Beiträge von LOONA

    Das meine ich Biker, sind ja eben auch Schöffen.:planlos:

    Ich war vor Jahren auch mal Schöffe im Kriminalgericht Moabit, aber an eine Art " Vorgabe" beim Strafmaß kann ich mich nicht mehr erinnern.

    VG von Loona

    @ Lasker, ist denn ein Schöffengericht dann explizit als solches ausgewiesen, bzw. eine Verhandlung z.b.vor dem Landgericht mit Beisitzern etwas anderes ?

    Vor allem im Bezug auf das Strafmaß? :/

    LG von Loona

    Liebe Mei,

    nun ist ja schon fast alles gesagt...Ich wünsche euch einfach alles, alles Gute und hoffe auch du wirst über die verschiedenen Therapiefortschritte berichten.

    Ich drück dich mal unbekannterweise :knuddel:

    Alles Liebe von Loona <3

    Hallo Y,

    frag ihn doch mal konkret warum es ihm so Schlecht geht.

    Im Normalfall gibt es keinen Grund sich Sorgen zu machen.

    Man ist versorgt mit allem was nötig ist und kann auch bei Sorgen und Problemen jederzeit zu einem der JVA Mitarbeiter gehen.VG von Loona :winken:

    Hallo,

    ein Strafverfahren was nach über achtwöchiger Pause, seitens des Gerichts, komplett neu verhandelt werden muss, incl. aller Zeugen.

    (Es ist sicher das der Angeklagte schuldig gesprochen wird.)

    Wer trägt die doppelte Auslage ?

    Komplett der verurteilte Angeklagte oder die durch die Zwangspause des Gerichts entstandenen Kosten , die Staatskasse? :planlos:


    VG von Loona

    ZITAT VON Gaby : Du bringst es mit diesem Satz sehr auf den Punkt. Wir als Eltern von Kindern die Straftaten begangen haben, wissen dass wir "nicht alles richtig gemacht haben".


    Gaby, ohne anmaßend zu wirken:

    Natürlich haben wir nicht alles richtig gemacht, aber auch meine Eltern haben einiges falsch gemacht, meine Grosseltern haben bei meiner Mutter auch einiges falsch gemacht und die Eltern meines Mannes ebenso.

    Und trotzdem ist , wie man so schön sagt etwas aus uns geworden.
    Den Schuh ziehen wir uns alleine nicht an.
    Im Grunde ist er so geboren, er hatte schon als kleines Kind Schwierigkeiten sich anderen anzupassen.Wir hatten eigentlich nie grösseren Ärger mit ihm.
    Zumindest nicht bis zur Pubertät.

    LG von Loona

    "Ja, ich denke über die Verwaltung in Justizvollzugsanstalten nach. Vielen Dank, ich werde anrufen und fragen. Keine Informationen auf der Website"


    Hallo Marga,

    gerne, kein Problem.

    Es wäre nur toll wenn du selbst Deinen Text übersetzen würdest, dann hätten wir alle schneller etwas davon und du würdest vielleicht auch mehr Antworten bekommen.Nix für ungut.😉

    LG von Loona

    Liebe Seniorin,

    es ist wie es ist.Immer noch heisst es warten auf jede Entscheidung.

    Im Endeffekt verstehen wir es, wünschen uns es aber eigentlich anders.


    Meint der Gutachter aber wirklich den Fall deines Sohnes ? Finde ich eine merkwürdige Idee, auch deinem Sohn gegenüber.:/


    Aber gut, vielleicht kommt etwas positives für ihn dabei rum.

    Ich drücke euch die Daumen :thumbup:

    LG von Loona

    Hallo Marga,

    wenn das Gericht den Haftbefehl in der Hauptverhandlung aufhebt oder dein Mann freigesprochen wird, kann er sofort mit nach Hause gehen.

    ( mein Sohn hat sogar sein geliebtes HP-Buch für die Verhandlungspausen im Keller gelassen)

    Seine persönlichen Sachen haben wir am nächsten Tag aus der JVA geholt.

    Alles war bereits in Kartons verpackt und zur Abholung bereit.

    VG von Loona

    Loona bitte nicht falsch verstehen ich weiß dein Sohn ist nicht psychisch krank aber ich möchte nur meine Erfahrung mal erzählen .
    Im Rahmen einer Begutachtung wurde ich gebeten dass der Sachverständige auch mit meiner Mutter sprechen darf und es nur zu meinem Vorteil wäre . Er müsse einfach einige Infos über meine Kindheit und Jugend . Meine Mutter war in diesem Gespräch sehr ehrlich und als ich das Gutachten las war ich sehr verletzt und enttäuscht obwohl meine Mutter einfach nur ihre Sicht geschildert hat .Es hat unserer Beziehung eine Zeitlang echt einen Knacks verpasst hat .

    Genauso denke ich das Andrea. 👍

    Wir haben nicht so das herzlichste Verhältnis, das liegt sicher auch in meiner Jugend begründet, ich durfte das auch nicht so erfahren.Noch zum dem ist er ein Papakind, vielleicht auch weil ich schon immer die war, die meine ehrliche Meinung gesagt hat.

    Loona, auch unangenehme Themen gehören nun mal dazu. Wie soll er aus Fehlern lernen, wenn man ich nicht mal im Ansatz darauf hinweist, wenn man aus Bedenken er könnte nicht positiv auf Kritik reagieren , dann besser nix sagt.

    Wie schon geschrieben haben wir schon einiges, auch auf seine Nachfragen angesprochen.Ich denke aber nicht das es hilfreich ist, alles im Komplettpaket auf den Tisch zu bringen.

    Es sind nicht explizit Fehler seinerseits , sondern auch unteranderem Verhaltensweisen die korrigiert werden müssen.Alles was mit Drogenmißbrauch zu tun hat, haben wir selbstverständlich schon angesprochen.Er hat sich geöffnet und einiges erzählt was uns nicht bewußt war.

    Es geht viel mehr darum sich in seinem Verhalten ändern zu dürfen ( unter Mithilfe von Menschen die sich damit auskennen) wenn man schon nochmal die Chance dazu bekommt.


    LG von Loona

    Hallo Biker,

    das hat nichts mit der/ dem jeweiligen Psychologen zu tun.

    Es gibt sicherlich Dinge die ein darin geschulter Psychologe besser an den Mann bringen kann, als die eigenen Eltern o.a.

    Wir wollen ja eigentlich Dinge mitteilen, die im Laufe seines Lebens so angefallen sind.Aber nicht immer wird das ein positives Gefühl hinterlassen.Gedanken die wir uns dazu gemacht haben.Und jeder der Kinder hat weiss ja wie sie auf , in ihren Augen Vorwürfe oder Sachen die sich in ihren Augen anders darstellen, oft reagieren.Nämlich nicht gerade positiv.Und das wollen wir vermeiden.


    VG von LOONA

    Ein halbes Jahr ist fast geschafft.

    Viele Infos, teils widersprüchlich, teils wohl "Flurfunk" prasseln auf uns ein.

    Vieles liegt aber noch in weiter Ferne, in der Zukunft, eben ziemlich weit weg.


    Ende des Monats kommt zum Besuch kurz die neue Psychologin hinzu , um uns Kennenzulernen.

    Dann werden wir einen Termin für ein Angehörigengespräch ausmachen.Das ist wohl wirklich die Ausnahme.

    Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen (momentan noch wenig, aber ich kenne mich: wenn's soweit ist, wie kurz vorm Mathetest) und auch etwas unsicher.

    1. Die Psychologin ist erst 26 Jahre alt, genauso alt wie unser Sohn.

    Ich stelle es mir merkwürdig vor, bin aber trotzdessen jetzt nicht ob ihrer Qualität beunruhigt.

    2. Ich und auch mein Mann hatten noch nie mit Psychologen ( o.ä.) Kontakt .Wir waren immer die "Selbermacher/-regler".

    Ich mag nicht das Gefühl man könnte mir in den Kopf schauen.Ist das verständlich ausgedrückt ?

    3. Unser Sohn wird bei dem Gespräch dabei sein.

    In meinen Augen kontraproduktiv.

    Es gibt sicher einiges was er nicht unbedingt hören muss.Schon um ihn nicht mental runterzuziehen.

    Wir konnten schon einiges bei ihm ansprechen und er hat auch immer bei späteren Telefonaten oder Besuchen nachgefragt oder etwas dazu geäussert.

    Also hat da die Therapie in meinen Augen schon eingesetzt und auch etwas ins Rollen gebracht.Aber ich würde eventuell mehr preisgeben, wie auch meine Gedanken zu manchem, wenn er nicht dabei wäre.Da bin ich mir ziemlich sicher.

    Auch das er nach einem halben Jahr noch nicht alle Baustellen selbst erkennt , ist mir ziemlich klar.

    Und ebenfalls wird einen Tag später ein Richter zu einer Art "Anhörung" , diesmal im positiven Sinne, vorbeischauen.Das passiert wohl jedes halbe Jahr , es wird über Fortschritte und Allgemeines gesprochen.Stellungnahmen des Pflegepersonals, Psychologe, Therapeuten und Sozialarbeiter eingeholt.

    Die nächste Lockerungsstufe darf gegebenenfalls dann gleich beantragt werden.

    Begleiteter Ausgang mit zwei männlichen Pflegern.

    Nur kurzzeitig und nur ums Eck zum Einkaufen, aber endlich mal keine Mauern mehr sehen.


    An Weihnachten hätte ich mir etwas mehr gemeinsame Stationsarbeit gewünscht.

    Aber vielleicht seh auch ich das nur so ,als Frau und Mama.

    Zu Advent wurde etwas geschmückt und es gab auch an Heilig Abend einen Weihnachtsbaum und ein gemeinsames Kaffeetrinken.Aber das war's dann auch.

    Was würde ich mir erwarten/ wünschen: Einfach ein bisschen mehr Heimeligkeit.

    Kaum jemand hat wohl eine kleine Überraschung zum Fest bekommen.

    ( das unsere total in die Hose gegangen ist und auch noch zu einem negativen Eintrag geführt hat , steht auf einem anderen Blatt) :noo:

    Auch wenn das die " harten" Jungs sind, im Knast war da wohl nach hörensagen ein bisschen mehr Freude dabei.

    Das spiegelt aber so ziemlich alles dort wider.

    Besuch bekommen die meisten.Aber Hilfe aus ihrer Situation oder zumindest das Interesse zum ändern der Situation von ihren Familien die wenigsten.

    Viele liegen, wenn die vormittags Therapien beendet sind, den ganzen Tag im Bett und sind zu nichts zu bewegen.Zum spielen findet man kaum mal jemand.

    Gemeinsames kochen auch eher weniger, gemeinsames Essen dann schon.


    Unser Sohn hat anscheinend seine Berufung fürs kochen und backen entdeckt.Das durften wir jetzt schon mehrfach beim Besuch testen.


    An Sylvester war ( Einschluss gibt es ja nicht) entgegen dem täglichen Ritual nicht um 22 Uhr Ruhezeit sondern tatsächlich erst um 1 Uhr nachts.

    Feuerwerk aus der angrenzenden Stadt durfte allerdings nur aus den Fenstern angeguckt werden,

    Zuguterletzt, auch entgegen der Tradition, nur 1x nach Mitternacht pusten.

    Die vergangenen Jahre durften die Jungs wohl 2x ran.Gefunden wurde jedenfalls nix.


    Ach ja, das schöne Einzelzimmer ist auch passe'.

    Jetzt residiert er , wie alle anderen auch im Zweibettzimmer.

    Mit einem Kollegen dessen Vorlieben nicht gegensätzlicher sein könnten.

    Aber man hat sich nach einigen Querelen einigermaßen geeinigt.

    Wenn das schnarchen meines Sohns zu doll wird ( dank der zerstörten Schleimhäute durchs Koks, lässt sich das nicht mehr ändern), verlässt der Zimmergenosse den Raum ohne ihn 7x zu wecken und die nachmittägliche SHOPPING QUEEN wird zusammen geschaut.

    "Mensch doch nicht wegen der Klamotten, Mama, wegen der Weiber...."sds


    LG von Loona

    Was ich aber leider selber feststellen musste war ,dass man als Drogenabhängiger schneller wieder auf freiem Fuß ist wie einer der nichts mit Drogen bzw.Harten Drogen zu tun hat. Ich hoffe ich werde nicht falsch verstanden ich Urteile über niemanden, das steht mir auch gar nicht zu aber ich Berichte nur über meine eigene Erfahrungen mit der Justiz und JVA. Wünsche euch allen noch einen schönen Abend und ganz viel Kraft und Geduld

    Liebe Dani,

    da werden dir hier sicher sehr viele widersprechen können.


    VG von Loona