Beiträge von LOONA

    Hallo,

    der 1.Besuch ist gut gemeistert und ich habe heute Nacht mal wieder tief und fest geschlafen.

    Allerdings :

    Wir sind 1 ¾ Std. mit dem Auto unterwegs um hinzu kommen und dasselbe dann noch einmal wieder zurück.

    Wir können uns das ganz gut einteilen, aber ich kann jeden verstehen, besonders die Mütter mit kleinen Kindern die davor zurück schrecken. Zumal sie vielleicht auch noch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein müssen.


    Der Besuch war recht schnell vorbei, aber ist er doch eigentlich immer.

    Zumal das Psychologengespräch zeitmäßig dazu gezählt hat.

    Aber von vorne.

    Eigentlich hätte ich von außen etwas weniger „Knastfeeling“ erwartet. Aber es war eigentlich noch mehr aufgerüstet als die JVA in die wir vorher zum Besuch gingen.

    An der Pforte waren alle sehr freundlich, uns wurde im Wartebereich noch einmal alles erklärt.

    Alles dasselbe wie in den JVAs, alles überzählige einschließen, durch die Schleuse, Schuhe aus , usw.

    Angemeldete Gegenstände die bewilligt wurden darf man selbst mit hineinbringen.


    Unser Sohn freut sich auf seinen Fernseher, gestern Abend hat er sicher sein Zimmer nicht mehr verlassen. sds


    Dann wird man über den großen Innenhof zum entsprechenden Gebäude geleitet.

    Toller , riesiger Innenhof mit Parkfeeling. Kleiner Teich , großzügig bepflanzt mit hohen Gräsern für ein bisschen Privatsphäre (soweit wie möglich) mit mehreren Holzbänken drum herum.

    Ein Outdoorschach in einiger Entfernung, gut gepflegt, alles sehr ansprechend.

    Viel Rasenfläche, saubere, helle Wege, Pflanzen.

    Ein sehr neu aussehender Kombisportplatz.

    Für mehr hat dann der erste Blick nicht mehr gereicht.


    Außen alte Backsteingebäude, innen, mehrere kleine Häuser, 2 stöckig in Würfelform.

    Viel Glas, helle und freundliche Atmosphäre.

    Wohl auch noch das eine oder andere ältere Gebäude, aber aufgehübscht.


    Auf Station angekommen hat es schon eher eine Krankenhausanmutung.

    Linoleumboden, hüfthohe Holzleisten, gerade wird über die neuen Wandfarben diskutiert.

    Mehrere Patienten stehen auf den Gängen und unterhalten sich. Ungewohntes Bild, man wird neugierig beäugt.

    Und da steht er schon.

    Begrüßung , wir kennen keine körperliche Trennung aus der U-Haft, durften uns immer drücken und küssen.


    Für die Aufgeregten: es gibt anscheinend bei der Schleuse/Warteraum kein WC. Ich habe jedenfalls keines gesehen.

    Auf der Station wird einem die Besuchertoilette aufgeschlossen und die Pfleger bleiben außen davor stehen. Wenn man zwischendurch muss, wird man ebenfalls wieder gebracht.

    Der Besuch findet wieder in Extraräumen statt.

    Keine Überwachung, weder akustisch noch optisch.

    Kleines , helles Zimmer. Das viele Licht ist ungewohnt. Überall diese großen Fenster.

    In Brandenburg/Stadt waren die Besuchsräume ganz ohne Fenster, man hatte manchmal schon arge Beklemmungsgefühle.

    Klar Gitter vor den Fenstern,sehr großzügig von der Weite, aber was solls.


    Auch die Zimmer haben Fenster zum öffnen, zwar auch vergittert, aber wohl ein ganz anderes Gefühl.

    Es gibt Ein- und Zweibettzimmer, Sohn hatte das Glück ein 1-Bett Zimmer mit eigenem abgetrennten WC/Dusche zu ergattern.

    2 Küchen die zum kochen, backen, klönen genutzt werden können. Dort wird auch gemeinsam gegessen. Ein Fernsehraum , Gesellschaftsspiele und Bücher sind vorhanden. Seit dieser Woche auch ein PC , natürlich ohne Internetanschluss.

    Ab 22 Uhr ist Nachtruhe , allerdings sind die Türen der Zimmer 24 Std. geöffnet, nur bei Disziplinarmaßnahmen nicht.


    Zurück zum Besuchsraum.

    Zwei 2er Leder-Couchen , Wohnzimmertisch.Mein Sohn hat Kaffee gekocht, Kekse stehen auf dem Tisch.

    Wir bekommen jeder einen Zettel auf dem wir über Verhaltensmaßnahmen und eventuelle Folgen bei Zuwiderhandlung aufgeklärt werden. Unterschrift drunter, fertig.

    Dann kommt die Psychologin, stellt sich vor.

    Sind Fragen da, wie fühlen sie sich hier, können sie damit umgehen?

    Kurz und knapp, aber sehr freundlich.


    Fotos dürfen wir zum zeigen mitbringen, Anzahl wurde jetzt nicht bemängelt, aber wir kennen ja die Vorgaben mit den 10 Stück aus der JVA und haben auch nicht mehr dabei.


    Unser Sohn erzählt viel, ist aufgeräumt, recht gut drauf.

    Er kennt verhältnismäßig viele schon aus der JVA. Hat aber nur mit den Leuten auf seiner Station Kontakt, da er erstmal nur in Begleitung eines Pflegers auf den Hof bzw. vor die Tür darf.

    Das Eingangsgespräch soll nun endlich in der nächsten Woche erfolgen, Therapie hat dadurch natürlich auch noch nicht stattgefunden.Eigentlich schon verlorene 2,5 Wochen.:planlos:

    Aber es gibt auch Leute die dort erst nach 5 Wochen ihr Gespräch hatten, wie überall herrscht Personalmangel.


    Die ersten psychologischen Gespräche haben aber schon stattgefunden, eine Art erstes Kennenlernen.


    Einige Dinge verunsichern, ist das „Flurfunk“ oder offizielle Wahrheit ?

    Er weiß es selbst nicht genau.


    Das Höchstmaß ist wieder Thema. Abends versuche ich mich mit den Gesetzestexten zur psychatrischen Unterbringung , bin aber etwas überfordert und das was ich suche finde ich nicht so richtig.


    Ganz schnell ist der Besuch wieder vorbei.


    Auch die nächsten Lockerungen werden demnächst erörtert. Vieles haben wir einfach vergessen zu fragen, soviele erste Eindrücke.

    Die nächsten Besuche können unter der Woche täglich zwischen 16 und 20 Uhr erfolgen, am Wochenende auch früher.Besuchsscheine brauchen wir nicht mehr.

    Besuche zu Feiertagen müssen wir noch abklären, wäre schön Heiligabend einfach zusammen zu sein.


    Mehr dann demnächst.

    LG von Loona

    Hallo Biker,

    das tut mir sehr leid .

    Auch das das Gericht noch über die Forderung der STA gegangen ist.


    Meiner Meinung nach kann man auch in der SOTHA eine Ausbildung machen.

    In Brandenburg/ Stadt ist die SOTHA direkt der JVA angegliedert, bzw.nur eine eigene Abteilung .

    Du hast dort zusätzlich zum normalen Knastalltag sehr viel mehr Angebote, Therapie aber auch einige andere"Vorzüge".

    Genau kenne ich mich aber nicht aus,

    auch nicht mit Vollzugsplänen usw.

    Revision lohnt sich in den seltensten Fällen und kostet eine grosse Stange Geld. Dabei spreche ich nun doch aus eigener Erfahrung.


    LG von Loona

    Hallo,

    die ersten Tage sind bereits verstrichen.

    Als erstes einmal : absolut positiver Eindruck.

    Unsererseits, soweit wir bis jetzt kamen und auch vom Sohn der ja den Vergleich zur JVA Brandenburg/ Stadt hat und immer noch den Gedanken hatte, wieder Knast ...


    Den ersten Lacher hatte er bereits beim Eingang (wie immer klingeln) auf seiner Seite :" Guten Tag, mein Name ist .... ......, ich möchte mich stellen.":brieftraeger:

    Stimme aus der Sprechanlage : "Wat woll`n Sie ???" :denken2:

    " Ich möchte mich stellen"

    :lachfett2:lol"Na komm se ma erstmal rin."


    Dann kamen zwei junge Burschen (sagt mein Gatte), kaum älter als unser Sohn zur Abholung.

    Man durfte sich ausgiebig verabschieden, einige Fragen wurden beantwortet, Auskunft zum telefonieren usw.


    Alle in Privatklamotten, auch die "Patienten".

    Dann UK -> leider positiv auf THC.

    Dafür gibt's Arrest, weiß jetzt nicht ob die das so ausgedrückt haben, aber kommt ja aufs gleiche heraus.

    Einzelzimmer.

    (Das einzige und auch noch mit eigenem WC und Dusche)

    aber : 23 Std. am Tag dort drinnen, 1 Std. begleiteter Ausgang im Haus, nur in dieser 1 Stunde rauchen und dabei auch noch Sprechverbot mit den anderen Patienten.

    kein TV, kein Radio, kein nix.


    Obwohl es eigentlich als nicht erlaubt angegeben war, hatte er ein Buch eingepackt, Gott sei Dank, das haben sie ihm auch gelassen.


    Essen im Zimmer (die ersten paar Male hat er es immer noch als Zelle benannt, mittlerweile jetzt Zimmer. Genau wie immer erst "die Beamten", sind ja aber garkeine sondern ganz normale Pflegekräfte, sprich also jetzt Pfleger)

    kann man per Wochenplan bestellen, ähnlich wie im Krankenhaus . Vollkost, Schonkost, vegetarisch usw.

    3x am Tag , nix mehr mit fürs Frühstück aufheben . 6 Scheiben Belag fürs Frühstück.

    Na das wird's nix mit dem abnehmen.


    UK 2x am Tag, gestern nach 2 Tagen war er schon sauber und hat ab sofort alles offen und freie Bewegungsmöglichkeit.

    Nach draußen eigentlich jeden Tag 1 Std., aber nur mit Begleitung, wenn jemand Zeit hat.

    Die Lockerungsstufen laufen dort anscheinend nicht mit Zahlen oder jedenfalls bisher noch nicht.

    Momentan immer irgendwas mit Buchstaben, ich werde weiter berichten.

    Anrufen durfte er mit einer dort gekauften Telefonkarte, weiß jetzt aber nicht ob das ein besonderer Anbieter ist, gleich noch am selben Abend.

    Bargeld darf man mit reinnehmen, selbst größere Summen, die werden dann aber eingeschlossen.

    Telefonieren immer wenn das Telefon frei ist oder für jeden Patienten gibt es eine festgelegte Uhrzeit in der er dran ist.

    Es gibt 2 Telefonnummern die man auch zurückrufen oder überhaupt anrufen kann, 1x Festnetz und auch 1x Kabellos.


    TV ( 22 Zoll) hätte man Originalverpackt mit reinnehmen können, gab leider am Telefon ein falsche Info.

    Wird jetzt dort über einen OTTO-Shop bestellt, verplombt und ausgehändigt.


    Essen findet nun für alle gemeinsam statt.

    Besuche sind nach dem ersten Psychologengespräch für jeden Besucher unbegrenzt möglich, also 1x am Tag 1,5 Std..

    Diese finden direkt dort im Aufenthaltsraum statt, keine harten Stühle sondern Sofas, alles ganz locker.

    Nach 4 Wochen ist schon LZB möglich.Dieser findet natürlich in einem Extraraum statt .Man kann dort kochen , backen usw.oder sich mit der Frau/Freundin beschäftigen.<3:rotwerd:


    So, ich glaube das war es erst einmal fürs erste.


    Mittlerweile bin ich schon entspannter.

    Wir werden diese Woche das Psychologengespräch hinter uns bringen und dann vielleicht auch noch gleich zum Besuch dableiben können.


    LG von Loona

    So : nach dem heutigen Besuch Nr.3 bei der STA durften wir uns geringfügig Hoffnung machen das die Rechtspflegerin doch ein Einsehen hat.


    Sie wollte/ musste noch offiziell in der Klinik nachfragen ob der Platz freigehalten werden könnte oder nicht.

    O-Ton : Ich schicke ein Fax, wenn keins kommt dann morgen in der Forensik einfinden.


    Wir haben bis 14 Uhr auf Kohlen gesessen und dann kam das Fax : Antritt nächste Woche Freitag.

    Was lange währt wird gut, und was sich nicht gleich mit allem abfindet wird auch mal belohnt.

    Zumindest die Wohnung können wir dann noch versuchen unterzuvermieten und noch einiges andere Regeln, der Führerschein bleibt leider auf der Strecke.Aber gut...

    Die Dame meinte halt nur : na wer weiß ob das klappt mit dem Führerschein...:boese(:

    Jetzt hat er nochmal angerufen und um wenigstens 1 Woche Aufschub wegen der Wohnung gebettelt.

    Da kam als Antwort,: jaaaa...das geht dann über meine Verantwortung, und wenn sie dann in der Woche Mist machen...nu gings ein 3/4 Jahr gut, wird ja nun in der 1 Woche nichts mehr schlimmes anstellen.

    Er soll noch die Anzeigen bringen, wo er die Wohnungen inseriert hat und eventuelle schriftl. Interessenbekundung von Nachmietern.

    Vielleicht klappts dann morgen noch auf den letzten Drücker

    Hallo,


    ein Nachtrag von mir :

    Nachdem nun alle geforderten Unterlagen zusammen waren , gestern hingefahren , sah eigentlich ganz gut aus.

    Dachten wir, machte jetzt jedenfalls keinen sofort ablehnenden Eindruck.

    Heute noch einmal mit allem hingefahren und vorgelegt, kategorisch abgelehnt....:planlos:.

    Nicht mal eine kurze Zeit um das mit der Wohnung zu regeln.

    X(

    Hallo Jule,

    es geht hier nicht um Mamagefühle sondern eher um die " Stilllegung "eines Lebens.

    Huch , was für ein Wort.

    Die Arbeit muss Bescheid wissen, und da ist der gerade angefangene und von der Firma bezahlte LKW Führerschein mit Bildungsurlaub im September. Da ist die Wohnung die untervermietet werden muss, d.h. alles zusammen packen und einlagern.

    Und noch einiges andere was abgewickelt werden muss .Was macht da erst jemand der ganz alleine ohne Hilfe der Familie klarkommen muss?

    Ansonsten bin ich ganz bei dir, je früher desto besser.

    LG

    Hallo,

    bei uns geht es Schlag auf Schlag.

    Vorletzte Woche die Revisionentscheidung und heute kam schon der Stellungsbefehl anzutreten bis nächste Woche Freitag.:planlos::geistreich:

    Wo ( Staatsanwaltschaft- welche) beantragen wir einen Haftaufschub und wie ( Formvollendet persönlich oder per Anwalt ?).

    Man, jetzt sind wir schon ein bisschen geplättet das es so schnell ging.

    Der Brief kam von einer Rechtspflegerin der Staatsanwaltschaft.

    Danke für eure Antworten, heute erreicht man ja eh nichts mehr und 4 Arbeitsttage bis Freitag, wird ganz schön knapp.:(

    sorry, ich wollt noch was dazu schreiben, erst hat es geklingelt und dann hat die Waschmaschine gesponnen und ich hab den falschen Knopf gedrückt :geistreich:

    Also:

    Vielleicht sollte man einfach mal das tun was uns glücklich macht, und nicht das was am besten für uns ist.

    Habt einfach einen schönen ersten richtigen Sommertag !