Wie gehts danach weiter?

  • Hallo,

    erstmal moin moin aus dem hohen norden! meine freundin ist nun seit september letztes jahr in lübeck inhaftiert,zum glück nur noch bis anfang september. so hart es am anfang war,wir sind nun ca 200 km voneinander entfernt..so positiv gucken wir in die zukunft nun. Sie macht sich dort sehr sehr gut,hat eine ausbildung begonnen,geht regelmäßiger extraarbeit nach und ist auch sonst komplett fehlerfrei im betragen dort. das war bei ihrer ersten haft anders,sie verbüßt nun ihre reststrafe wegen einem bewährungsverstoß. nun ist es so das unsere beziehung quasi "auf der flucht" begann,ich wusste von anfang an worauf ich mich da einlasse...das es so anstrengend wird hätte ich nicht gedacht aber...es ist bald vorbei und wir können langsam durchatmen. Nun stellen sich aber neue fragen...wie geht man damit um wenn man nunmal in der jva ist und im anschluss nicht wieder in seine alte stadt zurückziehen möchte? karten auf den tisch oder eher versuchen das zu umgehen? wer hilft einem dadrin wenn die reso-hilfe eher streikt und nicht von dem plan eines betreuten wohnens absehen möchte?das möchte sie nicht und ich kann es gut verstehen. immerhin ist sie im september das erste mal seit jahren druckfrei im kopf,auf dem papier frei,hat einen betrieb in dem sie in lübeck ihre ausbildung beenden kann...es ist auch geplant das ich anfang nächstes jahr ebenfalls nach lübeck ziehe zu ihr...nur ist es leider so,jede wohnung die vorher vermietet werden würde scheiterte dann an der frage wo sie aktuell wohnt... die arge in lübeck ist eher konservativ und bietet leider keine wirkliche hilfestellung...gibt es dort institutionen in lübeck die einem bei so etwas helfen? ich versuche in dem möglichen rahmen zu helfen wo ich kann, mit alg 2 kann ich allerdings nicht mehr tun als 2 mal im monat hinzufahren und ein bischen telefon überweisen,adressen raussuchen,briefe und fotos schicken...hab aber das gefühl ich stehe auf der stelle... sie hat regelmäßige ausgänge seit einem monat und einmal die woche sind 6 std zeit um sich zu kümmern.. gibt es so etwas wie eine suchtberatungsgruppe nur eben für ex-häftlinge? viele fragen in meinem kopf..vllt hat ja jemand erfahrungen oder ideen die mich grad weiterbringen :) lg, anirfa

  • Hallo Anirfa

    Erstmal Herzlich Wilkommen hier.


    Alle Anfang sind schwer, ich kann verstehen das Deine Freundin nicht zurück in die alte Heimat will und damit vielleicht in ihr altes Leben.


    Ich würde an Ihrer Stelle einfach mal bei der Caritas oder ähnliche soziale Einrichtungen nachfragen.

    Ich weiss das die zb auch ne Drogenberatung haben. Die helfen sicherlich weiter.

    http://www.caritas-sh.de/


    Lg Mei

  • Hallo Anirfa,

    herzlich willkommen hier i Forum.

    Auch wenn wir da sehr sher weit weg sind; ich gehe davon aus, dass unser Sohn nicht mehr in seine Heimatstadt wohnen/arbeiten will. Da hängen doch sehr viele Emotionen dran; Orte wecken Erinnerungen, die evtl. einen Neuanfang eher schwierig machen.

    Ihr beide solltet das in Ruhe besprechen und auch bei den o.a. Organisationen um Rat fragen.

    Allerdings kenne ich einen ehemaligen Häftling, der ganz bewusst in seine Heimatstadt zurückgegangen ist, weil Ihm einfach seine vertraute Umgebung wichtig war.

    Gruß

    Shawn

  • Chris

    Hat das Thema geschlossen