Verlegung

  • Hallo zusammen. Möchte mich gleich entschuldigen für grammatischen Fehler.

    Mein Verlobter in JVA Kaisheim.

    Kaisheim ist 200 km von uns entfernt. Muss ich mit einen dreimonatigen Baby 3 Stunden mit Pausen in eine Richtung fahren. Und wenn wir unter der Woche fahren stehen wir oft im Stau. Für ein Säuglinge ist das eine sehr große Belastung. So müssen wir jede zwei Wochen fahren, für eine Stunde treffen. Letztes Mal , am 3. September 2019 hat meine kleine Tochter diese Last nicht wieder überstanden. Und ohne nach Hause zu kommen etwa 60 Kilometer, mussten wir einen Krankenwagen rufen, der uns ins Kinderkrankenhaus gebracht hat. Es gibt Bestätigung. Und das ist bereits zum zweiten mal passiert. Nachdem wir um 10 Uhr das Haus verlassen hatten, kehrten wir nicht wie immer um 18 Uhr zurück, sondern um 23 Uhr mit großem Stress. Und diese Qual teilen sich zwei weitere Kinder von 12 und 13 Jahren mit uns.

    Brief mit Bestätigung hab ich schon in JVA abgeschickt. Aber wird nicht reagiert. Wo kann man noch schreiben oder beschwerden. Weil so weiter geht nicht mehr. Ich kann nicht meine Tochter auf 6-8 Stunde mit jemandem lassen.(Eltern hab ich kein). Weil sie werde gestillt. Und das ist zu lange dauert. In unsere Nähe gibt es auch paar JVA. Wir möchten nicht mehr so riskieren - so weit fahren.


    Bedanke mich für jede Antwort.




  • Guten Morgen Nata,


    ich habe auch zwei Kinder. Sie sind inzwischen zwar groß, ich war aber auch viel mit Ihnen unterwegs als sie noch Babys waren.

    Und kann mir ehrlich gesagt nicht erklären weshalb eine 2-3stündige Autofahrt ein gesundes Baby so sehr stresst das man nen Krankenwagen rufen muss.


    Ich glaube Dir natürlich was Du schreibst. Aber da müssen doch noch andere Ursachen vorgelegen haben als "nur" das Autofahren?


    Und mit 12 und 13 Jahren ist eine Fahrt von 200km doch eigentlich auch kein Problem. Man kann lesen, Handy zocken, erzählen, singen, whatever.

    Oder in dem Alter auch mal paar Stunden alleine zuhause bleiben, wenn man keine Lust hat mitzukommen.


    Ich drücke natürlich dennoch die Daumen für eine Verlegung.

    Allerdings gilt die Entfernung die ihr habt bereits als heimatnah.


    Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit die Besuchszeit zusammen zu legen. Also nur noch einmal im Monat zu fahren und dann zwei Stunden zu bleiben.

    Dann habt ihr den Aufwand zumindest seltener.


    Ansonsten würde ich versuchen das ganze bißchen anders zu betrachten und anzugehen.

    Wenn man mit dem Gedanken ran geht "wir armen begeben uns nun wieder in diese Qual" ist das ner entspannten und guten Stimmung sicher nicht zuträglich. Und das spürt auch das Baby.


    Stattdessen würde ich das ganze als tollen Familienausflug planen, mit dem Highlight Papa zu sehen.

    Mir für die Strecke Spiele und Beschäftigung überlegen, den großen sagen das sie das Kleine bespaßen sollen, vorab wechselnde Ziele für die Pausen ausgucken, ... einfach alles mit etwas mehr Spaß und lockerer angehen.



  • Hallo Nata,


    das liest sich gar nicht gut.


    Ob 200 km eine heimat-nahe Verlegung begründen ist allerdings fraglich, leider treffe ich ( ebenfalls in Kaisheim ) viele, die eine noch weitere Anreise in Kauf nehmen müssen. Zudem: Diese JVA liegt echt am A....der Welt :heul2:


    Das auf Kinder kaum bis gar nicht Rücksicht genommen wird ist leider Fakt, nicht nur in Bayern.

    Würde es helfen, die beiden Besuche an einem Tag zu nehmen? Das es möglich ist, habe ich schon von einigen Kaisheimern gehört....

    Dies kann Dein Partner vor Ort mit den Beamten und/oder dem Sozialdienst klären.


    Einer Verlegung müssen beide JVA - die "Abgebende"wie die "Aufnehmende"zustimmen, innerhalb des Bundeslandes ist es generell wohl einfacher, aber per se nicht leicht und dauert. Welche JVA kommt für ihn denn in Betracht? Da muss auch erstmal "Platz" vorhanden sein.


    Versuche nochmal mit dem Sozialdienst Kontakt aufzunehmen, leider von außen nicht einfach. Er sollte zeitgleich von "innen" das Gespräch suchen!


    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft für Dich und Deine Kinder.


    LG

    Kadima

    Wenn Dir jemand sagt, „das geht nicht!“, so sind das seine Grenzen - nicht Deine!

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