Völlig geschockt

  • Hallo ihr,

    Auch wenn ich lange nichts von uns geschrieben habe, denke ich, wissen viele hier noch von uns.


    So... Gestern war ich zum monatlichen Besuch und mein Sohn sagt mir er wird im August entlassen.

    Ich dachte mich haut es um. Nicht aus Freude, aber dazu gleich mehr.


    Ich wusste von August 21als Endstrafe und immer wieder war die Rede von 2/3 während den 2 Jahren wo er jetzt sitzt, aber er hat ja keinen Wohnsitz und insofern dachte ich hat sich das erledigt.

    Er hatte ja immer gesagt ich würde einen Schrieb von der jva bekommen den ich "zu unterschreiben habe" das er bei mir einen Wohnsitz hat sonst käme er nicht auf 2/3 raus.

    Habe ich aber nie bekommen.


    Kann das wirklich sein dass er entlassen wird ohne Wohnsitz?

    Reicht das wenn er sagt er pennt erstmal bei irgendwem um entlassen zu werden?

    Er hat gestern gesagt ich kann doch sicher mal ein paar Tage bei euch bleiben wie ist da die Lage?

    Ich komme mir so schlecht vor als eigene Mutter das nicht zu wollen, aber nach 18 Jahren Sucht mit allem was dazu gehört an Drohungen, Beschimpfungen etc. bin ich eigentlich bedient.


    Ich habe ihn die 2 Jahre jeden möglichen Besuch besucht, jeden einzelnen, und habe immer wieder gehört das sein Leben so weitergeht wie vor Inhaftierung und das erste was er macht ist konsumieren. Ich war froh als Corona kam und ich den scheiß nicht mehr hören musste. Am Anfang dachte ich unser Verhältnis bessert sich, aber dies war leider ein Irrtum.


    Er hat überhaupt keine Chance auf ne Wohnung, nachdem er über die zwei sozialen Träger die wir hier haben, also Gewog und Bauverein jeweils 2 zwangsräumungen hatte mit vielen Schulden die geblieben sind.

    Insofern habe ich massiv Angst dass wenn er erstmal da ist bei uns, ich ihn nie mehr rauskrieg.


    Versteht mich bitte alle nicht falsch ich liebe mein Kind aber ich habe auch keine Lust mehr ein Leben in Angst zu führen weil ich weiß zu was er fähig ist unter Drogen.

    :denken: sorry für den langen Text ;(

  • Hallo Jule66,


    ich kann deine Gedanken völlig nachvollziehen.


    Auf der einen Seite möchtest du deinen Sohn unterstützen - auf der anderen Seite bist du mit seinem Verhalten nicht einverstanden, und es scheint ja so, als würde er dieses Verhalten nicht ändern wollen.


    Aufgrund dessen, dass er deine Unterstützung in den letzten 2 Jahren nicht wirklich zu schätzen wusste, und auch keinerlei Veränderungen zeigt, würde ich ihn nun nicht dabei Unterstützen auf 2/3 rauskommen, in die eigene Wohnung. Wozu auch, wenn er in alte Verhaltensweisen zurückkehrt.

  • Ich weiß nicht, ob es möglich ist, ohne festen Wohnsitz vorzeitig entlassen zu werden, aber nach dem was du erzählst ist es wichtig, dass keiner in der JVA damit rechnet, dass du ihn aufnehmen wirst. Auch nicht vorübergehend. Oder unterschreiben wirst, dass du es tun wirst. Du würdest ihm nicht helfen, aber dir würdest du sehr schaden. Selbstverantwortung und Dankbarkeit scheinen deinen Sohn ja auch nicht zu bewegen, der erwartet, dass du in seinem Spiel mitspielst, damit er wieder drauf sein kann. Egal was er dir antut.

    Es tut mir echt leid, dass du jetzt diese Angst an der Backe hast. Kannst du deine Haltung zur Sicherheit noch an ihn und die zuständigen Stellen in der JVA kommunizieren? Am besten schriftlich? Vielleicht ist dir dann etwas wohler...

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