Beiträge von Fraggle

    Hi Sunny,


    wie lange es genau dauert kann ich Dir leider nicht sagen. Er sollte aber unbedingt vorab schon mal Kontakt zu den Einrichtungen aufnehmen, falls er das noch nicht gemacht hat.


    Damit er möglichst schnell starten kann wenn die Zusage der RV da ist.


    Weißt Du welche Therapieeinrichtung/en er ausgewählt hat?

    Ich frage weil wir auch gerade in der selben Gegend am gucken sind.

    Ja und damit war genau das passiert was vor der Anhörung vom Anwalt und so wie ich's verstanden hatte auch in der Anhörung vom Richter befürchtet wurde.

    Das sie da in eine Verantwortung kommt ihm gegenüber die sie nicht leisten können wird. Schon gar nicht ohne Hilfe.


    Klar konnte sie ihn nicht rauswerfen, weil abzusehen war das er dann abstürzen wird. Aber andererseits, wie weit steht man "in der Pflicht" wenn sich der Partner so gar nicht an Absprachen hält? Wann und wie zieht man da eine Grenze?


    Es ist sicher sehr sehr schwer, für beide.

    Und wenn ich das Ende richtig verstanden habe, was ja nicht wirklich ein Ende war, ist er irgendwann dann tatsächlich ausgezogen dort. Weil es eben nicht so glatt funktionierte wie sie es sich gewünscht hätten.


    Dieses fürsorgliche ... ich fand sie agierte eher wie seine Mutter als wie ne Partnerin auf Augenhöhe. Mag sein das er das brauchte aber, ist sowas eine echte PARTNERschaft?

    Genau so hab ich's auch empfunden, merksmal.


    Sie hat ermahnt, er hat sich verteidigt. Oder sie hat ihn gelobt, was aber irgendwie auch schräg wirkte. Da war null Augenhöhe bei den beiden. Er wirkte wie auf Besuch und sie forderte ständig was, war dabei aber konsequent inkonsequent. Dadurch kam sie sehr bedürftig rüber. Und er auch, aber anders. Und so ohne ... ich kann's schwer beschrieben, ohne große Motivation und Initiative.


    Die beiden wirkten auf mich auch viel älter als sie tatsächlich waren. Kein Spaß, kein gemeinsam, abgesehen von kochen und spazieren gehen.


    Ich fand diese Doku war ein super Beispiel dafür wie mans nicht machen sollte. Also, ich möchte das so nicht haben. Keine der beiden Rollen.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen das sie sich wohl gefühlt haben mit der Situation.

    Ich bin letzte Nacht zufällig an diesem Dokumentarfilm hängen geblieben.


    Marion liebt Rudi. Das Problem: Rudi ist im Gefängnis. 23 Jahre seines Lebens hat er wegen Totschlags und Bankraubs hinter Gittern verbracht. Kann Liebe Berge versetzen?


    https://www.ardmediathek.de/sw…3ci5kZS9hZXgvbzExMDI3MTg/


    Ich fand diesen Film sehr .. spannend, bewegend und zugegeben, auch irritierend. Und er hat mich nachdenklich gemacht.


    Besonders interessant vielleicht für die Leute hier die ihren Schatz vor der Haft noch nicht sehr lange kannten oder in Haft erst kennenlernten.

    Er könnte allerdings auch Ängste triggern, mich zB beschäftigt er immer noch.


    Falls ihn sich jemand ansieht, ich fände einen Gedankenaustausch dazu (dann vielleicht in einem separaten Thema, Maxi?) nicht schlecht.

    Ich habe gestern, quasi zum testen, mal begonnen so ein Schreiben zu tippen.


    Eigentlich fällt mir schreiben leicht, ich habe keine Probleme mit Wortwahl oder Formulierungen, dennoch saß ich ziemlich ratlos vor dem leeren Blatt.


    "Wir planen" ... "wir werden" .. "er wird" ... "wir möchten" ... "er kann" ... irgendwie kommt mir das alles sehr auf Wirkung gequält vor. Uns es sind alles keine Fakten.


    Wie Maxi schon sagte, keiner kann in die Zukunft gucken.

    Und ich kann das in nem Brief auch nicht so formulieren als wäre all das in Stein gemeißelt. Formuliere ich es aber als meine Wünsche oder Pläne wirkt es so aufgeweicht als würde ich selbst nicht dran glauben sondern maximal drauf hoffen.


    Ich muss einen solchen Brief derzeit noch nicht schreiben, fände aber sehr hilfreich wenn man hier mal eine Art "Musterbrief" einstellen könnte.

    Weil ich das Gefühl habe, egal wie ich's schreibe, es wirkt verkehrt.