Beiträge von bey0nd

    Da schon durch die Entgegennahme des Handys ohne einer sofortigen Funktionsprüfung dieser Nachweis unmöglich wird, sehe ich hier wenig Aussicht, das der Staat den Schaden übernimmt.

    Hätte man auf dieser Prüfung bei Herausgabe bestanden und wurden zum Zweck der Ermittlungen Daten vom Handy verwendet, hätte man dann sicher einen Ansatzpunkt gehabt, denn dann wäre das Handy ja zum Zeitpunkt der Ermittlungen funktionstüchtig gewesen.

    Guten Morgen,


    da mein Sohn noch drei weiterer Raubüberfälle verdächtigt wurde, diente das Handy als Beweis für seine Alibis, da er an allen drei Tagen (jeweils ein Samstag) mit Freunden feiern war und sich Bilder davon auf dem Handy befanden.

    Es ist also nachweisbar, dass das Handy funktionstüchtig war, da die Vernehmungsbeamten die Fotos in Augenschein genommen haben.


    Juristendeutsch ist doch was feines ;)


    Allerdings, wie Saladan schrieb,

    Einen Anwalt zu beauftragen dagegen vorzugehen, wäre ja wahrscheinlich schon teurer, als das Handy neu zu kaufen...

    ist es schon eine Kosten- Nutzen Abwägung, ob es sich wirklich lohnt dagegen vorzugehen.

    Vor allem, da es wohl nicht wirklich Aussicht auf Erfolg gibt.


    Danke Saladan für das raussuchen des Zitats.

    Wir werden uns mal schlau machen.

    Hallo ihrs,


    mein Sohn wurde ja letztes Jahr im Dezember verhaftet und bei der anschliessenden Vernehmung hat die Polizei sein Handy einbehalten.

    Da lag es dann auch bis letzten Monat.

    Als er es dann endlich wieder hatte, hat er es sofort ans Ladekabel angeschlossen, aber nix ging.

    Die erste Idee war, das Akku hat sich tiefenentladen, kommt vor.

    Doch trotz dem wirklich ewigen Versuch das Handy aufzuladen, kein Mucks.

    Er hat das Ding dann gestern zum Fachmann gebracht zwecks Akkutausch.

    Tja, aber auch mit neuem Akku geht es nicht an, auch keinerlei Spannung auf dem Gerät.

    Zudem meinte der Fachmann vom Dienst, dass das Handy schonmal geöffnet worden wäre.

    Ich möchte ja niemand etwas unterstellen, aber da mein Sohn das Handy noch nie aufgemacht hat und ich auch nicht, bleibt eigentlich nur noch die Polizei.

    Es handelt sich dabei um ein Galaxy s8 plus, also ein Gerät, dass ohne passendes Werkzeug und ein bisschen know how gar nicht zu öffnen ist und wir haben beides nicht.

    Da das Handy bei Abgabe funktioniert hat und jetzt nicht mehr, meine Frage, kann man die Polizei dafür haftbar machen ? und wenn ja, was braucht es dafür ?

    Eine (vielleicht) blöde Frage,


    warum macht er nicht einfach 8 Stunden täglich oder zB auch jede zweite Woche Samstag und Sonntag (da wird ja in nem Seniorenheim auch gearbeitet).

    nein, die Frage ist gar nicht blöd :)


    Die 6 Std. pro Tag kommen von dem Bewährungshelfer.

    Er würde gern länger arbeiten, umso schneller wär es rum, aber angeblich geht das nicht.

    Mit dem Samstag/Sonntag arbeiten ist das Problem, dass er ja nur als Hausmeister eingesetzt wird und nicht als Pfleger und der arbeitet am Wochenende nur im Notfall.

    Ziemlich dumm eigentlich, weil er gelernter Altenpfleger ist.



    er soll so bald wie möglich anfangen die Stunden abzuleisten und mit offenen Karten spielen.

    Wird er auf jeden Fall und der Bewährungshelfer weiss ja schon Bescheid über die Erkrankung.



    Nur Nichtstun, nicht beim Bewährungshelfer melden und sich um nichts kümmern, das geht gar nicht.

    Natürlich, da geb ich dir absolut Recht.

    Er ist ja in Kontakt mit dem Bewährungshelfer, auch wenn der scheinbar lieber telefoniert anstatt Termine zu vergeben :/



    Im Gesetz steht, dass ein Widerruf wegen Nichteinhaltung von Weisungen und Auflagen möglich ist, wenn dagegen gröblich und beharrlich verstoßen wird. Ein einfaches Nichteinhalten der Frist reicht daher nicht aus.

    Okay, gut zu wissen.

    Er hofft natürlich, im July noch anfangen zu können, weil dann geht es sich zeitlich aus.



    Sollte er im Altenheim nur für 6 Stunden gebraucht werden, wäre zu überlegen, ob nicht ein anderer Einsatzort Sinn machen würde. Stadtreinigung zum Beispiel.

    Es scheint so zu sein, dass tatsächlich nur dieser eine Einsatzort möglich ist, zumindest laut seinem Bewährungshelfer.

    Mein Sohn ist aber grad zusätzlich im Gespräch mit der Tafel, vielleicht ergibt sich da eine Möglichkeit noch ein paar Stunden zusätzlich zu machen.



    Btw: Sollte dein Sohn das Gefühl haben, sein Bewährungshelfer unterstützt ihn nicht ausreichend bzw es fehlt die vertrauensvolle professionelle Arbeitsbeziehung, kann er auch einen Wechsel beantragen.

    Prinzipiell gut zu wissen, aber er soll jetzt irgendwie die Sozialstunden hinter sich bringen und danach reicht ja ein telefonischer Kontakt alle paar Wochen ;)

    Hallo allerseits,


    nach langer Zeit hab ich doch mal wieder eine frage und ich hoffe, sie ist hier richtig, ansonsten bitte verschieben und dann ein dickes sorry für die zusätzliche Arbeit.


    Meinem Sohn wurden ja, zusätzlich zur Bewährung, auch 150 Sozialstunden auferlegt, die er bis September ableisten soll.

    Der Bewährungshelfer hat alles sehr langsam angehen lassen, á la "telefonische Termine reichen erstmal", um jetzt in Panik zu verfallen, da die Zeit dann doch langsam ein bisschen knapp wird.

    Bei 6 Std. / Tag wäre zwar alles noch im einigermassen grünen Bereich, dummerweise wurde mein Sohn jetzt für 2 Wochen krankgeschrieben.

    Er hat eine ansteckene Hauterkrankung und da er seine Sozialstunden in einem Altenheim, wenn auch "nur" als Hausmeister absolvieren soll, ist das natürlich denkbar ungünstig.

    Rein rechnerisch, falls er, worst case, erst im August anfangen könnte, bekäme er 132 Std. zusammen, womit noch 18 Std, also drei Tage, offen wären.

    Die Krankmeldung liegt bei seinem Bewährungshelfer, der hoffentlich alles weitere in die Wege leitet.

    Worüber wir uns allerdings jetzt Gedanken machen, er hätte ja, in der Theorie, seit ungefähr Mai Zeit gehabt um die Sozialstunden abzuleisten.

    Lange Rede, kurzer Sinn ... sollte es wirklich dazu kommen, dass die 18 Std. im September noch ausstehen, reicht das für einen Widerruf der Bewährung ?


    LG

    beyond

    Oh man, klingt nach einem sehr erfolgreichem Tag ?(

    Einen Buggy klauen ist für mich wirklich unterste Schublade, ich mein, hat ja einen Grund, dass du so einen besitzt und dass er nur als Einkaufswagen dient, ist dann doch eher unwahrscheinlich.

    Dein Frust-V-Plus hast du dir redlich verdient und möge die Diebin das Karma treffen.

    Hallo ihrs,


    ich hätte da doch glatt auch nochmal eine Frage.


    Mein Sohn und ich wurden letztes Jahr überfallen.

    Er hat einen doppelten Trümmerbruch im Kiefer davongetragen, ich "nur" einen ausgeschlagenen Zahn und eine angeknackste Nase.

    Am 01.04. 2019 hätte jetzt die Verhandlung stattfinden sollen, der Termin wurde aber aufgehoben.

    Genaueres, also warum wieso weshalb, weiss ich leider auch nicht.

    Mein Sohnemann hatte direkt letztes Jahr einen Antrag auf OEG gestellt, dafür braucht man aber doch ein Urteil, oder ?

    Das Verfahren hätte vor dem Jugendgericht stattgefunden, deswegen weiss ich nicht, in wie weit man mir da überhaupt Auskunft geben darf / kann / muss.

    Telefonisch erreich ich da leider niemand, deswegen dachte ich mir, frag ich doch hier mal nach.


    Grüsse

    bey0nd

    Vielen Dank :)


    Er hatte damals eine schwere Zeit, sehr unschöne Trennung von der (EX-)Freundin, dadurch seinen Job als Altenpfleger verloren etc pp.

    Zum Glück hat der Richter, der hier eher für sehr harte Urteile bekannt ist, das alles mit einbezogen.


    Ja, dass er einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt bekommt, finde ich persönlich wirklich gut und auch die 150 Sozialstunden helfen ihm vielleicht wieder Fuss zu fassen.

    Er wollte die ganze Zeit schon wieder arbeiten und hat nicht so recht den Antrieb gefunden, jetzt muss er ;)


    Und jaaaa, wir sind sehr sehr sehr erleichtert. Jetzt ist es geschafft und es wird hoffentlich auch keine Neuauflage geben :)

    Heya,


    mein Sohn hatte am Dienstag seine Verhandlung.

    Das gute vorweg, 2 Jahre auf Bewährung, 150 Sozialstunden und er bekommt eine Bewährungshelferin zur Seite gestellt. :)


    Der Ablauf war eher durchwachsen.

    Angeklagt war eine versuchte räuberische Erpressung, gleich am Anfang kam aber dann der rechtliche Hinweis, dass auch eine versuchte schwere räuberische Erpressung in Frage kommt, da ein Messer im Spiel war, Mindesstrafe 5 Jahre.

    Da ist das Herz das erste mal gründlich in die Hose gerutscht und irgendwie hatte ich auch nicht mehr auf dem Schirm, dass wir ja vor dem Amtsgericht waren und für ein solches Straffmass eine Verweisung ans Landgericht hätte erfolgen müssen.

    Mein Sohn war in der Nacht der Tat betrunken und stand auch unter Medikamenten gegen seine Depressionen.

    Damit möchte ich nichts schmälern, denn Fakt ist und bleibt nunmal, dass er ein Messer dabei hatte und den Geschädigten zumindest bedroht hat, auch wenn er ihn nicht überfallen wollte.

    Der nächste Dämpfer war dann der Geschädigte selbst, der mit einer solchen Belastungstendenz ausgesagt und obendrauf auch mehr als einmal schlichtweg gelogen hat.

    Ich hab mir die ganze Zeit nur gedacht, warum machst du das ? die Tat an sich war doch schlimm genug, da brauchte es weder die ganzen Ausschmückungen noch die Lügen.

    Als der Staatsanwalt dann sein Plädoyer gehalten hat, da war für mich erst mal klar, das wars, unter 3 Jahren kommt mein Sohn aus der Nummer nicht raus.

    Am Ende dann, trotzdem er die Minderungsgründe nicht so ganz anerkennen wollte, kam er dann doch auf "nur" 2 Jahre, mit Bewährung.

    Dickes blaues Auge würd ich mal sagen und mit Sicherheit auch ein bisschen der Faulheit des Staatsanwaltes geschuldet, der die ganze Kiste vor dem Landgericht nicht neu aufrollen wollte.

    War zumindest so ein bisschen mein Eindruck ;)


    Wie auch immer, Bewährung und das ist erstmal das wichtigste :)

    Vielleicht ein Aprilscherz.. :/

    Den Gedanken hatte ich ja auch schon, aber ich glaub, dann hätten wir inzwischen einen zweiten Brief mit "haha, nee, scherz" :D



    Was ich aber noch los werden will.. ich finde es furchtbar was euch da passiert ist.. und zum Glück habt ihr es überstanden!!

    Die Gesellschaft verroht immer mehr..

    Sogar ich, wenn ich mit meinen Kindern in Wagen unterwegs bin schaue mir gewisse Leute genauer an.. denn auch Mütter mit Kindern sind nicht mehr sicher..

    Das ist leider so.


    Man sollte natürlich nie vergessen dass auch ganz, ganz viel Gutes passiert.. und die schlechten Dinge prägen sich mehr ein als die guten.

    ja natürlich, das ist aber immer so, an die schlechten Dinge erinnert man sich ewig, während die guten verblassen.



    Natürlich für beide Verhandlungen alles Gute!!

    Der Schlafsack ist wohl garnicht mal so eine schlechte Idee. :planlos:

    Hmmmm, mal schauen was die Finanzen noch hergeben, sollen dann ja auch gute Schlafsäcke sein und danke sds



    Liebe Grüße zurück :)

    Eine der Kuriositäten des Lebens ...


    Letztes Jahr im Mai wurden mein Sohn und ich von zwei Syrern angegriffen.

    ich hab dabei "nur" einen Zahn verloren und meine Nase war ein bisschen angeknackst, meinen Sohn hats um einiges schlimmer erwischt, doppelter Trümmerbruch im Kiefer, wegen Tritten gegen den Kopf und er war auch einige Zeit bewusstlos.

    So weit, so ungut ... gestern kam dann der Termin zur Hauptverhandlung gegen einen der beiden, den anderen haben sie wohl nicht erwischt und zwar am 01. April.

    Ja, was soll ich sagen ... am 02. April hat mein Sohn seine eigene Hauptverhandlung, klar vor dem selben Gericht :dong:

    Ich mein, das positive dabei ist, dass er sich dann schonmal anschauen kann, wie es da aussieht und wie so eine Verhandlung abgeht, aber irgendwie kurios ist es schon ... den einen Tag als "Opfer" und am nächsten Tag als "Täter" :rolleyes:

    Vielleicht sollten wir einen Schlafsack mitnehmen, dann könnten wir gleich dableiben ? :/sds

    Bei meinem Sohn steht es auch in der Anklageschrift "ist Termin zur Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht bestimmt auf "

    ch dachte bei jeder Verhandlung sind generell Schöffen dabei? Ich lese immer wieder gerne mit!


    Nein, es gibt auch die Möglichkeit der Verhandlung vor einem Einzelrichter.

    Huhu Nascha,


    Das Amtsgericht wo nur ein Richter verhandelt kann bis zu 2 Jahre verhängen.

    Ein Schöffengericht bis zu 4 Jahre.

    Es kann aber auch bei einem Schöffengericht eine Bewährungsstrafe geben. Unsere Verhandlung war am Schöffengericht.

    Was aber im Endeffekt raus kommt erfährt man erst an der Verhandlung.

    ah okay, jetzt klingt es zumindest schonmal nicht nach "auf jeden fall Knast" , danke :)



    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie für die Verhandlung und was noch kommt.

    Danke, bis April müssen wir noch Geduld haben und hoffen, dann wissen wir mehr. :)