Beiträge von _Bea

    Hey Love,


    nein, es ist schon richtig, dass der Vermieter die Kaution eine Weile einbehalten darf. Es können ja zb auch Schäden entstanden sein, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind (bsp könnte ja ein riesiger, selbstverursachter Schimmelbefall einfach übertapeziert werden)

    Stellt der Vermieter dies erst nach der Übergabe fest, so hätte er ja kaum eine Chance, den Schaden behoben zu bekommen, sollte sich der Mieter aus dem Staub machen.

    Hallo Rhia,


    der 35er muss meines Wissens nach nicht fest im Urteil stehen, es sollte aber schon eine Kausalität zwischen Taten und Sucht festgestellt und dargelegt werden.
    Was ich nicht ganz verstehe: wurde er verurteilt nach 35er, hat eine Therapie begonnen und ist dann verhaftet worden?
    oder hat er den 35er ohne rechtliche Anweisung gemacht?

    Kalle so ist es „draußen“ ja auch- wenn man sich etwas leisten möchte, muss man an anderer Stelle unter Umständen einsparen.
    Und es ist ja wie Kadima sagt: was soll er ohne Geld draußen machen?


    Hat er denn schon ein ungefähres Datum bekommen, wann es für ihn soweit sein könnte?
    ich kann mir nicht vorstellen, dass die JVA die Summe so hoch ansetzt, als dass es nicht möglich ist, auch ohne Arbeit genügend Geld anzusparen.

    Gerne :)

    Ihr macht das schon!

    Nur nicht verzweifeln, sondern lösungsorientiert denken. Zb beim Thema Bewerbungen: niemanden geht es etwas an, wo er 6 Monate lang war. Also war er zu dieser Zeit einfach daheim und hat dich während deiner Schwangerschaft betreut.

    Freie Stellen kannst du ihm ja per Post schicken. Und er kann dir ja seine Anschreiben, Lebensläufe etc schreiben, und du tippst sie ab und schickst sie per Mail weg. So lässt sich auch die doofe Situation Bewerbung direkt aus der JVA umgehen

    Hallo Doris,


    erstmal herzlich willkommen hier.

    Du hast ja ordentlich Dampf abgelassen. Was ich auch verstehen kann. Auf der anderen Seite hilft es dir/euch vielleicht, das Ganz etwas objektiv zu sehen. Deinem Text zu entnehmen, handelt es sich ja insgesamt um eine Strafe von 6 Monaten. Also beträgt der Unterschied zwischen 2/3 und Endstrafe grade mal 8 Wochen.

    Ich würde mich an eurer Stelle gar nicht so wegen der 8 Wochen aufregen, da sie im Alltag doch schneller rumgehen als gedacht.

    Vor allem ist der Vorteil, dass er nicht wieder auf Bewährung entlassen wird, sondern mit der Endstrafe alles abgesessen hat.


    Bezüglich der einzelnen Punkte, die du aufgezählt hast: Klar gibt es Justizfehler, aber ich schätze die Arbeit der Justiz im Großen und Ganzen doch recht ordentlich ein.

    Ich zähle jetzt einfach mal die einzelnen Punkte auf und versuche, dir eine andere Perspektive aufzuzeigen.


    Bewährung: Er wurde schon einmal auf Bewährung freigelassen, hat die Auflagen nicht eingehalten und möchte jetzt wieder auf Bewährung entlassen werden. Ist ja erstmal schwierig für einen Richter, hierfür die Verantwortung zu übernehmen, sollte wieder etwas schieflaufen.


    Drogen: ein Entzug ist keine Aufarbeitung der Problematik. Dazu gehört viel mehr. Vielleicht hätte dein Mann noch Bemühungen um einen Therapieplatz zeigen sollen, sich mit den Sozialarbeitern etc auseinandersetzen können, um auch für die Zeit nach der Haft eine Nachsorge zu haben. Denn Sucht hat immer noch eine psychische Komponente.


    Sozialer Kontakt: Die Beamten können nur das beurteilen, was sie sehen. Niemand weiß, wie es wirklich um eure Beziehung steht. Vielleicht hat ein Besuch in 4-6 Monaten einfach nicht gereicht, um für die Beamten als gefestigte Beziehung zu gelten.

    Briefe werden ja nicht unbedingt gelesen und ich glaube auch nicht , dass in Strafhaft jeder Brief mit Empfänger registriert wird. Aber das ist nur eine Vermutung.


    Arbeitssituation: es wird gesagt, dass die Situation nicht gesichert ist. ALG2 ist ja schließlich keine Lösung hinsichtlich einer Arbeitsplatzsituation. Vielleicht wollte der Richter auch hier Taten und Bemühungen in Form von Bewerbungen sehen, anstatt den Vorsatz, sich nach der Entlassung arbeitslos zu melden.



    Meine Worte sind auf keinen Fall ein Angriff, sondern nur der Versuch, die Sichtweise des Richters einzunehmen.

    Vielleicht wird so die Entscheidung, auch wenn sie enttäuschend für euch ist, ein wenigg nachvollziehbarer.

    Hallo,


    erstmal Herzlich Willkommen hier im Forum.


    Zu euren Fragen:

    Ihr dürft 21 oder 22 Euro, ich weiß es nicht mehr genau, in 1- und 2 Euro Münzen mitnehmen. Mit diesen könnt ihr eurem Sohn an Automaten im Wartebereich vor dem Besuchsraum Tabak, Getränke und Süßigkeiten holen.

    Vollmachten etc. dürfen nicht mitgenommen werden. Das müsst ihr ihm per Post schicken. Briefe kommen sehr schnell an, bei uns hat es meist nur 2-3 Tage gedauert.


    Bedenkt, dass ihr früh genug da seid, am besten eine halbe Stunde vorher. Man kommt ziemlich gut mit der KVB zur JVA, aber es gibt auch einen Besucherparkplatz. Dann geht ihr in eine Art Bushäuschen und zieht dort eine Wartemarke und füllt einen Zettel aus, auf dem steht, wen ihr besucht und wer ihr seid.

    Werdet ihr aufgerufen, so müsst ihr einen gültigen Pass vorlegen.


    Die Beamten sind eigentlich sehr nett, zumindest hatte ich nie Probleme. Ich würde nur grade morgens wirklich früh genug da sein, da die Personenkontrolle mitunter relativ lange dauern kann. Außerdem haben zb Anwälte und Dolmetscher Vorrang vor den normalen Besuchern.


    Und es ist bequemer, direkt nach dem Besuch wieder vor Ort einen neuen Termin zu vereinbaren. Ich glaube in Strafhaft hat man in Köln 3 monatliche Besuche a 45 min, ich bin mir aber nicht ganz sicher.


    Ich wünsche euch alles Gute und hoffe, dass ihr etwas Licht ins Dunkel bringen könnt.

    In unserem Fall ging es ja um den 35er. Wie es in diesem Fall ist, weiß ich auch nicht.

    Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass egal wie die Haftumstände aussehen, ernsthafte Bemühungen unter Umständen positive Auswirkungen für den Gefangenen haben können, wie etwa in diesem Fall die Verlegung nach Ludwigshafen.


    Versuchen sollte man es immer, egal, wie die Aussichten auf Erfolg stehen. Man hat ja schließlich durch so etwas nichts zu verlieren. :)

    andrea83 Auf der anderen Seite kann es sich aber auch positiv auf das Urteil auswirken, wenn er Bemühungen zeigt, eine Therapie zu finden. Denn das bedeutet ja bestenfalls, dass er sein Problem in Angriff nehmen möchte, um so zukünftig ein straffreies Leben zu führen.-

    Mein Mann hat damals aus der U-Haft heraus Therapieplätze gesucht, was dann sowohl zu einer Entlassung mit Therapieauflage geführt hat, als dass es auch positive Auswirkungen auf das Urteil hatte.n

    Yvonne niemand meckert hier. Es ist vollkommen in Ordnung, dass man erstmal schlucken muss, wenn der Partner bald für einen längeren Zeitraum nicht mehr so am Leben teilnehmen kann wie vorher.


    Wichtig ist, dass sich auch dein Mann der Tatsache bewusst ist, dass es sein kann, dass er in den GV kommt. Und dementsprechend handelt.

    Du sagst,wenn er weg ist, hast du 2 Unternehmen, einen Job, Haus und Kinder. Gibt es denn nicht die Möglichkeit, dass er die Verantwortung seines Unternehmens an einen Mitarbeiter überträgt? Denn es ist ja klar, dass dieses Pensum über 3 Jahre hinweg nicht zu schaffen ist. Dir soll es ja auch gut gehen.


    Wie schon gesagt, an eurer Stelle würde ich alles für das worst case Szenario vorbereiten. Und wenn er in den OV kommt, dann umso besser. Es müssen ja keine Vorkehrungen sein, die nicht mehr Rückgängig zu machen sind.


    Bezüglich deiner Ängste: Ja, es wird hart werden für dich. Aber auch an den Knastalltag gewöhnt man sich. Auch wenn es am Anfang unvorstellbar ist. Und irgendwann ist die Zeit rum und man wundert sich, dass es doch so schnell gegangen ist :)

    Ihr müsst beide einen kühlen Kopf bewahren und versuchen, euch nicht gegenseitig verrückt zu machen.

    Hallo Yvonne,


    sind denn noch Verfahren offen? Oder wurde er beispielsweise wegen BTM verurteilt?

    Ein offener Vollzug ist auch direkt möglich. Es hängt halt von ein paar Faktoren ab, ob OV oder GV.


    Du musst bzgl. der Selbstständigkeit auch beachten, dass OV nicht direkt heißt, dass er den ganzen Tag draußen arbeiten darf und nur zum schlafen in die JVA muss. Solche Lockerungen kommen erst, sofern ich da richtig informiert bin, mit der Zeit.


    Was ich dir/euch raten würde: stellt euch auf das worst case Szenario, nämlich dass er in den GV muss, ein. Dann seid ihr vorbereitet und steht nicht wie der Ochse vorm Berg da mit eurem Unternehmen, sollte dein Mann es nicht mehr führen können.


    Ich wünsche euch alles Gute!

    Bei meinem Partner war es auch so.

    Für jede Straftat, die er in einer anderen Stadt begangen hat, war dementsprechend auch ein anderes Gericht zuständig.

    Es kann aber sein, dass die Gerichte die Verhandlungen an ein anderes Gericht übertragen- bei seiner Verhandlung wurden alle Straftaten von einem Gericht verhandelt, einfach aus Gründen der Zeitersparnis.


    Viele Grüße

    Hallo Maramel,


    ich denke, es ist am Besten, du rufst in der JVA an. Das regelt jeder anders.

    Bei uns in Köln war es so, dass ich nicht mitbringen durfte zum Besuch, noch nichtmal eine Vollmacht zum Unterschreiben. Alles musste über den postalischen Weg laufen.


    Viele Grüße,


    Bea

    Niemand will dir etwas einreden.

    Es versuchen dir nur seit Mittwoch verschiedenste Mitglieder dieses Forums zu helfen. Du hast Tipps zur Forensik bekommen, du hast die Sichtweise von Mitarbeitern auf psychiatrischen Stationen bekommen, aber nichts nimmst du an.


    Du hast um Rat bezüglich deiner Beziehung gebeten. Und auch hier hat sich jeder, der sich beteiligt hat, Gedanken über deine Situation gemacht, um dir das beste schreiben zu können.


    Sagt man, du sollst auch die Sicht deiner Partnerin einnehmen, sagst du man versteht dich nicht.

    Sagt man, wir können dir nicht helfen, bist du unzufrieden.

    Sagt man, du hast die Wahl, du bist frei, und kannst jederzeit gehen, ist dir diese Möglichkeit zu simpel für deine Problematik.

    Was genau möchtest du denn? Man kann nur versuchen, aus den Informationen, die du gibst, etwas zu finden, was dir helfen könnte.


    Bezüglich des Verurteilens: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen um sich werfen. Denn du selbst urteilst die ganze Zeit. Du urteilst über deine Freundin, weil sie nicht mehr "die alte" ist, du urteilst über das Gesundheitssystem, über die Forensik, über uns.

    Anstatt dass du dankbar bist, dass sich deine Freundin in professioneller Betreuung befindet, wo ihr geholfen werden kann, und wo sie einfach mal zur Ruhe kommen sollte (!), regst du dich nur auf und redest alles schlecht. Das ist doch nicht fair gegenüber deiner Freundin, oder?

    Weißt du sucherin,


    wenn ich deine Antworten und Reaktionen lese, kommt es mir so vor, als wäre die Forensik gar nicht dein eigentliches Problem. Sondern nur eine zusätzliche Belastung für dich oder eine willkommener Grund, die Beziehung zu beenden.


    Das was du schreibst, zb. dass du kein Fels in der Brandung bist sondern ein freier Mensch, oder dass du das Gefühl hast, alles mitmachen zu müssen- das klingt für mich so, als würdest du einfach nicht damit klarkommen, dass deine Freundin aktuell, oder sei es seit ein paar Monaten, nicht mehr so funktioniert, wie du es in den letzten 10 Jahren gewohnt bist.

    Und dass das dein eigentliches Problem ist.


    Du musst dich nicht verstellen. Aber manchmal sollte man auch um des Partners Willen die Zähne zusammen beißen und sich selbst etwas zurück nehmen.

    Schau, du bist ein freier Mensch. Du hast das riesige Glück, dich an deiner Gesundheit zu erfreuen. Du hast keine Straftaten begangen, und steckst nicht mit anderen Menschen zusammen in der Forensik. Du kannst frei über dein Leben entscheiden.

    Findest du es nicht etwas unpassend, dich dann darüber zu beschweren, dass dir die Forensik, die ganze Psychopharmakaindustrie, die Diagnostik etc. nicht passt, anstatt ihr beizustehen?

    Denn sie hat nicht die freie Wahl. Und sie hat sicherlich momentan nicht auch noch die Kapazitäten, um dich und um eure Beziehung zu kämpfen.


    Natürlich steht es dir zu, die Beziehung zu beenden, wenn du darunter leidest. Aber dann solltest du einen klaren Cut machen und nicht bei den Besuchen ihr noch zusätzlich die Angst um eure Beziehung aufhalsen.

    Hallo sucherin,


    hast du dich denn mal mit deiner Unsicherheit an das Personal der Forensik gewandt?

    Bestimmt werden sie dir solche Fragen beantworten können, wenn du nett fragst, was in Pakete darf, was störend sein könnte etc.


    Zu dem Thema zu aufgeregt sein: natürlich ist deine Situation nicht schön. Aber du musst auch sehen, dass sich in einer Forensik psychisch labile Menschen aufhalten. Die zuständigen Pfleger und Psychologen haben eine immense Verantwortung. Wenn dann jemand kommt und total aufgeregt ist, kann sich das unter Umständen negativ auf die Patienten auswirken, vor allem auf deine Partnerin. Solch ein Besuchsverbot ist ja keine Sanktion, sondern eher als eine Schutzmaßnahme zu verstehen.


    Zu dem Thema Veränderung deiner Partnerin: Glaubst du wirklich, dass Medikamente es schaffen, einen Menschen 10 Jahre lang komplett zu verändern? Ohne Ausnahme? Ich denke, du solltest das Verhalten deiner Partnerin eher der Medikamentenumstellung und den äußeren Umständen zuschreiben, statt an ihrem Charakter zu zweifeln.

    Hallo,


    ich durfte letztes Jahr die Klamotten nicht beim Besuch mitbringen, sondern musste sie per Post schicken. Mein Mann hat mir vorher ein Dokument zukommen lassen, wo drauf stand, was und in welcher Menge in das Paket gepackt werden darf. Diese Kleidermarke musste ich dann außen auf das Paket kleben.


    Dokumente dürfen nicht beim Besuch übergeben werden. Das einzige was du mitnehmen darfst, sind 21 oder 22 Euro in 1-2 Euro Münzen. Davon kannst du ihm etwas am Automaten im Warteraum vor dem Besuchsraum kaufen.


    Telefonieren ist in U-Haft in Köln nicht erlaubt. Allerdings lohnt es sich, mal lieb bei der Sozialarbeiterin nachzufragen, ob sie eine Ausnahme machen kann, wenn es etwas wirklich wichtiges ist. Da sind die ziemlich unkompliziert.


    Briefmarken bekommt er beim Einkauf. Allerdings ist es schneller, wenn du ihm einfach ein paar mit in den Brief legst.

    Die Post geht übrigens ziemlich schnell. Briefe wurden innerhalb von 2 Tagen zugestellt.


    Liebe Grüße,


    Rabea

    Liebe Mona,


    ich kann dich und deine Punkte auf jeden Fall verstehen.

    Auch dass du ihm gegenüber eine gewissen Verantwortung empfindest.


    Es geht auch gar nicht darum, dass er dich nicht respektiert, weil er suchtkrank ist oder ähnliches. Es ist jedoch etwas anderes, wenn man es beispielsweise wie Mei1977 und ihr Mann handhabt, der gewillt ist, an seinem Problem zu arbeiten, oder ob sich jemand gar nicht mit seiner Sucht auseinandersetzen möchte und jetzt schon sagt, dass er wieder konsumieren wird und wieder einen Gefängnisaufenthalt riskiert.


    Das meine ich mit mangelndem Respekt dir gegenüber, weißt du?


    Und noch etwas, was sehr wichtig ist: Rede dir niemals ein, dass du eine Schuld, und sei es "nur" eine Teilschuld daran hast, dass er so abgerutscht ist. Denn jeder Mensch kann frei entscheiden, welchen Weg er wählt, um mit problematischen Situationen umzugehen.

    Mein jetziger Freund hat in der Vergangenheit auch oft bei Stress und Druck Kokain genommen, um sich ein wenig Luft zu verschaffen.

    Jetzt sagt er retrospektiv auch, dass er damals immer gerne anderen Leuten die Schuld daran gegeben hat, es letztendlich jedoch stets seine eigene Entscheidung war, ob er Drogen nimmt, kriminell ist oder es sein lässt.

    Es ist immer unglaublich schwer, die Perspektive von jemandem anzunehmen, mit dessen Situation man nicht vertraut ist.

    Grade bei Sucht. Jemand, der noch nie Drogen genommen hat, wird nur schwer jemanden verstehen können, der solch ein starkes Verlangen hat, dass er schlimmstenfalls alles hinter sich lässt, was ihm früher wichtig war.


    Bezüglich eurer Gespräche: Vorwürfe führen nur selten direkt zu einer Einsicht. Denn wenn du dich selbst einmal in Streitsituationen beobachtest, wirst du doch sicher auch feststellen, dass du Vorwürfe erst einmal abblockst, oder?

    Versuch vielleicht das Gespräch ein wenig anders anzugehen, um mit ihm gemeinsam sein Verhalten zu reflektieren bzw dies bei ihm anzuregen. Ein Beispiel hierfür wäre:

    Statt zu sagen:" Immer nimmst du Droge XY! " Versuch es doch mal mit folgender Aussage: "Mir ist aufgefallen, dass du in letzter Zeit schon öfter XY zu dir nimmst. Hast du bestimmte Gedanken/Stress etc., die dich beschäftigen?


    So vermeidest du 1. den Angriff und dass du dich belehrend über ihn stellst und 2. regst ihn bestenfalls dazu an, über die Ursachen seines Handelns nachzudenken.

    Versuch mit ihm auf Augenhöhe zu bleiben, statt mit dem erhobenen Zeigefinger vor ihm zu stehen.

    liebe Mona,


    sollte sich dein Post auf mich beziehen, dann kann ich dir nur sagen, dass ich gar nichts leicht sage.


    Ich war 3 Jahre mit jemandem zusammen, dem es wichtiger war zu saufen und zu kiffen, als mit mir zu sein.
    wie oft saß ich weinend alleine in meinem Zimmer und habe den ganzen Tag auf mein Handy gestarrt weil wir zum Frühstücken verabredet waren und sein Handy nachmittags immer noch aus war.

    Was folgte waren leere Versprechungen und am nächsten Wochenende das gleiche Spiel.
    Und ich war vor seiner Familie noch die Böse, weil ich dem armen Jung ja noch Stress gemacht habe, obwohl es doch völlig normal ist, mit seinen Kumpels bis morgens früh zu saufen.

    Ich wusste schon in den ersten Monaten, als ich ihn vor die Wahl gestellt habe entweder Kiffen oder ich und er trotzdem weiter gemacht hat, dass er das niemals für mich aufhört, weil er es eben selbst nicht möchte.


    Ich habe mir auch immer wieder gesagt uns verbindet doch so viel, wir haben doch schon so viel erlebt, soll ich das alles aufgeben?
    Er hat selbst seine Fehler nicht eingesehen, als er betrunken in der Wohnung eines gemeinsamen Freundes randaliert hat, weil ich nicht mit ihm nach Hause kommen wollte.

    Seine Aussage diesbezüglich war: „Man darf ja wohl mal als Mann einen über den Durst trinken und man darf ja wohl mal ein Arschloch sein!“

    Und da ist mir auch endgültig klar geworden, dass er mich weiterhin so behandeln wird, weil er einfach keinen Respekt mehr vor mir hatte.


    Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe in den Äußerungen und dem Verhalten deines Freundes ein paar Parallelen zu meiner Geschichte entdeckt, weshalb ich sie dir erzählt habe.

    Damit du siehst, dass all das Hoffen auf Veränderung des Partners oftmals nichts bringt.