Beiträge von Chris

    ..und damit wäre das für mich erledigt.

    Das war er für mich eigentlich schon nach meinem Post. Das man dien Thread hier wieder so ausschlachtet bis ins kleinste Detail habe ich nicht erwartet und schließe ihn hiermit.

    Laut Chatprotokoll kann ich von allen Mitgliedern hier keine persönliche Angriffe gegen Dich erkennen, auch nicht von unserer langjährigen Moderatorin maximus.

    Bei Deiner Geschichte musst Du in jedem Forum mit Nachfragen rechnen und besonders in einem Knastforum.

    Hier haben alle einen Angehörigen in Haft und die wissen genau wie man sich am Anfang einer Haftzeit fühlt.

    Wir haben für jeden Verständnis und auch Mitgefühl, sind aber kein Streichelforum.

    Wenn Du der Meinung bist, das Du hier falsch bist, dann teile es mir mit und ich lösche Deinen Account.


    LG Chris

    Bist du dann zum 2/3 Zeitpunkt entlassen worden? Genieß es ! :-)

    TS13

    Was hat das bitteschön mit dem Eingangsthema zu tun ?

    Wenn Du mal links neben dem Beitrag auf das Profil von Benni schaust und auf "ungefähre Haftzeit " einen Blick drauf wirfst liest Du da 3 Jahre und wenn er 2 Jahre davon abgegessen hat bleiben 12 Monate übrig, also genau ein Drittel von seiner verbüßten Haftzeit von 2/3.

    Einfach mal Nachrechnen.


    Um dieses Thema jtzt nicht wieder einmal ins Nirvana laufen zulassen, schließe ich dieses Thema jetzt.

    Lasker , das hätte ich nicht gedacht, das dies geht, daher halte ich das für eine sehr wichtige Antwort.


    Eigentlich liegt das am Inhaftierten selbst, denn er kann jederzeit einen Brief schreiben oder über den Sozialdienst anrufen lassen, das er sich in Haft befindet.

    Oft hat man auch schon auf der Geschäftsstelle die Möglichkeit einen Familienangehörigen über die Inhaftierung zu unterrichten.


    Um das Thema jetzt nicht mit weiteren Fragen und Nachfragen unnötig zu verfälschen, erstellt bitte dazu ein eigenes Thema, ich schließe daher diesen Thread.

    Diese Ausgänge finden dann auch (zumindest in unserem Fall) ohne Begleitung eines Beamten statt.

    Auch ich habe meine Lockerungen mit einem 4 Stundenausgang begonnen, auch ohne Vollzugsbeamten sondern nur mit meinem älteren Bruder und Mutter.

    Die meisten Anstalten machen das so, denn dadurch werden die Vollzugsbeamten entlastet und müssen nicht vom eigentlichen Vollzug abgezogen werden.


    Die Sache mit dem Führerschein.

    Wie sich die Ereignisse doch gleichen, bei mir war es ähnlich, auch ich wurde gefragt ob ich meine Fahrerlaubnis abgeben würde. Das allerdings nur wenn ich auf Hafturlaub bin und an der Pforte der OVA.

    Im offenen Vollzug bin ich dann für eine Spedition im Nahverkehr gefahren, das war im Jahrhundert Sommer 2003 mörderisch.

    Upps....ich weiche wieder ab vom Thema, nu mit der Abgabe der Fahrerlaubnis an der Pforte während des Urlaubes will die Anstaltsleitung wohl vorbeugen, das es zu Verspätungen kommen könnte, die man nicht so nachweisen kann, wie eine Zugverspätung, oder Unfälle die als Wegeunfall über die Versicherung der Anstalt laufen könnte.

    Aber, als ich dann in der OVA war, gab ich meine Fahrerlaubnis genau nur einmal an der Pforte ab, danach wurde ich nie wieder dazu aufgefordert.

    Um ehrlich zu sein, habe ich sie auch nie daran erinnert.

    Nun nagelt hier nicht wieder gleich alles Wortwörtlich an die Wand.

    Mein großer Bruder und ich sind Hausgeburten und nur mein jüngerer Bruder kam im Krankenhaus normal zur Welt.

    Ich bin daher noch die Generation "ein Kaiserschnitt" nur im Notfall

    Das Frauen heute wählen können wie sie ihre Kinder zur Welt bringen können ist mir auch klar, war aber hier nicht das Thema.


    Sollte er noch keine Lockerungen bis zur Niederkunft haben, könnte er auch ohne Fesselung daran teilnehmen.

    Was die Sozialarbeiterin vielleicht vergessen hat zu erwänden ist, das man einen Antrag bei der Anstaltsleitung stellen kann, nur die Fesslung aufzuheben.


    Als ich nach meiner Rückverlegung meine Lockerungen verloren hatte, stand mein Scheidungstermin fest.

    Da ich auf keinen Fall in Handschellen zum Gerichtstermin erscheinen wollte und womöglich noch im Flur gefesselt an meiner Ex und deren Familie vorbei gehen zu müssen, habe ich auf einen ganz normalen Antrag an die Anstaltsleitung gebeten zu diesem Termin die Fesslung aufzuheben.

    Zwei Wochen tat sich nichts, ich wollte mich schon an einer Stelle höher wenden, als ich zu meinem ADL musste.

    Er fragte mich was ich machen würde, wenn mein Antrag kein Erfolg hätte und da ich immer ehrlich zu meinem ADL war, sagte ich ihm, das ich an diesem Termin dann krank bin.

    Nun, auf krank machen müsste ich nicht, ich bekomme für diesen Tag einen Sonderausgang. Damit war das Thema Fesselung erledigt.

    Man kann auch ohne Lockerungen, Maßnahmen oder Anordnungen vereinzelt aufheben lassen, entweder nur für diesen einen Tag oder generell.

    Solange man sich als Gefangener an die Hausordnung der Anstalt hält und sich nicht über jede Kleinigkeit beschwert, kann man für sich selbst jede Menge erreichen.

    Das hat nichts mit Schleimen oder Arschkriechen zu tun, wie oft andere Inhaftierte meinen würden, sondern man passt sich der Situation und seinen eigenen Vollzug an.

    Ich hatte (m)ein Vollzugsziel, den bin ich gegangen, was andere darüber quatschen war mir immer egal.

    Ich bin nie darauf angesprochen und auch nie als Schleimer oder Arschkriecher betitelt worden, weil jeder sein eigenes Ding im Knast macht.


    Die, die sich über jeder Kleinigkeiten aufregen, ihren Schwerpunkt auf Beschwerden und Klagen legen, weil sie der Meinung sind der deutsche Strafvollzug sei zu ungerecht, lernen ihren Vollzug halt von einer anderen Seite kennen.


    Wenn es bei Euch nur 60 % so läuft, wie die Sozialarbeiterin es erzählt hat, ist das doch auch ein schöner Erfolg.

    Wundere Dich nicht, ich habe Dein Thema von "Fragen zum Strafvollzug" hier in diesen Thread verschoben.


    Bei aller Euphorie über das was Dir bzw. Euch die Sozialarbeiterin erzählt hat, bedenkt bitte eins.

    SIE entscheidet nichts, sie wird zwar auf der Vollzugskonferenz angehört, doch entscheiden wird immer noch die Anstaltsleitung, besonderer Wert wird dabei auf den Psychologen gelegt.


    Was ich bei der Sozialarbeiterin nicht verstehen kann ist, Euch die Zusage zugeben, das Dein Mann zum Geburtstermin dabei sein darf. Ich habe mich dazu schon anderweitig geäußert, das er dafür Voraussetzungen erfüllen muss, die wiederum auch nur die Anstaltsleitung entscheiden kann.

    Ich bin keine Frau, die Kinder zu Welt bringen kann, aber dennoch weiß ich, das selten ein Kind zum ausgerechneten Zeitpunkt auf die Welt kommt, außer es tritt ein Notfall ein, der einen Kaiserschnitt erforderlich macht, den ich Dir auf keinen Fall wünsche.


    Ich finde es positiv, das die Sozialarbeiterin Deinen Mann so einschätzt, aber klammere Dich nicht an jeden einzeln Punkt. Rechne nicht damit, das es genauso läuft wie Du es uns hier geschrieben hast.


    Auch wenn jetzt einige der Meinung sind, ich betreibe hier Schwarzmalerei und ob das nun wirklich sein muss, mich so dazu äussern, finde ich es wichtig bei aller euphorie die Realität nie aus den Augen zulassen.

    Ich habe schon soviele am Boden zerstörte und mega enttäuschte Mitgielder erlebet, weil sie an den Lippen des Sozialarbeiters oder Rechtsanwältes klebten.

    Wie tief man Fallen kann, haben wir hier alle schon erlebt.

    Ich lese aus Deinem Beitrag wie ängstlich und unsicher Du doch eigentlich noch bist. Daher kommen auch Deine Zweifel, die Dir keiner nehmen kann, außer Du selbst.

    Viele Mitglieder hier haben ihre Männer im Schnitt zwischen 2 und 3 Jahren in Haft, also relativ "kurze" Haftstrafen. Geht man von 2/3 aus sind die meisten Männer in der Regel nicht länger als 1,5 Jahre inhaftiert.

    Das kann eine gesunde Beziehung noch aushalten, meist klappt es nach der Haft auch noch.

    Doch je länger die Haftstrafe, desto schwieriger wird es, eine Beziehung im Knast aufrecht zu erhalten.

    Ungefähr 50 % der Beziehungen überstehen die ersten 3 Jahre kaum, 45 % brechen nach ca. 4 - 5 Jahre auseinander.

    Ich kenne leider keinen Mitgefangenen, dessen Ehe oder Partnerschaft die ersten 4 Jahre überstanden hat.


    Hier im Forum hört man von vielen Mitgliedern nach ca. 1,5 Jahren schon nichts mehr.

    Die Frauen, die hier am lautesten gerufen haben ," ich steh die Haft durch " waren oft sogar die Ersten, die sich hier nicht mehr haben blicken lassen.


    Manche Beziehung die die Haft überstanden haben, bröckeln schon nach 6 Monaten.

    Es ist schwierig, für beide Partner aber möglich. Es gibt sie natürlich auch, die Beziehungen die eine längere Haftzeit überstanden haben. Die sind aber leider die Ausnahme und soviel ich weiß, gibt es auch hier nur eine Userin, die ihre Beziehung über eine längere Haftzeit gebracht hat.


    Du bist jetzt an einem Punkt, an dem jeder von uns schon gestanden hat.

    Du machst Dir Gedanken nach das ist auch gut so, Du darst zweifeln, grübeln, weinen und auch fluchen, Entscheiden musst Du Dich allerdings alleine.

    Auf dem Punkt gebracht:


    Hier handelt es sich um den  § 43 StVollzG Absatz 6 Anrechnung der Freistellung auf den Entlassungszeitpunkt


    Hat der Gefangene zwei Monate lang zusammenhängend eine zugewiesene Tätigkeit nach § 37 oder eine Hilfstätigkeit nach § 41 Abs. 1 Satz 2 ausgeübt, so wird er auf seinen Antrag hin einen Werktag von der Arbeit freigestellt. Die Regelung des § 42 bleibt unberührt. Durch Zeiten, in denen der Gefangene ohne sein Verschulden durch Krankheit, Ausführung, Ausgang, Urlaub aus der Haft, Freistellung von der Arbeitspflicht oder sonstige nicht von ihm zu vertretende Gründe an der Arbeitsleistung gehindert ist, wird die Frist nach Satz 1 gehemmt. Beschäftigungszeiträume von weniger als zwei Monaten bleiben unberührt.


    LG Chris

    Ihr Frauen seit schon komische Wesen um Euch zu verstehen, benötigt man Abitur. Egal was wir Männer machen, alles wird sofort und bis in kleinste Detail ausgewertet.

    Will man seiner Liebsten mal spontan eine Freude machen und bringen mal einfach so einen Blumenstrauß für sie mit, bekommt man gleich einen Spruch: "Na, was haste ausgefressen, was willste wieder gut machen, schlechtes Gewissen, wa ?"


    Prompt bekommt man schon schlechte Laune und hält am liebsten die Klappe.

    Das wiederum passt der Liebsten dann auch wieder nicht und die Luft wird dünner.


    Der kluge Mann bringt seiner Liebsten am besten keine Blumen mit, was die meisten Männer i. d. R. auch machen.

    Dann wiederum beschwert Ihr Euch, das wir Männer Euch ja so selten Blumen mitbringen.


    Nun, da hast Du Sunny einen so ehrlichen Freund, der Dir erzählt, das er einen Brief von der Ex erhalten hat.

    Das würden von 100 Männern im Knast, vielleicht gerade mal 2 oder 3 Männer machen, weil man einander vertraut.

    Anstatt stolz auf Deinen Freund zu sein, das er einer von den wenigen Kerlen ist, die wirklich zu ihren Frauen stehen, machst Du es wie mit den Blumen.

    Hast Du mal daran gedacht, das seine "gute Laune" daher kommt, das er sich über die Ex lustig macht und sich eins ins Fäustchen lacht, wie dämlich sie sich da anstellt, wobei sie eigentlich doch wissen müsste wie aussichtslos es ist, das er wieder zu ihr zurück kehrt.

    Nein, Du treibst es noch auf die Spitze, jetzt willste auch noch wissen, ob er auf den Brief geantwortet hat.


    Kann es sein, das Du etwas eifersüchtig bist ??


    Hör mal auf Dir über solche Kindergartenaktionen einen Kopf zu machen, sei Dir die Liebe Deines Freundes doch einfach sicher und mach Dich Deinem Freund gegenüber nicht zum "Horst".

    Haste nämlich gar nicht nötig.

    Eigentlich ist es (fast) egal, ob eine Anstalt eine eigene Untersuchungsabteilung hat oder nicht. Manche Bundesländer leisten sich reine Untersuchungsgefängnisse, andere dagegen vermischen es. Ob Untersuchungshäftling oder Strafgefangener, beide gehen gemeinsam duschen und in den Hof.

    Das heißt aber nicht, das er automatisch am normalen Post - oder Telefonverkehr teilnimmt. Diese Beschränkungen bleiben bestehen, bis er entweder rechtskräftig verurteilt ist, oder bis ein Richter diese Beschränkungen aufhebt. Ich habe zum Beispiel nach Erhalt der Anklageschrift einen Antrag auf Aufhebung des bewachten Postverkehrs beim Haftrichter gestellt.

    Der war jedoch für mich schon nicht mehr zuständig, weil die Akte schon beim Richter war, der meine Verhandlung geführt hat. Der hat dann zusammen mit der Kammer entschieden die Überwachung auzuheben.

    Damit war nicht nur der Briefverkehr aufgehoben, sondern auch der überwachte Besuch.

    Aber, alles braucht seine Zeit und wenn Dein Freund auf Transport geht, wird die Post, die noch in die alte JVA kommt an den Absender zurück geschickt, mit dem Vermerkt:" Annahme verweigert". So war es auf jeden Fall bei uns.