Beiträge von Gaby

    Hallo Frau Fu,

    Es geht auch viel mehr darum, dass das Gespräch und der Vollzugsplan ziemlich ambivalent sind. Sie war die Jenige, die meinem Freund zugesprochen hat und so einen Verlauf bejahte.

    Die Sozialarbeiterin/Abteilungsleiterin trägt zusammen was der Vollzugsverlauf aufweist. Auch wenn er an allen für ihn in Frage kommenden Maßnahmen der JVA zur "Reso" teilgenommen hat, sind die Entscheider nicht an ihre Einschätzung gebunden. ..... Sie hat ihm gut zugesprochen und vermittelt, dass sie den Weg, den er aktuell eingeschlagen hat befürwortet. … Das ist gut und ein Hinweis darauf, dass er innerhalb des Entscheidungsteams jemanden hat der ihn unterstützt.

    Für das Entscheiderteam gilt dennoch eher die gesamte Akte mit den Eintragungen der Vorstrafen (kriminelle Karriere) und der Vollzugsverlauf der aktuellen Inhaftierung. Sie richten sich nach den Vorgaben innerhalb der JVA und des Ministeriums.

    Aus meiner Sicht habt ihr dennoch etwas/einiges) erreicht! Eine Fortschreibung des Vollzugsplans in dem Sinne, dass man eine vortzeitige Entlassung (2/3) befürwortet, erfordert mehr Zeit und mehr kontinuierliche Selbstverantwortung seinerseits.

    Es macht keinen Sinn über eine Klage, die vorzeitige Entlassung auf 2/3 einzufordern.

    Natürlich möchte Frau (in meinem Fall Mutter) seinen geliebten Menschen so schnell wie möglich wieder um sich haben und in den persönlichen Vorstellungen sieht man die Zukunft frei von Straftaten. Dieser Blick ist jedoch nicht, der der Behörden!

    Bis zum 2/3 Zeitpunkt dauert es noch eine Weile und die sollte genutzt werden um sich weiter zu stabilisieren und sich nicht von dem im Vollzugsblatt genannten Entlassungstermin irritieren lassen. … Bis zur Prüfung auf 2/3 wird es noch einige VPK's und somit Fortschreibungsmöglichkeiten geben. … Wieder einmal sind Geduld und Nerven gefragt.


    Liebe Grüße, G. :winken:

    Hallo Seniorenkino,


    Vor der Genehmigung hat die Klinik diesmal einen Gutachter beauftragt. Das war bei der ersten Verurteilung nicht der Fall.


    Der Gutachter war inzwischen sogar drei Mal bei meinem Sohn.

    wie schon gesagt, ein Gutachten beinhaltet mehr als ein Treffen. Das dies nun passiert ist, auch wenn es dich verwundert und beunruhigt hat, weil das im Gegensatz zur ersten Verurteilung nicht statt gefunden hat, nicht verwunderlich. Er ist Wiederholungstäter und wahrscheinlich schaut man jetzt genauer auf ihn.

    Die Situation, dass man still dabei sitzt während zig fremde Leute die Details deines Falles besprechen, stelle ich mir spooky vor.

    Das ist eine große Herausforderung für deinen Sohn. … Vielleicht sieht der Gutachter in diesem Vorschlag eine Chance. Dein Sohn müsste sich anhören, wie die "Norm" ist und in wieweit sein Verhalten davon abweicht.


    Drücke euch die Daumen und wünsche alles Gute!

    Natürlich haben wir nicht alles richtig gemacht, aber auch meine Eltern haben einiges falsch gemacht, meine Grosseltern haben bei meiner Mutter auch einiges falsch gemacht und die Eltern meines Mannes ebenso.

    In meiner Familie ist es auch so.

    Ich denke oft, dass Angehörige von Inhaftierten, (wenn man sich etwas audgetauscht hat) das gemeinsam haben. Schwierig ist in Familiengesprächen vorwurfsfrei darüber zu sprechen. Da ist es manchmal gut eine aussenstehende Person zu haben, die die Unterhaltung moderiert

    Vorstellungen wann, was aus wem werden soll, sind immer subjektiv und oft wird zu sehr bewertet. … Insbesondere wenn man sich selbst "an den Haaren aus dem Mist gezogen hat". Oft fällt es schwer, objektiv auf sein Kind bzw. sich selbst zu gucken.

    Vielleicht steht man immer wieder zu sehr unter Druck, als das man sieht, dass nicht alles verloren ist und jetzt eine Chance wahrgenommen kann. Diese solltet ihr nutzen auch auf die Gefahr hin, dass sich irgendwer auf den Schlipps getreten fühlt oder man sich eine Blöße gibt.



    LG, G.<3

    Liebe Loona,

    fürchte dich nicht vor eurem gemeinsamen Gespräch mit der Psychologin. Das sie so jung ist, muss nicht unbedingt ein Nachteil sein.

    Es geht viel mehr darum sich in seinem Verhalten ändern zu dürfen ( unter Mithilfe von Menschen die sich damit auskennen) wenn man schon nochmal die Chance dazu bekommt.

    Du bringst es mit diesem Satz sehr auf den Punkt. Wir als Eltern von Kindern die Straftaten begangen haben, wissen dass wir "nicht alles richtig gemacht haben".

    Bei dem kurzen Kennenlernen und der Terminvereinbarung könnte man fragen, worum es denn bei dem Angehörigengespräch geht, was der Inhalt sein wird.

    Gibt ja keinen Grund, euch darüber im Ungewissen zu lassen.

    Wenn die Befürchtung dann immer noch besteht, dass euer Verhältnis daran zerbrechen könnte, würde ich die Psychologin anrufen und ihr meine Sorge mitteilen.

    Ich kann mich den Empfehlungen von Seniorenkino nur anschließen.


    LG, G.

    Die Klinikleitung entschied, im Gegensatz zu seiner ersten Verurteilung, vorab einen Gutachter hinzu zu ziehen. Danach sollte das okay kommen.

    Der Gutachter kam aber erneut. Danach sollte das okay kommen.

    Der Gutachter kam ein drittes Mal. Danach sollte das okay kommen.

    Hallo Seniorenkine, wenn ich es richtig verstanden habe, hat man deinem Sohn eine Fortschreibung seines Therapieplans in Aussicht gestellt und seither gab es 3 Treffen mit dem Gutachter. ……… oder? Aus meiner Sicht ist dies völlig normal, weil ein Gutachten nicht nach einem Treffen mit deinem Sohn geschrieben werden kann. Man muss sich doch etwas kennenlernen und zudem haben der Gutachter und dein Sohn einen komplexen Fragenkatalog abzuarbeiten, der Grundlage des Gutachtens ist. … Das "dein Junge" nun an diesem Punkt ist, ist doch positiv zu bewerten. … Man schenkt ihm Aufmerksamkeit, man nimmt ihn ernst.


    Der Gutachter teilte aber mit, dass er meinen Sohn im 64iger am richtigen Ort sieht.

    Eine sehr wichtige Information.

    Das lese ich so wie, "er ist auf dem richtigen Weg!"

    Und er machte den Vorschlag, meinen Sohn mitzunehmen, wenn er eine Fallbesprechung vor 25 Fachleuten macht.

    Mein Sohn soll anonym dazwischen sitzen.

    Diesen Satz verstehe ich nicht ganz. Soll dein Sohn derjenige sein bei dem es in der Besprechung mit den Fachleuten geht. Oder geht es um den Fall einer anderen Person? Das wäre ja ein großer Unterschied.


    Liebe Grüße, G.

    Hallo Tabse,

    In Tegel ist es durchaus üblich wenn die Frage nach Lockerungen in Erwägung gezogen wird, eine Einladung von der Abteilungsleiterin/Sozialarbeiterin an Angehörige zu einem Familienbesuch geht. Wir erhielten sie nach 5 Jahren bei einem Strafmaß von 10.

    Es war ein Sammelbesuch für 5 Inhaftierte und deren Angehörige. Er fand nicht in den Besuchsräumen und auch nicht zu den festgelegten Besuchszeiten statt, sondern in einem Raum im Erdgeschoss des Haus 6 (oder 5, ich weiß es nicht mehr genau). Unsere Angehörigen -Gruppe wurde geschlossen nach der Kontrolle in den ersten Hof und durch die Kapelle in den Innenbereich der JVA und dann in den Raum geführt. Der Zeitraumen für diesen speziellen Besuch war auf 3 Stunden festgelegt. Die Häftlinge hatten für ihre Familien jeweils einen Tisch gedeckt, etwas zu essen vorbereitet und Tee bzw. Kaffee gekocht. Die Abteilungsleiterin setzte sich nacheinander zu den Familien an den Tisch und unterhielt sich mit allen.

    Im Gespräch mit uns ging es konkret um den Vollzugsverlauf und die Aussicht die daraus resultierte. Letztendlich teilte sie uns mit, dass "demnächst" ein erster Termin mit dem psychologischen Gutachter stattfinden wird und danach mit Lockerungen zu rechnen sei. Für uns war das der Anfang vom Ende. Sechs Monate später durfte ich meinen Sohn auf seinem ersten Ausgang begleiten.

    Ich wünsche euch einen ähnlichen Verlauf und drücke die Daumen. … Du brauchst nichts zu fürchten. Nach all den Jahren kennen sie deinen Mann. Es ist ein gutes Zeichen, wenn du diese Einladung erhälst


    Grüße, G.

    Hallo Valeria,

    mein Sohn hat einen Antrag auf Halbstrafe gestellt. Versuchen kann man es immer. Ob es dann klappt ist eine andere Sache. Es braucht gute Gründe um vorzeitig entlassen zu werden. Die für deinen "Schatz" Verantwortlichen in Adelsheim müssen erkennen können, dass er seine Lebenseinstellung verändert hat und sich in einer Stellungnahme zu seiner Entwicklung während der Haft äußern. Ein Richter entscheidet nachdem sich auch die Staatsanwaltschft dazu geäußert hat, ob ihm zuzutrauen ist sein Leben in Zukunft straffrei zu gestallten.

    Wenn du hier in der Suchfunktion Halbstrafe oder vorzeitige Entlassung eingibst findest du wahrscheinlich noch mehr Auskunft zu dem Thema.

    Grüße und alles Gute!

    Es ist schon der Hammer, dass ein Häftling nach 8,5 Jahren Haft im GV und OV losgeht und Lebensmittel klaut. … Es bedeutet wirklich, er hat etwas ganz Wesentliches nicht kapiert! … Dennoch stellt sich mir die Frage, ob nicht auch das Vollzugssysthem versagt. Anscheinend hat keine Maßnahme gefruchtet, die vermitteln konnte ohne kriminelle Handlungen zu leben.