Nachträglich § 35

  • Guten Morgen Zusammen,


    ich habe hier im Forum gerade an anderer Stelle gelesen, dass es schwierig werden kann, nachträglich den § 35 ins Urteil aufnehmen zu lassen.


    In dem Urteil meines Freundes wurde der § 64 ausgeschlossen, „weil bei ihm nicht die Gefahr besteht, dass er infolge seines Hanges erhebliche rechtswidrige Taten begehen werde“. Der § 35 wurde komplett ausgelassen, obwohl er aus einer solchen Therapie herausgeholt und verhaftet wurde.


    Er war schon vor der Verhaftung nach einer Entziehung und der anschließenden Therapie „drogenfrei“.


    Hat er dann überhaupt die Möglichkeit zurück in die Therapie zu kommen, wenn „nur“ noch zwei Jahre Reststrafe offen sind? Muss das im Urteil stehen und wie bekommt er das nachträglich da rein?


    Die Anwältin meines Freundes meinte, es wäre gar nicht unbedingt erforderlich den §35 ins Urteil aufnehmen zu lassen, um in die Therapie zurück zu kommen. Sie hat aber vieles gesagt, was dann nicht eingetroffen ist....


    Liebe Grüße und danke schon mal für eure Hilfe ?


    Rhia

  • Hallo Rhia,


    der 35er muss meines Wissens nach nicht fest im Urteil stehen, es sollte aber schon eine Kausalität zwischen Taten und Sucht festgestellt und dargelegt werden.
    Was ich nicht ganz verstehe: wurde er verurteilt nach 35er, hat eine Therapie begonnen und ist dann verhaftet worden?
    oder hat er den 35er ohne rechtliche Anweisung gemacht?

  • Hallo Rhia,

    der § 35 BtMG muss nicht im Urteil stehen. Hilfreich wäre aber, wenn sich aus den Feststellungen ergibt, dass die Tat auch auf den Drogenmissbrauch zurück zu führen ist. Steht auch das nicht drin, muss man das im Freibewels belegen. Das wird dann schon schwieriger. LG Lasker

  • Dieses Thema enthält 4 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind, bitte registriere dich oder melde dich an um diese lesen zu können.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!