Beiträge von Fraggle

    Ja, daran kann's liegen.


    Wenn er sich keine borgen kann musste er natürlich Deine ersten Briefe mit Marken abwarten. Aber diese Woche kommt ganz sicher einer von ihm bei Dir an 👍🏼

    Doch, schreiben ging von Anfang an.

    Allerdings dauerten seine Briefe ein klein wenig länger, ich nehm an die werden Anfangs genauer gelesen.


    Kleiner Tipp,

    falls Du Unterhemden mitschicken darfst oder TShirts, schlaf in einem davon ein, zwei Nächte, bevor Du es einpackst. Dann hat er nicht nur ein Stück Zuhause sondern auch ein Stück von Dir.

    Muffin, zum Thema Socken zum Geburtstag ... genau das bekam mein Mann gerade auch von mir. Ein Wäsche Paket. Weil sonst nix geht.


    Man kann das aber nicht mit unserem Maßstab messen. Denn es ist nicht nur Wäsche.

    Es ist etwas liebevoll ausgesuchtes, frisch gewaschenes das nach Zuhause duftet. Und es ist fast luxuriös für ihn nicht die olle Anstaltsunterwäsche tragen zu müssen. Es ist ein klein wenig Individualität.

    Von daher eins der besten Geschenke ever.


    Telefonieren dauerte bei uns 5 Wochen.

    Solange er im Zugang war konnte er keinen Antrag auf Telefonerlaubnis stellen. Und dort war er zwei, knapp drei Wochen.

    Dann musste der Antrag genehmigt, meine Zustimmung eingeholt, meine Nummer überprüft und die Telefonkarte freigeschaltet werden.


    Bis ich ihn besuchen konnte dauerte sogar 9 Wochen.


    Weshalb es auf dem Zugang nicht geht weiß ich nicht. Aber es ist so. Und man lernt Dinge hinzunehmen. Muss man auch denn ändern kann man nix dran.

    Nin, wenn Du es kannst überweise direkt. Online geht das ja von einem Tag auf den andern.


    Der 3.8. ist erst in zwei Wochen, das kann durchaus noch klappen. Bei uns würde es das.

    Und ohne Einkauf dazusitzen wär für Deinen Mann tatsächlich mehr als blöde, von daher würd ich's auf jeden Fall versuchen.


    Wegen der Höhe der Summe würd ich in der JVA anrufen. Die sagen Dir dann auch welcher Verwendungszweck und welche sonstigen Daten da drauf stehen müssen.

    Eine (vielleicht) blöde Frage,


    warum macht er nicht einfach 8 Stunden täglich oder zB auch jede zweite Woche Samstag und Sonntag (da wird ja in nem Seniorenheim auch gearbeitet).

    Dann wäre es gut zu schaffen und er hätte sogar noch bissel Spielraum, falls er nochmal krank wird (man steckt ja nie drin).

    Phew Honeymaus ... wie sieht er das eigentlich alles?


    Du machst, meinem Empfinden nach, da gerade arg Druck.

    Suchst ihm Therapieplätze, sagst ihm was er beantragen soll ect pp. ... fast so als ignorierst Du das er nun im geschlossenen Vollzug ist.


    Klar kann er (nicht ihr) Anträge stellen. Aber sinnlose Anträge bringen halt nix.


    Begleiteter Ausgang wegen was?

    Und weshalb soll er genau jetzt Hafturlaub beantragen, im GV verbringt er den auf Zelle.


    Du hast irgendwie noch nicht akzeptiert das der OV vorbei ist.

    Ja, klar, die würd ich mir auch machen.

    Genauso sehr würd ich mich aber ärgern über ihn. Da hat er mit dem OV schon sowas wie nen 6er im Lotto und dann ...


    Das echt dumme ist das da eben keiner sagt "Schwamm drüber". Das wissen unsere Angehörigen drinnen aber auch.


    Ich kann mir vorstellen das es Dir gerade sehr schwer fällt zu akzeptieren das sich die Zukunftsperspektive nun erstmal mächtig verschlechtert hat. Und euch quasi um Jahre zurück wirft.

    Mein Mann hat damals den 35er versemmelt. Er hätte nur noch 7 schlappe Wochen vor sich gehabt, in einer sehr lockeren Therapieeinrichtung. als ich ihn kennenlernte. Und danach Freiheit plus Bewährung.

    Stattdessen wurden dann 40 Monate GV daraus.

    Ich dachte auch ne ganze Weile "das kann doch wohl nicht sein". Es ist aber leider so.


    Es braucht ewig bis man nah dran ist, das vorzeitige Ende greifbar wird - und nur einen unbedachten Moment ums wieder in weite Ferne zu kicken.


    Man kann toben, heulen, jammern, hadern ... aber letztlich muss mans akzeptieren und hinnehmen. So isses, leider.

    Ich verstehe das Du die ganze Sache aus einem anderen Blickwinkel siehst. Mit den Augen und eben dem Herzen der Frau die ihn liebt, die ihn gerne wieder öfter und zwangloser bei sich hätte und die ihm immer wieder eine neue Chance gibt wenn er eine versemmelt hat. Die sogar Rechtfertigungen für ihn findet.

    Nachvollziehbar das man als Partnerin, die an ihren Mann glaubt, so denkt.


    Die Justiz sieht das Ganze aber neutral, ohne den verklärten Blick.

    Da zählen nur harte Fakten. Er hat versagt (ein schreckliches Wort), der Versuch ist gescheitert.

    Ihn unter den selben Voraussetzungen wieder dort hin zu lassen, ich glaub das kann gar keiner befürworten. Wie auch, es wäre die selbe Ausgangssituation.

    Demzufolge muss er erst was verändern und dann gibt's, vielleicht, die neue Chance.


    Stichwort Chance, ... versuch es doch mal von der Seite aus anzugucken.

    Nicht nur "was ist negativ daran" sondern auch das positive, für ihn.

    Du hattest geschrieben das er im OV überfordert war und der Diebstahl sein Weg war wieder zu Struktur (im GV?) zu finden.

    Selbst als Partnerin die ihm alles Verständnis der Welt entgegen bringt muss Dir aber doch auffallen das sein Muster, seine "Lösung" für diese Überforderung keine gesunde, "normale" war.


    Er hätte reden können. Sich Hilfe suchen.

    Und selbst wenn kein Ansprechpartner im OV greifbar gewesen ist, es gab ja auch noch Dich.

    Er konnte diese Möglichkeiten aber entweder nicht sehen oder aber nicht umsetzen. Was konsequent weitergedacht ja bedeutet das er noch nicht soweit ist im OV / selbstverantwortlichen Leben zurecht zu kommen.

    Und bevor die "Lösung" noch heftiger ausfällt als ein 50€ Diebstahl und was passiert was noch nen fetten Nachschlag einbringt ist es vielleicht ja auch sowas wie ne Sicherheit für ihn selbst nun wieder im OV zu sein.


    Das es keine Möglichkeiten gibt es drinnen zu üben ist natürlich blöd. Das man ihn aber nicht direkt nochmal draußen "üben lässt" eben auch nachvollziehbar.


    Das mit dem LZB ist vielleicht einfach eine Disziplinarmaßnahme vielleicht?



    Sei mir nicht böse aber bei mir entsteht immer mehr der Eindruck das ihr, sobald ihr ein wenig eigenverantwortlich handeln sollt, überfordert seid.


    Er kann doch nicht fast die Hälfte der Kohle die zweckgebunden! für seine!! Kleidung ausgezahlt wird für Dich ausgeben. Ich mein, das hätte euch doch klar sein müssen, das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand.


    Und sorry, er ließ sich nicht davon abhalten - ihr seid erwachsene Menschen, man redet, argumentiert vernünftig dagegen und sagt eben notfalls ganz klar NEIN.

    "Ich hatte Geburtstag und hab so lange so vieles entbehren müssen" ... mir fällt da echt nix zu ein.

    Ihr handelt wie Kinder.

    Vielleicht lässt es sich lösen wenn Du das Geld einfach an ihn zurück gibst. Oder zumindest der "Schaden" so etwas begrenzen.

    Würde ich direkt tun, unabhängig davon ob's nun verlangt wird oder nicht.


    Als Zeichen, "sorry, wir waren gedankenlos".

    Es ist immer sehr schmerzlich ein geliebtes Tier gehen lassen zu müssen.


    Ich musste vor 6 Monaten meinen Seelenhund auf ihrem letzten Weg begleiten und sie fehlt mir immer noch an jedem einzelnen Tag.


    Mein Mitgefühl, Chris.