Emails in den Niederlanden

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    • Emails in den Niederlanden

      Da mein Freund in den Niederlanden in Haft ist, sind offenbar einige Dinge anders als in Deutschland.
      Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, den Inhaftierten Emails zu senden.
      Dazu meldet man sich als Angehöriger oder Freund auf der Seite emates.nl einmalig kostenfrei an, läd sein Konto auf (das geht problemlos über Paypal) und kann dann den Inhaftierten, die man zuvor zu seinem Adressbuch hinzugefügt hat, problemlos schreiben. Eine Email mit 2500 Zeichen kostet 40 Cent. Dazu kann man 4 Fotos hochladen, diese kosten pro Stück 25 Cent. In dem Gefängnis meines Freundes werden die Bilder in Farbe zusammen auf einem DIn A 4 Blatt ausgedruckt und die Qualität ist ganz gut, sagt er. Wenn ich die Email vor 9:00 Uhr schreibe, bekommt er sie noch am selben Tag, allerdings denke ich, dass er die Mail von heute, die erst 15 Minuten später rausgegangen ist, heute auch noch bekommt.

      Ein weiteres Plus gegenüber Deutschland sind die Telefone in den Zellen, das heißt, wir können abends auch telefonieren.
      Außerdem haben die Zellen jeweils eine Dusche, das scheint auch eher unüblich.
      (Ich kenne mich mit deutschen Gefängnissen aber auch GAR NICHT aus. )
    • Hey Eilan

      Das ist ja toll mit den E-Mail‘s.

      Soweit ich weiß ist das in Deutschland nicht möglich. Ich habe am Anfang mal eine E-Mail an die jeweiligen jva‘s geschrieben weil ich die ersten 2 Wochen so garnichts gehört habe von meinem und ich nicht genau wusste wo er überhaupt ist.
      Die eine hat mir zurück geschrieben das er da nicht einsitzt. Und von der anderen habe ich direkt keine Antwort bekommen. Aber wie ich erfahren habe hat man ihm die E-Mail gezeigt wo drauf er mich dann auch anrufen durfte.

      Ich denke aber zu oft sollte man das nicht machen also lieber weiter Briefe schreiben. :)
      Lg Mei
    • Hallo ihr lieben.

      Doch das gibt es in Deutschland auch über mytel.io. Funktioniert aber nur wenn der inhaftierte dort registriert ist und es in der jeweiligen Anstalt angeboten wird. Zum. Bsp hatte das bei uns die Jva Torgau und auch in Waldheim gibt es eine Station (Haus 2) wo das gut funktioniert hat. Aber dem Inhaftierten kostet jede Mail ich glaub 10cent dir als Angehörige kostet es nix. Muss halt nur entsprechend Guthaben auf dem Telio Konto sein. Und eine Gebühr wird jeden Monat fällig. Ich glaub das waren 9.99€.

      LG shari

      Uns gehört nur die Stunde...und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel. (T.Fontane)
      Omnia vincit Amor - die Liebe besiegt alles
      [IMG:http://www.ticker.7910.org/as1c_RkB0360012MTAxMzlsfDAwMDkzMDBsfEJpcyBlcmhvZmZ0ZSAyLzM.gif]
    • Ach ja das ist hier in Deutschland aber kein übliches Email Programm. Wo man Bilder schicken kann. Jede Nachricht kann bis zu 1000 Zeichen enthalten, Leerzeichen mit inbegriffen. Und die Mails kommen zeitnah an und er kann sie sofort beantworten.

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    • Eilan schrieb:

      Ich hatte nur angenommen, diesen Service gibt es nur in ausgewählten Anstalten. Mein Freund kannte das bisher nicht.
      Die Anstalten müssen das natürlich mit anbieten, es gibt leider genug Anstalten die bei soetwas nicht mitmachen, weil sie einfach noch zu rücksrändig sind
      Was doch für ein Netz wir weben,
      wenn wir den Weg der Täuschung gehen.
    • ja, genau, das finde ich auch!
      Auf der einen Seite wird betont, wie wichtig die sozialen Bindungen sind und auf der anderen Seite darf man in den deutschen Gefängnissen ja auch kaum telefonieren. Mir ist schon klar, dass der Knast kein Ponyhof ist, aber irgendwie widerspricht sich das doch.
      Mein Freund und ich konnten zu Beginn der Haftzeit viele Dinge direkt klären, eben weil er telefonieren konnte.
    • Da kann man wirklich mal sehen wie unterschiedlich es ist.

      Meiner darf angeblich erstmal garnicht telefonieren so lange er im Zugang ist. Da ist er aber schon seit 5 Wochen. Und vor 3 Wochen hat er mich ja auch anrufen können.

      Das soll mal einer verstehen
      :planlos: