Beiträge von TS13

    Ich wünsche euch allen auch ein gutes neues Jahr. Mögen sich viele unserer Hoffnungen, Wünsche, Träume erfüllen und die Gesundheit und Geduld uns alle nicht verlassen.

    Hallo Joana14

    Beim rechnen machst du glaube ich einen Fehler. Lasker hat oben erklärt wie man die Uhaft Zeit anrechnet. Das hatte ich aber auch am Anfang falsch gedacht.

    Zu dem Thema Revision, unser Anwalt meinte damals während der Verhandlungen, dass eine Revision selten Erfolg bringt. Viele würden aber auch Revision einlegen, um zb Zeit bis zum Strafantritt zu schaffen. Zb um Arbeit etc besser regeln können. Da hab ich aber keine Erfahrung zu gesammelt, ich kann dir da leider auch nicht sagen, ob es Sinn macht die Revision zurück zu ziehen... Aber wie auch Maximus schon gesagt hat, die Strafhaft beginnt mit Rechtskraft des Urteils.


    Und das mit den 3 Monaten was ich in diesem Beitrag geschrieben habe, bezog sich darauf, dass unser Anwalt geraten hat, 3 Monate vor dem Zeitpunkt wo die Halbstrafe erreicht wäre, einen Antrag hierauf zu stellen.


    LG und einen schönen Abend

    TS

    Hallo Semper526 , danke für deine Antwort. Ist das in Bayern nur so, oder ist das überall gleich?


    Hab noch nie was bezüglich Ausgangsantrag / "Abholschein" gehört. Auch mein Mann nicht. Und die erste Vollzugsplankonferenz war bei ihm noch nicht, sollte er erst auf die Konferenz warten, oder vorab schon mal so einen Antrag stellen?


    Grüße

    TS

    Hallo alle zusammen,



    ich möchte euch Fragen stellen. Es geht um folgende Situation:



    Mein Mann ist seit 24.09.18 in Strafhaft (JVA Diez, Selbststeller und Erstverbüßer).



    Er wurde zu 2 Jahren und 9 Monate verurteilt (33 Monate), davon wurden ihm 5 Monate abgezogen aufgrund der Untersuchungshaftheit (=28 Monate Gesamtstrafe), auf der Haftbescheinigung die ich von der JVA bekommen habe, steht "Voraussichtlicher Austritt ist am 22.01.2021".



    Mein Mann hat erzählt, auf einem Haftdatenblatt ist als vorrausichtlicher 2/3 Zeitpunkt Februar 2020 vermerkt (18 Monate). Der Halbstrafenzeitpunkt wäre ja demnach im Oktober oder November 2019 erreicht (14 Monate). Dieses Feld sei auf diesem Datenblatt noch nicht ausgefüllt.



    Jetzt meine Fragen:



    1. Ich denke mal, dass auch das Thema der ersten Vollzugsplankonferenz sein wird?



    2. Unser Anwalt sagt, er möchte ca. 3 Monate vor dem möglichen Halbstrafenzeitpunkt einen Antrag stellen. Bei 2/3 überprüft die jva dies automatisch oder? Sollte da auch seitens meines Mannes ein Antrag gestellt werden?



    3. Es gibt ja die sogenannte Weihnachtsamnestie. Da der 2/3 Zeitpunkt im Februar liegt, könnte es sein, dass es dann in die sogenannte "Weihnachtsamnestie Zeit" fällt? Ist dieser Zeitraum hierfür immer jedes Jahr gleich, oder ändert sich das für jedes Jahr?



    4. Zwischen dem Halbstrafen und 2/3 Zeitpunkt liegt ja nicht viel Zeit (naja für mich schon) es sind ja "nur" 4 Monate ca. Der Anwalt meint, mein Mann erfüllt alle Voraussetzungen, die bei einer Halbstrafe erfüllt werden müssten. U.a. hat er dann einen festen Wohnsitz, ein gefestigtes soziales Umfeld, und Aussicht auf Arbeit, da er eine Ausbildung und einen Meistertitel hat und ausser während der Inhaftierung noch nie Arbeitslos war. Keine (Alkohol/Drogen) Suchtproblematik, oder Gewalt- und Aggressionsproblematik. Seine Straftaten (Betrug) liegen 5 bis 9 Jahre in der Vergangenheit, seitdem nie wieder straffällig.


    Was denkt ihr, oder wie sind eure Erfahrungen, wie entschieden wird, wenn die beiden möglichen Entlassungszeitpunkte so nah beianader liegen?



    5. Ich habe mich belesen, dass nach der Vollzugsplankonferenz auch möglicherweise Lockerungen ein Thema sind. Man würde da stufenweise Ausgang / Lockerungen erhalten, und wenn alles gut läuft auch die sogenannten Hafturlaubstage. Wie kann ich mir das vorstellen, wie können denn diese stufenweise Lockerungen aussehen? Habt ihr da Erfahrungen? Und wie ist das mit Hinblick auf eine mögliche frühzeitige Entlassung, wenn zb. die Halbstrafe in Frage kommen würde, wird er dann mehr von diesen "Urlaubstagen" kriegen?



    Das war jetzt ganz viel Text, ich hoffe das ist okay für euch. Ich weiss dass die meisten Fragen erst in der Vollzugsplankonferenz beantwortet werden können, aber mich interessieren eure Erfahrungswerte und euer Wissen.



    Schon mal danke für eure Rückmeldungen,



    Grüße


    TS

    2014 sass mein Mann für ca 6 Monate in Uhaft.

    2016 kam die Verurteilung: 2 Jahre auf Bewährung.

    2018 wurde das Urteil mit einer nachträglichen Gesamtstrafenbildung auf

    2Jahre +9Monate Haft geändert, wobei ihm 5 Monate Uhaft angerechnet wurden und seine Endstrafenentlassung bei 2 Jahren + 4 Monate liegt, seit 2 Monaten ist er schon in Strafhaft.