Beiträge von Lasker

    Hallo Power,

    die Besuchserlaubnis ist personengebunden und nicht von der Anstalt abhängig, deswegen ist sie rechtlich auch dort gültig. Aber, jetzt kommt der Haken, bei der Erstellung einer Besuchserlaubnis erhält die JVA automatisch eine E-Mail als Kopie und diese hat natürlich die JVA Willich dann nicht ( glaube nicht, dass das von Amtswegen weiter geleitet wird). Deswegen rufe lieber, bevor Du los fährst, bei der JVA an und erkundige Dich, ob sie die Besuchserlaubnis auch dort akzeptieren. LG Lasker

    Auch für diesen Mittwoch in der zweiten Adventswoche lade ich ab 19:30 Uhr zum Chat ein. Ich würde mich, wenn der ein oder andere Neue auch vorbei schauen würde. Herzlich Willkommen in unserer Runde. Fürchtet Euch nicht, es weihnachtet sehr. Natürlich kann man jederzeit in den Chat, aber Mittwoch ist garantiert jemand da. LG Lasker

    Hallo Christian,

    der Richter macht jetzt einen Beschluss, der per Fax an die StA geht. Diese hat dann eine Woche Zeit dagegen sofortige Beschwerde einzulegen. Auch wenn die StA sich gegen eine Entlassung ausgesprochen hat, heißt das nicht unbedingt das sie dagegen rechtlich vorgehen wird. Dies mach sie nur, wenn sie einen Rechtsfehler sieht und das ist in den meisten Fällen nicht der Fall.

    Ja, auch für den kommenden Mittwoch, dem 05.06.2018,( einen Tag vor Nikolaus) lade ich ab 19:30 in den Chat ein. Thema: Let`s talk about the Weihnachtszeit, wie empfindet ihr das?, also für mich derzeit sehr stressig. Ich würde mich freuen, wenn einige rein schauen würden, auch die, die noch nicht da waren. Man kann jederzeit in den Chat, aber Mittwochs sind garantiert Leute da. LG Lasker.

    Hallo Balea,

    das bedeutet, dass eine andere Strafvollstreckungskammer nunmehr zuständig ist und eine Abgabe dorthin erfolgte. Es kann sich um einen Strafrest handeln oder um Führungsaufsicht.

    Hallo TS,

    ich glaube Du rechnest falsch. Du darfst die 5 Monate U-Haft nicht abziehen, sondern musst mit denen rechnen. 2/3 von 33 Monate sind 22 Monate abzüglich der 5 sind es 17 Monate ab Strafantritt, 1/2-Strafe sind 16 1/2 Monate abzüglich der 5 Monate heißt 11 1/2 Monate ab Strafantritt.

    Von Amts wegen wird nur der 2/3-Zeitpunkt geprüft. Halbstrafe muss er einen Antrag stellen. 3 Monate vor dem Termin ist o.K. Von der Weihnachtsamnestie kann er nur profitieren, wenn der voraussichtliche Entlassungstermin zwischen dm 13.11. und dem 06.01. liegt. Das erste Datum ändert sich jedes Jahr um ein paar Tage, die Frist endet immer an den Heiligen Drei Königen. Bei der Vollzugskonferenz wird auch über Lockerungen entschieden. Diese sind namentlich begleiteter Ausgang, unbegleiteter, Wochenendbeurlaubungen, offener Vollzug usw. Manchmal macht man das stufenweise, bei pflegeleichten Häftlingen kann man auch schon darauf verzichten und gleich offener Vollzug. In Rheinland-Pfalz derzeit schwierig.

    Hallo Frau Mayer,

    dann kann das ganze Jahr widerrufen werden und nicht nur zwei Monate. Geregelt ist das Ganze in den §§ 56 f und g StGB. In § 56g Abs. 1 heißt es einfach, dass nach Ablauf der Bewährungszeit die Strafe erlassen wird. Das Gesetz bestimmt keine zeitliche Frist bis wann der Erlass erfolgen soll. Einig ist man sich darüber, dass dies relativ zeitnah erfolgen soll. Wenn ich also, wie bei Frau Mayer eine Straftat habe, die erst zwei Monate vor Ablauf der Bewährungsfrist geschehen ist, kann bis zu deren Ablauf keine rechtskräftige Entscheidung ergehen. Das Gericht muss dann einen Hinweis erteilen, dass über den Erlass noch nicht entschieden werden kann, weil es noch ein offenes Verfahren xy gibt. Erteilt es diesen Hinweis, kann der Widerruf auch 2-3 Jahre nach Ablauf der Bewährungszeit noch erfolgen. Erfolgt dieser Hinweis nicht, ist ein Widerruf evtl. nicht mehr möglich. So sagt zumindest unser OLG, ich weiß nicht, ob das überall so ist.

    Fraggle hat natürlich auch Recht. Auch eine bereits erlassene Strafe kann noch widerrufen werden, allerdings nur binnen eines Jahres nach Ablauf der Bewährung. Den Fall hat man etwa dann, wenn das Gericht beim Erlass nichts von einem neuen Verfahren weiß, was häufig dann der Fall ist, wenn es sich um einen anderen Gerichtsbezirk handelt.

    Family,

    mache Dir keine allzu großen Hoffnungen. Drei Monate sind für die Justiz nichts. Gehe davon aus, dass der Widerruf noch kommen wird, dann kannst Du nicht enttäuscht werden. Ich könnte Dir natürlich erklären wie lange ein Widerruf möglich ist, aber es hilft Dir nicht weiter, weil es dabei um Jahre und nicht um Monate geht und dies auch nicht von dem Zeitpunkt der Inhaftierung, sondern vom Ablauf der Bewährungsfrist abhängt.

    Zum letzten Mal vor der Adventszeit lade ich auch für den kommenden Mittwoch ab 19:30 Uhr in den Chat ein. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele rein schauen, gerne auch die, die neu dabei sind. Man kann jederzeit in den Chat, aber Mittwochs sind garantiert User da. LG Lasker

    Hallo Mandy,

    sei gegrüßt. Nein, der Antrag wird genehmigt, weil er die entsprechende Lockerungsstufe nicht hat.

    Es war wirklich dumm, dass er sich nicht selbst gestellt. Als Selbststeller und Erstverbüßer ( der Jugendarrest zählt nicht) hätte er damit größere Chancen gehabt bald in den offenen Vollzug zu kommen. Jetzt muss erstmal Vertrauen aufbauen und das braucht Zeit. 2/3 und Halbstrafe sind ihm dadurch natürlich nicht verwehrt. Es kommt auf seine Sozialprognose an und da ist es natürlich hilfreich, wenn er seit mehr als einem Jahr nichts mehr angestellt hat.

    Er durchläuft jetzt in den ersten etwas acht Wochen das Diagnoseverfahren und daraufhin wird ein Vollzugsplan erstellt. Es wird also festgestellt, wo ist Handlungsbedarf ( Schule, Ausbildung, Suchtproblematik, Aggressionsverhalten etc) und was soll er tun, damit er das Ziel der Resozialisierung fördert.

    Ja, Birgit,

    die Trennung wird nur in der U-Haft gemacht, damit sich die Angeklagten nicht vor oder während der Hauptverhandlung absprechen können. Wenn das Verfahren durch Urteil beendet ist, fällt dieser Grund weg. Natürlich kann es dann andere Gründe geben die Beteiligten zu trennen, insbesondere wenn sie sie sich nicht mehr gut verstehen und mit körperlichen Übergriffen zu rechnen ist. Wenn dem so ist, sollte dein Sohn dies den Beamten mitteilen, am Besten sogar schriftlich. Natürlich kann dies auch ein Rechtsanwalt machen.

    Hallo Birgit,

    sei gegrüßt. Die Voraussetzungen für den offenen Vollzug sind die Erwartung, dass er sich dem nicht entzieht ( Fluchtgefahr) und auch keine neuen Straftaten begeht ( Wiederholungsgefahr). 28% aller Plätze in NRW sind offener Vollzug, das ist bundesweit Spitze, aber was Du da über die ungefähre Haftdauer schreibst, lässt mich zweifeln, ob er das sofort bekommt. LG Lasker