Beiträge von Kajada

    Hallo Saussewind.


    Ich versuche mal deine Fragen zu beantworten.


    Zu 1. Bis ein Haftbefehl ergeht wird es nicht all zulange dauern. Ich schätze mal das man maximal eine Woche auf dich wartet, bevor man dich suchen lässt. Wenn man als Erstverbüßer, mit einer Strafe von unter 2 Jahren, die Haft nicht selbst antritt, ist dass nicht sonderlich clever. Du verbaust dir damit einiges im Vollzug. Es wird deutlich länger dauern oder gar nicht soweit kommen, dass du in den Genuss von Lockerungen oder offenen Vollzug kommst.


    Zu 2. Wenn Haftaufschub abgelehnt wurde, bleibt nur die Beschwerde. Bis diese bearbeitet wird, kann es jedoch Monate dauern. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung. Die Haft muss trotzdem angetreten werden. Ich weiß ja nicht wie du den Aufschub begründet hast, aber ohne vernünftige, mit Nachweisen versehene, Begründung sieht es meist schlecht aus.


    Zu3. Kann ich dir nichts sagen. Eventuell findet sich jemand, mit Erfahrungen in oder mit der JVA Ulm.


    LG Kaja

    Hallo Yvonne das kann tatsächlich so lange dauern.


    Mein Partner hatte seine Ladung zum Haftantritt und das geschriebene Urteil kam Wochen später, als er bereits in Haft war.


    Ihr könntet sicher bei der STA anrufen, allerdings muss man vor Weihnachten auch keine schlafenden Hunde wecken. 😉

    sorry dachte dafür ist hier dieser Forum... nur weil man halt mehr als 1 mal fragt muss man nicht direkt so kommen! Wegen paar Wochen? Das wäre echt schön glaube du hast da was falsch verstanden

    Ich glaube du hast mich falsch verstanden, aber das bin ich gewohnt von dir. Anny, man bekommt nicht immer die Antwort die man sich wünscht.


    Ich würde mir wünschen, daß du die Antworten richtig verstehst und du verstehst das es jeder hier nur gut meint. LG Kaja

    Anny, ich kann das ja alles verstehen, aber du siehst doch selbst dass die Aussagen sich wiederholen. Niemand kann dir sagen was passiert, ihr könnt nur abwarten. Ich kenne nur Themen von dir in denen es um vorzeitige Entlassung geht und jeder hat versucht dir zu helfen. Aber Hellseher ist hier nun mal niemand.


    Es gibt sicher auch Blitzentlassungen, wenn sich kurzfristig noch was tut, aber das ist nicht so häufig.

    Freunde dich mit dem Gedanken an, dass es nicht klappt. Alles andere ist dann ne Überraschung.

    Und, nur meine Meinung, wegen den paar Wochen ist Endstrafe besser. Keine Bewährung, weniger Stress.

    Hallo Anny, wurde ihm denn gesagt das es eine Anhörung gibt?

    Wie auch immer, 2/3 wäre am Samstag, das wird nur mit viel Glück noch.


    Von einem Termin zur Anhörung wüsste er schon, auch wenn diese kurzfristig stattfinden würde.


    Sollte bis Freitag kein Beschluß da sein, wirds eher nichts. Die Möglichkeit auf Entlassung zur Reststrafe besteht jedoch.

    Hallo Anna, der Vollzugsplan dient in erster Linie ihm und der JVA zur Übersicht. Dieser wird ja auch in regelmäßigen Abständen erneuert. Je nach Vollzugsverlauf.


    Sicher hängt der der Akte an, aber ist kein Maßstab für eine Entscheidung.

    Man hat dort notiert das 2/3 befürwortet werden, nicht mehr.

    LG Kaja

    So in der Reihenfolge, wie ich es jetzt genannt habe viel auch die Gewichtung - sprich Präferenz der Richterin bei der Beurteilung aus. Alles wird herangezogen, aber die Beurteilung der Sozialarbeiterin war hauptsächlich ausschlaggebend für die Entscheidung.

    Das ist vermutlich bei jedem anders. Ich hatte genau 2 mal, in etwas mehr als 7 Monaten, Kontakt zu jeweils zwei verschiedenen Sozialarbeiterinnen. Diese wären beide nicht in der Lage gewesen, auch nur eine ansatzweise vernünftige Beurteilung zu schreiben. Entsprechend kann dann diese Beurteilung nur nebensächlich sein, vor der Strafvolldtreckungskammer.


    LG Kaja

    Verstehe, danke.

    Naja, dann hoffe ich mal, dass wir bald was hören werden.

    Wie weit im Vorraus liegt denn üblicherweise die Anhörung?

    Wenn der 2/3 Termin Ende Dezember ist, liegt alles noch im Rahmen. Sorgen müsst ihr euch nur machen, wenn die Anhörung ein paar Tage vor Termin erst statt findet. Durch die bevorstehende Weihnachtszeit, wird es viel Arbeit geben in den JVAs, STAs und Gerichten.


    Wird schon alles gut ausgehen. 😊


    LG Kaja

    Kajada, du hast geschrieben, dass je länger ein Termin auf sich warten lässt, desto geringer sind die Chancen. Was meinst du damit? Die Chancen, dass es überhaupt eine Anhörung gibt oder dass es noch "rechtzeitig" klappt.


    Jetzt hab ich oben gelesen, dass der Abteilungsleiter die Stellungnahme geschrieben hat. Ist das eher üblich als die Sozialarbeiter/innen? Oder gibt es auch mehrere Stellungnahmen der JVA?

    Hallo, ich erkläre es mal anders. Während meiner Haftzeit gab es bei der einen oder anderen eine Anhörung. Bei einigen war der Anhörungstermin ein paar Tage vor dem 2/3 Termin. Bei diesen kurzfrigen Anhörungen wurde 2/3 immer abgelehnt. Bei denen die einen zeitnahen Termin hatten, immer genehmigt.


    Ich zum Beispiel habe 2/3 ohne Anhörung genehmigt bekommen. Es muss also nicht immer eine Anhörung geben. Aber je später diese stattfindet, um so weniger besteht die Chance auf 2/3 gehen zu können.


    In der JVA gibt's eine Stellungnahme von den jeweiligen Beamten (muss nicht der Abteilungsleiter sein) und dem Sozialarbeiter.


    LG Kaja

    Hallo Anna, ich versuche es mal.


    Unklarheiten :


    2/3 ist der frühste mögliche Entlassungstermin, da wohl 1/2 Strafe nicht in Frage kam. 2/3 hat auch immer ein Datum. In den meisten Fällen wird auch zu diesem Datum entlassen, positiver Beschluss voraus gesetzt. Es gibt also weder ein frühes, noch ein spätes 2/3.

    Micha hat einen Reststrafenantrag gestellt und keinen auf 2/3. Er wird auf Reststrafe zum 2/3 Termin entlassen. Seine Spekulation war, das er vor 2/3 raus kommt.

    Anhörungen gibt es immer, wenn gerade jetzt viele vor einer vorzeitigen Entlassung stehen, dann ist das eben so. Das kann man nicht steuern. Du schreibst es selber, es gibt die Möglichkeit auf Weihnachtsamnestie.


    Ungereimtheiten :


    Der Antrag muss, egal wie über die Staatsanwaltschaft laufen, da diese Stellung nehmen muss. Das ganze dauert tatsächlich. Das hat niemand extra langsam gemacht. Ohne die Stellungnahme der STA gibt es auch keinen Beschluß. Egal ob der Antrag da nun angekommen ist oder nicht. Nicht jeder 2/3 Antrag wird mit einer Anhörung gekrönt. Je länger ein Termin auf sich warten lässt, um so mehr sinken die Chancen. Gleich Null sind sie nicht. Wenn es Verfehlungen mit unerlaubten Gegenständen (Handys) gab, wird das ein Richter nicht für gut befinden. Einfache Regeln im Knast werden nicht eingehalten, warum sollte man ihn dann auf Bewährung gehen lassen? Man würde ihn ja im Glauben der Straffreiheit entlassen. Wer sich im Knast nicht an Regeln halten kann, vermittelt nicht den Eindruck, dies draußen zu können.


    Der Vollzugsplan ist kein Teil des 2/3 Verfahrens.

    Fazit, abwarten. Denn nicht mehr bleibt ihm und dir übrig. Ich werdet egal wie die Justiz nicht beschleunigen.


    LG Kaja

    Lilly solange es keine Diagnose gibt, ist die Möglichkeit einer Therapie gleich Null. Spielsucht wird nicht wirklich ernst genommen im Knast. Damit kann er weder sich, noch anderen schaden da drin. Deshalb ist diese Form der Sucht im Knast nicht relevant.


    Neben dem Sozialarbeiter, sollte er unbedingt den Psychologen kontaktieren. Ihm sollte er sein Problem schildern. Wenn er sich wirklich helfen lassen will, geht's nicht ohne psychologische Hilfe.


    LG Kaja

    Hallo Lilly, eine Therapie wegen Spielsucht in Haft wird nicht einfach zu realisieren sein. Vermutlich geht es eher so aus, dass die Therapie nach der Haft gemacht werden kann. Es gibt ihm Knast leider nicht soviele Möglichkeiten. Er kann Kontakt zur Suchtberatung aufnehmen, ob die wirklich helfen können muss er abwarten. Kontakt zum Psychologen sollte er auch suchen.


    Ist Spielsucht denn bei ihm diagnostiziert? Da scheitert es nämlich meist schon.

    Klar ist aber, dass er auf Grund seiner Sucht nicht von der Strafe verschont wird.

    LG Kaja

    Ich muss kurz was vorweg nehmen. Deine Beiträge zu beantworten ist echt schwierig. Ich muss das meiste mehrfach lesen, um zu verstehen was du vermitteln möchtest. Punkt und Komma wäre wirklich toll.


    Nun zu deinem Problem.

    Eine Bewährungshilfe kann, grundsätzlich, dem Gericht gegenüber nur Empfehlungen aussprechen. Weder der Richter, noch die STA müssen diesen Empfehlungen folgen. Selbst wenn sie das gut erklären konnte, sie entscheidet nicht.


    Ich verstehe nicht so ganz, wie eine Therapie freiwillig ist, wenn man eine Haftstrafe zu verbüssen hat.


    Entweder man ist im Knast und darf ne Therapie, statt Strafe machen, das ist sicher nicht nur freiwillig, oder man ist raus aus dem Knast, auf Bewährung und macht eine Therapie.


    Er war wohl im Knast und dann muss man bei Abbruch auch wieder in den Knast. Dazu hat er ganz sicher eine Ladung bekommen. Dieser Ladung ist er nicht gefolgt und wurde dann per Haftbefehl gesucht. Da ist es auch völlig egal, ob die alle wissen wo er sich aufhält, oder die Bewährungshilfe etwas geschrieben hat, er ist nicht freiwillig in den Knast. Dann holt man ihn eben ab.

    Den Fehler hat letztlich er gemacht. Nicht die Bewährungshilfe, das Gericht oder die STA. Er hatte ja seine Chance und hat sie nicht genutzt.


    Wie das Gesuch, was er nun gestellt hat, ausgeht, muss er abwarten. Die Voraussetzungen sind durch die Verhaftung nicht besser geworden.

    Wenn ich das hier richtig verstanden habe, handelt es sich um einen Reststrafenantrag.


    Wenn ihr diesen erst jetzt gestellt habt, wird das vor Weihnachten ganz sicher nichts.


    Dazu müssen alle Beteiligten erst einmal eine Stellungnahme abgeben und dann schaut sich das ein Richter an. Das kann dauern. Bei 1/2 oder 2/3 Anträgen kann man von 3 Monaten ausgehen. Anträge auf Erlass der Reststrafe haben meist eine längere Bearbeitungsdauer. Schon allein deswegen, weil es weder einen konkreten Zeitrahmen, noch ein konkretes Datum gibt, an dem der Inhaftierte entlassen werden müsste. Theoretisch ist eine Entlassung nach Reststrafenantrag auch 2 Tage vor Endstrafe möglich.

    PS. Als Therapieabbrecher hat man auch nicht zwangsläufig die besten Chancen.


    LG Kaja

    Hallo Cherry, zunächst einmal sollte man sich vor Augen halten, dass der Sozialarbeiter in der JVA vordergründig für die Inhaftierten und nicht für die Angehörigen da ist. Wenn sich Sozialarbeiter bereit erklären den Angehörigen ebenso zur Seite zu stehen, dann ist das guter Wille.

    In den meisten JVAs muss ein Sozialarbeiter mehr als 100 Insassen betreuen. Das ist schon nicht zuschaffen. Wenn dann mal nichts kommt vom Sozialarbeiter, obgleich es eine Zusage gab, muss man das so hinnehmen.


    Siehe es mal so, dass, sie sich mit dir ansich gar nicht auseinander setzen müssen, es aber trotzdem versuchen noch irgendwie unter zu bekommen. . Hab Geduld, irgendwann kommt das erwartete Feedback.


    LG Kaja

    Hallo Jela, du hast einen theoretischen Anspruch auf Sozialleistungen in Deutschland, auch als Schweizerin. Voraussetzung ist das du länger als 3 Monate hier bist und arbeitswilli/arbeitssuchend. Das Ganze nennt sich Hartz IV und muss im zuständigen Jobcenter beantragt werden. Diese Leistungen gibt es auch ergänzend, sofern der Verdienst nicht ausreicht. Ob du tatsächlich Anspruch hast wirst du im Jobcenter klären müssen. LG Kaja

    All das was ein Richter sagt, muss auch niedergeschrieben werden. Ergo steht alles in der Akte. Ein anderer Richter würde entsprechend der Akte entscheiden. LG Kaja

    Es ist schön zu lesen das mal jemand positive Erfahrungen teilt, als Angehörige. Allzu oft wird das ganze ja nur negativ geschildert. Du hast es richtig gesagt. Ist man freundlich, sind auch die Beamten freundlich. LG Kaja