Beiträge von lovegoeson

    Liebe Nadin,


    Ich finde, Du solltest das tun oder veranlassen, was Du denkst, was das Richtige für Dich ist.

    Deine Familie ist ja nicht in deiner Situation und kann sich da kein Urteil bilden.


    Der Wunsch in den geschlossenen zurück zu gehen kann Dir nicht negativ ausgelegt werden, eher positiv.

    Das Umfeld ist für einen persönlich ja meist wichtiger und wenn es der OV für Dich nicht hergibt, ablehnen dürfen sie es jedenfalls nicht.


    Mein Mann macht sich auch schon seine Gedanken, wenn es irgendwann vielleicht mal so so sein sollte. Die Neidkultur macht die Haft oft noch komplizierter für einen selbst. Er hatte damit schon viel zu tun.


    Dazu kommt, Lockerungen sind ja nicht ausgeschlossen, selbst mein Mann durfte die Anstalt schon für 4 Stunden verlassen, obwohl er LLer ist und erst in 5. Haftjahr.


    Wichtig ist, was Du für Dich und Dein Baby als richtig empfindest, nicht die anderen!


    Alles Gute Dir und weiterhin viel Kraft.


    Liebe Grüße aus Berlin,

    Steffi

    Hallöchen!


    Ich hab eigentlich keine Ahnung, keine Meinung und keine eigene Theorie, denn die Theorie der kurz bevorstehenden Entlassung gefällt mir persönlich einfach am Besten.

    Wenn er keinen Mist gebaut hat, kann er ja logischerweise keine Sperre von Wasauchimmeralles bekommen haben.

    Sollte es so sein, wäre es ja ganz cool, wäre es nicht zu spontan, alla Morgens nichtsahnend aufstehen und dann vom Beamten eine Rolle Müllbeutel in die Hand zu bekommen mit "Jetzt pack ma zusammen, war nett mit Dir, ich bitte um kein Wiedersehen".


    Für alles andere müsste er doch aufgeklärt werden, oder nicht? Wäre nicht sowieso bald ET? Hab mal Profil gestalked, Ende 2022 müssten die 6 Jahre doch um sein, oder?


    Ich glaube man kann nur spekulieren und Kaisheim hat ja scheinbar auch so einige Eigenheiten und Regeln, die selbst "Kaisheim-Althasen" wie Euch hops nehmen können.


    Liebe Grüße, Steffi

    Hey!


    Die Motivation kann gefühlt alles sein.

    Man kann sich nur wünschen, dass er sich hinterfragt und verstanden hat, dass sein Handeln tatsächlich nicht richtig war.


    Ich denke, Du solltest an Dich denken, keiner kann Dir sagen, wie Du damit umgehen kannst. Wenn Du dich durch die versuchte Kontaktaufnahme unwohl fühlst, ist das wohl ein klares Zeichen.


    Bezüglich der Vater-Kind-Beziehung bin ich immer zwiegespalten. Grundsätzlich ist ja nicht dagegen zu sagen, wenn die Trennung einer harmonischen Natur war. So sollte es nämlich sein, weil man erwachsen genug war, Kinder zu bekommen.

    Wie wertvoll allerdings kann die Beziehung zu einem Menschen sein, welcher der Kindsmutter Leid zugetragen hat?


    Ich weiß ja nicht, ob und wie über den Vater mit deinem Kind gesprochen wurde.

    Ein Kind hat das Recht auf beide Eltern, ich finde es in mancher Situation aber eben schon echt grenzwertig, was da von Opfern abverlangt wird.

    Wenn die Tat keinen Bezug auf das Kind hat, ist es trotzdem nicht leicht und doch ist das Kind eine eigene Persönlichkeit.


    Meine Kinder sind 5 Jahre, der Papa hat etwas sehr schlimmes gemacht, aber ich habe eine positive Bindung zu ihm, wir sind weiterhin verheiratet und die Tat hatte mit uns nichts zu tun. Ich weiß nicht, wie Kinder so etwas fassen können.


    Ich würde mir auf jeden Fall zusätzlich Rat holen, ich hoffe Du hattest ausreichend professionelle Unterstützung danach und eventuell kann man auch Kontakt zu den Leuten bekommen, die mit ihm arbeiten, als Rückmeldung bezüglich des Vaters.


    Ist halt ne echte beschissene Situation und man muss sein Kind unabhängig von sich selbst betrachten, wenn es um so etwas geht, leicht ist es jedoch sicher nicht.

    § 65

    Zweckgebundene Einzahlungen, Eingliederungsgeld

    (1) Für Maßnahmen der Eingliederung, insbesondere Kosten der Gesundheitsfürsorge und der Aus- und Fortbildung, und für Maßnahmen der Pflege sozialer Beziehungen, insbesondere Telefonkosten und Fahrtkosten anlässlich vollzugsöffnender Maßnahmen, kann zweckgebunden Geld eingezahlt werden. Das Geld darf nur für diese Zwecke verwendet werden. Der Anspruch auf Auszahlung ist nicht übertragbar.

    (2) Die Untergebrachten dürfen für Zwecke der Eingliederung ein Guthaben in angemessener Höhe bilden (Eingliederungsgeld) und auch bereits vor der Entlassung darüber verfügen. Der Anspruch auf Auszahlung ist nicht übertragbar. Bei der Verlegung in ein anderes Land, nach dessen Landesrecht gebildetes Eingliederungsgeld nicht anerkannt werden kann, wird das Eingliederungsgeld vorbehaltlich des Satzes 4 dem Eigengeldkonto gutgeschrieben. Sofern das aufnehmende Land die Bildung eines Überbrückungsgeldes im Sinne des § 51 des Strafvollzugsgesetzes vom 16. März 1976 (BGBl. I S. 581, 2088 und 1977 I S. 436), das zuletzt durch Artikel 152 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, vorsieht, können die Untergebrachten bis spätestens zum Tag ihrer Verlegung erklären, dass ihr Eingliederungsgeld vom aufnehmenden Land als Überbrückungsgeld behandelt werden soll; geben die Untergebrachten bis zu ihrer Verlegung diese Erklärung nicht ab, so wird das gebildete Eingliederungsgeld ihrem Eigengeldkonto gutgeschrieben.


    Nennt sich in Berlin also Eingliederungsgeld. Ich wurde auf berlin.de unter Berliner Justizvollzug fündig. Würde ich jetzt als seriös einschätzen, auch ohne eigene Hafterfahrung.

    Diese Festnetznummern, die man mit einem Mobilfunk Vertrag bekommt, sind aber auch nur dann erreichbar, wenn man sich in der Stadt befindet, in der die Festnetznummer gemeldet ist.

    Ist man außerhalb unterwegs, hat sich das dann schon wieder gegessen. Also so war das jedenfalls vor 13 Jahren, als ich mal einen Handyvertrag hatte...

    In unserem Fall wäre das ganz gut, wenn wir immer im Sommerurlaub bei Oma sind, so als Beispiel. Sind wir dieses Jahr nicht, weil viel zu tun, aber egal.


    Deswegen finde ich das schon eine coole Alternative. Ich frag mich dann manchmal bloß, warum kann man Festnetznummern für mobile Zwecke vergeben um Kosten zu senken, wenn man nicht vielleicht direkt die kosten für mobile Nummern senken könnte. Man kann das System ja also ausdribbeln. Na ja...


    Ich hab mein Smartphone und mein Festnetztelefon und wenn ich zu Hause nicht zu erreichen bin, dann eben auf dem Smartphone. Ich muss die Kosten ja nicht tragen, macht der Herr und bei dem ist das drin. Der ist zur Zeit so beschäftigt, dass wir weniger telefonieren als sonst, so spart man auch.

    Okay, ohne Arbeit hat man dann eben auch kein Geld. Da hab ich nicht richtig zugehört.


    Ohne hier jetzt irgendwen auf den Schlips treten zu wollen. Folgendes:

    Man kommt ins Gefängnis, weil man Mist gebaut hat. Man soll im Gefängnis nicht nur bestraft werden, sondern lernen, Regel zu achten und beachten. Hab ich ein Diszi, konnte ich das nicht. Wenn ich trotz Diszi immer wieder eine Möglichkeit habe "Erziehungsmaßnahmen" problemlos zu umgehen, was lerne ich? Irgendwie komme ich schon durch.


    Man wird gekündigt. Man bekommt für den Monat, den man gearbeitet hat noch das Gehalt, natürlich aber die Taschengeldsperre. Ich muss also haushalten mit dem was ich habe, oder eben nicht.


    Warum Taschengeldsperre? Erst wenn es ans Geld geht, tut es weh. Tabak und Kaffee kostet.

    Wie genau soll man denn den immerhin erwachsenen Männern hinter Gittern beibringen, dass Regeln auch in Haft keine Kann-Angelegenheit sind?


    Auf die Frage also, an wen Inhaftierte sich wenden sollen, wenn sie kein Geld haben und niemanden der sie unterstützt, ist die einfache Antwort: Den Spiegel und die eigene Nase. Denn gar kein Geld haben sie nur, wenn sie derbe verkackt haben. Meiner Meinung nach selbstredend.

    Ich kenne ja sein Krankheitsbild nicht, geht ja nicht nur um Drogen und solche Dinge.


    Klingt ja, als gäbe es kein Urteil oder so. Es muss doch einen Grund geben, warum er dorthin musste.

    In eine forensische Klinik kommen Menschen, die eine starke Suchtproblematik haben und aufgrund dessen straffällig wurden und eine besondere Therapie brauchen.

    Auch andere psychische Härtefälle, bei denen es besondere Therapie und Beobachtung bedarf kommen dort hin.


    Wer es besser beschreiben kann, soll dies tun. So hab ich es jedenfalls verstanden.

    Also soweit ich weiß, wird für solche Erledigungen ein bestimmter Betrag angespart, Ü-Geld oder so. Es ist auch nicht so, dass er wegen einer Taschengeldsperre komplett ohne dasteht. Ein Grundbetrag ist immer da. Ich hab mir das alles aber nicht so wirklich gemerkt.

    Solche Dinge kann man alles aber auch in der Anstalt erfragen, die geben einen auch darüber Auskunft. Sozialarbeiter zum Beispiel sind dafür da, ich weiß ja nicht, wie seine Verbindung zu seiner ist, manche sind ja cool und manche eben nicht.


    Mein Mann hatte mir das vorhin erklärt, mir ist das aber immer zu viel. Die zwei quatschen doch miteinander, soll der Spezie den Herrn fragen.

    Todesstrafe, Lynchjustiz - immer wieder geil, wie manche Menschen ähnlich sadistisch ihre Gewaltphantasien an einen Täter auslassen wollen, um sich dann auf dessen Niveau herunter zu begeben. Lass mal Mittelalter spielen und wieder Hexen verbrennen, nur weil sie rote Haare haben.

    Wie primitiv manche doch denken.

    Ich verstehe sehr gut die Wut über solche Taten. Es gab sie leider schon immer und wird sie immer geben, aus welchen Beweggründen auch immer. Wer True Crime konsumiert, ist längst informiert über die tiefen Abgründe von Menschen, wie es dazu kommen kann und niemals rechtfertigen aber erklären kann. Dazu berichten einige Podcaster darüber, wie die Hörer von blutigen Taten hören wollen, was sie wirklich verurteilen und die tiefsten und dunkelsten Details oftmals weglassen. Ich will das nicht hören, auch wenn manchen Detail eben nicht ausgelassen werden kann.

    Diese Täter müssen jeden verdammten Tag begreifen und damit leben, was sie getan haben. Für die, die ihre Taten nicht als schlimm ansehen, oder nicht bereuen gibt es die Sicherungsverwahrung und das ist auch gut so. Der Sadist an sich ist eben doch seltener, als man vermuten möchte, das ist Fakt.

    Mit der Todesstrafe entkommt der Täter nicht nur der Belastung und die Erkenntnis was er getan hat, sondern auch die Opfer macht es nicht wieder lebendig.

    Schlimm genug, dass in der DDR fast bis zum Ende noch die Todesstrafe vollzogen wurde, in der BRD wurde der letzte 1947 gehängt. Diese Art der Bestrafung ist ethnisch nicht zu vertreten.


    Ich hab von dem Fall nichts gehört, ich konsumiere keine Nachrichten oder andere Medien mehr. Hier läuft nur noch Netflix oder Deezer, alle andere zieht an mir vorbei. Ich mag auch nicht lesen, weil es mich nur wieder wütend machen wird und das will ich nicht.

    Dass auf die Eltern der Täter losgegangen wird finde ich unfassbar schlimm. Irgendwann haben Eltern keinen Einfluss mehr auf ihre Kinder, dann übernimmt die Gesellschaft und da diese ja eben oft noch nach der Todesstrafe ruft, lässt tief blicken. Fragt sich mal warum. Da schließt sich nämlich der Kreis.

    Solche Taten sind viel zu komplex und individuell als wir verstehen können, da gibt es eben Experten. Menschlich ist so etwas nicht zu vertreten, definitiv. Wir als Gesellschaft müssen aber eben zeigen, wie es eigentlich besser geht, und nicht so handeln wie Täter.

    Das ist so schön geschrieben und sollte noch viel, viel mehr Aufmerksamkeit bekommen!

    Ich bin nun schon vier Jahre betroffen, fast vier Jahre hier angemeldet und hab erst am Wochenende wieder die Bestätigung bekommen, dass es gut ist, dass es dieses Forum gibt. Menschen die einen verstehen und nicht ungefragt, respekt- und schamlos ihre eigene Meinung immer und immer und immer wieder aufdrücken müssen.

    Hier kann man offen reden und das tut unfassbar gut.

    Ich hätte viel lieber noch viel mehr solcher Artikel, absolut verdient!

    Liebe Maxi,


    ich kann Dich so heftig verstehen. Ich selbst komm ja schon vom aller letzten Kleckernest und kann mir einfach nicht vorstellen, wie meine Kinder hier in Berlin halbwegs unbeschadet großwerden sollen. Die Jungs sind Dienstag mit einer weiteren Vorschulgruppe zum Alexanderplatz auf den Fernsehturm gefahren und ganz ehrlich? Das war schon zu viel. Ich vertraue den Erziehern und darauf, dass die Kinder alle hören, aber ich vertraue eben den anderen Menschen nicht. Sie leben noch und waren fertig mit der Welt den Tag aber es war cool. Ich selbst war da noch nie oben, bin fast neidisch, hab aber zu viel Respekt vor Höhe und vor Fahrstühlen. Dazu hasse ich den Alex, furchtbares Moloch, aber das ist meine Meinung.


    Dass in Eurem Fall nun auch das Motel um die Ecke ist, macht natürlich nichts leichter. Ich bin da aber bei Bikerboy, dass so kurz aufeinander nichts passieren sollte.

    Die Krux des Elternseins. Ich frage mich heute noch, wie meine Eltern darauf klar gekommen sind, dass ich einfach innerhalb von zwei Wochen hier war, ohne darüber nachzudenken.


    Ich bin nun 12 Jahre hier und würde man mich fragen, würde ich Schulklassen immer empfehlen, die Unterkunft weiter außerhalb zu wählen, man erreicht von hier alles sehr schnell, gerade die Touri Hotspot, die ich systematisch meide, sind schnell erreicht.


    Solche Dinge, wie jetzt gerade wieder einmal am Breitscheidplatz können aber überall passieren. Selbst wenn ich am Tag mit den Kinder in die U-Bahn steige um den Papa zu besuchen bin ich so vorsichtig.

    Die Angst und die Sorge kann leider keiner nehmen. Lasst Euch aber gesagt sein, auch wenn die Berliner ihre große Fresse nie halten können, ich hab sie echt lieb gewonnen und die meisten sind okay. Bekloppte haste überall.

    Vielleicht solltet ihr das nächste Mal dann doch mal bei mir zu Besuch kommen, hier issit schön ruhig.


    Liebe Grüße aus Berlin. <3

    Hey.


    Also ich kann dazu nur sagen, dass ich auch bedeutend öfter geschrieben habe als der Herr, aber bei mir gab es ja allein durch die Kinder bedeutend mehr zu berichten. Ich hatte auch noch viel mehr Muße zu schreiben, Dadurch, dass wir nun täglich mindestens zweimal telefonieren, bekommt er von mir nur noch Manuskripte, Dokumente, Fotos oder Karten zum Geburtstag oder jetzt endlich die erste selbstgebastelte Karte zum Vatertag. Hin und wieder wird auch Skype genutzt.

    Er hat aber auch Telio und da kann sogar ich aufladen, allerdings verdient er dafür allein genug.


    Allerdings würde ich wirklich klipp und klar kommunizieren, dass Du durch vergangene Aktionen von ihm, eben auch erwartest, dass er etwas dafür tut. DENN, es ist und bleibt nicht selbstverständlich, wenn man enttäuscht wurde, weiter hinter jemanden steht. Dabei schreie ich nicht zu laut, denn bei uns ist einiges passiert, nur zeigt er mit deutlich, dass er an sich arbeitet und das macht er wirklich, wirklich aktiv und er macht sich gut. Auch wenn ich jetzt und die nächsten Jahre davon nichts habe, tut es etwas für uns beide und als Familie, Eltern zweier Kinder.


    Er ist schon ein ganzes Stück in der Bringschuld, wenn ich das mal so deutlich formulieren darf.


    Dazu kommt, dass Briefmarken auch teilweise sicherlich noch als Zahlungsmittel verwendet werden. Zur Not schreibst Du ihm einen Brief, schickts genau eine Marke mit und schaust was passiert.


    Fahr einfach etwas runter, auch wenn einfach sehr leicht gesagt ist. Lass ihn machen, mach Dich nicht verrückt. Vielleicht musst Du auch einmal ganz klar für Dich benenne, was Du erwartest, was Du für Euch willst. Mach Dich und die JVA nicht verrückter, als er es derzeit "wert" ist. Ich weiß, dass keine Kommunikation immer gerade dann struggled, wenn man zu viel Zeit zum Nachdenken hat, hilft nur eben keinen weiter. Vielleicht ist er jetzt dran mit dem Struggle, lass ihn zappeln.


    Liebe Grüße, Steffi

    Also, bei meinem Mann wurde von Seiten der JVA auch nichts gemacht. Er hatte zwar noch einen Umzug in eine andere JVA, aber selbst da musste er sich selbst ummelden und ich weiß nicht, ob er nun endgültig umgemeldet ist, also ob das tatsächlich geklappt hat. Angeblich wird das wohl auch automatisch gemacht, nur bei meinem Mann eben scheinbar nicht. Wir kommen im Mai mittlerweile ins 5. Haftjahr. Also so genau werden die Paragraphen dann wohl nicht geritten.


    Liebe Grüße!

    Ich denke, wir brauchen hier gar nicht erst vom Mindestlohn philosophieren.

    Es geht um lediglich 3%.

    Zur Verhandlung steht eine Erhöhung von 9% auf 12 % bei einer Berechnung nach einem Jahreseinkommen von 29000€ nach SGB 12 oder so. Also die Grundlage, auf der die Löhne berechnet werden, wenn ich es richtig verstanden habe.

    Schuldig es nicht richtig verstanden zu haben, hab ich meinen Mann nach Zahlen gefragt. Er hätte dann statt einem Tageslohn von 18€ eben sageundschreibe 21€.

    Natürlich ist das auf Masse, im Monat mehr Geld aber vom Mindestlohn weit entfernt.


    Ich persönlich fände eine Möglichkeit Rentenpunkte zu sammeln, dass es tatsächlich etwas bringt, bedeutend wichtiger.

    Es ist schön, und diese Möglichkeit existiert derzeit, dass man seine Haftzeit rausrechnen kann, aber das bringt ja keine Punkte. Also diese Information bekam mein Mann beim Finanzamt, als er sich nach der neuen Berechnung der Grundstückssteuer erkundigt hat, und erwähnt hat, dass er halt in der JVA wohnt.


    Mindestlohn in Haft denke ich ist recht utopisch, obwohl einige sicherlich vernünftige Arbeit leisten, nicht alle, aber einige.

    Biker, ganz ehrlich, Du glaubst nicht was alles vor Eurem Spezi seltsam gelaufen ist und auch danach wird es weiter gehen.


    Es werden sehr fragwürdige Gründe gefunden und andere haben gefühlt einen Freifahrtschein.


    Mein Mann hatte neulich gesehen wie ein Beamter den Antrag eines Inhaftierten zerrissen und weggeworfen hat, einfach weil dieser Inhaftierte immer auffällig ist, Beamte anmotzt und weiß ich nicht was.

    Kann man den Beamten verstehen? Ich durchaus. Ist das gut, was er getan hat? Nein!


    Wie man es in den Wald hinein und so.

    Wenn Du aber selbst schon sagst, dass Dinge gemacht wurden, weshalb er hätte in den GV zurückmüssen, ist es vielleicht auch nur eine logische Konsequenz aus Allem?


    Ohne Mist, ich finde es auch absolut fragwürdig was darin ein absolutes No Go ist, was hier draußen menschlich gesehen absolut normal ist. Im Fall meines Mannes eben Menschen aus dem Weg gehen, die er nicht mag, mit denen er eben nichts anfangen kann, also 98% mit denen er sich eine Station teilt.

    Oder sollte Dich jemand verprügeln, musst Du es mit Dir machen lassen, wehrst Du Dich bist Du der Dumme.


    Zum Chat, jede Generation hat so ihre Ausdrucksweise, da kommt man als Boomer nicht hinterher. Da geht es ja schon los. Was zu Hölle ist ein Boomer. Ja, und so geht es ja weiter.

    Man hat ja auch seinen eigenen Humor untereinander. Der von meinem Mann, mir und meinen Freunden ist mitunter ganz, böse dunkel und das darf man eigentlich keinem erzählen manchmal, gerade aufgrund der Situation Haft.

    Solche Chatverläufe sind ja wie Gedichte oder Kurzgeschichten interpretieren, jeder erkennt etwas anderes darin und nur der Verfasser oder Autor weiß, was genau er damit sagen will. Allein die Tatsache, dass er es freiwillig überlassen hat, wäre ja schon ein Pro Argument für den Spezi.

    Aber "nur" weil eine Akte weg ist, ist ja der Tatbestand an sich, welcher vorgewiesen wurde, nicht weg. Wäre das Handy abhanden gekommen oder die Verläufe gelöscht, dann wäre es ja etwas anderes. Denke ich jedenfalls.


    Die Situation ist zum Kotzen, aber das ist Vollzug. Man muss mit den Regeln spielen und sich nicht die besten aussuchen..

    "Ist es umsonst bist Du das Produkt"

    Das Forum ist zwar kostenlos und scheinbar unattraktiv, allerdings reichen schon die Telefonnummern oder eventuell Adressen, die zwar nicht öffentlich einsehbar sind aber trotzdem vielleicht irgendwo angegeben sind, oder sogar Bankdaten, welche privat ausgetauscht werden. Das sieht der Hacker im ersten Moment ja nicht. Dafür lohnt sich ein Hackerangriff immer.


    Cool, dass Du das unter Kontrolle bringen konntest und ein Auge drauf hast. Allein mit diesen Daten, kann eine Menge Schindluder getrieben werden.


    Dankeschön für unseren Safespace hier. 😊

    Bikerboy

    Ja natürlich, dann muss man aber eben auch mit den Konsequenzen leben, wenn man auf dumme Gedanken kommt.


    Gerade weil es jetzt zu spät ist, sollte sich dann nicht gewundert werden, wenn das Wort Abschiebung im Raum steht.


    Natürlich ist das kacke aber das ist eben die Sachlage.

    Hey!


    Das Ding ist, viele sind hier in Deutschland geboren, aber keiner macht sich die Mühe auch die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen, denn man ist nicht nur der Geburt wegen deutscher Staatsbürger. Da muss man hinterher sein, wenn es die Eltern nicht machen, dann kann man das ab 18 selbst machen.