JVA Landsberg

  • Nabend zusammen,


    hier also nun eine rein subjektive Beurteilung der JVA Landsberg am Lech (Bemerkung vom Admin gelöscht*).

    Gegliedert wird das Ganze in

    1. Zugang

    2. Haupthaus

    3. Außenstelle Rothenfeld

    4. Spötting Freigängerhaus


    Zugangshaus:


    Jeder Häftling, der "verschubt" wird, landet zunächst im Zugang, wo er in der Regel bis zu 14 Tage verbleibt. Dort warten in der Regel zwei Beamte auf einen. (der deutlich sympathischere, zu gewandtere Beamte und eben der andere, der etwas aussieht wie sein Bruder).


    Zweimannzellen auf gefühlt 3 qm² (Ich so: 1.92, 120 KG). Mittagessen zur Corona-Zeit: 09:45 Uhr. Einschluss rund um die Uhr. Hofgang im Käfig, nach Belieben der Vollzugsbeamten/innen. Keine Tagesstruktur, keine Möglichkeit des Buchleih- nichts.


    Wenn Landsberg eines auszeichnet, dann ist es die Uneinigkeit hinsichtlich Gesetze, Rechte, Pflichten, bzw. die Tatsache, dass jeder Bedienstete eine andere Aussage trifft, Uneinigkeit herrscht. Das nagt an einem, insbesondere wenn man gedenkt nebenbei zu studieren, bzw. Bücher benötigt, die 6 Monate auf sich warten ließen.


    Geduscht wird im EG. Obwohl es nach Neubau anmutet, sind die Duschkabinen (zwei an der Zahl) voller Schimmelflecken, was naturgemäß übel riecht. Zu zehnt marschiert man in den Vorraum, von dem man später wieder abgeholt wird. Überhaupt entgeht einem beim Betreten des JVA-Geländes nicht, dass Frau Groß Budget seit 50 Jahren nichts mehr hergibt. Argumente wie: Ist halt kein Hotel, lasse ich dabei nicht gelten. Ein bisschen erinnert es an ehemalige Heilanstalten aus den Vorkriegsjahren. Und in der Tat, sind hier Dinge passiert, die man im Strafvollzug besser nicht zu laut diskutiert.


    Als man mir in Stadelheim irrtümlicherweise davon berichtet hat, dass es hier „lockerer“ zugehe, stellte ich mir eine Art Psychiatrie vor. Evtl. 200 Häftlinge maximal, mit ausschließlich Wirtschaftskriminellen, wie meiner einer. Ich wurde eines Besseren belehrt, als es nach 2 Wochen Zugang, 5 Minuten zuvor hieß: "Zammpacken, es geht ins Haupthaus." Vielleicht ist es taktisches, staatliches Kalkül, dass der Ton für einen Hypersensiblen, wie ich einer bin, immer den Eindruck macht, man wäre ein Stück Sch****. Wie gesagt: Alles subjektiv und doch meine ich, in der Lage zu sein, das objektiv bewerten zu können.


    Haupthaus:


    Die Kammern, Flure des Schreckens. Ich wurde schier erschlagen. Erschlagen von der monumentalen, düsteren und dunkeln Bauweise. An den Zellentüren wird fast rund um die Uhr gehämmert. Der Geräuschpegel ist ohrenbetäubend und die Auffangnetze muten irgendwie nach US- Strafhaft an. Haha. So habe ich das ernsthaft empfunden. Mir wurde fast schwarz vor Augen, als ich einen dieser vier riesigen Flure betreten habe.

    Dagegen war Stadelheim visuell eine Krankenstation, wenn auch von der Verortung her hässlich.

    Zelle wurde zu viert geteilt. 3. Stock war mein zu Hause.


    Besuch gabs einmal im Monat hinter einer Trennscheibe, über die die Viren freilich nicht fliegen konnten. Telefoniert wurde alle 2 Wochen für 20 Minuten. Die Gespräche gingen vom Hausgeld ab. Zur damaligen Inhaftierung im Oktober, war die Bücherei bereits geschlossen. Auch hier hieß es: "How long is now?".


    Fortsetzung folgt


    * Rückschlüsse auf die wahre Identität

  • Für mich ist das hier keine objektive Bewertung von Dir, auch Du das anders siehst.

    Das fängt mit Deinen gefühlten 3 qm großen Haftraum an, den es in der Realität nicht gibt, nicht einmal als Arrestzelle und hört auf bei Deinen lächerlich gemachten Auffangnetze, die Suizidgefährdete vom Springen abhalten sollen, auf.

    Deine Bewertung ist nicht sachlich und neutral, Du beleidigt sogar ehemalige Insassen, was überhaupt nichts in einer Bewertung zu suchen hat. Wenn Du schon Tags (Schlagworte) setzt, dann bitte richtige und keine Vornamen oder Nachnamen.


    Jeder Inhaftierter sieht seine Justizvollzugsanstalt anders, das war bei mir nicht anders. Ich z.B. habe Napoleon's Gefolge an der Mauer vorbeimaschieren sehen. Würde das aber nie eine Bewertung meiner Justizvollzugsanstalt nennen.

    Daher verzichte lieber auf eine Fortsetzung, so lange sie nicht ehrlich, sachlich und objektiv ist.

    Manchmal braucht das Herz ❤ mehr Zeit,

    um etwas zu akzeptieren,

    was der Kopf schon längst weiß.

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