2/3 Entlassung nach abgebrochener Therapie noch möglich?

  • Hallo zusammen.


    Ich bin momentan in der Abbruch-Abteilung der Forensik und warte auf meine Überstellung in die JVA. Meine Therapie wurde für erledigt erklärt weil ich zum Ende der Therapie hin zu viele Rückfälle hatte. Ich war schon ausgezogen in eine eigene Wohnung und hatte einen super Job bei einem bekannten Konzern und ein entsprechendes Gehalt. Ich war wirklich glücklich und mir fehlte nichts.

    Aber das war wahrscheinlich das Problem. Ich wurde fast sorglos wieder rückfällig auf crystal und nahm das Therapieprogramm auf die leichte Schulter.

    Was ich halt fragen will, ist folgendes:

    Besteht denn eine Chance, dass ich im August auf zweidrittel entlassen werden könnte?

    Klar könnte der Richter argumentieren, dass meine Sozial- und Legalprognose wegen der unbehandelten Abhängigkeit (abgebrochene Therapie) keine vorzeitige entlassung zulässt. Aber das wäre ja bei bei der Endstrafe nicht anders, wenn nicht sogar schlimmer.

    Viele sagen, dass man als Therapieabbrecher so gut wie garnichts bekommt. Keine Lockerungen, keine vorz. Entlassung etc. Stimmt das?

  • Hallo Michias,


    Aus dem was ich während meiner Haft in Würzburg erlebt habe, kann ich dir folgendes dazu sagen. Dort haben BTMGler durchweg keine Lockerungen bekommen. Mit Therapieabbruch und Rückfällen wird daß selbst in einer liberalen JVA in Bayern schwer. Du hast ja bewiesen das du mit solchen Situationen nicht zurecht kommst. Was 2/3 angeht hast du den falschen Ansatz.

    Lässt man dich vorzeig gehen dann nur wenn man davon überzeugt ist, das du straffrei leben wirst. Keine JVA, kein STA und kein Richter wird die Verantwortung übernehmen wollen wenn du während der Therapie schon rückfällig warst. Bei Endstrafe ist es allen Beteiligten, gelinde ausgedrückt bumms. Allerdings vermute ich mal daß auf dich Führungsaufsicht wartet nach Entlassung. Nichts ist unmöglich, also wage es und stell den 2/3 Antrag, mehr als ein negativer Beschluss kann nicht kommen. LG Kaja

  • Hallo Michias


    Nun verwirrste mich aber langsam, in deinem anderen Thread haste von einem Rückfall geschrieben, nun sind es einige?

    Dann willste eine Therapie nach §35 machen und nun willste auf 2/3 entlassen werden? Was willst Du überhaupt, ich denk mal so schnell wie möglich entlassen werden, nicht mehr und nicht weniger. Komm erstmal in deiner neue JVA an.

    Meine Vergangenheit ist Geschichte...meine Zukunft mein Geheimnis und jeder Augenblick ein Geschenk

  • Viele sagen, dass man als Therapieabbrecher so gut wie garnichts bekommt. Keine Lockerungen, keine vorz. Entlassung etc. Stimmt das?

    Das kann man so pauschal nicht sagen.

    Ich habe einige gesehen, die nach § 35 und § 36 ihre Therapie abgebrochen haben auf ⅔ entlassen worden sind. Es kommt nicht nur auf das Bundesland und JVA an, sondern auch Deine Suchtanamnese wird Gegenstand Deiner Beurteilung sein.


    Wie maxi hier auch schon geschrieben hat, komm erst einmal in Deiner Anstalt an, dann wird vieles geklärt werden müssen, wie z. B. die Anrechnung Deiner 18 Monate im Maßregelvollzug Regensburg. Denn nicht immer wird bei Abbruch diese auch an die Strafhaft angerechnet.

    Hier jetzt rumzuspekulieren bringt rein gar nichts, es ist alles noch viel zu früh.

    Was doch für ein Netz wir weben,


    wenn wir den Weg der Täuschung gehen.


  • Hallo Michias,

    Du solltest Dich auf die §§ 35,36 BTMG konzentrieren, wie es Dir wohl auch deine Anwältin geraten hat. Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass das Gericht für August eine positive 2/3-Entscheidung trifft. In der Entscheidung über den Abbruch der Maßregel hat das Gericht auch angeordnet, dass die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt wird und weiter zu vollziehen ist. Diese Entscheidung ist erst gerade ergangen.

    Die JVA wird spätestens im Juni eine Stellungnahme zum 2/3-Zeitpunkt abgeben und aufgrund welcher Tatsachen, soll die Empfehlung dann anders ausfallen? Die kennen Dich doch bis dahin gar nicht richtig, um eine andere Stellung abgeben zu können. Der Umstand, dass es trotz des geschützteren Umfeldes eines Maßregelvollzuges zu mehreren Rückfällen kam, schließt es aus zu einem so frühen Zeitpunkt die Erwartung aus zu sprechen, dass Du es ohne Hilfe schaffen wirst und wie Kajada schon sagte bei Endstrafe ist es der JVA egal, was dann passiert. Bei einer positiven 2/3-Empfehlung wäre sie in einer Mitverantwortung und das wird keiner verantworten.

  • Hallo Michias,

    Du solltest Dich auf die §§ 35,36 BTMG konzentrieren, wie es Dir wohl auch deine Anwältin geraten hat. Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass das Gericht für August eine positive 2/3-Entscheidung trifft. In der Entscheidung über den Abbruch der Maßregel hat das Gericht auch angeordnet, dass die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt wird und weiter zu vollziehen ist. Diese Entscheidung ist erst gerade ergangen.

    Die JVA wird spätestens im Juni eine Stellungnahme zum 2/3-Zeitpunkt abgeben und aufgrund welcher Tatsachen, soll die Empfehlung dann anders ausfallen? Die kennen Dich doch bis dahin gar nicht richtig, um eine andere Stellung abgeben zu können. Der Umstand, dass es trotz des geschützteren Umfeldes eines Maßregelvollzuges zu mehreren Rückfällen kam, schließt es aus zu einem so frühen Zeitpunkt die Erwartung aus zu sprechen, dass Du es ohne Hilfe schaffen wirst und wie Kajada schon sagte bei Endstrafe ist es der JVA egal, was dann passiert. Bei einer positiven 2/3-Empfehlung wäre sie in einer Mitverantwortung und das wird keiner verantworten.

    Ok, das dachte ich mir schon.

    Ich frage halt, weil mir meine Leidensgenossen hier verschiedene Flöhe ins Ohr setzen und ich mittlerweile etwas konfus davon werde.