Beiträge von lovegoeson

    Hey!


    In Haus 2 wird eine komplette Station für die EWA leer gemacht aber das dauert noch, dafür ziehen nämlich mein Mann und seine "Nachbaren" komplett um.

    Bis das soweit ist dauert es allerdings noch.


    Wie ich schon einmal irgendwo geschrieben habe ist es sogar möglich dass man bei 15 Monaten komplett ohne EWA die Strafe in Tegel absitzt. Nachfragen hilft aber manchmal, oder einen Vormelder oder eine "Erinnerung" schreiben, so hat mein Mann das wegen seiner VPK gemacht.


    Alles in Allem ist eben Geduld das oberste Gebot. 15 Monate gehen auch so rum. Wenn er Arbeit hat und vielleicht ein, zwei Gruppen ist das doch auch okay.


    Liebe Grüße, Steffi

    Es sind maximal zwei Stunden erlaubt, die ursprünglich mal in viermal eine halbe Stunde angesetzt waren, es sind aber zweimal eine Stunde.. weil, ganz ehrlich, keine Ahnung wo genau Du wohnst und wie weit Du fährst aber ich fahre nicht anderthalb Stunden für eine halbe Stunde Besuch. Zumal man ja auch eine gewisse Zeit früher da sein muss oder es ist Hausalarm und man kommt halt einfach nicht rein weil das jeweilige Haus dicht ist, hatte ich auch schon.. macht Spaß, ist dann aber so.. mit Kindern dann schwierig aber okay.


    Allerdings kann man von drinnen aus deutlich mehr in Erfahrung bringen als auf den Seiten im Netz, die erzählen immer nur die Hälfte von dem was geht oder einfach gar nichts.


    Bevor Du fragst, ein Langzeitbesuch geht erst ab sechs Monaten und braucht ein wenig Vorbereitung und es gibt nicht so viele Termine wie berechtigte Personen in der JVA.


    Ihr bekommt die acht Monate schon rum, glaub mir.


    Liebe Grüße

    Mein Mann ist in Haus 2, nix mit Kurzstrafen aber ja, es ist derzeit ein Kommen und Gehen.

    Er ist allerdings im A Flügel.


    Mein Mann kommt zurecht, die Stationsbeamten sind ganz knorke, er wird auch bei manchen offen gelassen zum Telefonieren oder zum kochen in die Küche gesperrt.


    Es ist aber auch oft einfach sehr laut, weil die von unten HalliGalli machen.


    Ist er denn nun fest verlegt oder wie ist das. Wenn er noch nicht bei der EWA war wird er sich nicht zwangsläufig lange dort aufhalten.


    Bikerboy , wo ist den Sohnemann denn nun überhaupt? Mein Mann hat schon gefragt.


    Liebe Grüße

    Den Besuchstermin muss dein Mann ausmachen, per Vormelder, Du bekommst den Besuchsschein per Post.

    Derzeit wegen Corona Maskenpflicht und zwischen Euch mit Trennscheibe.

    Hallo ..


    Nein eine EWA hatte er noch nicht ,ich weiß nicht ob die das jetzt am Wochenende mit ihn machen ..


    Liebe grüße

    Am Wochenende? Eher nicht.

    Ich vermute dass er halt tatsächlich einfach verlegt wird, weil Moabit voll ist.

    Mein Mann hat erzählt dass die einige in Tegel haben, die dort sogar bis Endstrafe sitzen ohne je bei der EWA gewesen zu sein, bei Kurzstrafen unter 2 Jahren. Wenn die da klar kommen, ihrer Arbeit nachgehen können die mit dem Sozialarbeiter reden und da bis Ende bleiben.

    Heidering und Tegel, sind neben Moabit in Berlin beides Anstalten mit EWA, entweder oder.

    Ich hoffe dass er Dich sehr bald informieren kann wohin und warum. Dann kannst Du ihn auch wieder besuchen oder weißt wohin Du Briefe schicken kannst,, denn die Buchnummer ändert sich in der neuen JVA.

    Guten Morgen!


    Ein Traum, 7 Wochen, 6 Monate.. und mein Mann hat mit seiner Strafe noch Glück gehabt dass er nach 1 Jahr und anderthalb Monaten schon verlegt wurde.


    War er schon bei der EWA? Es kann auch sein dass er zwischenverlegt wird. Tegel ist manchmal auch eine Notfallösung, derzeit leer und Moabit wird, wie immer, aus allen Nähten platzen.. in Tegel wurde extra wieder die EWA eingerichtet.


    Es kann also sein dass es auch innerhalb Berlins nicht seine letzte Station war. Da der Beamte selbst überrascht war, kann es sein dass dein Mann einfach nur mal kurz woanders hin muss, bis die EWA ansteht, die ja seinen Vollzugsplan erstellt und dort wird ja entschieden wo er hin kommt.


    Liebe Grüße.

    Hallöchen.


    Es kommt auf das Strafmaß an, an sich ist Moabit allerdings ein reines U-Haft Gefängnis. Die EWA erstellt den Vollzugsplan und dafür muss man einen Termin bekommen und das dauert so lange wie es eben dauert, da gibt es zwar Richtlinien aber die sind eh nur Kannbestimmungen.


    Wenn er ein Telio Konto hat und er es aufgeladen hat kann er Dich recht schnell anrufen, das muss aber auch erst eingerichtet werden, wie lange das dauert, keine Ahnung..


    Der zu Besuchende erfährt nichts von dem Termin. Als ich meinen ersten Termin gemacht hatte, hat er es aus dem Brief erfahren den er eine halbe Stunde vorher zu lesen bekommen hat. Wäre die Post später gekommen hätte er dagesessen wie blöd. Das machen die Besucher mit der Pforte aus und Ende.


    Bis Geld aufm Konto ankommt kann auch mal länger dauern, ich glaube bis zu 5 Tage sogar.


    Allerdings sind wir seit einem Jahr aus dem Thema Moabit raus, könnte sich ja auch was geändert haben.


    Liebe Grüße!!

    Danke Betty , ich bin auch über das "der Arzt habe" gestolpert.. erzählen kann jemand halt viel, auch ohne jemanden zu nahe gehen zu wollen.

    Meinem Mann wurden damals auch diese 12 Wochen nahegelegt und zwar sogar bei oder in Schwerin, also nicht irgendwo, sondern dort wo es auch wohl positives Feedback gab. Leider hab ich damals so ein Fass aufgemacht.. weil ich nicht so lange mit den Jungs allein sein wollte und das Problem auch nicht so wirklich begriffen habe, weil mir das Ausmaß noch nicht so krass bekannt war zu dem Zeitpunkt.

    Mit einer Such kämpft man ein Leben lang, der Arzt der das nach sechs Wochen "beendet" den möchte ich mal bitte kennen lernen.. zumal der Arzt das nicht zu entscheiden hat, denn er ist nicht der Therapeut..


    Ich würde das ganze auch eher Seitens deines Mannes hinterfragen, wir als Angehörige möchte nämlich gerne dass alles ganz schnell wieder gut wird und unseren Lieben Glauben schenken, weil wir meist auch keine Erfahrungen oder Konfrontationen zuvor damit hatten..

    Das ist leider gefühlt Gang und Gebe.

    Man hat im berliner Vollzug eine Menge Möglichkeiten, es scheitert aber an der Bereitschaft von so machen Sozialarbeiter. Es werden sich Zuständigkeiten von Anstalt zu anderen Einrichtungen hin und her geschoben und am Ende geht jemand komplett untherapiert raus.. weil sich keiner zuständig fühlt. Was dabei raus kommen kann, lesen wir dann in den Zeitungen und sehen es in den lokalen TV-Medien.


    In Moabit hatte mein Mann eine super Sozialarbeiterin... die, die er jetzt hat ist.. na ja, sie macht halt ein bisschen von jedem.. und hat deutlich weniger Inhaftierte zu betreuen als die in Moabit.


    Möglich sind frühe Lockerungen. Ich kenne eben nur die Beispiele von der Station meines Mannes in Tegel, LLer nach acht Jahren den ersten Freigang, erst begleitet dann unbegleitet. Externe Therapien. Ausbildung, Abitur, Studium.. nur was das Lernen und Selbstbeibringen betrifft sehe ich jetzt selbst .. wenn man nicht einmal jemanden hat der es einem erzählt, der einen visuellen Zugang zum Stoff vermittelt, wie Lehrer oder Dozenten, ist es zusammenhangloses Lesen von Unterrichtsmaterial.


    Es hängt nicht immer nur daran wie weit der Inhaftierte mitarbeiten möchte, sondern auch wie bereit die Anstalt ist, ihrer Pflicht auch nach zu kommen, welche nicht nur das blanke Einsperren ist. Das ist meine Wahrnehmung, das was ich aus den Gesprächen mit meinem Mann höre.. und zum Teil eben auch im Lichtblick lese.. die ja nun mit ihrer Redaktion in Tegel an der Quelle sitzen.


    Es ist ein zähes Warten und man muss immer und immer und immer wieder nachfragen, Anträge stellen, auf die Nerven gehen, was Zeit und Nerven und Hoffnung kostet. Dann kommen so Gespräche mit einzelnen Ansprechpartnern die dezent wenig motivieren und man fragt sich ob es Sinn macht.


    Jeder sagt man muss sich kleine Inseln, kleine Etappenziele bauen, vor Augen halten aber wenn man nicht einmal einen Anfang findet.. und es wird erwartet dass man entspannt bleibt aber mit dem Geduld-Geduld-Gedulds-BlaBla steigt eben auch Frustpotential.


    Es zerrt denjenigen da drinnen und hier draußen auch. Ich sehe nur die Jahre die vergehen, in denen ich mit meinem Mann über Kinder rede, die gefühlt nicht mehr seine sind. Untätig auf Ablauf warten ist halt scheiße aber ändern kostet ja Zeit, Energie und man möchte ja so wenig wie nötig Aufwand betreiben, wobei Aufwand auch schon wieder zu viel ist.


    So, bevor ich mich noch weiter endlos in meinen Zeilen verliere und noch weniger Hoffnung schaffe..


    Wie so oft, kann eben keiner genau sagen was wann wie passiert, weil es Richtlinien gibt an die sich aber eben scheinbar keiner halten muss, siehe halbes Jahr bis zur VPK.. und passieren kann jahrelang nichts.


    LG

    Aufarbeitung und Resozialisierung? Da muss ich schmunzeln. Nicht nur das Beispiel meines Mannes, auch die Erfahrungen von anderen spielt ne andere Melodie.

    Auch die Möglichkeiten an Ausbildungen sind relativ. Mein Mann wollte Elektriker machen, wenn er das hinter sich hat ist er draußen maximal Hilfsarbeiter aber kein Geselle.. das ist ja die Krux..

    Ich hoffe dass es bei Euch so läuft wie es schön wäre und laufen sollte!