Beiträge von OpenDoor

    P.S Ihr habt die Möglichkeit mit einem Anwalt eine Blitz Konferenz zu beantragen. Das klappt zwar nur in den wenigsten Fällen aber ein Versuch ist es wert. Habe Leute erlebt die hatten nach 2 Wochen ihre Konferenz und sind nach weiteren 2 Wochen in die Lockerung und nach 6 Monaten in den offenen und das mit 3 Jahre Haft... ich hab’s bis heute nicht verstanden aber es gibt wohl Anwälte die einfach wissen wie es geht.. nicht wie meine wo sich im nachgang herraustellte das ich ihr erster Knast Klient war :(

    Eine „Blitzkonferenz“ gibt es im HStVollzG nicht, faktisch kann man soetwas auch nicht beantragen.

    Das Gesetz schreibt vor, dass ein Vollzugsplan im Diagnoseverfahren erstellt werden muss. Dieses dauert.... Dieser Vollzugsplan wird in einer Konferenz beraten und beschlossen. Den verschriftlichten Vollzugsplan bekommt der Gefangene hinterher ausgehändigt und kann diesen vom Gericht überprüfen lassen.

    Diese Überprüfung wird wohl durch die Anwälte vor Gericht beantragt worden sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Anstaltsleiter sich von irgendwelche windigen Anwälten indirekt vorschreiben lässt wie und wann er wen zu lockern hat.

    Einfach bei der JVA anrufen. Die können es einem direkt sagen wer der Vertragshändler ist.

    TomJacky , soweit ich weiß geht im Gefängnis nur die Playstation1, da muss man sich vorher genau erkundigen.

    Mein Mann z.B. hat sich in Moabit eine zugelegt, ich hab extra ein Spiel bestellt, und nun in Tegel liegt es brav in seiner Habe weil in Tegel die Konsole nicht erlaubt ist. Ob die in Tegel erlaubt ist konnte ihm aber keiner sagen, alle haben aber einfach fest damit gerechnet.. aber ich denke in der Kammer geht´s der Konsole auch gut...

    Ich würde mich erkundigen wie damals die Playstation genehmigt wurde.


    In Hessen wurde eine Zeit lang von den JVAs bestimmte Sachen sehr schwammig genehmigt. Es stand in der Genehmigung / Verfügung nur drin, dass es genehmigt ist, aber nicht, dass es diese Genehmigung nur für die jeweilige Anstalt gilt. Nach einer Verlegung in eine andere Anstalt wurde der Gegenstand nicht ausgehändigt, der Betroffene klagte dagegen und bekam recht. Aus dieser Zeit stammen in den Langstrafenanstalten noch Sachen die heute nie genehmigt werden würden (beispielsweise xBox mit der Möglichkeit ins Internet zu gehen, da sie nie umgebaut / das Internetteil entfernt wurde).

    Nach diesem Urteil wurde dann ganz schnell in einigen Anstalten ein „Genehmigungsstempel“ mit dem entsprechenden Text bestellt 😜


    Vielleicht hat Berlin damals bei euch auch „falsch“ genehmigt. Dein Mann wird ja noch einige Zeit im Staatshotel zu Tegel residieren, da lohnt es sich mal nachzufragen. 😃

    Hey Chris,


    Ich habe bisher keine Fehlermeldung bekommen und auch sonst läuft das Forum stabil bei mir. Auch irgendwelche Downtimes hatte ich noch nie.

    Das einzige was mich wirklich stört ist, dass die Userdetails ineinander verlaufen. Aber das hat eher was mit der Grafik anstelle der Datenbank zutun.

    Hallo,


    wie lange er dafür bekommen wird kann dir niemand sagen. Wir kennen die Umstände und Hintergründe der Tat nicht. Außerdem ist kein Verfahren vergleichbar. Jeder Urteilsspruch ist individuell.
    Eine Verhandlung wird es wohl geben müssen. Einfach ein Urteil auf Aktenlage entspricht nicht unserem Rechtssystem.
    Je nach Ermittlungsstand kann es dauern bis ein Termin zur Hauptverhandlung steht. Selbst bei einem Geständnis muss die STA ja noch ermitteln ob das wirklich alles so passt oder ob er nicht vielleicht erpresst wurde dieses abzugeben. Besonders in diesen Zeiten könnte es länger dauern mit den Terminen...

    ich kann nur für Hessen sprechen: hier undenkbar! Die Gefangenen haben in Hessen das Recht auf ne Einzelunterbringung und außerdem gibt es einen Trennungsgrundsatz. Männer von Frauen und Jugendliche von Erwachsenen. Ich kenne die Strafvollzugsgesetze der anderen Bundesländer nicht auswendig, aber meist sind die doch im Großen und Ganzen ähnlich....

    hallo,
    es kommt drauf an wegen was dein Freund verurteilt ist. Ist er nach Jugendstrafrecht verurteilt, sitzt er seine Strafe im Jugendvollzug ab. Ist er nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt, sitzt er im EVollzug.
    Das er im Offenen Vollzug im Erwachsenenbereich ist und wegen Überfüllung in den geschlossenen Jugendvollzug verlegt wird kann nicht sein.
    War er im offenen Vollzug in einer Jugendabteilung (meist nicht unbedingt direkt zu erkennen, bei uns ist die im gleichen Haus, nur auf der anderen Seite des Hauses) und hat sich dort was zu schulden kommen lassen, dass er aus dem OV abgelöst wurde und nun im geschlossenen Vollzug sitzt?

    Letztlich kannst du von draußen garnix machen. Offener Vollzug ist eine Vollzugsöffnende Maßnahme auf die ein Gefangener kein Anspruch hat, sondern die JVA kann ihn dort hin verlegen, muss es aber nicht.
    Eine herausnehme aus dem Jugendvollzug könnte dein Freund zwar beantragen, aber die meisten Vollstreckungsleiter die ich kennen gelernt habe schließen sich der Meinung der JVA an - und wenn die Herausnahme nicht von der JVA ausgeht oder mitgetragen wird ist die Chance doch eher sehr sehr gering.

    Dafür sind wir ja da... war auch eher ne rhetorische Frage.


    Die Postkontrolle liegt beim Gericht / STA um evt Beweise für ein Verfahren zu sichern bzw. um ein geordnetes Strafverfahren durchführen zu können. Könnte ja sein, dass dein Mann dich beauftragt Beweismittel verschwinden zu lassen oder Zeugen zu beeinflussen. Das will man damit verhindern.


    Wenn es aber nur Bilder von euch sind, sollte es kein Problem sein. Einfach probieren :)

    Was sollte dagegen sprechen? Es hat ja nichts mit den Verfahren zutun. Sollte der Richter oder Staatsanwalt was dagegen haben, wird es sowieso zur Habe verfügt.

    Die Bilder sollte nur nicht mit ner Sofortbildkamera gemacht werden (gibts sowas überhaupt noch?), da diese in vielen Bundesländern verboten sind.

    da dein Sohn anscheinend eine Jugendstrafe absitzt, gibt es erstmal keinen 2/3 Termin, was man hier immer liest. Das Jugendstrafvollzugsrecht der Länder hat nicht den Gedanken der Resozialisierung sondern einen Erziehungsgrundsatz. Wenn dein Sohn alle im Förderplan (im E Vollzug ist es der Vollzugsplan) festgelegten Maßnahmen abgeschlossen hat und sich auch sonst keine gravierenden Meldungen / Diszis gefangen hat, so steht einer vorzeitigen Entlassung eigentlich nichts im Wege. Jedoch entscheidet das letztlich der Vollstreckungsleiter/in nach einer Stellungnahme der JVA sowie einer Anhörung.


    hey,

    Wenn es zu einer Anklage kommt, wird es vor dem zuständigen Jugendgericht und meist damit auch vom Vollstreckungsleiter/in verhandelt.
    Die Richterin / Vollstreckungsleiterin der Jugendstrafanstalt wo ich mal tätig war findet Straftaten während der Haft ganz und garnicht toll und gibt den meisten noch was drauf, wenn es nachweisbar ist.


    Beleidigungen von Bediensteten beispielsweise gab es meistens 3 bis 6 Monate Nachschlag.

    würde eine zweckgebundene Einzahlung machen. Wie Kajada geschrieben hat, ist dies nicht pfändbar, da es aufs Hausgeld geht und direkt gesperrt wird.
    jedoch könnte es für den Weihnachtseikauf aktuell schon zu spät sein, denn ihr müsst das Geld überweisen, es muss gebucht werden, euer Sohn muss die Freigabe für den Sondereinkauf beim VAL / Anstaltsleitung beantragen und dann muss das Geld dafür „freigegeben“ werden. Und das alles vor dem Druck der Einkaufsscheine und vor dem nächsten Einkauf.

    Es kann auch ganz schnell gehen. Die Anstaltsleitung und Vollstreckungsleitung arbeiten in diesem Fall sehr eng zusammen. Wenn es von der Anstaltsseite gut vorbereitet ist, ist die Anhörung erfahrungsgemäß nur noch proforma. Bis jetzt habe ich von keiner Verlegung in den E-Vollzug mitbekommen, die gescheitert ist (wenn die Anstalt es natürlich auch für sinnvoll erachtet).
    Klar, die Jungs wollen alle gerne in den E-Vollzug aus dem einfachen Grund, dass man dort nicht so hinter ihnen her ist wie im Jugendvollzug. Keine Sozialarbeiter die einem auf den Sack gehen, wenige bis keine verpflichtenden Veranstaltungen, Kontakte zu den richtigen Berufsverbrechern, ...

    Solange er im Jugendvollzug bleiben kann, soll er das machen. Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für nach der Haft sind viel besser als im E-Vollzug. Auch Therapieangebote gibt es mehr.
    Vielen tut ein Luftwechsel in ein anderes Haus oder Abteilung mal ganz gut. In Hessen haben wir die Möglichkeit auch die männlichen Jugendlichen in eine andere JVA zu verlegen (Rockenberg vs. Wiesbaden). Gerade wenn die Jungs zwischen 18 und 20 sind, gehen manche nach Wiesbaden. Einfach weil dort mehr Gleichaltrige sind als die „Kinder“ in Rockenberg. Läuft es in Wiesbaden nicht, wird von dort auch gerne nach Rockenberg verlegt.

    Vielleicht ist die Luftveränderung ja auch eine Möglichkeit bei euch.

    7 Monate und dann auf 2/3? Das sind rein rechnerisch 4,5 Monate. Habe es nur ganz selten erlebt, dass jemand genau zum 2/3 Termin raus ist. Meist erst etwas später. Gehen wir mal davon aus, dass er nach 5 Monaten raus geht. Wollt ihr wirklich noch die 2 Monate auf 3 Jahre Bewährung mit entsprechenden Auflagen bekommen? Sorry, aber das macht für mich keinen Sinn. Bei diesen kurzen Strafen empfehle ich jedem die Zeit abzusitzen, dann ist es rum und es gibt keine Bewährungsauflagen.

    Die Nummern kann der Gefangene ändern lassen auf Antrag. In den Langstrafenanstalten wo ich war haben die Jungs ein einfaches Anliegen geschrieben mit „bitte Nummer von XY löschen und durch die neue ersetzen“. Dazu dann der Telioantrag wo die Nummern eingetragen werden. Nachdem es überprüft ist wird die Nummer ersetzt.

    Hallo, im Sozialdienst gibt es immer eine Vertretung. Je nach Organisation der Anstalt einfach ein Anliegen schreiben und auch angeben warum man zu dem Sozialdienst will.

    Im Falle deines Mannes würde ich an seiner Stelle eher Kontakt mit dem Suchtberater der Anstalt aufnehmen. Die kennen die Einrichtungen meist besser und haben auch bessere Kontakte dort hin. Zu klären ist auch die Frage der Kostenübernahme. Hier sollte man zuerst mit der Krankenkasse sprechen. Denn ohne Kostenübernahme keine Aufnahme. Aber das alles erklärt einem normalerweise der Suchtberater.

    Eigentlich läuft es so: der Gefangene stellt einen Antrag auf Verlegung in eine andere JVA. Er muss begründen, warum er in dieser verlegt werden will und warum genau in seinem Fall vom Vollstreckungsplan abgewichen werden soll. Das ganze wird geprüft und wenn die JVA es befürwortet zwischen den JVAs geklärt ob Platz ist oder nicht. Bundeslandübergreifend geht es über das Ministerium.


    Wenn eine Verlegung abgelehnt wird, bekommt der Gefangene dies eröffnet und eine Rechtsbehelfsbelehrung dazu, wo seine Rechte drin stehen.

    Auf dem Zettel steht nix anderes, als dass er das Recht hat gegen die Entscheidung Beschwerde einzulegen und diese durch ein Gericht überprüfen zu lassen. §109 Strafvollzugsgesetz (das Bundeseinheitliche). Nachteil beim 109er: wenn das Gericht die Verlegung nicht zulässt und auch ableht muss der Gefangene die Kosten für den Prozess tragen.