Fragen zwecks offenen Vollzug und Lockerung

  • Da ihr mir bis jetzt immer so super weiter geholfen habt. Hab ich da mal noch ein paar fragen. Ab wann könnte mein Freund offenen Vollzug beantragen genauso wie ab wann er Lockerung beantragen kann? Geschweige was er dafür tun müsste um das zu bekommen? Und wo er das hinschicken müsste oder so. Und vielleicht kennt sich ja noch jemand mit Gnadengesuch aus und kann darüber wie das abläuft auch noch was schreiben. Bedanke mich schonmal bei euch

  • Es gibt, meine ich, bestimmte Voraussetzungen was die Reststrafe betrifft. Näheres sagt bestimmt der Vollstreckungsplan deines Bundeslandes aus und näheres weiß auch die Vollzugsdienstleitung. Die kann auch Auskunft über andere Lockerungen geben.

  • Hallo Crazy


    Ganz ehrlich...das sind doch Fragen die man nicht so einfach beantworten kann....ich weiss nicht wie seine Haft verläuft, Mitarbeit am Vollzugsziel.

    Er hat doch seinen Vollzugsplan....dort stehen unter anderem auch Daten drin, ob eine Verlegung in den OV geplant ist. Entscheidend immer noch ob die JVA ihm das Vertrauen ausspricht ihn in den OV zu verlegen. Das gleiche gilt für die Lockerungen. Dies wird in der VPK durchgesprochen.

    Der offene Vollzug ist in Deutschland im Paragraphen 10 Absatz 1 des Strafvollzugsgesetzes geregelt: Ein Gefangener soll mit seiner Zustimmung in einer Anstalt oder Abteilung des offenen Vollzuges untergebracht werden, wenn er den besonderen Anforderungen des offenen Vollzuges genügt und namentlich nicht zu befürchten ist, daß er sich dem Vollzug der Freiheitsstrafe entziehen oder die Möglichkeiten des offenen Vollzuges zu Straftaten missbrauchen werde

    Ab wann er den Antrag stellen kann.....muss er eigentlich selber wissen.

    Zum Gnadengesuch....die Chance dafür sind wirklich sehr sehr klein. Es bedarf besondere Gründe für eine positive Gnadenentscheidung, z.B Irrtümer bei der Urteilsfindung.

    Außerdem gehen gesetzlich erreichbare Ziele einem Gnadenverfahren vor. Erstrebt also ein Verurteilter eine Entlassung zum 2/3-Zeitpunkt im Gnadenwege, ist dieses Verfahren gesetzlich geregelt, so dass das Verfahren nach § 57 StGB betrieben wird, und nicht nach dem Weg des Gnadengesuchs. Erst wenn die Reststrafenaussetzung durch die StVK abgelehnt worden ist, ist Raum für ein Gnadengesuch.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Hallo maximus,


    Den vollzugsplan kriegt man wohl nach der vollzugsplankonferenz (wie der Name schon sagt) oder? Und nach wie viel Monaten sollte die "normal" stattfinden? Mein freund sitzt jetzt schon 6 Monate ein und für ihn hat immernoch keine stattgefunden. Und von einem vollzugsplan hat er mir noch nie erzählt.


    Lg

  • oh man wenn ich das so lese bekommt ja angst


    woher weiß man denn was wann wie beantragt wird ? denn auf die aussagen der Mitarbeiter kann man sich ja nicht verlassen!!!

    traurig aber leider wahr ..

  • In der Regel wird der Vollzugsplan nach dem Aufnahmeverfahren erstellt....bei Kurzstrafen...wird auch gerne mal drauf verzichtet. Fortgeschrieben sollte dieser eigentlich auch alle halbes Jahr. Jep erwird in einer Vollzugsplankonferenz erstellt.

    Er kann sich ja mal bei seinem Sozialarbeiter erkundigen, denn sollte es einen geben, hat er ein Anrecht auf eine Kopie.

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