Beiträge von Gaby

    ja … aber es gibt sie. … Förderungsmaßnahmen sollten breit gefächert sein.

    ist vielleicht etwas missverständlich meinerseits, dich da zu zitieren. Im Hinterkopf hatte ich dabei die Förderungswürdigkeit der Inhaftierten allgemein.


    Nach allem was ich gelesen habe (nicht nur auf der website) waren es im Jahre 2009, neun Teilnehmer und in diesem Jahr 2018 zwanzig.


    Ich zweifel trotzdem die Erfogsquote an, weil nirgendwo genaue Teilnehmerzahlen zufinden sind.

    Bei drei oder vier Förderungsteilnehmer ist so eine Quote ruckzuck erreicht.

    ja … ich vermisse die Transparenz dazu sehr! … Initiativen für Inhaftierte sind rar und ich finde es gut, wenn die Zivilgesellschaft was unternimmt. Allerdings müssen die Ergebnisse öffentlich werden, zumal eben öffentliche Gelder auch im Spiel sind. …


    Wir können hier lange rumreden, es bleibt dennoch die Hauptfrage offen. Wie erfolgreich ist das Programm? … Wenn sich niemand meldet, der mehr wer weiß, ist das Thema für mich beendet.


    LG, Gaby

    Das leonardprojekt hat den ersten Kurs 2009 durchgeführt und präsentiert sich auf seiner Webseite ziemlich selbstbewusst. Die Kategorien "die Idee" und "das Programm" sind schlüssig, wenn man sie liest. Der Schreiber des Teilnehmertagebuch scheint begeistert von dem was in der Maßnahme passiert. Transparent wird auf der Seite nicht, welche Voraussetzungen ein Inhaftierter mitbringen muss um daran teilzunehmen aber in der Presse habe ich was dazu gefunden. Dort gibt es auch ne andere Zahl die Rückfallquote betreffend. In der badischen Zeitung von

    Mi, 30. November 2016 steht in einem Artikel bzw. Interview mit der Leiterin des Projekts:


    Der Erfolg: Während die Rückfallquote sonst bei 46 Prozent liegt, sind es bei den Kursabsolventen nur noch zwölf Prozent. "60 Prozent unserer Schüler finden innerhalb von 27 Tagen einen Job oder fangen an zu studieren", sagt Maren Jopen. "29 Prozent machen sich selbstständig." Trotz des messbaren Erfolgs gebe es ein solches Programm bislang nur in Bayern, bedauert Jopen.


    Transparent wird nicht wie das wirklich aussieht seit dem ersten Kurs, keine Veröffentlichung der Teilnehmerzahlen und keine über die Jahre angelegte Statistik, trotz Universitätsbeteiligung. … Finde ich schade und etwas selbstsam.


    Desweiteren frage ich mich, was Langzeitinhaftierte die noch 4 oder 5 Jahre vor der Brust haben, von einem solchen Businessplan-Workshop nach der Entlassung noch im Kopf haben.

    da habe was anderes gelesen als du. Chris. Die Teilnehmer werden 6 Monate vor Entlassung und 6 Monate in Freiheit betreut. ich weiß allerdings nicht mehr wo auf der Seite. … Alles andere wäre auch total unsinnig. …



    Ganz ehrlich, wer einmal im Knast gesessen hat und sich von den Inhaftierten ein Bild gemacht hat, weiß das es nur sehr wenige intelligente Inhaftierte dort gibt

    ja … aber es gibt sie. … Förderungsmaßnahmen sollten breit gefächert sein.

    Wie kann man denn Teilnehmer bei diesem Programm werden?

    Das habe ich mich auch gefragt. … Etwas Aufschluss darauf gibt eine Anmerkung in den Tagebucheinträge des aktuellen Kurses. Dort heisst es, "In den nächsten Wochen werden wir (die Teilnehmer) in unsere Stammanstalten verbracht. … Das Projekt bezieht sich auf Bayern. Anscheinend kommen die Teilnehmer aus verschiedenen Anstalten und die Maßnahme findet in Stadelheim statt.

    Generell finde ich, dass Qualifizierung und Weiterbildung eine gute Sache sind um die Zeit im Vollzug zu nutzen!!

    Ja da stimme ich dir absolut zu! Das Leonardprojekt setzt, wenn ich es richtig gelesen habe, 6 Monate vor Entlassung an und betreut noch 6 Monate in Freiheit. Ich finde es sollte mehr Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote in den Haftanstalten bundesweit geben, die in ihrer Konzeption ruhig schon früher Anwendung finden.

    mich stört ein wenig, wie oft ich auf der HP sowas wie "Spenden Sie jetzt" gelesen habe!!!

    es fragt sich naturlich wie diese eingesetzt werden? Ich denke mal für die Referenten/innen und Kursleiter/innen. … Da die Teilnehmer zusammengezogen werden gehen sie "auf Schub". … Was das Programm die Justiz das kostet, weiß man nicht.

    Auf der webseite findet man keine Auswertung zum Erfolg des Projekts. Welche Nachhaltigkeit es tatsächlich hat. … Vielleicht meldet sich noch jemand, der mehr darüber weiß.


    LG, Gaby

    Hallo liebe Comunity,


    ich habe mir die webseite des Leonard Projekts angeschaut.


    https://www.leonhard.eu/


    ist hier vielleicht jemand der Erfahrungen mit Projekt gemacht hat, oder jemanden kennt der daran teilgenommen hat? … Würde mich freuen wenn jemand davon berichten könnte!


    LG, Gaby

    Wieso ist er denn so enttäuscht darüber?

    Wenn 2/3 festgeschrieben worden wäre, hatten seine Lockerungen nach seinen Prüfungen im Sommer 2016 begonnen!


    Der Vollzugsplan ist auch für die Strafvollstreckungskammer hinsichtlich 2/3-Entscheidung in keinster Weise bindend.

    In der Regel ist es ja doch so, dass die Kammer sich in ihren Entscheidungen auf die JVA bezieht.


    LG, Gaby

    Wie angekündigt hat die zweite VPK Anfang Dezember stattgefunden. Zu einem Gespräch mit mir und der Sozialarbeiterin kam es im Vorfeld nicht. Diese Tatsache war eigentlich der Hinweis darauf, dass sich nichts ändern wird. … Aber wie es nun mal ist, man macht sich einfach immer wieder Hoffnungen auch wenn es keinen Grund dafür gibt.
    Im Klartext : Es bleibt alles beim Alten! Weiterhin Gesprächstherapie, freiwilliges UK-Program (seit mehr als 40 Wochen) und selbstverständlich die Ausbildung. Was die JVA sonst noch an Behandlung zu bieten hat, hat er bereits hinter sich.
    Mein Sohn ist sehr enttäuscht. Hatte er sich doch erhofft, dass 2/3 festgeschrieben werden. Der Vollzugsplan soll März/April fortgeschrieben werden.
    Der TAL verlässt das Haus zum Jahresende. … Ein neuer Mann kommt. … Wir warten jetzt wieder auf das Protokoll und schaun ob dort schwarz auf weiß steht, dass im März/April fortgeschrieben wird!


    LG, Gaby

    Lieber Chris,
    zwei meiner Familien Mitglieder leidenauch an COPD und ich kann in etwa nachvollziehen was du mitmachst. Es freut mich zu hören, dass du die erste Op gut überstanden hastund hoffe alles was noch vor dir liegt, wird ebenso positivverlaufen. Danke möchte ich sagen für deine Offenheit mit der duuns in Kenntnis setzt! Ans Herz legen möchte ich dir, dass du dichwirklich schonst!
    Fühl dich in Gedanken umarmt.
    LG, Gaby

    Hallo Madleen,


    drei Stunden im Monat ist super! In Tegel gibt es nur zwei Stunden! Da habt ihr Glück. Ob eine JVA gut oder schlecht ist, kann man pauschal nicht sagen, denke ich. … Natürlich hat jede JVA einen "Ruf". Ich glaube letztendlich kommt es sehr auf den Inhaftierten an, wie er durch den Gefängnisalltag durchkommt und wie er psychisch aufgestellt ist. … Mit Tiefs und Hochs müssen wir Angehörige halt umgehen.
    Wünsche dir Kraft und Ausdauer!
    LG, Gaby

    Gestern habe ich Auskunft über die VPK Papiere, die meinem SOhn vorliegen bekommen. Wie erhofft sind es das VPK - Protokoll und der dokumentierte Behandlungsplan. Wie es scheint wird alles was das Vollstreckungsgesetz vorschreibt eingehalten!
    Außerdem erfuhr ich, dass nach einem Termin für ein Treffen mit der Sozialarbeiterin und mir gesucht wird, der noch vor der VPK im Dez. liegt. ..... Was das nun wieder bedeutet ..... Termin wird gesucht ..... Es könnte bedeuten, dass dieser Termin gefunden wird, wenn das "Behandlungprogramm weiterhin zur Zufriedenheit, also mit negativen UK's usw. verläuft und dann gibt's den Termin ganz kurzfristig. .... Oder es bedeutet, dass es tatsächlich aus personellen Gründen schwierig ist einen Termin zu finden. ...... Wie auch immer Es ist nicht leicht die Sprache des Vollzugs zu verstehen und es beeinflusst mein Denken.
    Weiterhin habe ich erfahren, dass der Brief den ich in 2014 per EInschreiben mit Unterschrift an den AL geschickt habe, in die Akte meines SOhnes eingegangen ist. Jeder der sie einsieht, kann ihn lesen und weiß dieser Häftling hat draußen jemanden, der verfolgt was drinnen geschieht!


    In diesem Sinne LG und allen weiterhin viel Geduld,
    Gaby


    Ach ja und bitte, wer Erfahrung hat mit Sozialarbeitergesprächen bitte melden ..... Entweder gleich hier oder als pn oder auch in einem neuen thread!

    Danke Chris,
    ich bin den links gefolgt und habe alles in Ruhe gelesen. Ich habe mich immer wieder gefragt warum es so lange gedauert hat bis überhaupt endlich eine VPK stattgefunden hat und mein Sohn hat mich schmerzlich daran erinnert, dass er eine lange Haftzeit hat und die JVA sich generell Zeit lässt, in seinem Fall mit dem Vollzugsplan.
    Jedenfalls verstehe ich jetzt wieder ein bisschen mehr, bzw. verstehe ich die feinen Unterschiede besser. Dementsprechend werfen sich mir neue Fragen auf. Vordringlich möchte ich herausfinden was meinem Sohn jetzt genau vorliegt … ob es sich dabei um das Protokoll der ersten Vollzugsplankonferenz handelt und/oder der Behandlungsplan in dem die Behandlungsergebnisse dokumentiert sind. Spekulativ denke ich, es wird ihm beides vorliegen.
    Damit rückt die nächste VPK im Dezember, zumindest ist es so mündlich mitgeteilt worden, in den Mittelpunkt. …. Das angestrebte Ziel meines Sohnes und somit Plan A ist, dass bei dieser VPK die Behandlung terminiert also festgeschrieben wird. Im Januar wechselt der Leiter seines Hauses woanders hin. Mein Sohn sieht die Gefahr, dass der neue Anstaltsleiter alles was sein Vorgänger gemacht hat über den Haufen wirft. Deshalb arbeitet er eng mit den für ihn zuständigen Personen zusammen.
    Sollte es auch welchen Gründen auch immer, keine weitere VPK in diesem Jahr mehr geben, ist sein Plan B, eine Verlegung. Er würde seinem Anstaltsleiter hinterher ziehen … seine Sozialarbeiterin würde ihn dabei unterstützen … hat er bereits mit ihr besprochen … .
    Plan C wären Rechtsmittel anzuwenden, sicherlich nicht soweit gehend wie RA Heischel und sein Mandant sie durchgefochten haben. Ich hoffe jedoch sehr, dass es soweit nicht kommt!


    LG, Gaby

    So, jetzt endlich liegt das Ergebnis der ersten VPK auch schriftlich vor! Die haben sich damit wirklich Zeit gelassen. Also meinem Sohn und mir wieder Zeit gegeben sich "nen Kopf" zu machen bzw. sich wieder zu ängstigen und zu zweifeln. So ist das eben mit der Haft …!
    Aber es hat auch wieder sein Gutes. Denn schließlich wurden die negativ Ergebnisse der Urinkontrollen mit aufgenommen.!!!
    Ick freue mir! :) :):)


    LG, Gaby