Beiträge von bey0nd

    Eine (vielleicht) blöde Frage,


    warum macht er nicht einfach 8 Stunden täglich oder zB auch jede zweite Woche Samstag und Sonntag (da wird ja in nem Seniorenheim auch gearbeitet).

    nein, die Frage ist gar nicht blöd :)


    Die 6 Std. pro Tag kommen von dem Bewährungshelfer.

    Er würde gern länger arbeiten, umso schneller wär es rum, aber angeblich geht das nicht.

    Mit dem Samstag/Sonntag arbeiten ist das Problem, dass er ja nur als Hausmeister eingesetzt wird und nicht als Pfleger und der arbeitet am Wochenende nur im Notfall.

    Ziemlich dumm eigentlich, weil er gelernter Altenpfleger ist.



    er soll so bald wie möglich anfangen die Stunden abzuleisten und mit offenen Karten spielen.

    Wird er auf jeden Fall und der Bewährungshelfer weiss ja schon Bescheid über die Erkrankung.



    Nur Nichtstun, nicht beim Bewährungshelfer melden und sich um nichts kümmern, das geht gar nicht.

    Natürlich, da geb ich dir absolut Recht.

    Er ist ja in Kontakt mit dem Bewährungshelfer, auch wenn der scheinbar lieber telefoniert anstatt Termine zu vergeben :/



    Im Gesetz steht, dass ein Widerruf wegen Nichteinhaltung von Weisungen und Auflagen möglich ist, wenn dagegen gröblich und beharrlich verstoßen wird. Ein einfaches Nichteinhalten der Frist reicht daher nicht aus.

    Okay, gut zu wissen.

    Er hofft natürlich, im July noch anfangen zu können, weil dann geht es sich zeitlich aus.



    Sollte er im Altenheim nur für 6 Stunden gebraucht werden, wäre zu überlegen, ob nicht ein anderer Einsatzort Sinn machen würde. Stadtreinigung zum Beispiel.

    Es scheint so zu sein, dass tatsächlich nur dieser eine Einsatzort möglich ist, zumindest laut seinem Bewährungshelfer.

    Mein Sohn ist aber grad zusätzlich im Gespräch mit der Tafel, vielleicht ergibt sich da eine Möglichkeit noch ein paar Stunden zusätzlich zu machen.



    Btw: Sollte dein Sohn das Gefühl haben, sein Bewährungshelfer unterstützt ihn nicht ausreichend bzw es fehlt die vertrauensvolle professionelle Arbeitsbeziehung, kann er auch einen Wechsel beantragen.

    Prinzipiell gut zu wissen, aber er soll jetzt irgendwie die Sozialstunden hinter sich bringen und danach reicht ja ein telefonischer Kontakt alle paar Wochen ;)

    Hallo allerseits,


    nach langer Zeit hab ich doch mal wieder eine frage und ich hoffe, sie ist hier richtig, ansonsten bitte verschieben und dann ein dickes sorry für die zusätzliche Arbeit.


    Meinem Sohn wurden ja, zusätzlich zur Bewährung, auch 150 Sozialstunden auferlegt, die er bis September ableisten soll.

    Der Bewährungshelfer hat alles sehr langsam angehen lassen, á la "telefonische Termine reichen erstmal", um jetzt in Panik zu verfallen, da die Zeit dann doch langsam ein bisschen knapp wird.

    Bei 6 Std. / Tag wäre zwar alles noch im einigermassen grünen Bereich, dummerweise wurde mein Sohn jetzt für 2 Wochen krankgeschrieben.

    Er hat eine ansteckene Hauterkrankung und da er seine Sozialstunden in einem Altenheim, wenn auch "nur" als Hausmeister absolvieren soll, ist das natürlich denkbar ungünstig.

    Rein rechnerisch, falls er, worst case, erst im August anfangen könnte, bekäme er 132 Std. zusammen, womit noch 18 Std, also drei Tage, offen wären.

    Die Krankmeldung liegt bei seinem Bewährungshelfer, der hoffentlich alles weitere in die Wege leitet.

    Worüber wir uns allerdings jetzt Gedanken machen, er hätte ja, in der Theorie, seit ungefähr Mai Zeit gehabt um die Sozialstunden abzuleisten.

    Lange Rede, kurzer Sinn ... sollte es wirklich dazu kommen, dass die 18 Std. im September noch ausstehen, reicht das für einen Widerruf der Bewährung ?


    LG

    beyond

    Oh man, klingt nach einem sehr erfolgreichem Tag ?(

    Einen Buggy klauen ist für mich wirklich unterste Schublade, ich mein, hat ja einen Grund, dass du so einen besitzt und dass er nur als Einkaufswagen dient, ist dann doch eher unwahrscheinlich.

    Dein Frust-V-Plus hast du dir redlich verdient und möge die Diebin das Karma treffen.

    Hallo ihrs,


    ich hätte da doch glatt auch nochmal eine Frage.


    Mein Sohn und ich wurden letztes Jahr überfallen.

    Er hat einen doppelten Trümmerbruch im Kiefer davongetragen, ich "nur" einen ausgeschlagenen Zahn und eine angeknackste Nase.

    Am 01.04. 2019 hätte jetzt die Verhandlung stattfinden sollen, der Termin wurde aber aufgehoben.

    Genaueres, also warum wieso weshalb, weiss ich leider auch nicht.

    Mein Sohnemann hatte direkt letztes Jahr einen Antrag auf OEG gestellt, dafür braucht man aber doch ein Urteil, oder ?

    Das Verfahren hätte vor dem Jugendgericht stattgefunden, deswegen weiss ich nicht, in wie weit man mir da überhaupt Auskunft geben darf / kann / muss.

    Telefonisch erreich ich da leider niemand, deswegen dachte ich mir, frag ich doch hier mal nach.


    Grüsse

    bey0nd

    Vielen Dank :)


    Er hatte damals eine schwere Zeit, sehr unschöne Trennung von der (EX-)Freundin, dadurch seinen Job als Altenpfleger verloren etc pp.

    Zum Glück hat der Richter, der hier eher für sehr harte Urteile bekannt ist, das alles mit einbezogen.


    Ja, dass er einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt bekommt, finde ich persönlich wirklich gut und auch die 150 Sozialstunden helfen ihm vielleicht wieder Fuss zu fassen.

    Er wollte die ganze Zeit schon wieder arbeiten und hat nicht so recht den Antrieb gefunden, jetzt muss er ;)


    Und jaaaa, wir sind sehr sehr sehr erleichtert. Jetzt ist es geschafft und es wird hoffentlich auch keine Neuauflage geben :)

    Heya,


    mein Sohn hatte am Dienstag seine Verhandlung.

    Das gute vorweg, 2 Jahre auf Bewährung, 150 Sozialstunden und er bekommt eine Bewährungshelferin zur Seite gestellt. :)


    Der Ablauf war eher durchwachsen.

    Angeklagt war eine versuchte räuberische Erpressung, gleich am Anfang kam aber dann der rechtliche Hinweis, dass auch eine versuchte schwere räuberische Erpressung in Frage kommt, da ein Messer im Spiel war, Mindesstrafe 5 Jahre.

    Da ist das Herz das erste mal gründlich in die Hose gerutscht und irgendwie hatte ich auch nicht mehr auf dem Schirm, dass wir ja vor dem Amtsgericht waren und für ein solches Straffmass eine Verweisung ans Landgericht hätte erfolgen müssen.

    Mein Sohn war in der Nacht der Tat betrunken und stand auch unter Medikamenten gegen seine Depressionen.

    Damit möchte ich nichts schmälern, denn Fakt ist und bleibt nunmal, dass er ein Messer dabei hatte und den Geschädigten zumindest bedroht hat, auch wenn er ihn nicht überfallen wollte.

    Der nächste Dämpfer war dann der Geschädigte selbst, der mit einer solchen Belastungstendenz ausgesagt und obendrauf auch mehr als einmal schlichtweg gelogen hat.

    Ich hab mir die ganze Zeit nur gedacht, warum machst du das ? die Tat an sich war doch schlimm genug, da brauchte es weder die ganzen Ausschmückungen noch die Lügen.

    Als der Staatsanwalt dann sein Plädoyer gehalten hat, da war für mich erst mal klar, das wars, unter 3 Jahren kommt mein Sohn aus der Nummer nicht raus.

    Am Ende dann, trotzdem er die Minderungsgründe nicht so ganz anerkennen wollte, kam er dann doch auf "nur" 2 Jahre, mit Bewährung.

    Dickes blaues Auge würd ich mal sagen und mit Sicherheit auch ein bisschen der Faulheit des Staatsanwaltes geschuldet, der die ganze Kiste vor dem Landgericht nicht neu aufrollen wollte.

    War zumindest so ein bisschen mein Eindruck ;)


    Wie auch immer, Bewährung und das ist erstmal das wichtigste :)

    Vielleicht ein Aprilscherz.. :/

    Den Gedanken hatte ich ja auch schon, aber ich glaub, dann hätten wir inzwischen einen zweiten Brief mit "haha, nee, scherz" :D



    Was ich aber noch los werden will.. ich finde es furchtbar was euch da passiert ist.. und zum Glück habt ihr es überstanden!!

    Die Gesellschaft verroht immer mehr..

    Sogar ich, wenn ich mit meinen Kindern in Wagen unterwegs bin schaue mir gewisse Leute genauer an.. denn auch Mütter mit Kindern sind nicht mehr sicher..

    Das ist leider so.


    Man sollte natürlich nie vergessen dass auch ganz, ganz viel Gutes passiert.. und die schlechten Dinge prägen sich mehr ein als die guten.

    ja natürlich, das ist aber immer so, an die schlechten Dinge erinnert man sich ewig, während die guten verblassen.



    Natürlich für beide Verhandlungen alles Gute!!

    Der Schlafsack ist wohl garnicht mal so eine schlechte Idee. :planlos:

    Hmmmm, mal schauen was die Finanzen noch hergeben, sollen dann ja auch gute Schlafsäcke sein und danke sds



    Liebe Grüße zurück :)

    Eine der Kuriositäten des Lebens ...


    Letztes Jahr im Mai wurden mein Sohn und ich von zwei Syrern angegriffen.

    ich hab dabei "nur" einen Zahn verloren und meine Nase war ein bisschen angeknackst, meinen Sohn hats um einiges schlimmer erwischt, doppelter Trümmerbruch im Kiefer, wegen Tritten gegen den Kopf und er war auch einige Zeit bewusstlos.

    So weit, so ungut ... gestern kam dann der Termin zur Hauptverhandlung gegen einen der beiden, den anderen haben sie wohl nicht erwischt und zwar am 01. April.

    Ja, was soll ich sagen ... am 02. April hat mein Sohn seine eigene Hauptverhandlung, klar vor dem selben Gericht :dong:

    Ich mein, das positive dabei ist, dass er sich dann schonmal anschauen kann, wie es da aussieht und wie so eine Verhandlung abgeht, aber irgendwie kurios ist es schon ... den einen Tag als "Opfer" und am nächsten Tag als "Täter" :rolleyes:

    Vielleicht sollten wir einen Schlafsack mitnehmen, dann könnten wir gleich dableiben ? :/sds

    Bei meinem Sohn steht es auch in der Anklageschrift "ist Termin zur Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht bestimmt auf "

    ch dachte bei jeder Verhandlung sind generell Schöffen dabei? Ich lese immer wieder gerne mit!


    Nein, es gibt auch die Möglichkeit der Verhandlung vor einem Einzelrichter.

    Huhu Nascha,


    Das Amtsgericht wo nur ein Richter verhandelt kann bis zu 2 Jahre verhängen.

    Ein Schöffengericht bis zu 4 Jahre.

    Es kann aber auch bei einem Schöffengericht eine Bewährungsstrafe geben. Unsere Verhandlung war am Schöffengericht.

    Was aber im Endeffekt raus kommt erfährt man erst an der Verhandlung.

    ah okay, jetzt klingt es zumindest schonmal nicht nach "auf jeden fall Knast" , danke :)



    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie für die Verhandlung und was noch kommt.

    Danke, bis April müssen wir noch Geduld haben und hoffen, dann wissen wir mehr. :)

    Huhu,


    da bin ich wieder, mit der nächsten Frage :)


    Mein Sohn hat jetzt seinen Termin für die Hauptverhandlung bekommen und zwar vor dem Schöffengericht.

    Natürlich hab ich gleich mal nachgeschaut, was der Unterschied ist zwischen Einzelrichter und Schöffengericht und bin nichts als verwirrt :/

    Auf der einen Seite steht, dass ein Schöffengericht immer dann zum Einsatz kommt, wenn der Staatsanwalt beabsichtig eine Freiheitsstrafe von 2 - 4 jahren zu beantragen, bzw. dieses Strafmass für möglich hält.

    Eine andere Seite gab dann die Information, dass Verbrechen grundsätzlich vor einem Schöffengericht verhandelt werden, ganz egal welches Strafmass am Ende zu erwarten ist und eine dritte, dass eine Strafe von mindestens einem Jahr im Raum stehen muss.

    Als ich das mit den 2 - 4 Jahren gelesen hab, wurde mir schon ein bisschen mulmig, weil Bewährung dann auf sehr wackligen Füssen stehen würde, bzw. ausgeschlossen wär.

    Kann jemand von euch vielleicht meine Verwirrung entwirren ?

    Hallo Faulinchen,


    danke, mein Verstand kann grad jede Unterstützung brauchen :D


    Stimmt schon, meinem Sohn auf gedeih und verderb die eine Tat unterzuschieben, kann am ende für den/die Betreffenden nur nach hinten losgehen.

    vielleicht könnten wir zum Stichwort "Polizeigewalt/Beamtenwillkür" einen eigenen Thread starten?

    Ist ein sehr interessantes Thema, zu dem auch ich gerne ein paar Beiträge liefern würde.

    Was meint ihr?

    Ich wär sehr dafür, gibt da so einige Erfahrungen, ganz unabhängig von meinem Sohn.

    Hallo Loona,


    vielleicht liegt es bei mir auch daran, dass ich das ganze von Anfang an nicht so wirklich verstanden hab.

    Im April hat mein Sohn die Tat begangen.

    Im Mai gab es einen Anruf von der Polizei, dass er sich doch bitte melden möge, um was es ging, wollte/konnte der Polizist mir am Telefon nicht sagen.

    Mein Sohn konnte sich aber nicht melden, weil er mit einem doppelten Trümmerbruch im Kiefer im Krankenhaus lag.

    Ende Juni wurde wohl Haftbefehl erlassen, weil er zu diesem Zeitpunkt nicht gemeldet war, also ohne festen Wohnsitz und damit die Fluchtgefahr im Raum stand.

    Da ist für mich auch schon der erste Haken, weil mein Sohn in dem Zeitraum mehrmals bei der Polizei war, als Geschädigter, da der Kieferbruch aus einem Überfall resultierte, aber irgendwie scheint niemanden aufgefallen zu sein, dass da ein Haftbefehl existiert ?

    Der Raubüberfall, den sie ihm auch zur Last legen wollte, fand am 01.12. statt und am 06.12. standen sie dann vor der Tür und haben ihn mitgenommen.

    Wie gesagt, U-Haft, am 28.12. entlassen und zum selben Datum war der Durchsuchungsbeschluss ausgestellt, aber vollstreckt haben sie ihn erst zum 24.01.

    Was haben sie, fast 2 Monate später, erwartet hier zu finden ? Selbst wenn er die Tat am 01.12. begangen _hätte_ ?

    Ich glaube, das ganze schwammige, für mich unverständliche, schürt natürlich meine Ängste und lässt mich zweifeln, dass da korrekt gearbeitet wird.

    Willkür ist ein grosses Wort, die mag ich auch gar nicht unterstellen, aber das berühmte "was ist wenn ..." geistert eben durch meinen Kopf.