Anwalt wenn man im Gefängnis ist.

  • Hey ihr lieben

    Eine frage ich und mein Freund wollen gucken wegen einen Anwalt der ihn während er in Haft sitzt hilft wegen halbstrafe und 2/3 nun zu meiner Frage müsste mein Freund oder ich denn Anwalt alleine zahlen? Oder gibt es da irgendwas das wir nicht auf die kosten sitzen? Mein Freund hat nämlich gehört da er ja im Knast sitzt würde ihn halt keine Gerichtskosten Beihilfe oder sonst noch was zu stehen. Aber im Bau würde er ja auch nicht die Welt verdienen um einen Anwalt zu bezahlen und ich kann es finanziell auch im Moment nicht. Danke schon mal für eure Antworten.

  • Hallo Crazy


    Da hat Dein Freund richtig gehört. Wer in Haft einen Anwalt bestellt...für Anträge muss den auch selber bezahlen.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Hallo Crazy,

    den Anwalt muss er selbst zahlen, da kein Fall einer notwendigen Verteidigung vorliegt. Die Anträge kann er aber auch alleine stellen. Dafür braucht er keinen Anwalt. 2/3 wird von Amts wegen geprüft, es ist aber sinnvoll selbst auch einen Antrag zu stellen.

  • Ok danke dir für die schnelle Antwort. Hätte er nicht eigentlich mit Anwalt bessere Chancen? Und ab wann könnte er dann halbstrafe oder 2/3 beantragen? Geschweige was muss er da rein schreiben?

  • Hallo Crazy,

    ob er mit einem Anwalt bessere Chancen hätte, lässt sich so pauschal nicht sagen. Wenn er ihn gut formuliert, braucht er keinen Anwalt.

    Sinnvollerweise stellt man den Antrag etwa drei Monate vor dem Halbstrafen,- oder 2/3-Termin. Was man vortragen will, muss ja zeitnah sein und eine gewisse Prüfungszeit muss man dem Gericht einräumen.

    Was da reingehört? Was ee tun soll, ergibt sich aus den Vollzugs,- und EIngliederungsplänen und deren Fortschreibungen, die regelmäßig geschrieben werden. Diese Punkte, die da von ihm erwartet werden, sollte er umgesetzt haben und kann dies dann ausführen. In den Plänen steht auch - nicht immer im Ersten - drin, wann er aus Sicht der JVA entlassen werden könnte.

    Was weiter reingehört ist künftige Wohnsituation, partnerschaftliche Bindungen und ganz wichtig eine Arbeitstelle oder zumindest eine Anschlussmaßnahmen. Wenn Suchtproblematiken bestehen, muss man sich auch damit auseinandersetzen.

    Ganz wichtig ist auch, dass er vermitteln kann, dass eine Straftatenbearbeitung stattgefunden hat. Warum kam es zu den Taten? Welche Fehler hat er gemacht? Wieso ist er sich sicher, dass sich dies nicht wiederholen wird. Man kann dies sehr persönlich schreiben, auch welche Wirkungen der Strafvollzug auf ihn hatte. Das kann man z. B. authentischer rüber bringen, als wenn ein Anwalt das schreiben würde.

  • Die Anträge kann er aber auch alleine stellen. Dafür braucht er keinen Anwalt.


    Das kann man z. B. authentischer rüber bringen, als wenn ein Anwalt das schreiben würde.

    Das würde ich gerne im Forum rießen groß irgendwo aufhängen.

    Seit Bestehen des Forums plädiere ich immer wieder, darauf zu verzichten sich für diese Anhörungen einen Anwalt zu nehmen.

    Das kostet nicht nur unnötig Geld, sondern macht auch keinen besonders guten Eindruck auf die Kammer.


    Ich verstehe da auch die Rechtsanwälte nicht, das ihre Mandanten nicht darauf hinweisen, sonden sich da noch die Kohle dafür einstecken.


    Als Inhaftierter habe ich doch Zeit ein formloses Schreiben an die Strafvollstreckungskammer aufzusetzen, dafür benötige ich nicht einmal juristische Kenntnisse.


    Als Strafvollstreckungsrichter würde ich mir ins Fäustchen lachen, wenn ich so ein Edelschreiben eines Anwaltes in den Händen halten würde.

    In der Anhörung würde ich den Inhaftierten dann besonders gründlich auf den Zahn fühlen.

    Also, spart Euch das Geld und geht lieber dafür mit den Kindern ein fettes großes kühles Eis essen.


    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.