Beiträge von Lasker

    Hallo M5.

    es ist immer schön solche Berichte von einem Internen zu lesen. Es hilft vielen auch bei der Frage, ob es sich lohnt sich selbst zu stellen. Eine Pommesbude auf dem JVA-Gelände, ja das ist der Niederrhein und das Ruhrgebiet, wie ich es liebe. Als gebürtiger Niederrheiner kann ich das nur gut finden. LG Lasker

    Hallo family,

    so ganz verstanden habe ich es noch nicht, aber ich versuche es mal.

    Ich gehe davon aus, dass die 1 Jahr 10 Monate zur Halbstrafe unterbrochen wurde ( die Strafaussetzung zur Bewährung wird immer nur einheitlich entschieden und nicht für einzelne Strafen) und jetzt die Jugendstrafe vollstreckt wird. Hier wird jetzt eine Strafaussetzung zur Halbstrafe befürwortet, wenn er das mit Paar,- und Suchtberatung geregelt kriegt. Das wird dann die Stellungnahme der JVA sein, entschieden wird das durch die Strafvollstreckungskammer. Die ist an die Stellungnahme der JVA und der StA nicht gebunden, es spricht aber viel dafür, dass sie auch so entscheiden wird. LG Lasker

    Mein Vater war JVA-Beamter,

    aber einer mit Herz. Er hat erst Schuhmacher gelernt und sich dann in einer JVA beworben und wurde genommen. Es gibt immer solche und solche. Man kann sich engagieren und sich für die Leute einsetzen, dabei spielt es keine Rolle, ob man das als Meister eines Gewerbes macht ( auch darunter gibt es Idioten) oder im AVD. Auf die Einstellung kommt es an. Liebe ich meinen Beruf oder mache ich nur einen Job, weil ich nichts besseres gefunden habe. LG Lasker

    Hallo Stefan,

    wenn sich JVA und StA dafür ausgesprochen haben, stehen die Chancen sicherlich nicht schlecht. Der Richter wird dir Fragen zu den Straftaten und der Straftatbearbeitung stellen, zu deinen beruflichen Aussichten, zur Wohnsituation und zu früheren Gefahrenquellen, die die Straftaten begünstigt haben. Darauf solltest Du innerlich vorbereitet sein. Ich wünsche dir viel Glück, aber vielleicht hast Du ohnehin das Glück des Tüchtigen, wenn Du die Strafzeit sinnvoll genutzt hast und dich weiter entwickelt hast. LG Lasker

    Hallo Sherobin,

    die Frage, ob eine mündliche Anhörung durch den Richter erforderlich ist, ist in § 454 StPO geregelt. Grundsätzlich ist eine Anhörung erforderlich. Davon kann abgesehen werden, wenn sich StA, Gericht und JVA einig sind, dass eine positive 2/3 Entscheidung erfolgen soll oder der Verurteilte bestimmte Fristen nicht eingehalten hat. LG Lasker

    Hallo Huriya,

    dieselbe Staatsanwaltschaft, aber eher nicht derselbe Staatsanwalt.

    Die Stellungnahme kommt von der JVA in der er jetzt einsitzt. Intern werden die sich natürlich mit der früheren JVA in Verbindung setzen oder können auf deren interne Berichte zurück greifen, sodass auch sein Verhalten in der U-Haft in die Stellungnahme einfließen wird. LG Lasker

    Hallo Huriya,

    das hast Du fast richtig verstanden. Nein, die JVA stellt keinen Antrag an die Strafvollstreckungskammer. Die StA als Vollstreckungsbehörde leitet von Amts wegen die 2/3-Prüfung ein und fordert die JVA zur Stellungnahme auf. Diese wird ihm von der JVA bekannt gegeben. Er muss auch unterschreiben, ob er einer vorzeitigen Entlassung zustimmt. Nach Einholung der Stellungnahme leitet die StA das Vollstreckungsheft mit einem eigenen Antrag, der sich meist mit der Stellungnahme der JVA deckt, an die StVK weiter. Diese entscheidet dann entweder im schriftlichen Verfahren oder nach mündlicher Anhörung. LG Lasker

    Hallo Nanele,

    das wird von Amts wegen geprüft. Er braucht keinen Antrag zu stellen.

    Eine weit verbreitete Form der Gesamtstrafenbildung ist es die kleinere Strafe zu halbieren und diese Hälfte der größeren zuzuschlagen. Das ist allerdings nicht zwingend und kann regional unterschiedlich gehandhabt werden. Das Gesetz schreibt nur vor, dass die Summe beider Strafen nicht überschritten werden darf. LG Lasker

    Hallo Nanele,

    wenn er in dem älteren Verfahren die Berufung zurück genommen hat, ist maßgeblicher Zeitpunkt das amtsgerichtliche Urteil in dem Verfahren. Geschahen die neuen Taten, weswegen er die 11 Monate bekommen hat, vor diesem Zeitpunkt, müsste das gesamtstrafenfähig sein.

    Hallo Nanele,

    die Berufung ist eine Tatsacheninstanz und für die Gesamtstrafenbildung relevant, wenn da durch Urteil entschieden wurde, also keine Berufungsrücknahme erfolgte. Maßgeblicher Zeitpunkt ist dann der Termin in dem zuerst die Berufungsverhandlung mit Urteil stattfand. Wenn die neue Tat vor diesem Zeitpunkt erfolgte, könnte eine Gesamtstrafenbildung möglich sein. LG Lasker

    Hallo Nanele,

    es kommt darauf an, ob die Urteile gesamtstrafenfähig sind. Das ist dann der Fall, wenn die Taten theoretisch gemeinsam hätten verhandelt werden können. Beispiel: 1.Tat vom 10. Januar, Urteil: 04. September, neue Tat 03. September. Die beiden Taten wären gesamtstrafenfähig, anders neue Tat: 05. September Hier ist keine Gesamtstrafenfähigkeit gegeben.

    Es geht dabei immer nur um die letzte Tatsacheninstanz, also Revision bleibt außen vor.

    Wenn eine nachträgliche Gesamtstrafe gebildet würde, geschieht dies durch Beschluss und nicht durch Urteil, also ein rein schriftliches Verfahren ohne mündliche Verhandlung LG Lasker

    Hallo Tara,

    der § 64 StGB wird bis zum 2/3-Zeitpunkt auf die Strafe angerechnet, danach nicht mehr. Verfahrensfremde Straftaten können gemäß § 67 VI StGB StGB ebenfalls bis zum 2/3-Zeitpunkt angerechnet werden, wenn deren Vollzug ansonsten eine unbillige Härte darstellen würde. LG Lasker

    Hallo etoille,

    sei gegrüßt. Schön, dass Du hier her gefunden hast.

    Ich weiß nicht, ob Du darauf gestoßen bist. Auf der Seite des Klinikums Nette-Gut. findest Du unter Aktuelles eine von Patienten erstellte Infobroschüre, die ganz informativ ist.

    Entscheidend ist, dass man von der Sucht los kommen will. Wer da nur hin geht, weil er es bequemer als den Knast findet, ist dort fehl am Platz. Wer wirklich aktiv mitarbeitet hat die Chance im dortigen Stufensystem sich Lockerungen zu erarbeiten und eine vorzeitige Entlassung zu erreichen. Beim Nette-Gut handelt es sich um eine Einrichtung mit langjähriger Erfahrung im Maßregelvollzug. Vielen wurde dort schon geholfen. LG Lasker