Beiträge von OpenDoor

    Dafür sind wir ja da... war auch eher ne rhetorische Frage.


    Die Postkontrolle liegt beim Gericht / STA um evt Beweise für ein Verfahren zu sichern bzw. um ein geordnetes Strafverfahren durchführen zu können. Könnte ja sein, dass dein Mann dich beauftragt Beweismittel verschwinden zu lassen oder Zeugen zu beeinflussen. Das will man damit verhindern.


    Wenn es aber nur Bilder von euch sind, sollte es kein Problem sein. Einfach probieren :)

    Was sollte dagegen sprechen? Es hat ja nichts mit den Verfahren zutun. Sollte der Richter oder Staatsanwalt was dagegen haben, wird es sowieso zur Habe verfügt.

    Die Bilder sollte nur nicht mit ner Sofortbildkamera gemacht werden (gibts sowas überhaupt noch?), da diese in vielen Bundesländern verboten sind.

    da dein Sohn anscheinend eine Jugendstrafe absitzt, gibt es erstmal keinen 2/3 Termin, was man hier immer liest. Das Jugendstrafvollzugsrecht der Länder hat nicht den Gedanken der Resozialisierung sondern einen Erziehungsgrundsatz. Wenn dein Sohn alle im Förderplan (im E Vollzug ist es der Vollzugsplan) festgelegten Maßnahmen abgeschlossen hat und sich auch sonst keine gravierenden Meldungen / Diszis gefangen hat, so steht einer vorzeitigen Entlassung eigentlich nichts im Wege. Jedoch entscheidet das letztlich der Vollstreckungsleiter/in nach einer Stellungnahme der JVA sowie einer Anhörung.


    hey,

    Wenn es zu einer Anklage kommt, wird es vor dem zuständigen Jugendgericht und meist damit auch vom Vollstreckungsleiter/in verhandelt.
    Die Richterin / Vollstreckungsleiterin der Jugendstrafanstalt wo ich mal tätig war findet Straftaten während der Haft ganz und garnicht toll und gibt den meisten noch was drauf, wenn es nachweisbar ist.


    Beleidigungen von Bediensteten beispielsweise gab es meistens 3 bis 6 Monate Nachschlag.

    würde eine zweckgebundene Einzahlung machen. Wie Kajada geschrieben hat, ist dies nicht pfändbar, da es aufs Hausgeld geht und direkt gesperrt wird.
    jedoch könnte es für den Weihnachtseikauf aktuell schon zu spät sein, denn ihr müsst das Geld überweisen, es muss gebucht werden, euer Sohn muss die Freigabe für den Sondereinkauf beim VAL / Anstaltsleitung beantragen und dann muss das Geld dafür „freigegeben“ werden. Und das alles vor dem Druck der Einkaufsscheine und vor dem nächsten Einkauf.

    Es kann auch ganz schnell gehen. Die Anstaltsleitung und Vollstreckungsleitung arbeiten in diesem Fall sehr eng zusammen. Wenn es von der Anstaltsseite gut vorbereitet ist, ist die Anhörung erfahrungsgemäß nur noch proforma. Bis jetzt habe ich von keiner Verlegung in den E-Vollzug mitbekommen, die gescheitert ist (wenn die Anstalt es natürlich auch für sinnvoll erachtet).
    Klar, die Jungs wollen alle gerne in den E-Vollzug aus dem einfachen Grund, dass man dort nicht so hinter ihnen her ist wie im Jugendvollzug. Keine Sozialarbeiter die einem auf den Sack gehen, wenige bis keine verpflichtenden Veranstaltungen, Kontakte zu den richtigen Berufsverbrechern, ...

    Solange er im Jugendvollzug bleiben kann, soll er das machen. Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für nach der Haft sind viel besser als im E-Vollzug. Auch Therapieangebote gibt es mehr.
    Vielen tut ein Luftwechsel in ein anderes Haus oder Abteilung mal ganz gut. In Hessen haben wir die Möglichkeit auch die männlichen Jugendlichen in eine andere JVA zu verlegen (Rockenberg vs. Wiesbaden). Gerade wenn die Jungs zwischen 18 und 20 sind, gehen manche nach Wiesbaden. Einfach weil dort mehr Gleichaltrige sind als die „Kinder“ in Rockenberg. Läuft es in Wiesbaden nicht, wird von dort auch gerne nach Rockenberg verlegt.

    Vielleicht ist die Luftveränderung ja auch eine Möglichkeit bei euch.

    7 Monate und dann auf 2/3? Das sind rein rechnerisch 4,5 Monate. Habe es nur ganz selten erlebt, dass jemand genau zum 2/3 Termin raus ist. Meist erst etwas später. Gehen wir mal davon aus, dass er nach 5 Monaten raus geht. Wollt ihr wirklich noch die 2 Monate auf 3 Jahre Bewährung mit entsprechenden Auflagen bekommen? Sorry, aber das macht für mich keinen Sinn. Bei diesen kurzen Strafen empfehle ich jedem die Zeit abzusitzen, dann ist es rum und es gibt keine Bewährungsauflagen.

    Die Nummern kann der Gefangene ändern lassen auf Antrag. In den Langstrafenanstalten wo ich war haben die Jungs ein einfaches Anliegen geschrieben mit „bitte Nummer von XY löschen und durch die neue ersetzen“. Dazu dann der Telioantrag wo die Nummern eingetragen werden. Nachdem es überprüft ist wird die Nummer ersetzt.

    Hallo, im Sozialdienst gibt es immer eine Vertretung. Je nach Organisation der Anstalt einfach ein Anliegen schreiben und auch angeben warum man zu dem Sozialdienst will.

    Im Falle deines Mannes würde ich an seiner Stelle eher Kontakt mit dem Suchtberater der Anstalt aufnehmen. Die kennen die Einrichtungen meist besser und haben auch bessere Kontakte dort hin. Zu klären ist auch die Frage der Kostenübernahme. Hier sollte man zuerst mit der Krankenkasse sprechen. Denn ohne Kostenübernahme keine Aufnahme. Aber das alles erklärt einem normalerweise der Suchtberater.

    Eigentlich läuft es so: der Gefangene stellt einen Antrag auf Verlegung in eine andere JVA. Er muss begründen, warum er in dieser verlegt werden will und warum genau in seinem Fall vom Vollstreckungsplan abgewichen werden soll. Das ganze wird geprüft und wenn die JVA es befürwortet zwischen den JVAs geklärt ob Platz ist oder nicht. Bundeslandübergreifend geht es über das Ministerium.


    Wenn eine Verlegung abgelehnt wird, bekommt der Gefangene dies eröffnet und eine Rechtsbehelfsbelehrung dazu, wo seine Rechte drin stehen.

    Auf dem Zettel steht nix anderes, als dass er das Recht hat gegen die Entscheidung Beschwerde einzulegen und diese durch ein Gericht überprüfen zu lassen. §109 Strafvollzugsgesetz (das Bundeseinheitliche). Nachteil beim 109er: wenn das Gericht die Verlegung nicht zulässt und auch ableht muss der Gefangene die Kosten für den Prozess tragen.

    Das kann gut sein, dass Aufladungen von außen nicht gestattet sind. In Hessen ist es -soweit ich weiß - noch möglich, jedoch auch nur eine Frage der Zeit bis man merkt, dass es nicht mehr zulässig ist und es abgeschaltet werden muss.

    Bislang war es möglich in verschiedenen JVAs für Gefangene bei Amazon zu bestellen und als Angehöriger zu bezahlen. Das Paket wurde dann direkt in die Anstalt geliefert. Ist nun nicht mehr möglich, da die Gefangenen Lt Gesetz von ihrem Geld auf dem Haftkonto einkaufen müssen. Gleiches gilt sinngemäß ja auch fürs Telefon.


    Deshalb: freut euch wenn es möglich ist die Telefonkarte eures liebsten von außen aufladen zu können. Wenn es nicht geht ist das kein böser Wille der Anstalt sondern es hat einen rechtlichen Hintergrund.

    Wo Kajada recht hat, meist gibt es dann eine Überhaft die auf die neue Haft angerechnet wird. Dagegen machen wird schwierig, da bei einer vorzeitigen Entlassung die Strafvollstreckungskammer beim LG zustimmen muss, was wohl eher unwahrscheinlich ist, wenn da noch was nachkommt / offen ist.

    Bei uns ist es in den Verwaltungsvorschriften zum hessischen Strafvollzugsgesetz geregelt, dass es der Zustimmung der Aufsichtsbehörde (in dem Fall das Justizministerium) bedarf, wenn jemand länger als 3 Monate in einem Zeitraum von 12 Monaten von anderen Gefangenen abgesondert ist.

    Das rührt daher, dass der Mensch ja ein Herdentier ist und wenn ich jemanden zwangsweise aus dieser Herde herausnehme und dauerhaft den Kontakt zu anderen Menschen entziehe diese Leute ganz schnell massive psychische Probleme bekommen können. Daher werden Absonderungen auch nur so kurz wie möglich gehalten und durch Psychologen und Anstaltsärzte überwacht.


    Ich vermute: In dem Fall deines Mannes hat man ihn innerhalb der Anstalt verlegt auf eine Station auf der man ihn besser überwachen und kontrollieren kann, bis man wieder das Vertrauen für ihn hat, um ihn wieder auf eine normale Station zu verlegen. Von einer Absonderung spricht man hier nicht, da er ja weiterhin an der regulären Freistunde mit anderen Gefangenen teilnimmt und keine Einzelfreistunde oder so hat.

    Verlegungensanträge sind - in Hessen zumindest - als Abweichung vom Vollstreckungsplan durch den Inhaftierten an die Anstaltsleitung zu stellen. Dies muss begründet sein. Wenn die Anstaltsleitung dem zustimmt, erfolgt eine Absprache zwischen den beiden Anstaltsleitungen. Ausgeschlossen sind Verlegungen zwischen zwei Sicherheitsstufen (von 1 nach 2) oder wenn die aufnehmende Anstalt nur für Kurzstrafen zuständig ist, es aber ein langstrafiger Gefangener ist, ...


    Zwischen zwei Bundesländern gibt die Anstaltsleitung dies an die Aufsichtsbehörde (Justizministerium) weiter, die dieses Anliegen dann bearbeiten und sich mit der zuständigen Aufsichtsbehörde im aufnehmenden Bundesland in Verbindung setzen.

    Da er nicht von anderen abgesondert ist sondern lediglich auf einer - ich nenne es mal - Sicherheitsstation ist, kann das unbegrenzt fortgesetzt werden. Andere sähe es aus, wenn er von anderen Gefangenen abgegrenzt ist und keinen Kontakt zu diesen hat. Dis ist aber nicht der Fall, da er Kontakt durch die Freistunde hat.

    Absonderungen fallen in den Bereich der besonderen Sicherungsmaßnahmen und nicht in die Diszischiene. Auch wenn die Maßnahmen gleich erscheinen, disziplinarisch wird es erst nach der Diszikonferenz. Alles vorher sind präventive Maßnahmen.


    Für mich liest es sich so als sei dort disziplinarisch noch nichts aufgearbeitet sondern es wird erst noch ermittelt.

    Wenn die JVA das von amtswegen zur Anzeige gebracht hat, wird noch jemand von der Polizei vorbeikommen und ihn Vernehmen. Dann entscheidet die STA ob es weiter verfolgt wird. Disziplinarisch kann er auch noch belangt werden. Das geschieht dann JVA intern.


    Die Absonderung kann theoretisch unbegrenzt aufrecht erhalten werden. Solange wie die Gefahr des Drogenhandels besteht. Theoretisch nur deshalb, weil - meist - ab 3 Monaten in 12 Monaten die Aufsichtsbehörde informiert werden muss.