Beiträge von blackhe

    Von Bayern mal abgesehen, dürfen Strafgefangene in wohl allen Bundesländern telefonieren.


    Zwischen Mithören durch Bedienstete und Telio-Telefon im Haftraum gibt es alle Varianten.


    Untersuchungsgefangene brauchen überall eine richterliche Erlaubnis.

    Wenn jemand somatisch oder psychisch krank ist, stellt sich die Frage nach dem offenen Vollzug eigentlich nicht, sondern dann ist nach der richtigen medizinischen Behandlung zu suchen.


    Eine Konstellation, in der es medizinisch notwendig wäre, einen somatisch oder psychisch Kranken in den offenen Vollzug zu verlegen, fällt mir jedenfalls so ohne weiteres nicht ein.

    Würde ich ihn sehen und sprechen hören, würde ich ihn ins Gesicht spucken. Würde ich ihn Entschuldigungen stammeln hören, würde ich mich umdrehen und den Raum verlassen. Denn ich weiß, dass von ihm nix Ehrliches kommt. Ich weiß, dass er alles sagen würde, nur um in gutem Licht stehen zu können.


    Verstehe ich völlig und halte das auch für legitim. TOA geht nicht bei jeder Straftat und nicht bei jeder Täter-Opfer-Konstellation. Es geht nach meiner Überzeugung nur, wenn das Opfer aus freien Stücken damit einverstanden ist.


    Alles andere bedeutet, das Opfer zum zweitenmal zum Opfer zu machen.

    er konnte immer über sein Hausgeld frei verfügen.Ausserdem gibt es im [lexicon]Strafvollzugsgesetz[/lexicon] dazu einen Absatz das es eine mindest Einkaufsgrenze von 205 euro monatlich gibt.


    1. Über das Hausgeld, also das Geld, das durch Arbeit in der Anstalt oder Taschengeld gebildet wird, kann jeder Gefangene frei verfügen.


    2. Im [lexicon]Strafvollzugsgesetz[/lexicon] gibt es nirgends eine Regelung mit 205 Euro.

    peter70


    1. Das Forum hier lebt auch vom Geben und Nehmen, also stell dich bitte mal vor.


    2. Sätze in Großbuchstaben gelten nach einer ungeschriebenen Internet-Regel als aggressiv bzw. als Schreien, also lass das bitte.


    Und ich glaube nicht dass es wenig Personal gibt in den JVA´s, denn bei Schichtwechsel, fahren bei uns in Kaisheim (ich weiß das, weil wir gleich nebenan wohnen und ich es täglich sehe) mindestens 25Autos und da sind ca 15Autos doppelt besetzt. Das heißt also jede Menge Beamten pro Schicht...


    Und du hast natürlich den vollen Überblick, was die da pro Schicht so tun oder nicht tun......


    Das ist doch mittlerweile normal dass man nichts mehr mit rein nehmen darf. Mein Mann darf in die JVA Kaisheim einen Ring, eine Kette, eine Uhr, Fotos, seine Papiere und einen TV 19Zoll Flachbildschirm und einen Rasierer mitnehmen.


    Ah ja, Ring, Kette, Uhr, Fotos, Papiere und ein 19Zöller sind also nichts.... .



    Anziehsachen, Duschsachen, Schuhe, Briefpapier, Zahnbürste, Tabak ect. muss er drin kaufen und das kostet da richtig Kohle. (Alles nur Geldmacherrei) Die haben Angst dass man Drogen mitreinschmuggeld?! Und wo, in einer Zahnbürste? Vielleicht in den Borsten eingearbeitet? :boese(: :grazy:


    Du hast bloß keine Ahnung, wo man überall Drogen verstecken kann. Vor der Drogenzeit, also vor jetzt ca. 25 Jahren konnte man sogar selbstgebackenen Kuchen mitbringen. Eins ums andere wurde verboten, weil die unglaublich findigen Leute draußen selbst in scheinbar originalverpackten Zigarettenschachteln u.a. Drogen versteckt haben. Alle Verbote, bis hin zum allgemeinen Päckchenverbot, basieren ausschließlich darauf, dass jedes Schlupfloch genutzt wurde, um Drogen, Handys, Bargeld einzuschmuggeln. Wenn man da auf jemanden sauer sein kann, dann eigentlich nur auf das gewissenlose Volk, das sowas derart breit gemacht hat, dass der Kontrollaufwand bei sinkendem Personalbestand nicht mehr zu rechtfertigen war.


    ja ich finde das auch grausam. die wollen nur geld machen. mehr ist das nicht.


    Keine Ahnung von der Materie, aber motzen. :noo:


    Kommt immer gut. In keiner Anstalt Deutschlands ist die Anstalt in irgendeiner Weise an den Umsätzen der Händler beteiligt. Wusstest du nicht? Dann mach dich gefälligst erstmal schlau, bevor du solche Sprüche in die Welt setzt.

    Ich wünsche Euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit,
    ein frohes Weihnachtsfest, ein paar Tage Gemütlichkeit
    mit viel Zeit zum Ausruhen und Genießen,
    zum Kräfte sammeln für ein neues Jahr.


    Ein Jahr ohne Seelenschmerz und ohne Kopfweh,
    ein Jahr ohne Sorgen, mit so viel Erfolg,
    wie man braucht, um zufrieden zu sein, und nur so viel Stress,



    wie man verträgt um gesund zu bleiben,
    mit so wenig Ärger wie möglich und so viel Freude wie nötig,
    um 365 Tage lang rundum glücklich zu sein.



    Ich wünsche Euch ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins nächste Jahr 2009!


    Liebe Grüße


    blackhe

    Ich ging davon aus, das Kosten für Transporte zur Verlegung wegen des Besuches von dem Häftling bezahlt werden müssen :planlos:
    Gilt das dann nur für die Einzeltransporte ?


    Der Sammeltransport kostet nichts. Der Einzeltransport dagegen sehr wohl. Zudem, das muss noch hinzugefügt werden, geht der Sammeltransport nur bei sogenannten Besuchsüberstellungen und die werden meist nur 2 bis 4mal im Jahr genehmigt.


    Die Haftzelle ist mitunter kleiner als das Auto, das er zuvor gefahren hat«, weiß Jürgen Lubojanski.


    Klar, wenn er einen Lastwagen gefahren hat...... . Ich kenne jedenfalls keinen Pkw mit einem Aufenthaltsbereich von mindestens 6, meistens eher 10 m²...



    «Die U-Haft ist sehr viel härter und für viele auch sehr viel schwerer zu ertragen als die normale Haft«, erzählt Lubojanski. Abgesehen von dem minimalen Kontakt zu anderen Menschen, spielt der psychologische Faktor eine besonders große Rolle: «Wer im Strafvollzug ist, kennt die Zeit, die er abzusitzen hat und zählt die Tage runter. In U-Haft werden die Tage hochgezählt – weil man nie weiß, wie lange es noch dauern wird.«


    Stimmt


    Nicht einmal Besuch darf der Häftling in den ersten sechs bis acht Wochen empfangen. Danach gibt es für Freunde und Familie eine Besuchszeit von einer halben Stunde pro Woche oder eine Stunde alle zwei Wochen. Das alles sind für den Fachanwalt Argumente, die gegen «überlange Zeiten in U-Haft« sprechen.


    Selbst sehr verschnarchte Gerichte schaffen die erste Besuchserlaubnis schneller raus als in 6 bis 8 Wochen. Das gesetzliche Minimum an Besuchszeit (=1 Stunde/Monat) dürfte mittlerweile in den meisten Anstalten deutlich überschritten werden.




    Während Diamantenräubern oder Drogendealern sich der drohenden Gefahr einer Verhaftung bewusst seien, sagt Lubojanski, trifft es Wirtschaftskriminelle oft wie ein Schlag aus heiterem Himmel. Sie hätten kein schlechtes Gewissen und seien sich oft keiner Schuld bewusst. «Auch Wilhelm Schelsky glaubte nicht, dass er im Gefängnis landen könnte.« Bis er in Mecklenburg-Vorpommern verhaftet wurde. Neun Tage dauerte laut Lubojanski die Überstellung in die Nürnberger JVA. Jede Nacht in einem anderen Gefängnis. Nur ein einziges Mal habe Schelsky duschen und die Kleidung wechseln können.


    Jetzt muss ich aber gleich weinen. :noo: Der Wirtschaftskriminelle weiß in aller Regel sehr wohl um das Verbotensein seines Tuns. "Dank" seiner Hybris oder ähnlicher Faktoren mag es sein, dass er oft glaubt, ihm könne nichts passieren.


    Von dort aus geht es weiter in U-Haft, deren Dauer keiner Begrenzung unterliegt. Einzige Maßgabe: Nach sechs Monaten erfolgt ein Haftprüfungstermin. «Eine Verweildauer von eineinhal bis zwei Jahren in U-Haft ist nicht ungewöhnlich«, so der Rechtsanwalt.


    Entweder hat der Anwalt keine Ahnung oder die Zeitung: Natürlich unterliegt die Verweildauer in der U-Haft Grenzen! Ihr alle habt hier oder in der Zeitung schon von Fällen gelesen, wo ein mutmaßlicher Straftäter durch richterlichen Beschluss entlassen werden musste, weil Gericht oder Staatsanwaltschaft das Verfahren nicht so zügig betrieben haben, wie das Gesetz und die Obergerichte das erwarten. Wenn Verfahren, was denkbar ist, eineinhalb bis zwei Jahre dauert, dann liegt das meist an der ausgeprägten "Schweigsamkeit" der Beschuldigten.

    Mundart ist, wie gerade dieser Text zeigt, nicht nur was für Humorabende sondern bringt Emotionen oft deutlich stärker zum Ausdruck als es jede sog. Hochsprache, die ja letztlich eine Art Kompromiss ist, leisten kann.


    Aber okay, wenn du das anders siehst.