Zeitungsabo / Bücher in die JVA senden

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  • Wie viel Zeitungen/Zeitschriften darf eine Inhaftierte empfangen, wenn ich als der Partner für sie die Abos abschließe, und in die JVA schicken lassen?

    1. Abo Erscheinungszeitraum alle 2 Monate eine Ausgabe

    2. Abo Erscheinungsdatum alle 3 Monate eine Ausgabe

    3. TV Zeitung monatlich

    4 .Spiegel, wöchentlich


    Gibt es da Regelungen was erlaubt ist und was nicht.

    Wie sieht es mit dem Recht auf Informationelle Selbstbestimmung aus?

    Wäre auch das Nachsenden der Tageszeitung möglich bzw. erlaubt?


    Wenn sie die Haftzeit nutzen möchte zur beruflichen Weiterbildung, darf man hierzu ,Bücher und Lehrmaterial (Fernstudiums Briefe,) rein schicken bzw. schicken lassen? Damit die Haftzeit sinnvoll genutzt werden kann?


    Wer hat da Erfahrungen?

  • Das handhaben die Anstalten sehr unterschiedlich. Manche begrenzen die ABO's auf Grundlage der Sicherheit und Ordnung. D.h. der Gefangene muss sich zwischen 2 Abo's entscheiden. Z.B. entweder Stern, Spiegel oder Focus und einer TV Programm Zeitung.


    Andere Anstalten lassen von Angehörigen abgeschlossene ABO's überhaupt nicht. Der Gefangene muss von seinem Hausgeld das ABO im voraus bezahlen, kann aber dafür so viele ABO's abschließen wie er finanziell stemmen kann.


    Unabhängig von den Auflagen eines Abo, muss der Gefangene immer zuerst einen Antrag stellen. Einfach von außerhalb ein Abo abschließen, rate ich ab. Die JVA wird ohne vorheriger Genehmigung keine Sendung an den Gefangenen weiter senden.


    Das gilt auch für eine berufliche Weiterbildung.

    Sind die Hürden des Genehmigungsverfahren der JVA einmal genommen, kann er alle notwendigen Bücher über den Sozialdienst beziehen.


    Das Anstalten teilweise die Abonnenten begrenzt haben, lag unter anderem an den Freiabonnements einiger Verlage. In vielen Anstalten haben Gefangene etliche Verlage angeschrieben und um ein kostenloses Abonnement gebeten. Komischerweise hatten viele auch Erfolg damit und machten mit ihren Zeitschriften gute Geschäfte.


    Deine Freundin sollte sich vorher mal schlau machen, welche Voraussetzungen man in ihrer Anstalt für ein Abo erfüllen muss.

    Oh, was für ein verstricktes Netz wir weben,

    wenn wir zuerst die Täuschung üben.

    ~Sir Walter Scott

  • Ich habe mein Fernstudium während der U Haft auf Antrag weitergeführt. Die Sozialarbeiterin hatte eine Vollmacht und hat sich die Studienbriefe zu ihren Händen schicken lassen.


    Sie meinte damals zu mir, wäre ich in Strafhaft, würde es vermutlich mehr Möglichkeiten geben. Prinzipiell wollte man meiner beruflichen Entwicklung nicht im Wege stehen.


    Die monatlichen Gebühren sind währenddessen ganz normal von meinem Girokonto weiter gelaufen. Da wollte auch keiner einen Nachweis.


    Manche JVAs bieten z.b. ein Studium über die Fernuni Hagen an. Schau doch Mal ob du dazu Infos auf der Homepage der entsprechenden JVA findest.


    In Ba Wü gab es auch beim Einkauf Zeitschriften. Stern, Spiegel und Focus waren auf jeden Fall dabei. Hatte man dann aber natürlich nicht jede Woche. Wie viel da auf den normalen Preis noch draufgekommen ist, weiß ich nicht mehr. Wir haben immer getauscht.

    Tageszeitung hatte es für die komplette Station zwei Abos. Nachdem wir in der Zelle sie als einige der wenigen nicht geraucht haben, hatten wir fast täglich die Süddeutsche.


    Bücher gab es auf der Station, aber die Pfarrerin hätte auch andere Bücher besorgt. Die meisten JVAs haben aber auch eine eigene Bibliothek, in der sich deine Partnerin Bücher ausleihen darf.

    Einmal editiert, zuletzt von Chris () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Kunterbunt mit diesem Beitrag zusammengefügt.

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