Beiträge von maximus

    Genau wird Dir die Frage keiner beantworten können, manche erfahren es gleich, gerade wenn sich alle Entscheider einig sind, manche erfahren es erst später.

    Bei uns war es erst als der Beschluss in der JVA angekommen ist, nicht nach der Anhörung.

    Hallo Master


    Ich wünsche Dir für die kommende Zeit einfach alles Gute.

    Vielleicht hat deine Frau ja Lust sich hier anzumelden, ihr würde der Austausch mit uns evtl. auch gut tun.


    lg

    maximus

    Dann frag ich mich, wenn's so wäre, warum man etwas erzählt, dass so nicht sein kann. Die Erklärung mit dem Einkauf hört sich glaubhafter an, als das mit dem Telefonieren.

    Letztendlich kann das aber nur in einem klärenden Gespräch auf den Punkt gebracht werden .

    Der Fall Rolf Witte war auch ein Justizirrtum. Er sass unschuldig 12 Jahre im Gefängnis und kam nur durch ein Wiederaufnahmeverfahren frei.

    Mir ist nur der Fall Ralf Witte bekannt, verurteilt im 2004 zu 12 Jahren 8 Monaten aufgrund von Anschuldigungen einer 15 jährigen. 2009 erreichte sein inzwischen neuer Verteidiger das Wiederaufnahmeverfahren. Wegen erheblicher Zweifel an der Glaubwürdigkeit des angeblichen Opfers ordnete das Gericht die sofortige Unterbrechung der Vollstreckung und die Freilassung aus der Haft nach 5 Jahren an. Am Ende des Wiederaufnahmeverfahrens von einer Dauer die sich über ein Jahr zog wurde Witte freigesprochen.

    Mir ging es in meinem Thread nicht um Justizirrtümer im Allgemeinen, mir ging es hier explizit um Andreas Darsow, seine Geschichte die ich seid Jahren verfolge.

    Es war ja nicht die typische Knastdoku, es war ein Vergleich der Beziehungen , der Freundschaften. Es wollte den Vergleich aufzeigen, dass man draussen genauso einsam und isoliert sein Leben führen kann, ohne eingesperrt sein, ohne hinter den Mauern mit den Gittern vor den Fenstern.

    Es ging um Familie, Freunde, Freundschaft. Was macht dieses aus. Hirschhausen stellte sich ja auch die Frage, wieviele Menschen wären wirklich noch für ihn da, wenn er wirklich inhaftiert wäre? Sind die ,die sich draussen Familie und Freunde nennen , auch wirklich dann noch da.

    Ein Satz blieb hängen bei mir , Glück lässt sich nicht alleine erleben. Ist das wirklich so? Kann ich mein persönliches Glück nicht für mich alleine finden, es leben und erleben? Hängt es nicht von jedem einzelnen ab, wie und was er Glück empfindet?

    Andreas Darsow , seid der Urteilsfällung am 19.07.2011 kämpfen sein Anwalt, seine Familie, Freunde und Unterstützer darum, dass hier ein Justizirrtum berichtigt wird. Bürger aus Babenhausen haben eigens den Verein Monte Christo gebildet, aufgrund der einseitigen Ermittlungen und einem nicht nachvollziehbaren Urteil in einem grausigen Mordfall.Der sich nun zur Aufgabe gemacht hat, dass In dubio pro reo (im Zweifel für den Angeklagten)auch dort angewendet werden sollte, wenn mehr als Zweifel über die Täterschaft herrschen.

    Andreas Darsow wurde in einem reinen Indizienprozess( Indizien die sich auf 2 angebliche Fakten berufen, die aber nie zweifelslos nachgewiesen wurden) zu einer lebenslangen Haftstrafe, mit der Feststellung der Schwere der Schuld, verurteilt. Beweise die zu seiner Entlastung geführt hätten (ua. keinerlei DNA am Tatort des angeblichen Täters, das überlebende Opfer immer von Tätern sprach und auf ein Foto des angeblichen Täters nicht reagierte), wurden nicht in dem Umfang gewürdigt und beachtet wie sie es hätten sollen. Andere gewürdigte Beweise, kamen aber durch zweifelhafte Ermittlungen auf.

    Der Revisionsantrag wurde zurückgewiesen, da keine Verfahrensfehler ersichtlich waren. Am 11.05.2018 wurde ein Antrag auf ein Wiederaufnahmeverfahren gestellt, die nun am 19.08.2019 durch einen Beschluss des LG Kassel verworfen wurde. Darauf hin wurde seitens des Verteidigers sofortige Beschwerde eingelegt.

    Ich bin wirklich sehr gespannt , wie sich das Ganze nun weiterentwickelt, ob man hier wirklich aufgrund der belegbaren Widersprüche noch zu einem gerechten Urteil kommt.


    https://www.doppelmord-babenhausen.de/Aktuelles.htm


    Es gibt vieles zu lesen, man bekommt hier auch wirklich einen guten Eindruck wie ausführlich eine Urteilsbegründung( alleine sie besteht aus 290 Seiten) geschrieben wird, aber im Endeffekt auch vieles nicht berücksichtigt wird und einiges das überhaupt nichts mit der Frage zutun hat, ob Andreas Darsow wirklich der Täter ist.

    Wiederaufnahmeverfahren sind nicht nur aufwendig, langwierig und mit enormen Kosten verbunden, sie sind auch schwierig durchzubringen, da sie ja an gewisse Voraussetzungen gebunden sind. Hintergrund eines Wiederaufnahmeverfahrens ist ja die Vermeidung bzw. Korrektur eines Justizirrtums.

    Es ist nur zulässig, wenn

    1. wenn eine in der Hauptverhandlung zu seinen Ungunsten als echt vorgebrachte Urkunde unecht oder verfälscht war;
    2. wenn der Zeuge oder Sachverständige sich bei einem zuungunsten des Verurteilten abgelegten Zeugnis oder abgegebenen Gutachten einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung der Eidespflicht oder einer vorsätzlichen falschen uneidlichen Aussage schuldig gemacht hat;
    3. wenn bei dem Urteil ein Richter oder Schöffe mitgewirkt hat, der sich in Beziehung auf die Sache einer strafbaren Verletzung seiner Amtspflichten schuldig gemacht hat, sofern die Verletzung nicht vom Verurteilten selbst veranlasst ist;
    4. wenn ein zivilgerichtliches Urteil, auf welches das Strafurteil gegründet ist, durch ein anderes rechtskräftig gewordenes Urteil aufgehoben ist;
    5. wenn neue Tatsachen oder Beweismittel beigebracht sind, die allein oder in Verbindung mit den früher erhobenen Beweisen die Freisprechung des Angeklagten oder in Anwendung eines milderen Strafgesetzes eine geringere Bestrafung oder eine wesentlich andere Entscheidung über eine Maßregel der Besserung und Sicherung zu begründen geeignet sind;
    6. wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Verletzung der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten oder ihrer Protokolle festgestellt hat und das Urteil auf dieser Verletzung beruht

    Mindestens einer der Gründe muss glaubhaft gemacht werden. Es herrscht grundsätzlich Anwaltszwang , nur ein Anwalt oder die STA kann einen Antrag abgeben.

    Im Adaptionsverfahren, der erste Schritt, wird die Zulässigkeit des Antrages geprüft. Ob die der gesetzliche Grund für die Wiederaufnahme sowie die Beweismittel benannt sind. Sollte der Antrag unzulässig sein, wird der Antrag durch einen Beschluss verworfen(nicht zugelassen) oder es erfolgt die Zulassung.

    Der nächste Schritt wäre dann das Probationsverfahren, dort prüft das Gericht, ob der Antrag auch begründet ist, die Wiederaufnahmetatsachen also genügende Bestätigung auf Grund einer richterlichen Beweisaufnahme (§ 369 StPO) gefunden haben. Dies ist dann der Fall, wenn aufgrund der Beweisaufnahme deren Richtigkeit hinreichend wahrscheinlich ist, voller Beweis wird nicht gefordert . Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, wird die Wiederaufnahme ohne mündliche Hauptverhandlung verworfen, anderenfalls ordnet das Gericht durch den Wiederaufnahmebeschluss die Wiederaufnahme des Verfahrens und die Erneuerung der Hauptverhandlung an, sofern es nicht den Verurteilten mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft freispricht, wenn die neuen Beweise auch ohne neue Hauptverhandlung eindeutig sind. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird der Fall neu aufgerollt und es kommt zu einer neuen Hauptverhandlung. Sie findet auch vor einem anderen Gericht als im ersten Verfahren statt. Eine neue Entscheidung kann auch nur besser ausfallen, da dann das Verbot der Schlechterstellung gilt.

    Das kann ich Dir leider nicht sagen, nicht immer wird eine Sperre für den nächsten Antrag zur vorzeitigen Entlassung angeordnet. Das kann Dir nur dein Freund mitteilen.

    Im Moment könnt ihr nicht viel machen, es gibt ja noch die Möglichkeit der 2/3 Entlassung.

    Er wird Dir sicher die Gründe mitteilen, warum es nicht geklappt hat. Er hat nun die Möglichkeit an diesen Gründen zu arbeiten.

    Sei mir nicht böse, aber die meisten AVD Beamten sind wirklich nur einfache Handwerker, da kann von höherer Qualifikation nicht die Rede sein.

    Die Insassen wissen sehr wohl wer was kann und wer nicht.

    Noch schlimmer ist aber die fehlende Lust und der respektlose Umgang mit den Insassen. Rufen Sie mal an bei ihren AVD Kollegen in der Besuchsabteilung und tun so, als ob sie Angehörige wären, dann werden sie ihr blaues Wunder erleben. Rufen Sie an und fragen in der Zentrale nach einfachen Informationen wie z.B. was darf man in welcher Menge mitbringen. Sie werden sich wundern, versprochen.

    Komisch , ich hab schon das ein oder andere mal in verschiedenen JVA's angerufen ( als Hilfestellung für Mitglieder die sich das ein oder andere mal nicht trauten selber anzurufen und für mich selber, um Informationen zu bekommen) ich habe bisher die Infos bekommen die ich wollte. Ich wurde in keinem Fall abgekanzelt mit der Information, sie sind ja selber nicht betroffen, das geht sie nix an .

    Was bitte ja das damit zutun, dass evtl. mal ein kleiner, einfacher Handwerker( der übrigends diesen Beruf auch mal erlernt hat) sich entschlossen hat nun diesen Berufsweg einzuschlagen, der ohne Qualifikation und entsprechendes Lernen auch nicht möglich ist. Kennst Du von jedem Beamten mit dem Du zutun hattest seinen beruflichen Werdegang?

    Was hat die höhrere Qualifikation mit dem Umgang von Menschen zutun? Es gibt Spezialisten auf gewissen Gebieten, die fachlich ne 1 sind auf ihrem Gebiet, mit Menschen aber nicht umgehen können.

    Vorallem, was ist mit der anderen Seite, was ist mit den Insassen die drin nicht bereit sind, den Beamten Respekt und einen normalen Umgang zu gewähren, die gibt es auch, und das nicht zu knapp.

    Na ja , mit 2,6 Promille in der Birne, wer weiss ob Helene Fischer selbst da die Töne noch getroffen hätte. Ich wär da nicht mal mehr zu eine Piep fähig8o

    Vielleicht lags auch am Text...mir fällt da spontan von Trio , Anna lass mich rein, lass mich raus , ein:boese(:

    In der Regel kommt mit dem Stellungsbefehl auch eine Liste mit , auf der aufgeführt ist was man alles mitbringen darf.

    Ansonsten , wenn ihr wisst in welche JVA er muss, dort anrufen und nachfragen, in der Regel erhält man auch die entsprechenden Info's.

    Wenn ich mich richtig erinnere lief bei euch ja bis Ende Juli die Revision, die wurde dann zurückgenommen und erst dann wurde das Urteil ja rechtskräftig. In U-haft wird ja in der Norm kein Vollzugsplan erstellt, erst in Strafhaft. Gut möglich dass sie nun seinen 1 Vollzugsplan damit meinen.