⅔ Strafe und Bewährungswiderufe

  • Hallo, ich bin neu hier und habe einige Fragen, weil ich vieles nicht verstehe was grade um mich geschieht.


    Mein Mann sitzt grade in der Jva Hünfeld, sei Mai bis eigendlich September. Jetzt ist es so, dass seine beiden Bewährungen die er vorher hatte, wegen der selben Sache, beide widerrufen wurden. Er hat nach 2 Monaten 2/3 beantragt. Jetzt Weiss ich nicht ob wenn er 2/3 bekommt, ob er dann zum 31.07.21 raus darf, oder ob er die wiederrufen Bewährung erst absitzen muss, das wäre dann bis Dezember glaube ich. Dazu kommt er hat bevor er in haft gegangen ist, Cannabis konsumiert, hat aber keinen suchtdruck und auch keine Entzugserscheinungen.

    Als er auf meine bitte den Sozialarbeiter danach gefragt hat wegen einem Psychiater oder so wegen dem drogenthema, hat man ihm gesagt er braucht das nicht, weil kein suchtdruck etc. Jetzt hat er in dem Bericht für die 2/3 Strafe rein geschrieben, dass mein Mann eine ambulante drogenberatung/Therapie machen sollte. Wie kann das denn sein? Die sehen doch selber dass er damit kein Problem hat. Verstehe ich nicht. Obwohl er sich dort gut verhält und benimmt ist die jva jetzt der Meinung, dass die 2/3 nicht befürworten. Seid dem mein Mann das schreiben bekommen hat, geht der Sozialarbeiter ihm auch aus dem Weg und spricht nicht mehr mit ihm. Finde ich nicht in Ordnung sowas. Ich hab jetzt Angst, dass seine Chance sehr gering ist 2/3 zu bekommen, obwohl ich weiss dass er seine Fehler seid Tag 1 bereut hat und nachhause möchte. Die sehen doch anhand seiner Briefe, dass er es bereut und nie wieder machen möchte. Im übrigen geht es um fahren mit dem Roller 100km/h obwohl er nur 25 km/h fahren darf. Seid er weg ist, geht es uns finanziell sehr scheisse, und unsere 3 Kinder leiden sehr unter unserer Situation und darunter, dass er nicht hier ist. Ich Weiss nicht was ich tun soll. Ich hoffe jemand kann mir helfen und mir das alles mal erklären wie das funktioniert

  • Hallo Sarina,


    Zuerst mal erschließt sich mir nicht, warum dein Mann das Thema Drogen überhaupt angesprochen hat, wenn gar kein Suchtdruck oder ähnliches vorliegt!

    Die JVA's nehmen das Thema natürlich dahingehend ernst, wenn er von selbst darauf zu sprechen kommt bzw einen Sozialarbeiter oder Psychater kontaktiert. Ich gehe davon aus, dass auch deshalb eine ambulante Drogentherapie empfohlen wurde.


    Zum Thema 2/3 kann ich mir nicht vorstellten, dass er dies bekommt, wenn die Bewährungsstrafen bereits widerrufen wurden und rechtskräftig sind. Normalerweise werden diese gleich mit vollstreckt wenn er bereits in Haft ist.

    Er müsste dann jedoch eine neue Haftzeitübersicht bekommen, wo alle Strafen aufgeführt sind und ebenfalls vermerkt ist, wann von allen Strafen der gemeinsame 2/3 Zeitpunkt ist.


    Vielen Familien geht es natürlich schlecht wenn ein Elternteil in Haft kommt. Besonders die Kinder leiden oft sehr darunter.

    Du hast sicherlich Anspruch auf Beihilfe bzw Aufstockung vom Amt wie jobcenter usw. Darum muss man sich aber auch kümmern.


    Ansonsten kann ich euch nur Raten, haltet den sozialen Kontakt soweit es durch Corona möglich ist. So etwas wird bei einer möglichen 2/3 Entscheidung auch berücksichtigt, wenn Familie, ein stabiles Umfeld da ist.


    Viele Grüße und alles Gute!

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