Beiträge von Chris

    Spezielle Anträge für eine Verlegung die auf der Kammer liegen, gab es in RLP nicht, dazu reicht ein formloses Anscheiben (auf einfachen Antrag geht das auch) an die Anstaltsleitung bzw. an die Geschäftsstelle der JVA.


    Wir hatten einen Inhaftierten der sein Lebensbereich in Bayern hatte und er hat sich mit seinem Abteilungsdienstleiter zusammen um seine Verlegung nach Bayern gekümmert.

    Das wäre auch ziemlich fix gegangen, wenn er nicht auf einen freien Haftplatz in der bayrischen JVA hätte warten müssen.


    Eine Ausbildung kann er auch in Berlin oder Brandenburg machen.

    Es ist äußerst schwer und eigentlich auch für den Inhaftierten selbst zu belasteten, für einen Langzeitbesuch in einer anderen Anstalt gebracht zu werden.

    Beantragen kann er das natürlich, es nüssen aber schon schwerwiegende Gründe vorliegen und man muss sich aber dann entscheiden zwischen Regelbesuch in seiner Anstalt oder dem LZB in Mannheim, wenn die JVA Bruchsal es genehmigt.

    Beides geht nicht.

    Wie gesagt, es liegt auch an beiden Anstalten und was ganz wichtig zu wissen ist, das für Anträge solcher Besuchsverlegungen 3 Monate vorher keine Regelbesuche erfolgt sein dürfen.


    Vorstellen, das die JVA Bruchsal solche Besuchsverlegung genehmigt, kann ich mir nicht. Einen LBZ nicht anzubieten, ist kein schwerwiegender Grund für eine Besuchsverlegung.

    WOW....5 Jahre und 9 Monate......das ist schon ne Hausnummer, auch wenn keine physische Gewalt ausgeübt wurde und der Richter die psychologischen und persönlichen Schäden höher bewertete, sollte man nie die Opfer vergessen.

    Ich weiß, als Angehöriger sieht man das immer anders,ist auch okay so.

    Was ich echt gut finde ist das Verhalten Deines Sohnes, so wie Du uns das hier beschrieben hast, klingt das was er will doch sehr vernünftig.

    Er will eine Ausbildung machen, finde ich eine prima Grundlage.

    Je nach Länge der Ausblidung muss er sowieso noch eine Zeitlang warten, bis sich das Ausbildungsende und der voraussichtliche Entlassungstermin in etwa gleichen.


    Ich würde auch keine Sotha machen wollen, schon allein wegen dem Aggressionspotenzial zu manchen Straftätern. Ich kann mir nicht vorstellen unter so vielen Sexualstraftäter in Gruppengespächen oder Gemeinschaftsarbeiten immer stehts ruhig bleibe und "Gute Mine" zu machen.

    Um das zu umgehen ist es wirklich nicht schlimm, wenn man sich den Rücken gerade macht und lieber den etwas "härten Weg" geht.

    Deinem Sohn denkt mit Sicherheit ähnlich um unötigen Stress aus dem Wege zu gehen.

    Ich habe mich vielleicht etwas zu schwammig ausgedrückt.


    Die Nachfrage nach "Ersatzdrogen" ist nicht so Hoch wie die nach Heroin, Kokain und Crystal Meth, weil der Kick ein ganz anderer ist.

    Ich kenne viele die auf ihr SUBUTEX sitzen geblieben sind, weil die Anzahl an mg des Wirkstoffes zu niedrig war.


    Ich möchte mich hier jetzt auch nicht über Preise einzelner Pillen streiten, aber fünf Euro für eine Tablette SUBUTEX draussen in der Szene, halte ich für etwas zuhoch. Ebenso auch nicht die Wege über die so manche Drogen kommen, denn Langzeitbesuche bieten nicht alle Anstalten an und ersticken dennoch an der Drogenflut. So war es oder ist es auch in Wittlich gewesen.


    In meiner Haftzeit war das schon schlimm und jetzt durchs Crystal Meth ist vieles noch leichter geworden, auch hier möchte ich nicht weiter darauf eingehen, mittlerweile stellen die sich teilweise das Crystel schon im Knast selbst her, in dem man sich nur die Bestandteile / Wirkstoffe reinkommen lässt bzw. die auch legal von den Anstalten ausgegeben werden, wie z. B. die Kopfschmerztabletten.


    Aber darum geht es mir auch nicht., weder um Wege, noch um Preise, das um was es mir eigentlich gegangen ist, das sich die Inhaftieren selbst viele Erleichterungen durch solche Aktionen kaputt machen und sich draussen die Angehörigen wundern warum manche Dinge verboten sind oder sich ein Inhaftierter darüber wundert warum er plötzlich nur noch so "schlappe Kopfschmertabletten" erhält.

    Ich vermute: In dem Fall deines Mannes hat man ihn innerhalb der Anstalt verlegt auf eine Station auf der man ihn besser überwachen und kontrollieren kann, bis man wieder das Vertrauen für ihn hat, um ihn wieder auf eine normale Station zu verlegen. Von einer Absonderung spricht man hier nicht, da er ja weiterhin an der regulären Freistunde mit anderen Gefangenen teilnimmt und keine Einzelfreistunde oder so hat.

    Ich denke Du vermutest da schon richtig, denn das war schon meine Vermutung beim ersten Mal lesen.

    Wobei die Disziplinarischen Maßnahmen im wohl schon eröffnet worden sind. Mit "verschuldet ohne Arbeit" und der Verlegung auf einer anderen Abteilung hat die Anstalt ja schon begonnen.

    Dabei wird es i. d. R. nicht bleiben, denn wenn man als Strafgefangener gegen die Hausordnung verstößt und mit solch einem Verstoß "verschuldet ohne Arbeit" ist bekommt meist noch eine Einkauf - und Freizeits - Sperre oben drauf.


    Ich gehe mal davon aus, das damit die ganze Aktion in der Anstalt noch nicht erledigt ist. SUBUTEX enthält Buprenorphin und ist für die Substitutionsbehandlung Drogenabhänige gedacht.

    Manche Verurteilte die schon draussen in einer Substitutionsbehandlung befinden, können in der Anstalt weiter Substitutiert werden. Viele Anstalten machen das mittlerweile und die JVA Freiburg ist eine davon, soviel wie weiß.

    Jetzt stellt sich die Frage, wie kommen die Tabletten in die Anstalt ?

    Bei einer Substitutionsbehandlung erhält der Patient vor dem Arzt seine Tabletten und muss sie auch vor ihm einnehmen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben !!

    Also, entweder wurde bei der Vergabe im Knast Fehler gemacht oder sie wurden über Dritte in die Anstalt eingeschmuggelt, was ich ausschließen würde.

    Denn wenn man Tabletten einschmuggelt, dann bestimmt keine Ersatzdrogen die Buprenorphin enthalten, sondern Pillen mit ordenlichen mg an Benzodiazepin, ugs. Benzos.


    So wird wohl auch die JVA denken und die Fehler in ihrer Substitutionsabteilung suchen. Es wäre schade wenn auf Grund solcher llegale weitergabe von Tabletten eine zeitgemäße Substitutionsbehandlung eingestellt werden würde.

    Dir bleibt auch nichts anderes übrig, als auf den Besuchstermin zu warten.

    Im Gespräch sind viele Missverständnisse einfacher aus der Welt zu schaffen, als in unzähligen Briefen.


    Bevor Du ihn besuchst, würde ich an Deiner Stelle mal ganz tief in mir gehen und mich fragen, wie wichtig ich ihm wohl noch bin, wenn er selbst im offenen Vollzug nicht auf das konsumieren von Drogen verzichten kann.

    Da steht man kurz vor dem Ziel und dann............geht der Esel auf's Eis, weil ihm es zu wohl geht.

    Nicht immer wird bei einer Bewährung ein Bewährungshelfer angeordnet, es kommt auf die Reststrafe und auch auf die Bewährungszeit an.

    Wartet einfach ab, es bleibt Euch auch nichts anderes übrig.

    Wenn es mit der Halbstrafe nicht klappt, dann halt ein paar Wochen später auf ⅔

    Ich kenne das nur von Abteilungsdienstleiter, der hat mich auch gefragt ob ⅔ für mich okay wären. Das kann aber auch eine Sozialarbeiterin machen, denn die muss ja auch Stellung nehmen.

    Na das liegt u.a. auch an Deinen Mann.

    Man muss nicht auf Halbstrafe oder 2/3 mit Bewährung gehen, man kann auch alles absitzen und dann ohne Bewährung seinen Lebensweg weiter gehen.

    Das liegt allein bei Euch und wenn die JVA und STA ihr okay zur Halbstrafe geben, dann würde ich sie nehmen.

    Hallo & Willkommen im Forum,


    Deine Beiträge und Antworten sind ziemlich verwirrend und an einigen Stellen die von Deinem Mann angegebenen Informationen sehr unglaubwürdig. Vieles an seiner Geschichte kann einfach nicht stimmen, keiner wird nach einem Drogenfund im offenen Vollzug auf sein Zimmer geschickt, sondern es klicken sofort die Handschellen.

    Ebenso benötigt die Anstalt keinen Beschluss das man ihn durchsuchen darf, wenn er die offene Vollzugsanstalt wieder betritt. Jeder der im offenen Vollzug hockt, kann und darf durchsucht werden. Schließlich benötigt man ja auch keinen Beschluss für die Durchsuchung der Besucher einer JVA.

    Für mich sind das alles Schutzbehauptungen Deines Freundes, die viele andere an seiner Stelle vielleicht auch machen würden.

    Ich muss hier Mei1977 völlig recht geben, Gras duftet Meilen weit gegen den Wind und als ehm. Dealer riecht man das sofort, wenn man die Schachtel in der Hand hält.

    Jetzt mal eben schnell einen auf Therapie machen um den Strafvollzug etwas zu umgehen finde ich reichlich unverschämt und dabei reißt mir die Hutschnur.

    Es gibt genügend Inhaftierte die wirklich teilweise stark Heroinabhängig sind, die im Knast hocken und auf einen Therapieplatz warten und angewiesen sind. Solche Inhaftierte, die schon im Genuss von Lockerungen und offenen Vollzug gewesen sind und nun erneut wieder straffällig wurden, sich jetzt eine andere Art des Strafvollzuges suchen in Form von einer Therapie, werfen damit nicht nur ein weiteres schlechtes Bild auf Knackies, sondern blockieren auch Therapieplätze, die andere eigentlich nötiger hätten. Solche Früchtchen brechen in den meisten Fällen die Therapie wieder ab oder nutzen sie zur erneuten Flucht.


    Gott sei dank hat sich nicht nur der Strafvollzug weiter entwickelt, sondern auch die Vollzugsbeamten die ihre Kunden recht gut kennen und das auch in Sachsen.

    Dein Mann hat sich mit seiner Aktion keinen großen Gefallen getan, sondern im Gegenteil. Er wird wieder für eine lange Zeit im geschlossenen Vollzug verbringen und in dieser Zeit zeigen müssen, das man ihm wieder vertrauen kann und in 1 ½ Jahren oder 2 Jahren mal wieder von Lockerungen reden kann, das beschleunigt auch kein Rechtsanwalt



    Lass dir bitte nicht so einen Mist erzählen, wie z. B.

    Das er sich jetzt auf einer Krankenstation verlegen lassen hat, damit ihm dort nichts "passiert"

    Noch bestimmt die Anstalt wohin man einen Gefangenen verlegt und auf einer Krankenstation ist das ja noch unsicherer.


    An Deiner Stelle würde ich mal versuchen zur Ruhe zu kommen und ggf. ein bisschen Abstand zwischen Dir und Deinem Freund bringen.

    Dann würde ich vieles an seinen Aussagen mal im stillen Hinterfragen, denn mit Ruhe und den gewissen Abstand erkennst dann auch Du, was für Mist er Dir Auftischt.

    Glaube mir, im Moment schlägt er große Wellen, wo überhaupt kein Wasser ist.







    Woher hast Du diese Werte ?

    In meinem Umfeld (Straftätern & Bewährungshelfer in LVR Klinik ) hat in den letzten 5 Jahren noch niemand nur 4 Wochen erhalten.

    Da sind die Gründe für Haftaufschub noch geringer.

    Das liegt auch an den jeweiligen Bundesländern.

    Also, wenn er über keinerlei finanzielle Mittel verfügt und im Vormonat das Haftkonto schon leer war, kann er Taschengeld beantragen.

    Das müsste er eigentlich wissen, weil genau diese Dinge einer der wichtigsten Themen auf der Zugangsabteilung sind.

    Taschengeld beantragen kann er über einen normalen Antrag an die Geschäftsstelle.

    Wie hoch der Taschengeldsatz jetzt ist, weis ich nich genau. Es waren mal etwas über 50 Euro.

    Verliere jetzt nicht den Kopf, Gründe für einen Haftaufschub habt Ihr und fordert die 4 Monate.

    In Bayern mögen die vielleicht nur 4 Wochen bekommen, in anderen Bundesländern ist das völlig anders.

    Selbst ich habe die 4 Monate Haftaufschub bekommen und einer meiner Gründe war meine Kündigungsfrist des Arbeitsverhältnisses. Dazu hatten wir ja noch Eigentum, das finanziell mit der Hausbank abgesichert werden musste.

    Ein triftiger Grund sind immer Kündigungsfristen.....nur so am Rand bemerkt...

    Ich frage mich manchmal, woher so manches Halbwissen kommt.


    Es ist in jeder JVA das selbe, erhält man z. B. keinen Sonderurlaub, weil der Vollzug einfach noch nicht gelockert ist, ist das eine scheiß Anstalt.

    Dann fallen Sätze von Inhaftierten, "hier wird nie was genehmigt und in jede andere Anstalt wäre das schon längst genehmigt worden" oder "man muss für Urlaub man nicht gelockert sein" oder oder oder.

    Ich kann hier jeden Satz zitieren der in 16 Jahre Knastforum geschrieben wurde, die ich im Hof, in der Dusche und in der Freizeit zu hören bekam.

    Über das Gequatsche über so manchen unfähigen Sozialdienstmitarbeiter ebenso, ich kann es schon nicht mehr lesen, auch wenn ein Knast teilprivatisiert ist, haben diese "Privaten" keine Hoheitsrechte.


    Wie maxi schon geschrieben hat, sind Lockerungen "Kann -" Bestimmungen, sozusagen ein Bonbon für ein Wohlverhalten im Vollzug.

    Ich kann Lockerungen gesetzlich nicht einklagen, genauso wenig wie ein Teppich im Haftraum, nur weil im Strafvollzugsgesetz steht, dass auch der Haftraum dem "privaten Umfeld" einzurichten ist.

    Allein die Anstalt erteilt die Lockerungen, gestützt auf die Diagnose des Psychologen, STA und der Abteilungsdienstleiter und den Arbeitsbeamten über das Vollzugsverhalten des Inhaftierten.


    Einen Rechtsanspruch auf Lockerungen gibt es nicht, da kann kein Rechtsanwalt oder Anwältin was machen, außer Geld für die Korrespondenz zwischen Kanzlei und Anstalt zuverlangen.

    Wer sich da Hoffnungen macht, mit einem Rechtsanwalt etwas einzuklagen wofür es keine Rechtsgrundlagen gibt, sind vergebens, ebenso die Anstalt deswegen zu verklagen.

    Ich kann Euch nicht sagen, wie viele Inhaftierte die JVA Wittlich verklagt haben bzw. haben wollen.

    Ich sehe sie noch im Hof wutentbrannt rumlaufen und großmundig verkündeten, das sie die Anstalt verklagen.

    Wahrscheinlich Erfolglos, denn es hat sich nie etwas geändert.



    In meinen 44 Monaten Haftaufenthalt ist mein Vollzug fast genauso verlaufen wie urspünglich geplant.

    Pannen passieren in jeder Anstalt, auch in meiner.

    Ich bin kein Musterknabe während meines Vollzuges gewesen, habe hier und da auch meinen Unmut beim ADL kund getan und habe trotzdem meine Lockerungen erhalten.

    Es ist nunmal schlicht und einfach auf den Punkt gebracht, KNAST,

    nicht mehr und nicht weniger.

    Man benötigt einen langen Atem und jede Menge an Geduld.