Beiträge von Mikmo1408

    Sina.j99

    Einen Sozialarbeiter gibt es in jeder JVA. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese teils sehe überlastet sind und auch mal gerne auf sich warten lassen, bis zu einem persönlich kommen.


    Ich habe meinen Vollzugsplan damals nach ca.3 Monaten erhalten.


    Wie meine Vorposter schon sagten, einen Anwalt einschalten bringt da recht wenig, außer das man sich ggf unbeliebt macht....

    also ich gehe auch stark davon aus, dass wahrscheinlich noch ein Verfahren anhängig ist, was die U-Haft erklären würde.

    Auch wenn er 2020 bereits in Haft gemusst hätte, Flucht ist keine Straftat, man wird dann eben per Haftbefehl gesucht und sobald sie dich haben, kommt man ganz normal in Strafhaft.


    Bzgl seines Kontos, was ein reines online Konto ist. Auch hier würde ich direkt an die zuständige Bank schreiben, den Sachverhalt erklären und dir ggf eine Vollmacht erteilen, sodass du neue Zugangsdaten erhältst.

    Oh ha, das nenne ich wirklich eine hohe Strafe.

    Ob es sinnvoll ist dagegen vorzugehen, bezweifle ich. Evtl ist es ratsam nochmal das Gespräch mit der Stationsleitung, dem Arbeitsbeamten oder dem Anstaltsleiter zu suchen.


    Ansonsten so hinnehmen wie es ist und in Zukunft die Regeln befolgen.

    Aus meiner Haftzeit weiß ich, dass es einige Regeln gibt welche wenig sinnvoll erscheinen. Indem man sie jedoch nicht befolgt, schneidet man sich nur ins eigene Fleisch....

    Von farbigen Schildern an der Tür, habe ich bisher auch noch nie was gehört. Das handhabt wohl jede JVA anders...


    Ansonsten kann ich Chris und Maximus nur zustimmen, bei einem Diszi sind je nach Vergehen, verschiedene "Strafen" möglich. Es kann eine Verwarnung geben bis hinzu zu Einkaufs oder Freizeitsperre oder auch Bunker.


    Du wirst es bestimmt beim Besuch erfahren, was vorgefallen ist....

    Naja im wesentlichen hast du bereits alle Punkte genannt, welche wichtig sind um den Haftalltag zu meistern!


    Eine Grundformel gibt es nicht, da jeder anders mit der Situation umgeht. Und natürlich auch jede Person anders ist, ein ohnehin labiler Mensch wird es unter Umständen schwerer haben anzukommen. Wobei auch hier gesagt sei, in jeder JVA gibt es die Möglichkeit sich an den psychologischen Dienst zu wenden und Gespräche zu führen.


    Ich persönlich habe ca. 6 Monate gebraucht um richtig anzukommen. Geholfen hat mir der regelmäßige Kontakt nach außen, Besuche sowie die Arbeit.

    Rückblickend verging Die Zeit dann viel schneller, als ich je erwartet hätte.

    Allgemein würde ich sagen, dass es wohl keine JVA gibt, in der nicht geschmuggelt oder ähnliches wird.


    Während meiner Zeit, war es auch so, dass bestimmtes Klientel wie z.b. Drogenabhängige an Ausgänger oder Urlauber herantraten mit der bitte was rein zu schmuggeln. Und ja, es gab sogar ein paar "blöde" Frauen die das tatsächlich taten.

    Für mich persönlich war das immer ein absolutes No Go. Und das habe ich auch offen kommuniziert! Durch meine Arbeit als Hausarbeiterin hatte ich natürlich auch Kontakte zu Schnittstellen wie z.b die Küche, Wäscherei usw... auch hier wird gern das ein oder andere "mitgegeben".

    Ich musste da nur 1x sagen, dass mit mir sowas nicht geht und hatte dann meine Ruhe. Natürlich hat man dann auch bei bestimmten Leuten nen Ruf weg, aber das war mir ziemlich egal.


    Kann mich da meinen Vorrednern nur anschließen, wenn du was mitbekommtst, es dich selbst aber nicht betrifft, dann halte dich aus allen Angelegenheiten raus.

    Sollte es doch mal so sein, das du in was reingezogen wirst, ist Chris Rat der Beste!

    @StraBay


    Also von Schutzgelderpressungen habe ich ehrlich gesagt noch nie was mitbekommen, während meiner Haft. Weder bei den Frauen noch bei den Männern.


    Und auch hier im Forum noch nicht gelesen, dass darüber jemand berichtet hätte.


    Nicht falsch verstehen, aber bekannt kommt mir das nur aus Film und Fernsehen vor, bzw. aus Dokus über amerikanische Knäste.

    Hallo StraBay


    Zuerst einmal finde ich es gut, dass du dich vorab auf eine mögliche Haft vorbereiten willst und Infos dazu sammelst.


    Ich selbst war zwar im Frauengefängnis, man bekommt aber natürlich auch mit was bei den Männern so läuft.


    Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, bleib dir selbst treu und mach dein Ding, wie du es für richtig hälst.

    Ich persönlich habe mich auch immer aus allem raus gehalten. Hab meine Arbeit gemacht, bin mit Beamten sowie anderen Gefangenen normal umgegangen. Klar hat man immer mal Mitgefangene, die Störenfriede sind oder einen blöd anreden.


    Kontakt zu anderen wirst du zwangsläufig haben, sei es über die Arbeit oder auch beim Aufschluss. Man merkt dann eigentlich relativ schnell, mit wem man etwas anfangen kann, wie z.b Gespräche führen usw, und mit wem nicht.


    Raten kann ich dir ebenfalls, leihe nichts her und mach deine Zelle hinter dir zu wenn du zum Duschen gehst oder irgendwo anders hin. Einen Schlüssel bekommt generell jeder für seine Zelle.


    Von Gewalt oder Sexuellenübergriffen ist mir bisher nichts bekannt und habe ich auch während meiner Haft nichts davon mitbekommen, weder bei den Frauen noch bei den Männern.


    Natürlich werden dir erfahrene Häftlinge ansehen, dass du neu bist und wahrscheinlich noch nie inhaftiert warst. Das is aber auch nicht schlimm, solange du dich nicht wie ein kleines, graues Mäuschen verhältst.


    Raten kann ich dir ebenfalls, spiel für niemanden den Boten oder Überbringer. So in der Art, kannst du diesen Umschlag bitte für Person XY mit in den 3.Stock nehmen. Häufig ist da zwar nur Tabak oder Kaffee drin, allerdings wirst du erwischt, bekommst du den Ärger. In solchen Situationen konsequent NEIN sagen.


    Wirkliche Freundschaften finden sich im Knast kaum. Das sind dann eher Zweckgemeinschaften während der gemeinsamen Haft.


    Mit Angst musst du auf jeden Fall nicht in Haft gehen. Natürlich ist alles neu und ungewohnt. Und man muss sich erstmal an die neue Situation gewöhnen.


    Wünsch dir alles gute, evtl kommst du ja nochmal mit nem blauen Auge davon ohne Haft.


    Liebe Grüße

    Hi Leonie,


    naja das erklärt dann natürlich so einiges. Wenn er arbeitsfähig ist, aber nicht arbeiten will,dann bekommt er natürlich auch kein Taschengeld.


    Unterstützen würde ich so ein Verhalten auf keinen Fall.

    Zumal ja auch die Zeit um einiges schneller vergeht wenn man arbeitet, einen Tagesablauf hat und sich beim Einkauf bissi was leisten kann.


    Kenne ja seine Beweggründe nicht,warum er so auf Stur macht. Aber auf eine mögliche vorzeitige Entlassung wirkt sich so ein Verhalten natürlich nicht positiv aus!

    Hallo Leonie,


    wenn er Taschengeld beantragt hat, sollte er das generell auch bekommen.

    In Strafhaft herrscht prinzipiell auch Arbeitspflicht, außer man ist bereits im Rentenalter oder gesundheitlich nicht in der Lage.

    Von daher sollte dein Mann eigentlich auch Arbeit haben und sich dabei etwas verdienen.


    Wenn du seit April nix mehr gehört hast, is das ja nun schon einige Zeit.


    Schreib du ihm doch mal und lege ihm ein paar Briefmarken bei. Oder hast du das bereits versucht ??

    Ah ok sarina, das ergibt jetzt Sinn. Ich hatte es zuerst etwas anders verstanden mit den einzelstrafen.


    Naja wenn es gut läuft wird sein Gesamt 2/3 bei 7 Monaten liegen, die er absitzen muss.

    Für mich persönlich ein überschaubarer Zeitraum, auch wenn er evtl die vollen 9 Monate absitzen muss.


    Tojeto4 Rat kann ich mich im großen und ganzen nur anschließen.

    Konzentrier dich in erster Linie auf dich und deine Kids.

    Halte weiterhin des Kontakt zu deinem Partner, auch wenn Besuche bald klappen ist das doch super!

    Das man den Unterhaltsvorschuss erst ab dem 7. Monate bekommt war mir nicht bewusst. Mein Ex-Partnet bekam diesen ab Antragsstellung, da war ich knapp 3 Monate in Haft.


    Ansonsten, ja ist dumm gelaufen mit dem Thema Drogen bei euch. Ich gehe aber weiterhin davon aus, dass es die Sozialarbeiterin als Empfehlung in ihren Bericht geschrieben hat, eben auf Grund der Tatsache weil er sich selbst an einen Psychologen gewendet hat.


    Aber eins muss ich noch fragen, er hat 2 Bewährungswiderrufe erhalten, die zusammen "nur" 3 Monate ergeben??

    Bist du dir da sicher??

    Hallo Sarina,


    Zuerst mal erschließt sich mir nicht, warum dein Mann das Thema Drogen überhaupt angesprochen hat, wenn gar kein Suchtdruck oder ähnliches vorliegt!

    Die JVA's nehmen das Thema natürlich dahingehend ernst, wenn er von selbst darauf zu sprechen kommt bzw einen Sozialarbeiter oder Psychater kontaktiert. Ich gehe davon aus, dass auch deshalb eine ambulante Drogentherapie empfohlen wurde.


    Zum Thema 2/3 kann ich mir nicht vorstellten, dass er dies bekommt, wenn die Bewährungsstrafen bereits widerrufen wurden und rechtskräftig sind. Normalerweise werden diese gleich mit vollstreckt wenn er bereits in Haft ist.

    Er müsste dann jedoch eine neue Haftzeitübersicht bekommen, wo alle Strafen aufgeführt sind und ebenfalls vermerkt ist, wann von allen Strafen der gemeinsame 2/3 Zeitpunkt ist.


    Vielen Familien geht es natürlich schlecht wenn ein Elternteil in Haft kommt. Besonders die Kinder leiden oft sehr darunter.

    Du hast sicherlich Anspruch auf Beihilfe bzw Aufstockung vom Amt wie jobcenter usw. Darum muss man sich aber auch kümmern.


    Ansonsten kann ich euch nur Raten, haltet den sozialen Kontakt soweit es durch Corona möglich ist. So etwas wird bei einer möglichen 2/3 Entscheidung auch berücksichtigt, wenn Familie, ein stabiles Umfeld da ist.


    Viele Grüße und alles Gute!

    Zum größtenteil kann ich mich Kajada mit ihrer Meinung nur anschließen!!


    Da ich ebenfalls bereits selbst inhaftiert war, muss ich zugeben, dass es durchaus in vielen Bereichen Verbesserungsbedarf gibt, allem voran im Vollzug in Bayern.


    Ich weiß auch, wie schwer es als Angehöriger ist, mit diversen Richtlinien und Regeln des Vollzugs umzugehen.

    So war es bei meiner Familie auch, ganz einfach weil man für sie zwar jemand ist der Fehler gemacht hat, aber deshalb noch lange kein schlechter Mensch ist. Daher erscheinen viele Regeln des Vollzugs als ungerechtfertigt.


    Fakt ist aber nun mal, deine Lebensgefährtin hat Mist gebaut und muss nun die Konsequenzen tragen. Dass müssen viele, viele andere Mütter und Töchter auch.


    Da sie in Aichach Inhaftiert ist, gehe ich davon aus, dass ihre Strafe über 2 Jahre beträgt.

    Da stellt sich mir die Frage, warum sie sich nicht vor ihrem Haftantritt um ihre Angelegenheiten gekümmert hat! Wie z.b wie geht es mit ihrer Mama weiter, wer sorgt für sie usw...


    Das durch Corona, die wenigen Annehmlichkeiten wie Besuche oder Ausgang noch mehr eingeschränkt werden ist mehr als ärgerlich und einfach nur schlimm für alle Beteiligten.

    Aber so wie die Gefangenen nichts dafür können, kann das auch die JVA nicht!

    Das man sich wahnsinnig ärgert, wenn man sieht wie voll die Arenen zur EM sind, aber den geliebten Mensch darf man nur unter strengsten Auflagen sehen,ist völlig verständlich.

    Aber dazu gilt, UEFA = Geld = Macht 🤷‍♀️

    Naja, das eine hindert das andere nicht, wobei mich tatsächlich das Ausreizen des Rechtsstaats bis an die Grenzen durch Einzelne besonders ärgert.

    Mach doch mal ein eigenes Thema zu den "anderen Gründen" auf. Es würde mich ehrlich interessieren.

    Die anderen Gründe würden glaube ich jeglichen Rahmen sprengen 😉 da es hier in vielen Bereichen vieles zu verbessern gäbe...

    Angefangen von unserem Rechtssystem generell, bis zu den Abläufen in diversen JVA's....

    Aber sollte ich demnächst die Muse dazu finden, rege ich gerne mal eine Diskussion dazu an 😉


    Generell jedoch finde ich nichts verwerfliches an der Einstellung des Fragestellers.

    Er hat die Entscheidung Geld zahlen oder Knast. Für was er sich entscheidet bleibt einem selbst überlassen .

    Die Umstände die dazu führten "große Klappe nicht halten" ist ja wieder ne andere Sache.

    Also ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn er,aus welchen Gründen auch immer, sagt er sitzt die 10 Tage ab, anstatt es zu bezahlen.

    er hat das Recht dazu, also ist es auch seine Entscheidung 🤷‍♀️

    Ebenfalls als Steuerzahlerin, gibt es für mich definitiv andere Grülde die unser Rechtssytem betreffen oder JVA's an welchen ich mich echauffieren könnte.


    Zu der genannten JVA kann ich dir leider keine Auskunft geben.

    Allerdings sind 10 Tage ja nun keine große Zeitspanne, bis du überhaupt weißt wie der Hase hoppelt in einer JVA bist du längst wieder entlassen!!

    Evtl etwas Geld mitnehmen falls du Raucher bist um dir Tabak kaufen zu können.

    Hallo Chris,


    Ja das einem nur maximal 4 Monate gewährt werden, darüber bin ich informiert.


    Woher ich weiß, dass sich einige Anstalten (nicht alle, da gibt es sicherlich auch andere) gerne mal "drücken ".

    Das weiß ich aus eigener Erfahrung während meiner letzten Haft. Da gingen dann gerne mal mitgebrachte Arztberichte zur Behandlung verloren, oder wie es in meinem Fall war, wurde ich über Monate hinweg komplett falsch behandelt und eben nicht, ein Termin beim Facharzt vereinbart.


    Daher kommt meine Sorge, dass es diesmal ähnlich laufen könnte.