Beiträge von Defender11

    Liebe Lilly, schön dass Du in Aichach so gute Erfahrungen machen darfst.

    Auf dem A- Flügel sind wirklich nette Beamtinnen, das stimmt.

    Und nur eine Nacht im Zugang bei Frau Schneider.

    Dass du soviel positives erlebst und auch gegenüber der Beamtinnen so bist, kann ich auch bestätigen: Man fällt besser auf, wenn man unauffällig ist. Kein Stress, kein Knatsch, das ist für alle das angenehme.

    Wenn du schon im OVZ bist, hast du auch die Frau Yildirim gesehen?

    Liebe Mel, also Tabak kannst du in der JVA kaufen, aber mit dem Drehen wird es dann interessant. Während meiner Zeit in Aichach hatten einige Insassen mini kleine Drehmaschinchen. Sorry an die Raucher, ich bin Ex- Raucher und hab mir den Begriff nicht gemerkt. :)

    Der Zugangseinkauf weiß ich nicht, wann der sein wird. Als ich letztes Jahr (es jährt sich gerade: 23.10.18 rein auf Zugang, 25.10.18 auf Flügel) nach Aichach "durfte", war gerade da der Einkauf. Könnte möglich sein, dass in Zweibrücken auch grad in der Zeit Einkauf ist. Das weiß ich nicht, ist bestimmt von JVA zu JVA und Bundesland zu Bundesland verschieden.


    14 Monate sind nicht wirklich lange. Mach das beste draus, sei nett und immer freundlich. Dann wird die Zeit wie im Flug vergehen.

    Hoffentlich, da schließe ich mich Totti an: Hast du eine gute Familie und Freunde, die zu dir halten, dich unterstützen. Das ist ganz wichtig. :)

    Liebe Melanie,

    ich kann deine Aufregung nur zu gut verstehen.

    Hast Du Freunde oder Familie, die Dir helfen können, Deine Wohnung auszuräumen und zu kündigen?
    Meine Haft liegt noch nicht ganz so lange zurück:

    Ich sollte im August 2017 meine Haft antreten. In Passau, Männer- Gefängnis. Ich bin allerdings transsexuell und operativ nicht vollständig angeglichen. Also hat mein Anwalt hin und her geschrieben, seine eine Sekretärin rief auch immer hin und her. Ich sollte also zum Datum des Antritts erst mal zu Hause bleiben.

    Dann kam im Januar 2018 eine Schulter- OP dazu. Ich bekam jedes Mal einen Haftaufschub. Doch dann musste ich im letzten Oktober in Aichach einrücken.

    Natürlich voller Sorge (meine Eltern sind beide krank, mein Vater Pflegefall) und auch Angst.

    Aber die Leute im Büro waren schon sehr nett. Die Dame vom Sozialdienst ebenfalls.

    Auch in der Kammer beim Klamotten- Wechsel waren sie alle sehr nett. Auch die medizinische Begutachtung, wo ich nun hin sollte, verlief sehr freundlich.

    Kam dann, obwohl augenscheinlich (trage Vollbart) männlich, aber eben nicht ganz männlich mit Genitalien, in den Frauentrakt.

    Im Zugang war alles so super nett und lieb. Die Beamtinnen und auch die Damen waren sehr freundlich.

    Nur wenige Tage später (kann sicher auch mal einen längeren Aufenthalt im Zugang geben, wurde mir auch schon in Aichach gesagt)kam ich dann auf den Flügel, wo ich meine Haft absaß. 9 Monate. Bin aber seit April auf 2/3 draußen.

    Sei einfach nur du selbst, geh Ärger und Trubel aus dem Weg, schau, dass du eine Arbeit bekommst, sei respektvoll zu den Beamten (ich war immer höflich, so mit Türen aufhalten und so), dann vergeht die Zeit wie im Flug. :)

    Wie vorher geschrieben wurde: Anrufen in Aichach. Die Leute im Büro sind unendlich nett, geben dir Tips und informieren dich.

    Sie verbinden dich sicher auch mit der Kammer.

    Die Damen dort sind ebenfalls sehr nett und auch sehr humorvoll, was schon mal etwas die Angst wegnimmt- so meine eigenen Erfahrungen.

    Ausschließen kannst du nichts. Es wurde ja schon geschrieben, du merkst selbst, von wem du dich fernhalten musst.

    Pass einfach auf, wenn Aufschluss ist, sieh zu, dass deine Zellentür immer zu ist.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich bei Aufschluss die Tür immer zu hatte, auch wenn ich genau davor stand oder auch nur bei den "Sauberen" in den Zellen neben der war, in der ich "wohnte".

    Bei Filze kann es nämlich passieren, dass wenn etwas unschönes bei dir gefunden wird, du, wie schon geschrieben wurde, ganz schnell Bunker und Arrest kassierst.

    Ich war jetzt ein Kandidat, der wie es so schön salopp heißt, "keine Feinde" hatte, aber trotzdem kann deine Nase irgendwem nicht passen und dann hast du ein Problem.

    In meinem Fall muss ich auch sagen, waren die "Ärgerkandidaten" eher vorsichtig, denn die Zelle, in der ich war, lag nur ein paar Schritte vom Büro entfernt, ebenso war die Zentrale schnell erreichbar. Irgendwelche Beamtinnen waren ständig greifbar.

    Deshalb schau lieber, dass du dich vom "Ärgerpotenzial" fernhältst. Diese Leute sind clever, irgendwas kann immer gefunden werden.

    Ich bin heute noch den "Sauberen" dankbar, dass die mir ständig Tips gaben, worauf ich achtgeben musste.

    Das gebe ich auch gern weiter.

    Hallo Hawk, willkommen hier im Forum.


    Wie verhält man sich richtig oder gut oder was auch immer in einer JVA?

    Eine gute Frage, die denke ich, jeder anders beurteilt oder beantwortet.

    Ich selbst z.B. bin von Haus aus ein eher ruhiger, zurückhaltender Mensch. Daher fiel ich eher durch meine Unauffälligkeit

    in der Haftzeit auf. Die Beamtinnen kamen auf mich zu, wenn ich jemandem behilflich sein sollte. Sei es, dass die Person kein Deutsch verstand, oder jemand körperlich eingeschränkt war und auf dem Flügel nahe der Krankenstation noch kein Platz war.

    Oder auch bei Behördenbriefen, wenn die Personen mit dem Amtsdeutsch als z.B. Bolivianer Schwierigkeiten hatten.

    Das war dann immer so meine Aufgabe. Mit Respekt und der Zurückhaltung hatte ich jetzt eine eher ruhigere Zeit.

    Einfach ruhig und freundlich sein. Verhalte dich zurückhaltend. Dann schaffst du das.

    Geh dem Ärger aus dem Weg.

    Schau, dass du eine Arbeit bekommst, finde deinen eigenen Alltag und Rhythmus während der Haft, dann klappt das alles.


    Alles Gute! :)

    Also, mir hat eine lieb gewordene Mitgefangene das mal so erklärt in meiner Haft: Wer Antrag auf Halbstrafe stellen möchte, sollte länger als 9 Monate in Haft sein. Dann ist es Sache des Gerichtes.

    Für mich kam das nie in Betracht, weil ich 9 Monate Haft hatte und auf 2/3 raus durfte.

    Also, ich bin ja nun auch erfahren, was Aichach angeht und stimme in allem, was WG1601 sagt, komplett zu.

    Den Besucherantrag kannst du als Insassin auch selbst an die Angehörigen rausschicken.

    In der Zelle im Zugang erwarten den Neuzugang auch ein paar Bögen Papier, Anträge, sowie Besucheranträge, Umschläge und ein Kugelschreiber.

    Wenn mehrere Besucheranträge gebraucht werden, einfach Mittwochs bei der Materialausgabe am Büro drum bitten. Genauso ist es mit gesperrten Einkäufen oder wenn jemand Neues noch nicht zum Einkauf mitkann bzw diesen gerade verpasst hat, dann bekommt man bei der Materialausgabe auch ein paar Bögen Papier und Umschläge.