Beschluss Begründung /Sprachlos

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  • Heute hat mein Partner angerufen und mir ein wenig berichtet, was denn so im Beschluss als Begründung zur Ablehnung steht.

    Er hat nur grob paar Dinge genannt, den Beschluss werde ich mir nächstes we durchlesen. Da hat er nochmal Urlaub und bringt ihn mit.


    Ich bin aber echt Sprachlos.

    Als Begründung ist alles angegeben, weshalb er Straftaten begangen hat und weshalb er überhaupt in Haft gekommen ist.

    Er hat sowohl in der JVA Frankfurt, als auch hier in Hünfeld alle Maßnahmen wahrgenommen, die ihm zu seinem Fall angeboten wurden.

    Alle hat er positiv abgeschlossen und dadurch hat er sich intensiv mit seinen Taten auseinander gesetzt und an sich gearbeitet. Vor allem hier in Hünfeld.

    Dies steht alles auch genauso in der Stellungnahme der JVA.

    Ja er hatte einen Fehler begangen und kam in Frankfurt einmal betrunken zurück vom Ausgang.

    Konsequenz war die Verlegung nach Hünfeld in den GV. Dort sollte er das R&R Training absolvieren. Tat er alles.

    Und deshalb bekam er auch wieder Ausgänge. Im November und Dezember waren es normale Ausgänge und seit Januar darf er mit Übernachtung für paar Tage einmal im Monat nach hause.

    Alle Ausgänge und Urlaube sind beanstandungsfrei verlaufen.


    Aber auf seine Entwicklung wird überhaupt nicht eingegangen.

    Auch das er während der Haft Vater wurde ist vollkommen irrelevant.

    In der JVA kann dies niemand nachvollziehen.

    Mein Partner hatte auch nochmal ein kurzes Gespräch mit der Bewährungshelferin. Diese kam ihn jeweils vor den Anhörungen besuchen.

    Und sie stimmte beide Male auch einer Entlassung zu. Sie ist total verwundert über die Ablehnung.


    Wahnsinn uns wurde von allen Seiten gesagt, dass er alles erfüllt um auf 2/3 Entlassen zu werden und ihn nichts mehr von einer vorzeitigen Entlassung abhalten würde. Die haben ihn quasi schon entlassen gehabt. Seine Akte etc wurde schon so gesehen zur entlassung vorbereitet.

    Naja ein Schlag ins Gesicht.

    Etwas konnte ihn dann doch davon abhalten.

    Ein einziger Mann, der ihn noch nicht mals kennt und der sich nicht mit ihm auseinander gesetzt hat.

    Das macht mich wirklich sprachlos ?

    Vor allem, weil die Richterin der ersten Anhörung einer entlassung positiv gestimmt war. Sie wollte lediglich, dass er sich noch bei den Urlauben bewährt und hätte ihn dann gehen gelassen.

    Da ärgert es einen umso mehr, dass die JVA den falschen 2/3 Termin bei sich stehen hatte. So hätte er nämlich schon früher mit Ausgängen und Urlaub gestartet und wäre nun schon daheim.

    Schade, dass er nicht nochmal diese Richterin hatte. Kann man aber nicht ändern. Jetzt ist es so.


    Jetzt heißt es weiter kämpfen, hoffen und beten.

    Hoffentlich dauert die Bearbeitung der sofortigen Beschwerde nicht allzu lange und hoffentlich nimmt das nicht wieder so ein Richter in die Hand, wie dieser.


    Er wird aber die nächsten Wochen wahrscheinlich in den OV nach Frankfurt verlegt. Dies ist ja dann eigentlich noch ein Grund mehr für eine Entlassung.

    Die JVA ist dann Gott sei Dank auch näher dran und er kommt dann jedes we heim. Immerhin etwas positives.


    Sorry für den langen Text. Müsste mich bissel ausheulen.


    Lg

    Anjuta

  • Hallo Anjuta,

    wenn sie noch nicht schriftlich Stellung genommen hat, könntest Du vielleicht die Bewährungshelferin bitten dies noch zu tun. Das wäre ganz hilfreich für die sofortige Beschwerde. LG Lasker