Beiträge von Fraggle

    Huhu Mei, ....


    das klingt ... nunja, mir persönlich wär's eben zu fremdbestimmt.

    Man muss sich eh schon so vielem beugen, ich würde nicht wollen das andere bestimmen woher ich meine Torte oder meinen Blumenstrauß bekommen darf.


    Und abgesehen von dem Tag ansich, ... unsere Prinzen sind sich ja nicht so unähnliches was ihre Vergangenheit betrifft.

    Und mir(!) wäre unwohl dabei.

    Okay, ihr kennt euch schon länger, andererseits ist ja in eurer gemeinsamen Zeit doch schon einiges vorgefallen. Und Du hast ja auch Grenzen die Du wahren willst.


    Nicht falsch verstehen bitte, ich glaube ebenso an meinen Prinz wie Du an Deinen. Und daran das alles gut werden wird.

    Ich würde es mir selbst zum jetzigen Zeitpunkt dennoch nicht schwerer machen die Verbindung zu lösen, falls das nötig sein wird.

    Heiraten macht man mM nach nicht mal eben so und lässt sich dann halt wieder scheiden.



    Nichtsdestotrotz wünsch ich Dir, Euch, natürlich das alles so kommt wie Du es Dir wünschst. Und ne schönstmögliche Hochzeit :)

    Ich glaube man sollte es auch von der eigenen Persönlichkeit abhängig machen, ob man erzählt oder nicht.


    Ich bin zwar sensibel, aber sehr zäh und wenn ich hinter etwas oder jemandem stehe dann wackle ich nicht. Nicht äußerlich und auch nicht innerlich.

    Dann ist es mir auch egal was kommt. Dann bin ich "kampfbereit". Also, nicht mit Klauen und Zähnen aber mit Worten, Argumenten und falls nötig auch mit Kosequenzen.


    Wer da etwas zarter gestrickt ist, wen solche Diskussionen / Auseinandersetzungen stark belasten oder wer eh schon sehr angeschlagen ist, der tut sicher gut daran eher diplomatisch vorzugehen.

    Kniffliges Thema.


    Ich habe auch lange überlegt wie ich damit umgehe. Bin eigentlich immer sehr ehrlich in meinem Leben, auch wenn's doofe Sachen betrifft. Und ich hab auch den Wunsch zu ihm zu stehen und loyal zu sein, ihm gegenüber.


    Allerdings waren wir ja vor Haftantritt erst sehr kurz zusammen, deshalb wissen viele meiner Freunde und Bekannten gar nicht das er in meinem Leben existiert.

    Wenn nun also zB Freunde, zu denen ich nicht wöchentlich Kontakt hab, solche Sachen fragen wie "was macht das Liebesleben?" dann mag ich nicht sagen "es gibt niemanden". Das käme mir nicht richtig vor.


    Das kam bisher zwei mal vor und beide Male war ich ehrlich. Es lief jeweils über WhatsApp.

    Ich hab jeweils geantwortet das ich jemanden habe mit dem ich sehr glücklich bin - das er allerdings derzeit noch eine alte Haftstrafe absitzen muss.

    In beiden Fällen war die Reaktion doof.

    Der eine Bekannte hat darauf gar nichts mehr geschrieben und auch seitdem nicht wieder.

    Die andere Freundin ist glatt drüber hinweg gegangen. "Das ist schön, ich freu mich für Dich das Du jemanden gefunden hast".


    Meine beste Freundin hat auch schräg reagiert.

    Sie wusste von ihm und auch das er wieder rein muss. Fragte mich dann irgendwann ob er wieder sitzt, ich sagte "ja", darauf fragte sie für wie lange und als ich antwortete schlimmstenfalls 3 Jahre meinte sie "na, das geht ja noch". Sonst nix. Kein weiteres Wort.

    Ich dachte echt ich bin im falschen Film ... und war ziemlich enttäuscht von ihrer Reaktion.

    Eigentlich von allen drei.


    Es gab / gibt aber auch andere. Freunde die sich ernsthaft mit mir darüber austauschen, Interesse zeigen, Fragen dazu stellen, auch mal Bedenken äußern, wo ich mich auskotzen kann und die letzten Endes gut finden das ich zu der ganzen Sache mit ihm und zu ihm stehe.


    Alles in allem haben die bisherigen Erfahrungen dafür gesorgt das ich es auf meiner Arbeit wohl nicht sagen werde.

    Anfangs wollte ich es tun, inzwischen tendiere ich zu "ich führe eine Fernbeziehung, wie sehen uns derzeit leider selten".

    Wobei das dann, würde nachgefragt werden, zu Lügen führen würde. Denn er lebt ja nur 30 km entfernt ...


    Naja und meine Familie, .. meine Kinder wissen es. Sie kennen ihn, kamen auch mit ihm klar, finden es nun aber natürlich nicht prickelnd. Sie wissen aber auch das ich, wenn ich mich entschieden habe und das hab ich, stur wie ein Esel bin. Und akzeptieren es.

    Meine Mom ist schon etwas tüddelig, sie kennt ihn auch, hat aber bisher nicht gefragt wo er denn abgeblieben ist. Falls Sie fragt werd ich sagen wie es ist.


    Bleibt noch mein Exmann und dessen Familie. Die wissen es auch, es wird aber ignoriert. Mir recht, es sind keine Menschen mit denen ich darüber reden wollen würde. Falls meine Kinder es tun ist es für mich aber okay. Ich muss nix verstecken.



    Zurück zu ganz allgemein,


    ganz am Anfang hätte ich geantwortet: Offen und ehrlich, egal zu wem.

    Inzwischen würde ich aber wirklich abwägen wem ich's sage. Und bei einer relativ kurzen Haftzeit vielleicht sogar tatsächlich ne Story basteln und nur die aller engsten Bezugspersonen einweihen.







    Oh, das mit der 3 Jahre Regelung wusste ich nicht.


    Eigentlich würde man denken, wenn's deshalb gar nicht infrage käme dann hätten sie es direkt abgelehnt. Aber wir wissen ja alle wie unlogisch manches gehandhabt wird.


    Ich drücke Dir auf jeden Fall fest die Daumen das es klappt.

    Hey Mei,


    manchmal muss die Anspannung einfach raus, vielleicht war es bei Dir heute soweit.


    Man erhofft ja auch immer irgend etwas, und wenn sich das dann erstmal zerschlägt braucht man wieder ein paar Tage bis man es verdaut hat.


    Mir hilft immer mich auf das zu konzentrieren was positiv läuft.

    In Eurem Fall, ihr werdet LZB haben, super.

    Er hat die Aussicht auf OV und bis nächstes Jahr ist es gar nicht mehr so lange hin, auch super.

    So in der Art halt.


    Fühl Dich mal gedrückt :knuddel:

    Kurze Frage, geht es da um die Fenster?


    Falls ja,

    das ist in der kompletten JVA so, in der mein Partner einsitzt.

    Damit nichts raus geworfen oder gependelt wird.


    Leuchtet mir auch ein, auch wenn's natürlich doof ist da man deshalb kaum noch was sieht und auch nicht mal ne Hand, nen Arm raus strecken kann.


    Wofür diese Entschädigung sein soll verstehe ich nicht so ganz.

    Fehlende Aussicht? Mangelnde Frischluftzufuhr?


    Da das an jedem Fenster verbaut wurde, würde das ja auch bedeuten, jedem Inhaftierten stünde eine solche Entschädigung zu? Kann ich mir irgendwie nicht so wirklich vorstellen.

    Weder das sowas nicht "sein darf" noch das man dafür ne geldliche Entschädigung bekommt.

    Wie sollte die aussehen, 5€ pro Mann und Monat aufs Konto?


    Bin gespannt auf die weiteren Antworten hier.

    Sorrry SaLi, aber Du formulierst tatsächlich nicht sehr gut.

    Darüber täuschen auch eingeworfene Fremdwörter oder verschwurbelte Bandwurmsätze nicht hinweg.


    Ich lese Deine Post oft mehrfach und verstehe sie dennoch nicht.

    Anfangs dachte ich es liegt an mir. Tut es nicht. Es liegt daran das oft Worte fehlen oder der Satzanfang nicht zum Satzende passt.


    Auch etwaige Fremdwörter, derer ich mich bediene, aufgrund meines vorhandenen Sprachschatzes.

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    Welche persönliche Ambition führt dazu, dass ein Mensch, die Art und Weise einer Formulierung, zu bewerten oder in Frage zu stellen?“


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    Ich bin hier, weil ich mich alleine fühlte in der Situation, dass mein Freund in Untersuchungshaft sitzt.



    Wäre eigentlich kein Problem und nicht erwähnenswert.

    Da Du aber ständig betonst wie toll Dein Sprachschatz ist finde ich's echt schräg.


    Gruß, Fraggle

    Naja, das "gute" ist, wir können diesen Platz jederzeit verlassen. Im Gegensatz zu unseren Partnern, Söhnen, inhaftierten Angehörigen ...


    Ich gehe mit dem Thema "was kommt nach der Haft", auch bezüglich Berufsleben, optimistisch um.

    Wenn's soweit ist wird er Gas geben (müssen) und ich werde ihn unterstützen. Wird schon werden. Und falls nicht ist dann immer noch Zeit zum Haare raufen :FGFG:


    Das mit dem "selbstverständlichen Umgang mit der Lebenszeit" verstehe ich nicht.

    ?

    Der erste Besuch liegt nun hinter mir, und ich kann bestätigen, alles lief völlig stressfrei ab.


    Man hat als Besucher wirklich keine Wege zu gehen, vom betreten der JVA bis zum reingehen in den Besuchsraum vergingen keine 3 Minuten.


    An der Pforte anmelden, rein, fünf Treppenstufen hoch, da sind schon die Spinde zum einschließen der persönlichen Sachen. Zehn Schritte weiter steht man schon im Flur mit den Automaten (der Getränkeautomat ist immer noch defekt) in dem man auch "durchsucht" wird.

    Das ging total fix und man kann währenddessen sogar schon in den Besuchsraum und zum Liebsten gucken.


    Dort drinnen ist es auch völlig entspannt gewesen.

    Ein angenehmer, heller Raum, ausreichend groß, netterweise war er sogar mit ein paar Ventilatoren bestückt.

    Und die Beamten waren auch durchweg freundlich.


    Auch noch erwähnenswert, außerhalb des Geländes direkt neben dem Eingang befindet sich ein kleines Gebäude das als Wartebereich für die Besucher genutzt wird. Mit Tisch, Sitzgelegenheit und WC.

    Beim derzeitigen Wetter zwar nicht nötig, aber bei Kälte und Regen muss man in der Zeit zwischen Anmeldung (spätestens 15 Min vor Termin aber meist ist man ja früher da) und Einlass (exakt zum Termin) nicht im Freien rumstehen. Finde ich super.


    Marienburg


    Ich hab gefragt, Briefmarken kann man ganz normal über die Einkaufsliste kaufen.

    Huhu Schnecki,


    ich hab zwar alle Deine Beiträge gelesen aber irgendwie den Faden verloren.


    Mit scheint Du wartest immer auf was anderes.

    Verlegung, OV, Weihnachten zu Hause(?), Therapie, ... und immer wird was zugesagt und dann kommt es doch anders?


    Hatte sich das alles denn immer wieder zerschlagen? Ich find da nix in Deinen Beiträgen. Oder überlese ich was?

    Guten Morgen Nascha,


    Du hasttest geschrieben Deine Kinder sind schon groß, deshalb gehe ich mal davon aus das Du keine 20 mehr bist und schon bissel was an Lebenserfahrung hast.


    Ich bin auch kein Teenie mehr. Und kann rückblickend sagen, es wurde immer dann allmählich besser wenn ich die Veränderung die mein Leben jeweils gerade auf den Kopf gestellt hatte, akzeptiert habe.

    Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Zuerst hadert man, rauft sich die Haare, jammert, heult, lässt sich hängen, hat vielleicht auch ne Wut auf alles und jeden.


    Aber irgendwann kommt der Punkt an dem man sich arrangiert mit der neuen Situation. Weil sie eben so ist wie sie ist und man sie nicht ändern kann. Man kann nur das Beste draus machen.


    Bei Dir ist alles noch sehr frisch. Logisch das er Dir in jedem Moment fehlt.

    Aber, so komisch es klingt, Du wirst Dich dran gewöhnen das er nicht mehr so bei Dir ist wie vorher. Und halt für eine Weile nur noch auf eine andere Weise in Deinem Leben.


    Wenn ich nen Hänger habe denke ich, so abgedroschen es klingen mag, daran das mein Schatzi nicht aus der Welt ist. Wir können schreiben, sprechen und und sehen. Sicher nicht so wie ich es mir wünschen würde, aber er ist nicht weg. Und er kommt wieder.

    Es könnte also schlimmer sein.


    Auch hilfreich finde ich mir einfach mal ganz nüchtern und hart zu sagen, hey, es ging vorher auch ohne ihn.

    Wir waren vor seiner Inhaftierung erst wenige Monate zusammen, und ich glaube gelesen zu haben das es bei Dir/Euch ähnlich war.


    Klar, mit ihm war es schöner als vorher. Um einiges. Aber auch vor ihm hatte unser Leben einen Sinn, oder?


    Ich will damit sagen,

    nimm Dir Zeit um Dich in die neue Situation rein zu finden. Aber steigere Dich nicht hinein, in dieses "ohne ihn geht es nicht".


    Ich hoffe ich klinge jetzt nicht allzu hart, aber sich verrückt zu machen ändert nix an der beschissenen Situation.


    Und falls alle Stricke reißen, such Dir professionelle Hilfe.

    Wenn Du eh schon mit Depris zu tun hast warst/bist Du ja evt in Therapie oder kannst wieder eine beginnen?