schwer, wollte immer vorher den Blinker setzten und vor Wittlich von der Autobahn abfahren. Wünschte mir einen Reifenschaden, doch ich habs gelassen. Was ich nicht wollte, war der Abschied vor dem Tor.

    Ich bin aus dem Auto gestiegen und meine Frau wechselte auf die Fahrerseite, stieg ein und alsmsie losfuhr, bin ich zur Pforte gegangen.

    Drinnen war ich sehr fix, aber der Weg dorthin war mega schwer.

    Leicht ist es nicht, das würde man(n) aber nie zugeben.

    ja … aber es gibt sie. … Förderungsmaßnahmen sollten breit gefächert sein.

    Das habe ich doch auch geschrieben, das es auch intelligente Inhaftierte gibt, nur die sind in der Minderheit. Ich zweifel trotzdem die Erfogsquote an, weil nirgendwo genaue Teilnehmerzahlen zufinden sind.

    Bei drei oder vier Förderungsteilnehmer ist so eine Quote ruckzuck erreicht.

    Die Zeiten als das Zucht- und Arbeitshauses erbaut wurde ist 300 Jahre her und wurde in der Zwischenzeit modernisiert, schließlich hat Dein Mann ja Strom auf dem Haftraum, was ich nicht einmal im 21 Jahrhundert hatte.

    Als Du aufs Klo gegangen bist, hast Du also keinen Holzeimer und Zeitungspapier vorgefunden, sondern ein Wasserklo.


    Du solltest, wie es Seniorenkino auch schon geschrieben hat, die Umständen wie sie sind, annehmen.

    Du bist in den meisten Deiner Beiträgen so negativ eingestellt und vergisst dabei, das an der ganzen Situation Dein Mann Schuld ist.

    Das so eine Untersuchungshaft kein Zuckerschlecken ist, ist eigentlich bekannt und ein Freiheitsentzug ist nun mal mit Einschränkungen verbunden.

    Fühl Dich jetzt bitte nicht von mir persönlich angegriffen, denn Du bist nicht die Erste die zu Beginn einer U - Haft über die zuständige JVA so negativ ablästert.

    Aber es gibt viel Wichtigeres zu erledigen, als immer nur auf die Zustände einer JVA rumzuhacken.

    aber seitens der JVA wurde mit keinem Wort erwähnt, dass dies überhaupt möglich ist.

    Wer also nicht im "Kirchenklüngel" mitmischt hat keine Chance, da man die "Bewerbungsfrist" nicht kennt...

    Immer langsam mit den jungen Pferden.

    Wer Sonntags regelmäßig in den Gottedienst geht, erfährt dort zu erst. Auf dem Weg dort hin latscht man auch am Schwarzen Brett vorbei, dort hängt ebenfalls ein Aushang bzw. Flyer.

    Aktuelle Infos vom Pfarrer hängen zusätzlich an seiner Bürotüre. Man muss natürlich rechtzeitig den Aushang lesen, denn sind alle Plätze belegt, hängt der Pfarrer die Flyer natürlich wieder ab.

    Wer neu in einer JVA einrückt, zu dem kommen i.d.R. immer beide Pfarrer rk / ev zu einem auf dem Haftraum und stellen sich vor. Manche Inhaftierte unterhalten sich mit ihnen, andere wiederum wollen kein Gespräch, können aber jederzeit einen Gesprächstermin mit ihnen machen.

    Man muss also in keinem Kirchenklügel sein um an solchen Infos zu kommen.

    Ich kenne die Seite seit ca. 2 Jahren durch ein Angebot zum Linktausch.

    Ich habe es damals abgelehnt, weil sie trotz Förderungsprogramme des Arbeitsamtes immer noch zusätzliche Spenden verlangen.

    Desweiteren frage ich mich, was Langzeitinhaftierte die noch 4 oder 5 Jahre vor der Brust haben, von einem solchen Businessplan-Workshop nach der Entlassung noch im Kopf haben.

    Meiner Meinung nach, steht das finanzielle Interesse dieser Seite im Vordergrund.

    Ebenso macht mich die angebliche Erfolgsquote dieser Maßnahme sehr stutzig.

    Zitat

    Die Methode funktioniert (Stand: 30.08.2017):

    • 87 % werden nach unserer Kenntnis nicht mehr rückfällig im Sinne einer erneuten Strafhaft.

    • 28 % machen sich selbstständig.

    • 60 % der entlassenen Absolventen finden nach durchschnittlich 27 Tagen eine Beschäftigung oder beginnen ein Studium oder eine Ausbildung

    Wie kommen die ganen % ???


    Ganz ehrlich, wer einmal im Knast gesessen hat und sich von den Inhaftierten ein Bild gemacht hat, weiß das es nur sehr wenige intelligente Inhaftierte dort gibt. Noch weniger habe das nötige Eigenkapital für einen Strat in die Selbständigkeit.

    ( frage 300 Jahre alte Leitung seeehhhr gesund)

    Nun, so alt ist kein Knast in Deutschland und die alten Kupferleitungen von denen Du annimmst das sie verbaut wurden, sind schon seit 35 Jahren verboten und längst ausgetauscht.

    Schließlich verwenden die Inhaftierten das Wasser aus dem Hahn auch zum Kaffee oder Tee kochen, zum rasieren und zum Zähneputzen. Das Wasser in Deutschland hat Trinkwasserqualität und unterliegt strengen Auflagen die Höher sind, als das Quellwasser für das Sprudelwasser in den Flaschen.


    Toll und andere Menschen schwitzen auch bei den Temperaturen so die Aussage des Beamten

    Was bitteschön ist an der Aussage falsch. Denn Unrecht haben sie ja nicht gehabt.

    Der Knast ist nunmal eine andere Welt, da laufen die Uhren anders als draussen.


    Jeder klagt über diese mörderische Hitze, da sind Inhaftierte nicht von ausgeschlossen.

    Nun, ich denke, wir werden diese Person hier nicht mehr online sehen. Wer sich nur aus reine rationale Interesse registriert und aufgrund seines vorhandenen Sprachschatzes sich über andere stellt, will sich hier nur profilieren.


    Solche Menschen tangieren mich äußerst peripher mit sekundärer relevanz.

    Meine Strafhaft fiel zu einem Teil in den Jahrhundert Sommer 2003, als draussen Temperaturen um die 40° herrschten. In der Woche hat man sich zu helfen gewusst, denn da ist man ja auf Arbeit gewesen und da waren alle Hallentore und Fenster offen. Da konnte man es einigermaßen aushalten.

    Im Zellenhaus hat der Altbau endlich einmal ein Vorteil gezeigt. Durch die dicken Wände wärmen sich die Hafträume nicht so stark auf. Abends waren die Hafträume eigentlich recht kühl, besser gesagt, man konnte es in den Hafträumen recht gut aushalten.

    Wie genau die Temperatur im Haftraum herrschten, konnte keiner genau sagen, da Thermometer in den Hafträumen nicht erlaubt sind.

    An den Wochenenden waren alle Fenster im Zellenhaus offen und da die Haftraumtüren nie dicht schließen, pfiff es durch all die Ritzen, das dieses Geräusch manchmal nervte.

    Öffnete ein Vollzugsbeamter die Haftraumtür, flatterten alle Bilder und Poster an der Bilderleiste oder das Briefpapier hebte ab.


    Alle Haftraumtüren zu öffen wäre ein großer Fehler, denn dann würde man die ganze Zeit nur im Windzug sitzen und das wäre ja schon fast Folter.


    Es gibt genug Möglichkeiten die Hitze im Haftraum zu überleben, denn es ist oft kühler als Ihr denkt.

    ( das konnte er noch nie )

    Klingt sehr unwahrscheinlich, möchte das aber nicht in Frage stellen.

    Bei mir war es anfangs auch sehr unangenehm vor einem Vollzugsbeamten den Willy aus der Hose zu holen und dem Wasser freien Lauf zu lassen.

    Das ist eine reine Kopfsache, manchmal klappt es, manchmal klappt es nicht.


    Den Satz "Ich kann vor anderen nicht pinkeln" ist der meist gesagte Satz im Knast, bei einer UK. Die Beamten machen dann natürlich ihre Bemerkungen, die für das Wasser lassen nicht gerade förderlich sind.


    Ich weiß von einem Fall, da hat sich der Inhaftierte an den Vorschlag gemacht, völlig nackt ins WC zu gehen, weil es eben vom Kopf her gehemmt war.

    Irgendwann ist man wohl auf den Vorschlag eingegangen und schickte den Inhaftierten Nackt aufs Klo. Als die Beamten es "plätschern" hörten, rissen sie plötzlich die Türe auf und überraschten den Häftling beim täuschen, als er den Becher unter dem laufenden Wasserhahn hielt.

    Er hatte sich rektal einen kleinen Schlauch mit fremden Urin befüllt, eingeführt. Dieser Urin war jedoch kalt und der Inhaftierte wollte ihn mit warmen Wasser aufwärmen.

    Vielleicht wäre daraus eine Möglichkeit geworden, Häftlinge mit Kopfproblemen entgegen zukommen.

    Daher ist generell jeder den den Satz sagt "Ich kann vor anderen nicht pinkeln" ein potenzieller UK Verweigerer.

    Denn auch hier konnten viele die den Satz gesagt haben "Ich kann vor anderen nicht pinkeln" nach Androhung einer Einkauf oder Freizzeitsperre, Wasser lassen, als würde sich Deutschland in einer Wassernot befinden.


    Was hilft hier ?

    Sich selbst nicht unter Druck setzen, manche Vollzugsbeamte können das nachvollziehen und geben dem einen oder anderen Gefangenen seine "Spielräume". Ein Beamter dreht sich weg, sodass der Gefangene nicht das Gefühl bekommen, ihm würde man ständig auf den Löres schauen, ein anderer Beamter schließt die Tür soweit, dass nur ein Spalt offen bleibt und wenns läuft gibt der Häftling Bescheid und die Türe wird aufgestossen.

    Man kann auch mit einem Spruch den Beamten schon mal vorischtig daruaf hinweisen, das es Probleme geben kann, einige meiner Sprüche war immer, "Es kann was dauern, nimm Euch was zu lesen mit" oder "Bei zulangen draufschauen auf mein DingDong, springt bei Seite denn ich weiß nie wie lang er wird", mit solchen harmlosen Sprüchen signalisiert man immer den Willen und die Bereitschaft zur UK und man selbst macht sich damit den Kopf frei.

    Wenn man sich aber gleich von Anfang an verweigert, sieht das bei den Beamten nie gut aus.