Beiträge von OpenDoor

    An seiner Stelle würde ich schauen was fehlt, mich danach bei der Anstaltsleitung schriftlich beschweren und den Schaden gleichzeitig einfordern. Soetwas geht garnicht. Wir machen nicht mal in der Freizeit die Haftraumtüren auf, wenn ein anderer Gefangener aus dem Haftraum eines anderen etwas haben möchte zum kochen oder so. Obwohl wir wissen wer immer zusammen kocht und einkauft.

    OpenDoor Hallo und vielen Dank für die Antwort. Es wird tatsächlich eine u-haft angehängt. Ich wusste nicht dass die Bestimmungen dann jetzt schon für die strafhaft gelten.

    Das mit dem Seelsorger meinte ich auch eher so dass ich nachfragen wollte ob ein Telefonat möglich ist aber leider nicht die richtige Nummer bekomme. Ich werde es mal über den sozialdienst versuchen, Dankeschön für die Idee.


    Also müssen wir erst die Verurteilung abwarten um zb. Geld überweisen zu können. Darf man dann trotzdem noch was extra überweisen für einen Zugangseinkauf oder ist es dann ja kein Zugang mehr?

    Der Sinn der UHaft ist die Sicherstellung eines geordneten Strafverfahrens. Wenn jedoch noch eine rechtskräftige Haftstrafe zu verbüßen ist, wird diese zuerst vollstreckt, aber zur Verfahrenssicherung Beschränkungen der UHaft auferlegt. Anders macht es ja keinen Sinn, da man ja sonst aus dem Kanst heraus trotzdem weiterhin Beweise vernichten lassen oder Zeugen beeinflussen könnte.

    Hallo,


    Besucher müssen erst durch die Anstalt überprüft werden. In manchen Anstalten kann man einfach einen Termin ausmachen, da (manchmal) recht unerfahrene Kolleginnen und Kollegen an der Besuchsannahme Dienst machen. Wenn der Besucher nicht in der Besucherkartei eingetragen ist, dann wird der an der Außernpforte abgewiesen. Trotz Termin.

    Wenn irgendwas vom Gericht gefehlt haben soll und sie in Strafhaft ist, könnte es sein, dass Überhaft notiert ist - also eine UHaft anhängig ist. Dann gelten die Auflagen des Gerichtes bezgl Außenkontakten.

    Das würde auch erklären warum Briefe nicht zugestellt werden.


    Dass über die Seelsorge einmal mit Angehörigen telefoniert werden kann ist so nicht richtig. Man kann über den Pfarrer telefonieren, aber er muss es nicht ermöglichen. Wenn es hier aufgrund UHaft Beschränkungen gibt, wird er sich darüber auch nicht hinweg setzen.


    Bezüglich des Vorfalles in der Familie würde ich mich mit dem zuständigen Sozialarbeiter verbinden lassen. Der kann mehr dazu sagen und eine solche Nachricht überbringen.

    Meist haben die Seelsorger ein bisschen Tabak und Schokolade. In manchen JVAs gibt es auch Gefangenenhilfsvereine die dann Einkaufsgutscheine für 15 oder 20 Euro ausstellen. Der zuständige Sozialdienst kann da mehr dazu sagen. Soll er einfach beim Aufnahmegespräch mal fragen.

    darf ich fragen was ein Zentralist ist ?

    Der Diensthabende auf der Zentrale. Dort (oder an der Außenpforte) ist meist ein Notbestand an Geld hinterlegt. Sind - je nach JVA - wenige hundert Euro. Diese sind dafür gedacht, dass Gefangene die Blitzentlassen werden eine Fahrkarte nach Hause und etwas zu essen kaufen können.


    Das kommt bei uns extrem selten vor. Unser ÜM und/oder EM arbeiten vor der Entlassung schon sehr gut. Nur wenige gehen ohne irgendwas raus. In der Regel haben alle einen gültigen Ausweis und Bankkonto. Sollte jemand in eine Einrichtung (z.B. betreutes Wohnen o.Ä.) gehen wird das Geld dort hin überwiesen. Aber alles das wird vor der Entlassung geklärt.


    Sollte es doch dazu kommen, dass jemand garnichts hat, bekommt er es komplett ausgezahlt. Die Erfahrung zeigt aber, dass das Ü-Geld dann nach wenigen Tagen oder teilweise auch Stunden schon aufgebraucht ist.

    Bei uns wird ein Teil (meist so 500-1000 Euro) direkt ausgezahlt. Der Rest wird überwiesen. Wenn jemand außerhalb der Geschäftszeiten entlassen wird, wird maximal Geld für eine Fahrkarte und was zu essen mitgegeben. Mehr als 200 oder 300 Euro sind nicht verfügbar für den Zentralist. Rest wird dann ebenfalls überwiesen sobald die VGS wieder da ist.

    In der Regel kommt der Rechtsmittelverzicht innerhalb der 7 Tagefrist per Fax als Kopie an die JVA, wie Lasker schon geschrieben hat. Je nachdem was als Datum in deinem Beschluss steht, wirst du dann sofort entlassen. Häufig steht bei uns ein etwas entferntes Datum drin, damit die Freistellungstage nicht ausgezahlt werden müssen.

    Ein Tipp den ich Gefangenen immer gebe: sagt den Angehörigen, dass sie sich eine Festnetznummer zulegen sollen - spart ein Haufen Kohle in der Haftzeit.


    Kostenlose Festnetznummern gibts beispielsweise bei Sipgate (heißt Sipgate Basic). Ist eine Voice over IP Nummer, das heißt man installiert sich eine App auf dem Handy und dann klingelt das Handy wenn man angerufen wird. Geht halt aufs Datenvolumen wenn man unterwegs ist, aber meist hat man ja irgendwo WLAN.


    Link zur Webseite: Sipgatebasic

    Ja, zuerst wird die Strafhaft vollstreckt und wenn dann immer noch die Gründe für die UHaft bestehen, kommt es zur Überhaft. Je nach Zuständigkeit wird er dann auch in eine andere JVA verlegt (wenn die derzeitige keine UHaft vollstreckt oder aufgrund des Vollstreckungsplans nicht zuständig ist).


    Die Beschränkungen nach §119 StPO sind:

    1. der Empfang von Besuchen und die Telekommunikation der Erlaubnis bedürfen,
    2. Besuche, Telekommunikation sowie der Schrift- und Paketverkehr zu überwachen sind,
    3. die Übergabe von Gegenständen bei Besuchen der Erlaubnis bedarf,
    4. der Beschuldigte von einzelnen oder allen anderen Inhaftierten getrennt wird,
    5. die gemeinsame Unterbringung und der gemeinsame Aufenthalt mit anderen Inhaftierten eingeschränkt oder ausgeschlossen werden.

    Nicht jede JVA vollstreckt U-Haft oder Strafhaft. Es gibt aber Anstalten die beides haben. Wo er ist, ist abhängig vom Vollstreckungsplan. Je nachdem in welchem Gerichtsbezirk ihm eine Straftat vorgeworfen wird, ist eine JVA zugeordnet die für die Untersuchungshaft verantwortlich ist.


    Wie schnell du ihn dort besuchen darfst ist abhängig vom Richter bzw Staatsanwalt. Besteht beispielsweise die Gefahr der Verdunklung durch dich wird es keine Besuchserlaubnis oder nur eine sehr eingeschränkte Erlaubnis geben.

    Deshalb ist es jetzt für dich wichtig rauszufinden welche Staatsanwaltschaft zuständig ist und dort nachzufragen. Auch dort wirst du keine Auskunft bekommen warum er inhaftiert ist. Aber du weißt wenigstens wo er ist. Außerdem kannst du dort auch eine Besuchserlaubnis beantragen.

    Wenn du die Besuchserlaubnis hast, kannst du in der JVA anrufen und einen Besuchstermin ausmachen, bzw du schaust mal auf der Homepage der JVA wie es dort mit U-Haft Besuch geregelt ist.

    Aufgrund des Datenschutzes darf dir die JVA keine Auskunft geben. Da er einem Haftrichter vorgeführt wurde ist er in Untersuchungshaft. Ansonsten hätte es ein Bewährungswiderruf gegeben.

    Du weißt ja bei welcher Polizeistation er war. Frag nach welche Staatsanwaltschaft zuständig ist und beantrage dort eine Besuchserlaubnis und/oder Telefonerlaubnis. Alternativ schreibe ihm einen Brief - aber das kann auch etwas dauern, da dieser übers Gericht bzw STA geht zur Kontrolle.

    Hallo,


    aus Sicherheitsgründen wird sowas nicht mitgeteilt. Denn die Angehörigen würden sich selbstverständlich Sorgen machen und ins Krankenhaus kommen. In der Regel gibt es ja nicht so viele Krankenhäuser zur Auswahl.


    Wenn etwas besonders schlimmes passieren soll, gibt jeder Gefangene bei der Aufnahme die Kontaktdaten des nächsten Angehörigen an. Dieser wird dann benachrichtigt.

    Hallo,


    wir haben in Basis (so heißt unser PC Programm in Deutschland) in dem Bereich „Vollstreckung“ nur die Paragraphen und den Text dazu. Also beispielsweise „schwerer Raub“, dann die Verurteilung beispielsweise 5:9:0 sind 5 Jahre und 9 Monate. Dazu die Vollstreckungszeit mit Beginn, Ende, vorläufiges Ende und Unterbrechung. Dann gibt es noch ein Textfeld was die Vollzugsgeschäftsstelle frei beschreiben kann. Hier steht meist drin, welche Verurteilungen zusammen gefasst werden, wann die Rechtskraft eingetreten ist, ... Aber nie etwas zur Tat.


    Jeder Bedienstete hat immer die Möglichkeit sich die Akte des Gefangenen anzusehen. In der Regel ist die Vollzugsgeschäftsstelle oder Registratur mit einer „Normalschließung“, so dass jeder Bedienstete jederzeit an die Akten kommt.

    In den Akten ist bei U Haft der Haftbefehl und das Aufnahmeersuchen. Dort steht drin was dem Gefangenen zur Last gelegt wird und aufgrund welcher Haftgründe er in UHaft genommen wird. Außerdem wer zuständig ist, ob es besondere Hinweise, Trennungen oder Vorsichtsmaßnahmen gibt, Beschränkungen wie Telefonüberwachung, ...


    Bei Strafgefangenen ist in der Akte immer das Urteil. Da steht natürlich klipp und klar drin warum derjenige im Staatshotel residiert.


    In manchen Anstalten kann man auch auf den digitalen Vollzugsplan zugreifen. Somit spart man sich den Weg in die Vollzugsgeschäftsstelle.

    Die wenigsten AVDler lesen Urteile. Man hört immer nur die Geschichten oder bei spektakulären Sachen bekommt man es aus den Medien mit. Ich selbst lese eigentlich nie Urteile. Das letzte was ich gelesen habe war in meiner Ausbildung von einem LLer, aber auch nur weil es mir von einem Kollegen „empfohlen“ wurde.

    Hey,


    klingt interessant. Bei uns gibt es sowas nicht, würde ich aber sinnvoll finden.

    Ansonsten kenne ich nur Gerdes Com mit ihrem Produkt Prison Media worüber man E-Mails versenden kann. Die Zustellung erfolgt auch digital, jedoch muss der Stationsdienst die erst freigeben.