Vollzugsplan mal anders..

  • Hallo ihr Lieben :winken:..


    Ich hätte mal eine Frage bezüglich des Vollzugsplanes.


    Mein Freund hat seinen heute - 4 Monate verspätet - seinen Vollzugsplan erhalten.

    Vor einigen Wochen hatte er diesbezüglich ein Gespräch mit seiner ehemaligen Abteilungsleitung.

    Das Gespräch verlief gut.

    Natürlich hat sie all seine positiven UK's am Anfang erwähnt, zeitgleich sprach sie allerdings davon, wie gut er sich entwickelt hätte, von all den negativen UK's die seit Juni folgten, davon dass er seine Ausbildung sehr gut meistern und von der weiteren Perspektive.


    Sprich: Verlegung auf die Entwicklungsstation, auf welcher er nun.

    Sein Ziel war die zwei der Ausbildung im geschlossenen Vollzug zu absolvieren und das dritte Lehrjahr, welches man nur im OV machen kann, dort abzuschließen.

    Er hat auch die Hoffnung auf 2/3 geäußert.

    Seine Abtl.Leitung hat dem zugestimmt und gesagt, dass wenn er so weitermachen würde, sie sich das auch so vorstellt.

    Durchweg ein sehr gutes und motivierende Gespräch.


    Heute kam seine neue Abtl.Leitung und händigte ihm seinen VP aus, welcher von der ehemaligen geschrieben wurde.


    Ich weiß leider nicht mehr genau, wie der korrekte Begriff heißt, aber bei 'erwartete Haftentlassung (oder so ähnlich) stand - ENDSTRAFE.


    Natürlich ist er Wiederholungtäter und ist am Anfang durch die UKs nicht positiv aufgefallen, aber im Gespräch klang nichts nach Endstrafe. Im Gegenteil.


    Für meinen Freund war das ein Schlag ins Gesicht.

    Auch wenn man davon ausgehen sollte, dass das nun mal die Strafe ist, zu welcher man verurteilt wurde, gibt es eben die (Hoffnung auf) 2/3 und es ist irgendwie traurig oder demotivierend, wenn einem diese Option zwar im Gespräch vor Augen gehalten, aber jetzt gefühlt genommen worden ist.


    Des Weiteren stand bei dem Aspekt der Suchtproblematik, dass diese vorhanden sei und noch weiterer Handlungbedarf da wäre. - Stimme ich vollkommen zu. 7 Monate nicht zu kiffen, nachdem man es ein halbes Leben lang getan hat, ist der erste Schritt- wenn überhaupt.

    Nun ist es aber so, dass alle Angebote bzgl. Der Sucht in der JVA von ihm absolviert worden sind. Drogenberatung, Rückfallprophylaxe etc. - mehr kann er momentan nicht tun.


    Er hat nun einen Antrag gestellt und möchte mit der ehemaligen Leitung sprechen. Ggf. sogar Klagen. Paragraph 109? - auch da bin ich mir nicht mehr sicher.


    Das was uns den Kopf ein bisschen zermürbt ist tatsächlich die Endstrafe.

    Das steht da halt jetzt so drin und ich sorge mich darum, dass es bei der Anhörung natürlich nicht positiv heraussticht.

    Zumal all seine Insassen meinten, dass bei denen immer 2/3 stand. (Auch wenn ich diesem Klatsch und Tratsch nicht ganz so viel Glauben schenke)


    Der 2/3 Termin wäre zwar erst in 2 Jahren.. aber natürlich macht man sich trotzdem Gedanken. 2 oder 4 sind nunmal ein Unterschied.


    Ich grüsse euch alle ganz lieb,


    Frau Fu.

  • Hi Frau Fu,


    ich bin zwar Laie, mir aber sehr sicher das mein kein Anrecht auf 2/3 hat. Deshalb erschließt sich mir nicht worauf er klagen will?


    Die Sozialarbeiterin kann viel reden wenn der Tag lang ist. Letzten Endes sind es nur Empfehlungen, in eurem Fall eine mündliche von jemandem der nicht mal mehr da ist.

    Und die ist, sorry, nichts wert.


    Ich würde zu Geduld raten.

    Wenn der 2/3 Termin eh erst in zwei Jahren ist gibt es derzeit keinen Grund Stress zu machen. Bis dahin kann noch viel passieren, es werden noch weitere VPS geschrieben und er hat noch lange Zeit sich zu beweisen.


    Edit,

    sehe gerade es war der Abteilungsleiter, nicht der Sozialarbeiter.

    Macht aber denk ich keinen Unterschied.

  • Hallo Fraggle,


    Danke für deine Antwort.

    Nein, den Anspruch auf 2/3 gibt es tatsächlich nicht..Aber die Option oder Chance hat jeder, oder?

    Der Antrag wird meines Wissens nach immer gestellt.


    Es geht auch viel mehr darum, dass das Gespräch und der Vollzugsplan ziemlich ambivalent sind. Sie war die Jenige, die meinem Freund zugesprochen hat und so einen Verlauf bejahte.


    Und natürlich ist es noch lange,lange hin. Aber bei einer Anhörung werden wohl alle Dokumente, VP etc berücksichtigt oder?

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